Gegeneinander ausspielen

besondere Ansätze für besondere Kinder

Gegeneinander ausspielen

Beitragvon rayaofwakefield » Di 26. Mär 2013, 08:26

Eigentlich hatten wir ja erwartet, dass diese Phase erst später kommt. Jetzt wird Junior im Mai 3 Jahre alt und er spielt uns bereits jetzt gnadenlos gegeneinander aus - bzw. versucht er es. Wir sind ihm da sehr schnell dahintergekommen und fragen deshalb stets beim anderen nach, bevor einer von uns etwas erlaubt. Junior wird da allerdings immer erfindungsreicher, vor allem jetzt, wo er seine Grenzen austestet. Dann kommen auch schon so Ansagen, wie "Aber beim Papa darf ich XY immer und wenn ich das bei dir nicht darf, dann bin ich gaaaanz traurig..." etc. Oder das herzzerreißende "Biiiiiiitttteeeeeeee!"

Wie geht's euch dabei so? Wie regelt ihr das?
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Re: Gegeneinander ausspielen

Beitragvon Rosi » Do 28. Mär 2013, 12:24

Hallo !
Das tun galube ich alle Kinder mal. Schaun wir mal wie weit es klappt. Wenn ich nicht genaus wußte was besprochen ist, habe ich zurückverwiesen. Wichtig ist nur, denke ich, dass ihr in eine Richtung zieht. Dann hört das ausspielen auch wieder auf. Kinder testen eben gerne. Unserer hat auch schon immer gerne alles ausdiskutiert. Aber es gibt manche Dinge die diskutiere ich nicht, da heißt es auch schon mal: Weil ich es eben so möchte, oder weil es so ist. Schluß. Andere Dinge können wir gerne besprechen.
Viele Grüße, und vor allem viel Durchhaltevermögen in der Phase.
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Re: Gegeneinander ausspielen

Beitragvon Malachi13 » Mi 20. Nov 2013, 10:46

Hallo Rayaofwakefield,
ich denke es ist normal, dass Kinder versuchen zu bekommen was sie wollen (worum geht es eigentlich?). Ich würde an ihrer Stelle auf jeden Fall mich nicht nur mit ihrer Frau absprechen sondern versuchen Junior die Situation verständlich zu machen.
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Re: Gegeneinander ausspielen

Beitragvon Linda » Di 4. Mär 2014, 02:25

Da wird es wohl nur helfen standhaft zu bleiben und mit dem Papa an einem Strang zu ziehen. Sprich: Was der eine verbietet darf der andere nicht erlauben.
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Re: Gegeneinander ausspielen

Beitragvon Butterblume » Fr 11. Apr 2014, 14:57

Durch diese Phase müssen auch alle Eltern irgendwie durch!

Wichtig ist glaube ich, konsequent und standhaft sein. und durchhalten, durchhalten und durchhalten!

Wir haben es lange Zeit so gehandhabt, wer die einleuchtenderen/besseren Argumente hat, der hat Recht. Hat auch immer ganz super funktioniert, aber irgendwann kommen Kinder an den Punkt/in das Alter, da haben sie die besseren Argumente. Und dann haben wir uns aber an die Abmachung gehalten und haben unserem Kind recht gegeben. :lol:
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Re: Gegeneinander ausspielen

Beitragvon lenaritter » Do 19. Jun 2014, 21:20

Meine ist ja noch nicht in so einer Phasezum Glück. Kann mich aber an mich selber erinnern. Wir habn dasauch immer versucht, bloß meine Eltern haben sich immer abgesprochen sodass ich da sehr wenig Chancen hatte...
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Re: Gegeneinander ausspielen

