loewe03 hat geschrieben:
Nur kurz als Zwischenfrage, würdest du weiterhin jahrelang 150% bringen, wenn du die gleiche Prämie auch für 100% bekommst?
Ich würde meine überschüssigen 50% für andere, private Dinge am Arbeitsplatz nutzen, so wie ich mich kenne.
Wenn mein Chef meine zusätzliche Arbeit nicht würdigt, würde er von mir keine zusätzliche Arbeit bekommen.
Schade um meine Energie.
Naja, ich leiste meine 150% so oder so nur dann, wenn mir die Arbeit einfach Spass macht, und dann ist es mir tatsächlich Blunze, ob ich dafür belohnt werde oder nicht, es freut mich natürlich ist aber kein Motivator.
Und mal ehrlich,...100% ist eigentlich das Maximum, darüber hinaus gibt es ja gar nicht. ^^
loewe03 hat geschrieben:
Was meinst du damit, eine 1 würde genügen. Was kommt den über der 1?
Sie geht in die 2. Klasse.
Und über der 1 muß nichts mehr kommen. Natürlich meine ich damit das jemand nach seinen individuellen Fähigkeiten einfach sein Maximum erreicht hat.
Und klar hat mein Kind noch Zeit die Redetechnik zu üben, aber vom Jetzt-Stand gesehen gibt sie ihr bestes und nur weil ein anderes Kind weniger schüchtern ist, denke ich sollte dies nicht als Maßstab für ihre Rede herangezogen werden.
Ich finde es einfach völlig in Ordnung wenn auf dem Gebiet jemand Schwierigkeiten hat, dass z.B. eine mündliche Prüfung unter Ausschluss der Öffentlichkeit gemacht wird. Sprich die wird dann nicht vor der ganzen Klasse abgehalten, sondern unter 4 Augen (oder halt 6 Augen).
Und ich denke dabei wirklich an Menschen, die zwar ihr Wissen im Kopf haben, aber vor großen Publikum zu sprechen eine zu hohe Hürde ist.
loewe03 hat geschrieben:
keshali, genau das erlebe ich in allen Prüfungen so. Sobald ich nur die Antwort gebe, bekomme ich nur minimale Punkte. Wenn ich aber Begeisterung heuchel und über Gott und die Welt schwatze und den Professor feurig anhimmel, bekomme ich eine 1.
Du hast es halt genau richtig gemacht. Deine Kollegin war nur das Fleißbienchen. Aber steht sie wirklich zu dem, was sie sagt? Oder sagt sie das, was sie glaubt, was der Prüfer hören will?
Merkst du nicht, dass du genau das System getroffen hast, von dem ich hier schreibe? Der, der mit Begeisterung viel mehr zeigt, als gefragt, bekommt eine bessere Note, als der, der nur fleißig ist und ein Hochleister zu sein scheint.
Und je höher der Abschluss wird, desto stärker zählt das Rede- oder Schreibtalent, nicht, dass was man auswendig gelernt hat.
Auswendig lernen können alle, können die ihr Wissen aber nach dem Abi auch an die Gesellschaft weitertragen Oder haben die kurz nach den Prüfungen alles wieder vergessen?
Die klugen haben doch die Aufgabe, ihr Wissen breitzustreuen, damit ganz viele etwas davon haben.
Wer das nicht kann, kann nicht so klug bzw. so "nützlich" sein. Wie gesagt, wenn ein Fleißbienchen eine 2 bekommt, ist es doch gerecht. Sie konnte alles, was der Prüfer erwartet hat.
Du hast ihn aber beeindruckt, weil du selbstbewusst auch ganz andere Dinge verkaufen konntest.
Der Prüfer traut dir also eher zu, dass du das Thema anderen erklären kannst und dass dich das Thema begeistert.
Findest du es dann ungerecht, dass du die 1 bekommen hast und sie nicht.
Liebe Grüße,
loewe
Das würde alles stimmen, wenn ich dabei irgendetwas zum gefragten Thema gesagt hätte.
Himmel es kann doch nicht reichen, wenn man einfach nur vor sich hinplappert, dabei ein paarmal das Wort "Dr. Freud" und "Jung" einstreut und das ganze noch mit dem Wörtchen Ödipuskomplex würzt.
Es stimmt schon meine Kollegin war so ein richtiges Fleißbienchen, aber ich hab eigentlich nur Sand in die Augen gestreut und das kann nicht der Maßstab aller Dinge sein.
