Hochbegabung und Nachtschreck

besondere Ansätze für besondere Kinder

Hochbegabung und Nachtschreck

Beitragvon naho » Mi 14. Mai 2014, 09:19

Hallo,

würde gerne wissen ob viele HB Kinder am Nachtschreck leiden.
Und wie ausgeprägt der Nachtschreck ist.

Bei uns:
Fing mit 1 Jahr an, etwa 3 mal je Woche 5 Minuten
Ab 3 Jahren wurde es schlimm. Jede Nacht, mindestens 3 Schreianfälle, Dauer der "Anfälle" bis 30 Minuten.
Mit 5 1/2 wurde es leichter, mit 6 wars weg.
Mit fast 7 Jahren fängt sie wieder an. Schreit jede Nacht, im Moment fängt sie um 22:00 Uhr an und hört gegen 1:00 Uhr auf.
In dieser Zeit schreit sie immer wieder dazwischen sind mal 5 Minuten Ruhe, mal 30 Minuten.

Sie selbst bekommt davon nichts mit. Aber für uns ist es grausam.


Körperlich ist natürlich schon lange alles abgeklärt und sie ist kerngesund ;o)

An Förderung bekommt sie alles mögliche (Privatschule, viel Draussen, viele Freunde, Mama nimmt sich viel Zeit ;o)

Ich würde mich sehr über "Erfahrungsberichte" freuen.

Viele Grüße,
Naho
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Re: Hochbegabung und Nachtschreck

Beitragvon Linasina » Mi 14. Mai 2014, 09:57

Hallo, mein Kind ist zwar nicht getestet aber Sie hat als Sie 3 war sehr oft einen Nachtschreck gehabt. Jetzt hat Sie ab und an wenn am Tag viel passiert ist oder etwas trauriges passiert ist auch noch ab und an einen Nachtschreck. Sie ist jetzt 5.
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Re: Hochbegabung und Nachtschreck

Beitragvon Raeubertochter2010 » Mo 7. Jul 2014, 15:07

Hallo,
wir haben keinen HB Test vorzuweisen, aber meine Tochetr scheint auch ziemlich schlau zu sein.
Bei uns fing der Nachtschreck mit ca. 1,5 Jahren an. Seit dem haben wir ihn so ca. 2-3x im Monat, dafür aber richtig extrem! Bis zu 2 Stunden brüllt sie sich die Seele aus dem Leib, erkennt uns nicht, schreit mich an ich soll weg gehen, sie will ihre Mama, lässt sich durch nichts und niemanden beruhigen... Sie wird im Oktober 4.
Vor allem wenn sie übermüdet ist, oder etwas ganz spannendes passiert ist kommt der Nachtschreck bei uns. Sie ist allgemein eine eher unruhige Schläferin. Sie wacht bis heute 2-3x in der Nacht auf und geistert durch die Gegend. Dann ist sie wach.
Schlafwandeln tut sie aber auch öfter mal. Und sie spricht dabei und im Schlaf häufig.
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Re: Hochbegabung und Nachtschreck

Beitragvon sinus » Sa 12. Jul 2014, 10:29

Meine Tochter hatte um den ersten und um den zweiten Geburtstag herum für 4-5 Wochen lang fast jeden Abend ziemlich heftig den Nachtschreck. Immer ca. eine Stunde nach dem Einschlafen, mitunter auch nach dem Mittagsschlaf.
Es dauerte oft eine halbe bis dreiviertel Stunde, ehe sie sich beruhigte. In der Zeit wirkte sie auch tagsüber unausgeglichen und mit zwei war sie genau zu der Zeit auch öfters "bockig"/trotzig. Davor und danach war sie ein ausgesprochen kooperatives und unkompliziertes Kind. Also es war eindeutig so, dass da grad im Kopf "Neuronenfasching" - wie eine Freundin das nennt - stattfand.
Einen Zusammenhang mit Ereignissen am Tag konnte ich nicht finden, da es in der Zeit wie gesagt eigentlich täglich war. Ich glaube also an "Umbauarbeiten" im Gehirn als Auslöser.
Seitdem hatte sie das zum Glück nie wieder und sie war und ist eigentlich eine sehr ruhige Schläferin. Hat auch nur 1,2 Mal in ihrem Leben bisher von Albträumen berichtet. (Sie ist jetzt 5einhalb)
Ob sie bochbegabt ist, weiß ich allerdings nicht, ich glaub eher nicht. Aber eine Frühentwicklerin war sie auf jeden Fall.
sinus
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Re: Hochbegabung und Nachtschreck

