2 3/4 J, möchte lesen "lernen", wie mach ich das? Literatur?

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2 3/4 J, möchte lesen "lernen", wie mach ich das? Literatur?

Beitragvon Butterbrot » Do 22. Nov 2018, 10:04

Hallo! :D

Wir vermuten bei unserem 2 3/4 Jahre alten Sohn eine HB; wir kennen das bereits von unserem 17 Jährigen. :lol:

Dazu möchte ich jedoch schreiben, dass wir einfach nur unseren kleinen Liebling genießen.. weswegen wir ihm das "bieten", für was er sich interessiert; dabei haben wir miteinander einfach nur Spaß. Die HB ist uns dabei völllig egal und irrelevant, wichtig ist doch, dass dieser kleine Mensch zufrieden ist und Freude am Leben hat.
Selbstverständlich lassen wir da die Erziehung nicht ausser Acht, aber das ist ein anderes Thema. :D

Mit Anfang 2 interressierte er sich sehr für Buchstaben, entsprechend sind wir auf seine Wünsche eingegangen. Dann war hiermit Pause und er wollte Ziffern wissen.. so haben wir eben mehr mit Zahlen gespielt.
Vor ein paar Tagen hat wieder mit dem ABC angefangen und hat nun erkannt: "Mama, ich kann nicht lesen :cry: !"
"Möchtest Du denn lesen?" "Ja."

Da komme ich nun an meine Grenzen, ich bin einfach nur Mama.. und keine professionelle Pädagogin mit Unterrichtserfahrung :lol: .
Der Alltag von Zeitschriften, Zeitungen, Plakaten .. ist nun nicht unbedingt auf Leseanfänger eingestellt. Doch welches Material stehen einen noch nicht mal 3 Jährigen zur Verfügung?

Er mag nicht unbedingt Basteln, Malen ist auch noch nicht so sein Ding :lol: (was ich absolut in Ordnung finde) .. er ist vielmehr der, der mit Augen, Ohr und im Handling Begebenheiten erfasst; am wichtigsten scheinen für ihn die Fingerchen zu sein.
So ist er ansonsten sehr sehr verspielt, was ich super toll finde.
Ich möchte keinen Druck ausüben, aber seine Neugierde fördern und befriedigen (in seinem Rahmen ).

Wie lernt denn überhaupt der heutige ;) Erstklässler das Lesen?
Er selbst kann alle Großbuchstaben zu 100%, Kleinbuchstaben die meisten..

Macht es Sinn ihm kurze Wörter zu zeigen? IGEL, SEE, ROSE, DU, OMA, MAMA.... usw?
(Ist es dann nicht eher ein auswendig lernen?)

Bei seinem Bruder hat sich die HB "erst" in der 2. Klasse so richtig gezeigt (also auch für die Lehrerin). Da fand das Lesen lernen in der Schule statt.
Mit dem Jüngsten komme ich da (hört sich vielleicht komisch an) an meine Grenzen :lol: . Ich bin mehr die Frau für das an Ort und Stelle :mrgreen: , also zusammen etwas erleben .. wie "Lass und mal ein Schneckenhaus anschauen.. wie läuft eine Ameisenstraße.. wie fliegen die Vögel.. Zoobesuche.. gemeinsam auf der Wiese ein Abenteuer entdecken, Kinderbücher vorlesen, Farben , Formen und vieles mehr.
Das Erkennen bzgl Zusammensetzung einzelner Buchstaben zu verbalen Lauten/ Silben ist für mich theoretischer, versteht Ihr was ich meine? Da klatsche ich mit ihm lieber die Silben..


Daher bräuchte ich ein paar Ratschläge über gute Kinderbücher, tollen Links oder was auch immer sich nicht so "schulisch" anfühlt.

Gruß, das Butterbrot
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Re: 2 3/4 J, möchte lesen "lernen", wie mach ich das? Literatur?

Beitragvon Koschka » Do 22. Nov 2018, 10:22

Hallo Butterbrot,

Lesenlernen geht entweder über synthetisches Lesen - M und A ist Ma, oder durch Schreiben. Die letztere Methode heißt, dass man das Wort langsam spricht und Buchstabe für Buchstabe aufschreibt. Zum Buchstabieren üben gibt es sehr viele Spiele für Vorschulkinder und Schulanfänger. Sicher gibt es einiges als Apps. Schreiben geht in dem Alter glaube ich am besten auf einem großen Weißbrett mit einem dicken Folienstift.
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Re: 2 3/4 J, möchte lesen "lernen", wie mach ich das? Literatur?

