Re: Fördern - oder hinnehmen?
Verfasst: Do 4. Jun 2009, 11:19
Hallo,
ich sehe das schon so, dass Ihr ein Problem habt. Mir scheint, dass Euer Kind im Kindergarten ziemlich runtergemacht wird.
Man kann doch ein Kind nicht einfach stehen lassen, nur weil man meint, dass es die Jacke alleine anziehen können müßte (anders wäre es, wenn er sich weigern würde, die Jacke anzuziehen, dann kann man das aus erzieherischen Gründen vielleicht machen, wenn nichts anderes hilft). Was ist das denn für eine Art? Das an sich ist schon völlig demotivierend für so kleine Menschen.
Und dann wird er nicht einmal für das anerkannt, was er kann? Wenn das immer so läuft, ist es kein Wunder, das sich Benni Fremden gegenüber so verschließt. Wie Du schreibst ist er jetzt schon dabei, die Lust am Lesen zu verlieren.
Kein Kind sollte sich mit seinen Fähigkeiten verstecken müssen. Und jedes Kind sollte in den Dingen gefördert werden, die es noch nicht so beherrscht. Das ist das, was ich von einem vernünftigen Kindergarten erwarte.
Ob Dein Sohn vorzeitig eingeschult werden sollte oder nicht, kann ich nicht sagen, aber meiner Meinung nach sollte er zumindest nicht in diesem Kindergarten oder dieser Gruppe bleiben. Was eine vorzeitige Einschulung betrifft, würde ich an Deiner Stelle mich an dem orientieren, was die Schule (Lehrer und Schulleitung) sagen, denn die wissen, wie es in der Schule läuft und haben möglicherweise auch schon Erfahrungen mit ähnlichen Fällen gemacht. Erzieher in Kindergärten sind meiner erfahrung nach in den meisten Fällen für möglichst späte Einschulung.
Ich selbst habe zwei Töchter. Die ältere ist auch sehr schüchtern und zurückhaltend (Erwachsenen gegenüber und besonders wenn Mama in der Nähe ist, hinter der man sich verstecken kann). Bei der Schulanmeldung hat sie auf Papas Schoß gesessen, seine Arme ganz fest um sich gewickelt und gerade mal so viel gesagt wie zur Beantwortung der gestellten Fragen notwendig war. Trotzdem hat die Schulleitung entschieden, sie aufzunehmen obwohl sie erst drei Wochen vor der Einschulung fünf wurde. Inzwischen hat sie die zweite Klasse fast beendet. Sie ist vom ersten Tag an glücklich gewesen, dass sie lernen und ihre Fähigkeiten zeigen kann (allerdings überwiegend schriftlich, still ist sie immer noch), auch wenn sie es teilweise in der Schule langweilig findet.
Ich wünsche Euch viel Glück.
Sigma
ich sehe das schon so, dass Ihr ein Problem habt. Mir scheint, dass Euer Kind im Kindergarten ziemlich runtergemacht wird.
Man kann doch ein Kind nicht einfach stehen lassen, nur weil man meint, dass es die Jacke alleine anziehen können müßte (anders wäre es, wenn er sich weigern würde, die Jacke anzuziehen, dann kann man das aus erzieherischen Gründen vielleicht machen, wenn nichts anderes hilft). Was ist das denn für eine Art? Das an sich ist schon völlig demotivierend für so kleine Menschen.
Und dann wird er nicht einmal für das anerkannt, was er kann? Wenn das immer so läuft, ist es kein Wunder, das sich Benni Fremden gegenüber so verschließt. Wie Du schreibst ist er jetzt schon dabei, die Lust am Lesen zu verlieren.
Kein Kind sollte sich mit seinen Fähigkeiten verstecken müssen. Und jedes Kind sollte in den Dingen gefördert werden, die es noch nicht so beherrscht. Das ist das, was ich von einem vernünftigen Kindergarten erwarte.
Ob Dein Sohn vorzeitig eingeschult werden sollte oder nicht, kann ich nicht sagen, aber meiner Meinung nach sollte er zumindest nicht in diesem Kindergarten oder dieser Gruppe bleiben. Was eine vorzeitige Einschulung betrifft, würde ich an Deiner Stelle mich an dem orientieren, was die Schule (Lehrer und Schulleitung) sagen, denn die wissen, wie es in der Schule läuft und haben möglicherweise auch schon Erfahrungen mit ähnlichen Fällen gemacht. Erzieher in Kindergärten sind meiner erfahrung nach in den meisten Fällen für möglichst späte Einschulung.
Ich selbst habe zwei Töchter. Die ältere ist auch sehr schüchtern und zurückhaltend (Erwachsenen gegenüber und besonders wenn Mama in der Nähe ist, hinter der man sich verstecken kann). Bei der Schulanmeldung hat sie auf Papas Schoß gesessen, seine Arme ganz fest um sich gewickelt und gerade mal so viel gesagt wie zur Beantwortung der gestellten Fragen notwendig war. Trotzdem hat die Schulleitung entschieden, sie aufzunehmen obwohl sie erst drei Wochen vor der Einschulung fünf wurde. Inzwischen hat sie die zweite Klasse fast beendet. Sie ist vom ersten Tag an glücklich gewesen, dass sie lernen und ihre Fähigkeiten zeigen kann (allerdings überwiegend schriftlich, still ist sie immer noch), auch wenn sie es teilweise in der Schule langweilig findet.
Ich wünsche Euch viel Glück.
Sigma