Re: Lerndrang!!!Wann muß man eingreifen?
Verfasst: Mo 21. Apr 2008, 19:30
Hallo nelli,
das mit dem Lerndrang kenne ich von unserer Kleinen (4 1/2) zur Genüge. Teilweise nahm das schon seltsame Formen an. Als sie knapp 2 1/2 war, erinnere ich mich an eine Situation, in der ich auch nicht recht wusste, was ich davon halten sollte.
Wir waren bei meiner Schwiegermutter, es war Ostern und ein ganzes Rudel Kinder tobte durch den Garten. Plötzlich war meine Tochter verschwunden. Im Haus auf der Kellertreppe sitzend fand ich sie schließlich. Was sie da gemacht hat? Manisch vor sich hingemurmelt: "Apfel fängt mit A an und hört mit L auf. Hose fängt mit H an und hört mit E auf. Blume fängt mit B an und hört mit E auf. ..."
Im ersten Moment war ich wie erschlagen. Meine Schwiegermutter kam dazu und meinte naserümpfend : "Sag mal, wie drillst du denn dein Kind?"
Ich habe mir die Antwort gespart, dass das bis dahin nie jemand mit ihr geübt hatte, hätte sie mir eh' nicht geglaubt.
Das ging dann noch einen, vielleicht zwei Monate so weiter, dann war es plötzlich weg - sie hatte das Prinzip auf ihre Art verstanden und verinnerlicht. Mittlerweile wundern mich diese Dinge nicht mehr. Ich merke, wann bald wieder ein "Schub" kommt. Dann ist sie super unausgeglichen, weinerlich etc.
Dann kommt die "manische" Phase, in der sie von dem, was sie gerade lernen will, gar nicht genug bekommen kann - von morgens bis abends. Irgendwann sitzt es dann, und ich warte auf den nächsten Schub...
Ein paar "tröstende" Worte zum Schluss: Als vor einem Jahr das mit dem Lesen endlich zu ihrer Zufriedenheit klappte, hat sich ihr eine neue Welt erschlossen. Seit dem ist sie zu einer echten Leseratte geworden. Sie schlägt gern in Lexika nach und liest diese Was-ist-Was Bücher für ihr Leben gern... und natürlich auch die obligatorische Prinzessin Lillifee - rosa und glitzerig sind sie ja offensichtlich alle, die jungen Damen heute...
Lieber Gruß
Eva-Lotte
das mit dem Lerndrang kenne ich von unserer Kleinen (4 1/2) zur Genüge. Teilweise nahm das schon seltsame Formen an. Als sie knapp 2 1/2 war, erinnere ich mich an eine Situation, in der ich auch nicht recht wusste, was ich davon halten sollte.
Wir waren bei meiner Schwiegermutter, es war Ostern und ein ganzes Rudel Kinder tobte durch den Garten. Plötzlich war meine Tochter verschwunden. Im Haus auf der Kellertreppe sitzend fand ich sie schließlich. Was sie da gemacht hat? Manisch vor sich hingemurmelt: "Apfel fängt mit A an und hört mit L auf. Hose fängt mit H an und hört mit E auf. Blume fängt mit B an und hört mit E auf. ..."
Im ersten Moment war ich wie erschlagen. Meine Schwiegermutter kam dazu und meinte naserümpfend : "Sag mal, wie drillst du denn dein Kind?"
Ich habe mir die Antwort gespart, dass das bis dahin nie jemand mit ihr geübt hatte, hätte sie mir eh' nicht geglaubt.
Das ging dann noch einen, vielleicht zwei Monate so weiter, dann war es plötzlich weg - sie hatte das Prinzip auf ihre Art verstanden und verinnerlicht. Mittlerweile wundern mich diese Dinge nicht mehr. Ich merke, wann bald wieder ein "Schub" kommt. Dann ist sie super unausgeglichen, weinerlich etc.
Dann kommt die "manische" Phase, in der sie von dem, was sie gerade lernen will, gar nicht genug bekommen kann - von morgens bis abends. Irgendwann sitzt es dann, und ich warte auf den nächsten Schub...
Ein paar "tröstende" Worte zum Schluss: Als vor einem Jahr das mit dem Lesen endlich zu ihrer Zufriedenheit klappte, hat sich ihr eine neue Welt erschlossen. Seit dem ist sie zu einer echten Leseratte geworden. Sie schlägt gern in Lexika nach und liest diese Was-ist-Was Bücher für ihr Leben gern... und natürlich auch die obligatorische Prinzessin Lillifee - rosa und glitzerig sind sie ja offensichtlich alle, die jungen Damen heute...
Lieber Gruß
Eva-Lotte