Meine Große hat mich im Vorschuljahr und Anfang der Grundschule mit meinem Vornamen (bzw der verkürzten Koseform) angesprochen.
Irgendwann hat sie das einfach so gemacht und ich hab sie das machen lassen, wie sie will. Fand ich nicht irgendwie entscheidend, wie sie mich nun anspricht/nennt.
Die Grundschullehrerin sprach mich dann aber irgendwann mal an, dass sie das seltsam/auffällig findet. (Ich glaubte zu spüren, sie meinte, das sage irgendwas (ungutes ?) über unsere Beziehung aus...)
Daraufhin hab ich das Kind mal direkt gefragt, warum sie das eigentlich mache und sie meinte pragmatisch, das sei doch viel sinnvoller, denn wenn man "Mama" irgendwo riefe, könne ja jede x-beliebige Mutter gemeint sein, der Vorname sei dagegen viel eindeutiger.
Inzwischen sagt sie übrigens schon laaaange wieder "Mama" zu mir.
Tja. Und nun ist Nummer zwei im selben Alter.
Und wie nennt sie mich?
Mit dem Vornamen. (nicht ausschließlich, aber sehr häufig, besonders dann, wenn sie mich ruft)
Das ist doch irgendwie seltsam, dass es auch genau im selben Alter ist.
Ob das nicht doch auch was mit einer bestimmten Entwicklungsphase zu tun hat?
Dem Abnabeln, sich Emanzipieren, selbstständiger sein Wollen?

Die meisten Leute die ich kenne, sind jedenfalls sehr befremdet, wenn mein Kind mich nicht "Mama" nennt.
Kennt ihr sowas von euren Kindern auch?