Beitragvon alibaba » Do 22. Nov 2018, 10:28

Moin,

lesen lernen in der Schule ging hier parallel. Also lernen der Buchstaben über schreiben und gleichzeitig erstes lesen. Ich glaube das war von Ravensburger das ABC der Tiere. Fängt ganz einfach an. So war hier erste Klasse der Grundschule. Einzeln gab es hier nichts.

Zuhause hatte ich Magnetbuchstaben und Zahlen am Kühlschrank. So ergab sich im Laufe der Jahre alles spielerisch von alleine. Wir hatten auch ein Buchstabenplakat. A wie Affe. Und wenn gefragt wurde, habe ich geantwortet. Da war schnell klar, das O+M+A eben OMA war. So schwer ist das ja nicht. Zahlen ging ähnlich. Meiner saß noch im Kinderwagen und las die Hauswandnummern von den Häusern ab. :lol:

Wenn gefragt wurde, hab ich immer geantwortet, wenn nicht gefragt wurde, habe ich auch nichts gemacht. Da gab es Fragephasen und eben Null-Interesse-Phasen.

VG
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Re: 2 3/4 J, möchte lesen "lernen", wie mach ich das? Literatur?

Beitragvon Butterbrot » Do 22. Nov 2018, 10:36

Guten Morgen Koschka


Da gibt es bestimmt jede Menge Spiele für die Schulanfänger, doch wie sieht es mit diesen Materialien für einen knappen 3 Jährigen aus. :roll: ?
Ich weiss gar nicht, ob der, der für das Lesen interessiert, auch selbstverständlich das Vorschulbuch mag :P bzw

Aber das mit dem Weißbrett und Folienstift wäre schon mal eine tolle Idee, danke schön. :D


Gruß, das Butterbrot
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Re: 2 3/4 J, möchte lesen "lernen", wie mach ich das? Literatur?

Beitragvon Koschka » Do 22. Nov 2018, 11:05

Aber er braucht doch nichts spezielles... Ich meine nicht unbedingt Hefte, eher Buchstabierspiele, in denen man aus einzelnen Buchstaben Wörter legen soll. Sie sind dann meistens so geschnitten, dass man es nicht falsch machen kann. Lass dich doch in einem guten Spielwarenladen beraten...

Habt ihr einen Tiptoistift? Mein Sohn hat ihn in dem Alter geliebt. Dazu gibt es auch ein Lernspielbuch für Sprache. Das hatten wir nicht, daher kann ich nicht sagen auf welchem Niveau das ist.

https://www.amazon.de/tiptoi%C2%AE-Erst ... PX2D4XM373
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Re: 2 3/4 J, möchte lesen "lernen", wie mach ich das? Literatur?

Beitragvon Butterbrot » Do 22. Nov 2018, 12:02

Hallo,

Vielen Dank für Eure Zeit. :D
Wir haben ein TipToi-Buch mit Buchstaben, jedoch scheint ihm genau dieses nicht so zuzusagen.
Der Weg ist dann doch eher das aktive Spielen für unseren kleinen bewegungsfreudigen "Marathon-Läufer" :lol:

Die Magnet-Buchstaben hatte ich total vergessen. Das könnte etwas für ihn sein.. gerade wegen den Farben, dem Anfassen. Mensch, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, :mrgreen: danke schön. :D


Euch einen tollen Tag, Gruß das Butterbrot
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Re: 2 3/4 J, möchte lesen "lernen", wie mach ich das? Literatur?

Beitragvon Rabaukenmama » Do 22. Nov 2018, 13:27

Hallo Butterbrot!

Mein Sohn kannte mit 2 Jahren alle Groß- und Kleinbuchstaben und konnte perfekt buchstabieren. Und er konnte einzelne Wörter "als Ganzes" erkennen, so z.B. Mama, Papa, Oma, Opa, seinen Namen,...

Mit 3 Jahren und 9 Monaten hat er begonnen, nach Gehör ihm bekannte Wörter zu schreiben: NUTELN MIT KESESOSE oder BEBISITARIN :mrgreen: . Richtig sinnerfassend lesen konnte er aber erst mit 4 1/2 Jahren ohne irgendwelches Training.

Von der Warte gesehen würde ich sehr wohl was anbieten, wenn dein Sohn lesen lernen will, aber ohne große Erwartungshaltung, dass das bald klappt. Ich würde mit einfachen, ganzen Wörtern anfangen. Die kann man aufschreiben oder ausdrucken, vielleicht noch mit einem passenden Bild dazu. Dazu fallen mir auch diese Baby-Lexika ein, wo unter jedem Bild das passende Wort geschrieben steht. Damit kann sich ein kluges Kind durchaus selbst beschäftigen, wenn es Lust dazu hat. Und wenn nicht, dann eben nicht ;) .

