KITA Krise und Angst vor kleinen Kindern

Probleme und Lösungen für den Kindergartenalltag


Re: KITA Krise und Angst vor kleinen Kindern

Beitragvon Rabaukenmama » Do 20. Apr 2017, 07:22

@Koschka: Da bin ich ganz deiner Meinung. Mittlerweile sehe ich bei meinem älteren Sohn schon deutlich mehr autistische Züge als bei meinem jüngeren, wo ja schon diagnostiziert wurde, dass er eine Autismus-Spektrums-Störung hat. Bin schon gespannt was bei der neuen Entwicklungsdiagnostik im Juli rauskommt.

@Karen: Meine Buben sind beide extrovertiert, haben kein Problem mit Veränderungen, grundsätzlich auch kein Problem mit Fremdbetreuung, usw. Beim jüngeren Sohn weiß ich schon, dass er Autist ist, beim älteren vermute ich es mittlerweile, kann aber ADHS auch nicht ganz ausschließen.

Als bei meinem älteren Sohn erstmals Autismus im Raum stand hielt ich das für sehr unwahrscheinlich, weil er in sehr vielen Punkten total anders agiert als sein diagnostizierter Bruder. Mittlerweile schließe ich nichts mehr aus. In größeren Kindergruppen hat mein älterer Sohn deutlich mehr Probleme als sein kleiner Bruder (obwohl sie beide grundsätzlich Einzelgänger sind). Aber es heißt ja immer: Kennst du EIN autistisches Kind dann kennst du EIN autistisches Kind. Das Spektrum dieser Störung ist sehr groß und reicht (also von dem, was man von "außen" sieht) von leichten Verhaltensauffälligkeiten bis zur totalen sozialen Unfähigkeit. Gerade kluge Kinder können da sehr viel kompensieren und es ist gar nicht so leicht zu diagnostizieren.

Ich kann und will keine Ferndiagosen stellen. Was mir bei deiner Tochter auffällt ist, dass sie in größeren Gruppen MIT ÄLTEREN KINDERN durchaus zurecht kommt. Das sehe ich als gutes Zeichen :) .

Mein älterer Sohn schafft es in Gruppen nur sehr schwer, nicht (negativ) aufzufallen. In der Klasse klappt es gut weil die Lehrerinnen immer zwei ältere Mädchen "einteilen" um meinen Sohn im Auge zu behalten und - wenn nötig - in die Schranken zu weisen :P . Im Hort klappt es leider gar nicht gut und er fühlt sich allein gelassen und ausgestoßen. Klar ist er mit seinem Verhalten teilweise selber schuld, und es ist sicher nicht einfach mit ihm . Aber es liegt sehr wohl auch daran, wie die Personen der jeweiligen Einrichtung mit auffälligem Verhalten umgehen. Es war auch im Kindergarten nicht alles einfach, aber die Pädagoginnen hatten meinen Sohn gern und wußten, wie sie ihn "nehmen" konnten - als Kind mit vielen Stärken und vielen Schwächen! Dasselbe beobachte ich jetzt in seiner Klasse. Im Hort dagegen ist der Fokus nur auf den Schwächen. Am besten "kann" noch die Hortleiterin mit meinem Sohn, aber die Betreuerinnen haben gewaltige Probleme mit ihm weil 08/15-Erziehungsansätze bei ihm überhaupt nicht klappen.

Vielleicht hängen die Probleme deiner Tochter in der KITA auch damit zusammen dass die Erzieherinnen einfach überfordert sind und nicht angemessen auf die Probleme deiner Tochter mit jüngeren Kindern eingehen.
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
Rabaukenmama
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