Mit Drei wie ein Teenager?

besondere Ansätze für besondere Kinder

Re: Mit Drei wie ein Teenager?

Beitragvon hochmut » Mo 8. Sep 2014, 15:07

Hi Mijal,

das Ganze hört sich echt schwierig an... Ich könnte mir gut vorstellen, dass Kinder die irgendwie cleverer sind, auch eher checken, dass die Eltern einfach in gewissen Situationen nichts tun können (oder wollen). Somit reizen Sie die Grenzen voll und ganz aus. In extremen Fällen würde ich mir an deiner Stelle aber doch irgendeine Art von Strafe ausdenken. Zum Beispiel, dass Sie irgendetwas nicht mehr darf oder bekommt.

Bei meiner Kleinen hatte ich auch sehr große Probleme - und zwar schon etwas früher, als Sie das erste Mal alleine Essen sollte. Sie sah es einfach nicht ein, nicht mehr gefüttert zu werden und warf teilweise mit dem Essen um sich. Manchmal hilft es auch, sich einfach zu sagen, dass so etwas nur eine Phase ist, denn so ist es in der Regel auch...
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Re: Mit Drei wie ein Teenager?

Beitragvon Rabaukenmama » Di 9. Sep 2014, 09:10

Mijal hat geschrieben:Das Schlimme ist, Töchterchen weiß genau, dass es auch für Erwachsene Grenzen gibt und kostet das aus. Z.B. schreit sie aus Spaß rum, dass einem fast die Ohren wegfliegen, wenn ich sie bitte aufzuhören, weil mir das weh tut, kontert sie: "Und wenn nicht, hältst du mir dann den Mund zu?" Natürlich nicht! Und das weiß sie auch. Ich sag dann, dass ich sie aus dem Zimmer schicke und sie dort dann schreien kann, wo ich es mir nicht anhören muss. Sie darauf: "Dann komme ich einfach wieder zurück!"
"Dann gehe ich eben."
"Dann komme ich dir hinterher!" Und wenn ich dann einfach gehe, rennt sie mir nach und redet auf mich ein: "Wenn ich dir hinterher komme, schließt du dann die Tür ab?" Sie weiß genau, dass ich das nicht tue. Sie weiß, dass Erwachsene nicht hauen, Kinder einschließen, den Mund zuhalten usw. dürfen.


Das sind Dinge, die MIR einfeutig zu viel wären. Und ich kenne sie (leider) aus der Praxis mit meinem mittlerweile 4jährigen Sohn. Aber da geht´s nicht mehr um Umgangsformen oder "was man tut und nicht tut" sondern um MEINE Grenzen. Ich lasse mir nciht gefallen, geschlagen, beleidigt oder gemobbt zu werden und ich lasse mir auch nicht verbieten oder vermiesen (mit dazwischenschreien) wenn ich mit jemanden sprechen will. Das ist komplett unabhängig von der Person, die mir das antut, denn es geht um die Grenzen, die bei MIR niemand zu überschreiten hat und die ich ich natürlich auch bei anderen (ob erwachsen, Teenager oder Kleinkind) wahrnehme.

Warm man einem Kind nicht den Mund zuhalten "darf" kapiere ich jetzt nicht. Ich würde es zwar aus anderen Gründen nicht tun (Gefahr, gebissen zu werden), aber es ist mMn was anderes wenn mein Kind mich absichtlich durch Lärm machen an meinen Aktivitäten hindert als wenn z.B. ein Baby schreit oder ein Kind brüllt, weil es sich weh getan hat.

Was ich in der Situation tun würde bzw. auch schon getan habe ist klar: MICH schützen! Es ist zwar keine Ideallösung aber bevor ich mein Leben und meine Kommunikation von meinem Kind bestimmen lasse sperre lieber ich MICH (nicht das Kind) ein, um meine Ruhe zu haben. Natürlich nicht stundenlang, aber um mein Ding zu machen und mal "runterzukommen". Notfalls wird mein Jüngerer dann eben in das Zimmer mitgenommen, wo ich mich einsperre. Da halte ich dann auch aus, wenn der "Große" dann protestiert, denn ICH DARF MICH SCHÜTZEN!

Das ist bei mir zu Hause nicht gängie Praxis und kommt vielleicht alle paar Monate einmal vor. Dann "braucht" mein Grosser offensichtlich die Erfahrung, dass die Mama auch nur ein Mensch ist und NICHT UNTER JEDER BEDINGUNG und IMMER zu seiner Verfügung zu stehen hat.

Wenn mein Kind sich herausnimmt, mich willentlich zu verletzen (sei es mit Worten, Taten oder sogar Handgreiflichkeiten) dann DARF ich auch in einer Weise reagieren, die meinem Kind nicht passt.

