Meine Tochter hat mit zwei schon zu mir gesagt: "Du bist doch auch nicht besser!" Und zu ihrem Papa ist sie sowieso total fies und sagt solche Sachen wie: "Du erzählst nur Quatsch, Papa!" Deshalb haben wir so früh wie möglich Tacheles geredet und ihr gesagt, dass wir dafür sorgen müssen, dass sie das Richtige tut, auch wenn wir selber Fehler machen. Und wir haben ihr immer wieder in Aussicht gestellt, ab wann sie bestimmte Sachen selber machen darf, also nicht gesagt, dass sie noch zu klein ist, sondern sie nur auf später vertröstet und ihr gesagt, dass sie erstmal andere Sachen lernen muss.
Ich bin der Meinung, man muss schlauen Kindern nichts vormachen, manchmal muss man einfach sagen, wie es ist. Man sollte Kinder nicht manipulieren. Es gibt auch bei uns Bücher, die Amelie niemals lesen wollte. Aber warum sollte man es ihnen dann aufdrängen? Wenn du das Bedürfnis hast, sie an das Thema heranzuführen, dann sprich doch mit ihr darüber.
Ich hatte übrigens eine Geschichte "Schmollende Steffi"(Steffi) ist mein Name. Und dieses Buch fand Amelie auch wieder zum Schreien komisch

, wahrscheinlich, weil es sie irgendwie versöhnt hat, dass ich (und sie hat gedacht, das sei meine Geschichte) auch mal so bockig war.
Amelie versucht jetzt auch schon, ihre 7 Monate alte Schwester zu erziehen und sagte neulich: Lena, schau mich an, wenn ich mit dir rede! (Musste ich tausendmal sagen, denn manchmal hat Amelie nur reagiert, wenn man ihr direkt in die Augen gesehen hat.) Aber Klein-Leni kann ja noch nicht mal sitzen. Und Lena lacht eigentlich immer, wenn ihre Schwester mit ihr spricht. Die verzeiht alles.