Re: Hallo
Verfasst: Fr 20. Feb 2015, 14:21
Zuerst schreibst du:
Du selbst schreibst dann weiter:
Was wäre dann - deiner Ansicht nach - anders, wenn es keine Beurteilung gäbe? Wenn ich Dich richtig verstanden habe würden Kinder ANDERE Dinge lernen als mit Lehrplan und Noten. Diese anderen Dinge würden sie vielleicht sogar deutlich besser lernen und mehr vertiefen, während die Dinge, die das Kind nicht interessieren, auf der Strecke blieben.
An sich nicht so schlimm, wenn wer z.B. Installateur werden will dann sind gute Englischkenntnisse wahrscheinlich ohnehin nicht notwendig und für einen Tischler sind gute Mathe-Kenntnisse sicher auch wichtiger als die Kenntnis von Schillers Dramen.
Aber wenn - wie heute üblich - in den meisten Aufnahmetests ein breites, aber oberflächliches Wissenspektrum verlangt wird nützt das gar nichts. Da kommt Dein nächster Satz zur Anwendung:
Ich weiß nicht wie oft ich es schon gesagt habe, aber falls es immer noch nicht angekommen ist noch einmal: mir ist eine verbale Beurteilung auch lieber als das klassische Schulnotensystem, ich mache aber die Form der Beurteilung nicht für die vielen Dinge verantwortlich, die in unserem Schulsystem falsch laufen.
Ich kapiere nicht wie du auf die Meinungen kommst, die du mir unterstellst. Davon war nie die Rede.Bliss hat geschrieben: Und du glaubst, dass jemand der 16 oder vielleicht auch 18 Jahre lang nicht bewertet wurde es nicht schafft die Grundrechenarten zu beherrschen? Ich würde mal vermuten mein Sohn hätten diesen Einstiegstest sofern es sich um Mathe handelt bereits fehlerfrei lösen können, bevor er jemals eine Schule von innen gesehen hatte.
Du selbst schreibst dann weiter:
und später:Bliss hat geschrieben: Die Bewertungen in der Schule haben bei ihm meiner Meinung nach nicht dazu beigetragen, dass er mehr lernt, sondern er lernt anders. Nämlich den Weg, der die gewünschte Note bringt.
Der letzte Satz widerspricht sich meiner Meinung nach mit deinen vorangegangenen Aussagen, denn so gesehen gibt es doch Dinge, die ein Kind nur lernt, weil es dafür beurteilt wird.Bliss hat geschrieben: Als ob eine Bewertung nötig wäre, um ein Kind zum lernen zu bringen. Aber so entwickelt es sich doch dann meist: ach, das wird nicht benotet? Und schon interessiert es nicht mehr.
Was wäre dann - deiner Ansicht nach - anders, wenn es keine Beurteilung gäbe? Wenn ich Dich richtig verstanden habe würden Kinder ANDERE Dinge lernen als mit Lehrplan und Noten. Diese anderen Dinge würden sie vielleicht sogar deutlich besser lernen und mehr vertiefen, während die Dinge, die das Kind nicht interessieren, auf der Strecke blieben.
An sich nicht so schlimm, wenn wer z.B. Installateur werden will dann sind gute Englischkenntnisse wahrscheinlich ohnehin nicht notwendig und für einen Tischler sind gute Mathe-Kenntnisse sicher auch wichtiger als die Kenntnis von Schillers Dramen.
Aber wenn - wie heute üblich - in den meisten Aufnahmetests ein breites, aber oberflächliches Wissenspektrum verlangt wird nützt das gar nichts. Da kommt Dein nächster Satz zur Anwendung:
Wenn in der Schule tatsächlich Spaß und Kreativität verloren geht dann liegt das mMn an den Lehrpersonen und nicht daran, ob die Beurteilung verbal oder mit Schulnoten erfolgt.Bliss hat geschrieben: Hat sicher auch posivtive Punkte (erkennen und umsetzen was von anderen gewünscht wird), nimmt aber viel an Kreativität und Spaß an der Sache. Sind für manche Berufe ja jetzt auch nicht ganz unwichtige Punkte.
Es geht nicht um den Lernfortschritt sondern darum, was in der Praxis verlangt wird. Meine Lehrstelle (es gab 3 für 50 Bewerber) habe ich im Aufnahmetest mit fadem Schulwissen bekommen und nicht weil ich Goethes Faust auswendig kann.Bliss hat geschrieben: Mir geht es gar nicht darum, dass in Zeugnissen nur positives drin stehen sollte. Ich finde es für den Lernfortschritt nur langezeit überhaupt überflüssig das was ein Kind macht zu bewerten.
Ich weiß nicht wie oft ich es schon gesagt habe, aber falls es immer noch nicht angekommen ist noch einmal: mir ist eine verbale Beurteilung auch lieber als das klassische Schulnotensystem, ich mache aber die Form der Beurteilung nicht für die vielen Dinge verantwortlich, die in unserem Schulsystem falsch laufen.