Re: mein Sohn hat ADHS, nun offiziell...
Verfasst: Do 28. Jan 2021, 17:30
Liebe meine3, danke für die ausführliche Antwort.
Ich denke, ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen, ein bisschen so ging es mir mit der Tochter ja auch.
Als Alleinerziehende mit nicht ganz üblichem Familienmodell (3-Generationen-Haus, Kindsvater quasi unerreichbar im Ausland) und insgesamt oft nicht ganz dem Durchschnitt entsprechenden Erziehungsansätzen (eben wie man sich halt anpasst, wenn das Kind anders als andere tickt...), fragte ich mich natürlich bei meiner Tochter, als sie psychisch auffällig wurde, auch, welchen Anteil ich selbst daran habe.
Und bei der einen psychologischen Beratungsstelle kamen ja sogar noch Anmerkungen, die von "gestörter Mutter-Kind-Kommunikation auf der emotionalen Ebene" sprachen und wo es hieß, "es läuft zu viel über den Kopf" und "das Kind fühlt sich nicht ausreichend unterstützt". Heute kann ich dazu nur noch den Kopf schütteln...
Das hat damals erstmal verdammt weh getan und mich natürlich auch verunsichert, weil es genau das Gegenteil beschreibt, wie ich es empfand - sollte meine Intuition, mein eigenes Empfinden wirklich so daneben liegen?
Im Laufe der Zeit konnte ich es zum Glück aber besser einordnen, wie sie darauf kamen und weiß sicher, dass das so wirklich nicht zutrifft und die Ursache für die Probleme des Kindes nicht innerhalb der Familie und der Mutter-Kind-Beziehung zu finden waren.
Inzwischen habe ich auch sehr viel Vertrauen in mein Bauchgefühl entwickelt, einfach alles, was meine Tochter und ich erlebt haben, findet man schließlich auch immer und immer wieder quasi genauso so auch in der Literatur zum Thema Hochbegabung und seine möglichen Auswirkungen im Alltag.
Inzwischen bin ich nun nicht nur deswegen die Expertin für mein Kind, weil ich ihre Mutter bin, sondern ich weiß einfach auch zum Thema Hochbegabung und deren Begleitprobleme sehr viel mehr, als besagte Psychologin damals.
Das wird bei dir ja ähnlich sein... Der Experte für dein Kind bist du!
Insofern kann ich mir gut vorstellen, dass die Diagnose dir jetzt auch Sicherheit und neue Energie und Selbstbewusstsein gibt, mit dem Kind und der Situation gut umzugehen und passende Lösungen zu finden.
Kennst du den Film "Eine unerhörte Frau"?
Das ist ein sehr sehenswerter Film zum Thema Bauchgefühl einer unermüdlichen Mutter, die lange gegen alle Widerstände ankämpft, lächerlich gemacht wird, nicht ernst genommen wird etc., sich in Eigenregie auf die Suche nach einer Diagnose macht und am Ende auch gegenüber den Ärzten Recht behält, was die Krankheit ihrer Tochter betrifft.
Nach einer wahren Begebenheit übrigens und mit einem relativ guten Ausgang.
(ich habe nach dem Film noch ein Interview von Mutter und Tochter gelesen)
Ich denke, ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen, ein bisschen so ging es mir mit der Tochter ja auch.
Als Alleinerziehende mit nicht ganz üblichem Familienmodell (3-Generationen-Haus, Kindsvater quasi unerreichbar im Ausland) und insgesamt oft nicht ganz dem Durchschnitt entsprechenden Erziehungsansätzen (eben wie man sich halt anpasst, wenn das Kind anders als andere tickt...), fragte ich mich natürlich bei meiner Tochter, als sie psychisch auffällig wurde, auch, welchen Anteil ich selbst daran habe.
Und bei der einen psychologischen Beratungsstelle kamen ja sogar noch Anmerkungen, die von "gestörter Mutter-Kind-Kommunikation auf der emotionalen Ebene" sprachen und wo es hieß, "es läuft zu viel über den Kopf" und "das Kind fühlt sich nicht ausreichend unterstützt". Heute kann ich dazu nur noch den Kopf schütteln...
Das hat damals erstmal verdammt weh getan und mich natürlich auch verunsichert, weil es genau das Gegenteil beschreibt, wie ich es empfand - sollte meine Intuition, mein eigenes Empfinden wirklich so daneben liegen?
Im Laufe der Zeit konnte ich es zum Glück aber besser einordnen, wie sie darauf kamen und weiß sicher, dass das so wirklich nicht zutrifft und die Ursache für die Probleme des Kindes nicht innerhalb der Familie und der Mutter-Kind-Beziehung zu finden waren.
Inzwischen habe ich auch sehr viel Vertrauen in mein Bauchgefühl entwickelt, einfach alles, was meine Tochter und ich erlebt haben, findet man schließlich auch immer und immer wieder quasi genauso so auch in der Literatur zum Thema Hochbegabung und seine möglichen Auswirkungen im Alltag.
Inzwischen bin ich nun nicht nur deswegen die Expertin für mein Kind, weil ich ihre Mutter bin, sondern ich weiß einfach auch zum Thema Hochbegabung und deren Begleitprobleme sehr viel mehr, als besagte Psychologin damals.
Das wird bei dir ja ähnlich sein... Der Experte für dein Kind bist du!
Insofern kann ich mir gut vorstellen, dass die Diagnose dir jetzt auch Sicherheit und neue Energie und Selbstbewusstsein gibt, mit dem Kind und der Situation gut umzugehen und passende Lösungen zu finden.
Kennst du den Film "Eine unerhörte Frau"?
Das ist ein sehr sehenswerter Film zum Thema Bauchgefühl einer unermüdlichen Mutter, die lange gegen alle Widerstände ankämpft, lächerlich gemacht wird, nicht ernst genommen wird etc., sich in Eigenregie auf die Suche nach einer Diagnose macht und am Ende auch gegenüber den Ärzten Recht behält, was die Krankheit ihrer Tochter betrifft.
Nach einer wahren Begebenheit übrigens und mit einem relativ guten Ausgang.
(ich habe nach dem Film noch ein Interview von Mutter und Tochter gelesen)