Ich frage mich, was ich meinem Kind mit mir-ständig -alles-gefallen-lassen vermitteln würde. Wahrscheinlich das Gefühl, eine Mama zu haben, die entweder zu schwach oder zu dumm ist, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und durchzusetzen.

Wenn ich mich selbst schütze dann mache ich das aber ohne schlechtes Gewissen weil ich mir selbst - wie jedem anderen Menschen auch - zugestehe, nicht unbegrenzt belastbar und unendlich geduldig zu sein.
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Re: Mit Drei wie ein Teenager?

Beitragvon mian01 » Di 9. Sep 2014, 22:00

Rabaukenmama hat geschrieben:Ich frage mich, was ich meinem Kind mit mir-ständig -alles-gefallen-lassen vermitteln würde. Wahrscheinlich das Gefühl, eine Mama zu haben, die entweder zu schwach oder zu dumm ist, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und durchzusetzen.

Wenn ich mich selbst schütze dann mache ich das aber ohne schlechtes Gewissen weil ich mir selbst - wie jedem anderen Menschen auch - zugestehe, nicht unbegrenzt belastbar und unendlich geduldig zu sein.

Als mein Sohn mit ca. 2,5 stark anfing zu trotzen war ich anfangs auch überfordert. Ich bin jemand, der relativ konfiktscheu ist (war mir früher gar nicht so bewusst, aber mein Sohn hat mich genau da erwischt...). Ich hab also anfangs viel getan diese Konflikte auszugleichen. Allerdings führte das nicht zum Ziel, mein Sohn wurde immer anspruchsvoller was meine Geduld anging und mein Nervenkostüm immer dünner. Bis dann ich dann einmal überreagiert habe (also ich habe ihn nichts getan, keine Angst :mrgreen: ) aber ich bin einfach mal ausgeflippt und meinen Sohn hat das doch recht überfordert. Ab da empfand ich die Strategie die ich fuhr nicht nur schlecht für mich, sondern auch für ihn. Denn er versucht ja auch mit anderen Leuten seine Grenzen auszutesten und da ihn nicht jeder so sehr liebt wie seine Mama sind auch andere nicht immer geduldig.
Mittlerweile lasse ich ihn also wie auch Rabaukenmama meine Grenzen spüren und es tut ihm auch gut. Aber dennoch wird mein Sohn (er ist jetzt 5,5 Jahre) immer jemand bleiben, der nicht einfach macht was andere ihm sagen :schwitz:. Mal sehen wie das wird... zur Zeit finde ich das wieder recht anstrengend.
Das mit dem dazwischensquatschen ist etwas, das wir auch nicht akzeptiert haben und ja es gibt tatsächlich auch bei uns Erziehungserfolge :mrgreen:
Also ich sehe das auch so wie rabaukenmama, dass ein Kind nicht alles machen darf. Und mein Sohn hat mir auch schon öfter erzählt, was ich darf und was nicht (da kennt er sich für die anderen sehr gut aus). Und dann hab ich ihm auch erzählt was ich für ihn tun kann und was nicht... Natürlich darf ich ihn nicht schlagen, aber ich hab durchaus noch einige Mittel bei ihm durchzusetzten was wich möchte. Es kommt halt immer drauf an um was es geht. Aber völlig aufgegeben haben wir noch nicht und werde ich auch nicht ;). Ich denke es lohnt sich ihm Verhaltensregeln beizubringen, nicht nur wegen mir sondern eben auch, dass er mit anderen gut klar kommt. Das fällt ihm ja auch nicht so einfach!

LG
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Mit Drei wie ein Teenager

Beitragvon Annatak » Mo 26. Aug 2019, 00:59

Hallo zusammen,

lange nichts mehr von mir høren lassen. Ich hatte eine Zwangspause vom Stricken, wegen einer Nervenentzuendung. Meine Arme und Haende taten so weh, das ich sie nicht einmal bewegen konnte. Aber jetzt bin ich wieder dabei.

Und schon komme ich mit einem Problem. Ich møchte mir einen Pulli in verschiedenen Farben stricken. Dabei muss ich in manchen Runden drei verschiedene Farben verwenden. Aber die Fadenfuehrung macht mir wirklich Kopfzerbrechen.

Habe versucht, zwei Farben mit der linken Hand zu fuehren und eine Farbe mit der rechten. Das geht auch so halbwegs. Aber da die Farben ueber 5 Maschen laufen, muss ich die Farben, die ich nicht brauche, einmal einweben. Und genau daran verzweifel ich. Ich weiss absolut nicht, wie ich die Farbe auf der rechten Hand einweben kann, da habe ich eine totale Blockade im Kopf.

Kann mir evt jemand helfen?

LG Kirsten
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