Bei uns waren immer auch Werbeprospekte aus dem Supermarkt hoch im Kurs, weil außer den Buchstaben auch noch die Zahlen interessant waren.
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Re: 2 3/4 J, möchte lesen "lernen", wie mach ich das? Literatur?

Beitragvon Butterbrot » Do 22. Nov 2018, 14:12

Hallo Rabaukenmama :D

Ich habe diesbezüglich keine Erwartungshalten an ihn.. eher an mich hinsichtlich der Lebensfreude ;)
Wenn er jetzt Buchstaben mag, dann gerne.. wenn er nicht mag, dann finden wir bestimmt gemeinsam eine andere tolle Beschäftigung. Dabei steht auch in meinem Fokus, dass er hierzu mich nicht immer braucht. Er soll sich auch alleine beschäftigen können. :lol:
Fantasie finde ich auch so einen wichtigen Bestandteil in unserem Dasein ;) ..
Mit ihm bemerke ich einfach, dass ich doch schon zu sehr "schwarz/weiß" erwachsen denke.. dabei sind seine Farben doch viel viel schöner.
Daran möchte ich mir ein Bespiel nehmen und ihn eben so begleiten, was er mir bietet.

Gruß, das Butterbrot
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Re: 2 3/4 J, möchte lesen "lernen", wie mach ich das? Literatur?

Beitragvon Rabaukenmama » Do 22. Nov 2018, 15:15

Hallo Butterbrot,

ich bin auch viel zu "verkopft" wenn meine Kinder Wünsche äußern. Als mein Sohn mit 2 mal um ein Pferd aus Legosteinen bat, habe ich gesagt "Das kann ich nicht", weil ich es mir wahnsinnig kompliziert vorgestellt habe. Mein Mann hat den Wunsch mit 5 Legosteinen in 30 Sekunden erfüllt und unser Sohn war zufrieden :P .

Ein anderes Mal wollte er im Kinderhotel mit dem Leihrad im Kindersitz eine "Radtour" machen. Ich habe abgelehnt, weil wir "keine Zeit" haben, schließlich sei in 20min Abendessen. Mein Mann hat ihn in den Kindersitz gehoben, ist einmal in 5min um den Häuserblock gefahren und das war's ;) .
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Re: 2 3/4 J, möchte lesen "lernen", wie mach ich das? Literatur?

Beitragvon Butterbrot » Fr 7. Dez 2018, 16:42

Hallo :D


Sodele, nun bin ich einwenig gescheiter .. (wie passend zu diesem Forum ;) )

Lesen beginnt mit dem Schreiben.. so zumindestens der Tenor diverser Buchhandlungen und deren Mitarbeiter.
Die Reaktionen auf meine Anfragen waren unterschiedlich, aber stets sehr freundlich.

Dazu wurde mir bewusst, dass Schulanfänger anfangs es schlicht weg auswendig lernen, bis man dann in den gewohnten Status der Selbstverständlichkeit kommt, der frei jeglicher bewusster Gedanken ist. "Wir lesen einfach" :lol:

An Literatur habe ich nichts gefunden, auch nicht die Profis vom Handel. So bin ich in den nächten Müller und habe mir die hier vorgeschlagenen Magnetbuchstaben gekauft. Manchmal setzt er sich ganz bewusst an diese Box, dann "üben" wir einwenig. Wobei ich das Wörtchen üben in seinem Alter eigentlich überhaupt nicht verwenden möchte. :fahne:
Stifte sind weiterhin nicht sein Thema :lol: , was ich absolut in Ordnung finde.

Gleich zu Anfang hat unser LIebling den Papa echt vom Hocker gehauen. Mein Mann war ja mit den bunten Buchstaben, die auch toll für seine kleinen Hände sind, sehr skeptisch.
So hat unser Sohn das erste Wort wirklich abgelesen.. und mein Mann hat den Mund nicht mehr zubekommen.. :mrgreen: :mrgreen:

Ehrlich gesagt, ich hab mir mal schnell selbst auf die Schultern geklopft. Nicht wegen unserem Bub, sondern vielmehr mich für etwas entschieden.. worin mein Mann Zweifel .. ich hingegen aber ein gutes Gefühl hatte. :lol: :lol:

Ich möchte mich für Eure Vorschläge und Eure Zeit bedanken.
Allen ein tolles Wochenende.

Gruß Butterbrot
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