Beitragvon Rabaukenmama » Do 19. Jun 2014, 22:19

Bei uns probiert Sohnemann auch gerne ob bei Papa war "reingeht" was Mama nicht erlaubt oder umgekehrt. Ist mMn absolut normal und verständlich. Wir Erwachsene machen es ja auch nicht anders. Zum Beispiel gibt es in der Firma zwei Vorgesetzte, die den Mitarbeitern spontan Urlaubstage zusagen dürfen. Einer überlegt da immer lange rum, fragt nach warum man den Urlaub braucht (obwohl ihn das ja eigentlich nichts angeht) und lehnt auch manchmal ab (mit der Begründung dass sonst zu wenig Leute im Geschäft sind). Der andere mein in 98% der Fälle "Von mir aus, es wird schon irgendwie ohne dich klappen!". Na, ihr könnt euch vorstellen zu wem meine Kollegen (und auch ich) gehen, wenn sie spontan Urlaub haben wollen ;).

Ich sehe das gar nicht als "gegeneinander ausspielen" weil es dem Kind ja nicht darum geht einen Elternteil beim anderen schlecht dastehen zu lassen (auch wenn das oft eine in Kauf genommene Nebenwirkung ist). Dem Kind geht es darum, etwas zu dürfen oder zu bekommen, was es gerne will. Wenn es klug ist wird es dafür die Wege wählen, wo die Erfolgschancen am größten sind.

Bei uns gibt es keine Absprachen. Es gibt einen grundsätzlichen Konsens über verschiedene Dinge (Erziehung allgemein, Ernährung, Medienkonsum,..) zwischen mir und meinem Mann. Aber ich käme nie auf die Idee mich mit meinem Mann abzusprechen dass Sohnemann keine Kekse mehr bekommen soll oder nicht mehr Play Station spielen darf. Wir teilen uns die Verantwortung für die Kinder und daher ist meistens klar, wer gerade für solche Entscheidungen verantwortlich ist. Für mich wäre auch befremdlich wenn mein Mann mir was dreinreden würde.

Wenn ich z.B. abends weggehe und mein Mann die Kinder beaufsichtigt gibt´s auch schon mal die Einwilligung zu einem Eis, auch wenn die Kinder ein bisschen husten. Dafür rege ich mich z.B. nicht auf, wenn Sohnemann vor dem einschlafen mit den Füssen gegen die Wand trommelt - was mein Mann gar nicht ausstehen kann. Wegen Play Station spielen kommt mein Sohn gar nicht mehr zu mir weil er weiß, dass ich mich für dieses Teil absolut nicht interessiere und mich daher auch nicht auskenne. Dafür verlangt er nicht von meinem Mann, ihm vorzusingen, was ich dagegen oft und ausgiebig machen "muss" (bis zu 20 hintereinander dasselbe Lied).

Ich glaube, dass Kinder sehr wohl gut damit leben können, beim einen Elternteil etwas zu dürfen was beim anderen Elternteil verboten ist. Genauso gelten ja im Kindergarten auch andere Regeln als zu Hause. Schwierig wird es mMn nur dann, wenn eine Elternteil so ziemlich alles erlaubt während der andere immer der "Bremser" ist - also wenn die grundsätzliche Einstellung der Eltern zur Erziehung sehr verschieden ist.

Dazu fällt mir noch ein: bei Babysitterinnen probiert mein Sohn auch sehr gerne, was reingeht. So hat er z.B. schon seit etlichen Monaten tagsüber keinen Schnuller mehr, als mein Mann aber mal früher als geplant nach Hause kam hatte er ihn im Mund. Natürlich wusste die Babysitterin nicht dass Sohnemann normalerweise schnullerfrei ist. Einer anderen Babysitterin hat mein Sohn mal im Brustton der Überzeugung erklärt, dass wir alle immer mit den Fingern essen, um seine Spaghetti Bolognese mit den Fingern essen zu dürfen - sie hat es ihm zwar nicht ganz geglaubt, was aber unsicher genug, ihn gewähren zu lassen. Wir wissen nie, was ihm als nächstes einfallen wird wenn eine Babysitterin kommt...
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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