Beitragvon Raeubertochter2010 » Sa 12. Jul 2014, 16:22

Das ist eine gute Erklärung, mit dem Neuronenfasching!
Darum wahrscheinlich nach einem ereignisreichen Tag.
Mir ist auch aufgefallen, dass es sich häuft und danach denke ich "Hoppla, da ist ja viel passiert in letzter Zeit"
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Re: Hochbegabung und Nachtschreck

Beitragvon jaan24 » Mo 25. Aug 2014, 12:21

Hallo,

wir kennen das auch, mein Sohn ist mittlerweile 11 Jahre alt und es wird weniger, in der Volksschulzeit waren diese nächtlichen "Attacken" durchschnittlich einmal pro Woche! Anfangs war ich selber ziemlich durch den Wind, weil es echt nicht schön ist, vor allem weil man nichts tun kann. Nach einigem recherchieren und natürlich körperlich abklären können wir damit umgehen! Ich persönlich habe auch einen Zusammenhang zur Migräne meines Sohnes hergestellt, da der Nachtschreck oft an Kopfwehtagen aufgetreten ist. (Was aber natürlich auch mit "Tagen wo viel los ist" in Zusammenhang stehen kann, da mein Sohn recht sensibel auf Anstrengungen - physische wie psychische- reagiert.)

Liebe Grüße
Anja
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Re: Hochbegabung und Nachtschreck

Beitragvon Midnite Madness » Mo 25. Aug 2014, 21:21

Huhu,

meine Kleine hatte zwischen dem 2. Geburtstag und 2 1/2 Jahren auch ab und an den klassischen Nachtschreck. Typischerweise ca. 1- 2 Stunden nach dem Einschlafen, und sie schrie und weinte dabei hauptsächlich- es klang wirklich bedrohlich, als ob sie sich sehr wehgetan hätte. Wir haben uns immer stumm danebengelegt, sie ganz vorsichtig gestreichelt und ab und an leise angesprochen, um zu prüfen, ob sie wieder raus ist aus dem Pavor. Hat bei ihr glücklicherweise maximal 10 Minuten gedauert und trat auch eher selten, vielleicht 1x die Woche, auf, unabhängig davon, ob irgendwas am Tage war oder nicht. Wenn sie aus dem Pavor raus war, war sie wieder völlig normal, nicht verängstigt oder aufgebracht, sie kuschelte sich dann an und schlief ganz ruhig im Arm wieder ein. Mit 2 1/2 war der Spuk wieder vorbei, bis heute.

Sie träumt allerdings allgemein sehr intensiv und lacht sich nachts im Schlaf manchmal kaputt oder redet vor sich hin, kichert oder flucht :D Außerdem rotiert sie wie ein Kreisel durchs Bett, was früh zu einem wirklich großen Bett führte :roll:

Ich weiß noch, wie froh ich war, daß ich wußte, was ein Pavor nocturnus ist und vor allem, was zu tun ist- nämlich nichts, außer das Kind passiv zu sichern- sonst wäre mir die Situation mehr als an die Nieren gegangen :o Dieses Schreien geht durch Mark und Bein und klingt sehr substanziell bedrohlich. Bin trotz diesem Wissen sehr froh, daß es vorbei ist.
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Re: Hochbegabung und Nachtschreck

Beitragvon Tanja-BaWü » Di 26. Aug 2014, 13:11

Bei unserem Sohn hat das mit ziemlich genau 2,5 Jahren angefangen. Er kam in die Tegesstätte und hatte einen Wachstumsschub. Jeden Abend ging er sehr bereitwillig ins Bett und schlief innerhalb von Sekunden ein. Aber zw. 23h und 1h wachte er immer auf und begann zu brüllen an. Er schlug um sich und wir mussten ihn auf den Boden legen, weil er sich immer so doll gestoßen hat, an den Wänden und Bettkanten. Er drehte sich um die eigene Achse, brüllte, weinte und schrie so herzzerreißend, dass ich manchmal rausgehen musste, um selbst zu heulen. Mein Mann und ich haben uns abgewechselt. Am nächsten Tag wusste er meist nichts davon und war wieder fröhlich. Als wir dann von den Nachbarn angesprochen wurden, was wir nachts mit dem Kind anstellen, haben wir bei einer Erziehungsstelle Hilfe gesucht. Na, ja. Davon rede ich lieber nicht. Was wir da an Unsinn gehört haben.
Irgendwann bat ich die Erzieherinnen darum, ihn zu wecken. Es war leider Pflicht in der KiTa, alle Kinder unter 3 schlafen zu legen. Er wurde nun nach einer Std. Schlaf geweckt. Keine Besserung. Dann nach einer halben Stunde. Auch keine Besserung. Dann habe ich durchgesetzt, dass er keinen Mittagschlaf machte. Das arme Kind ist immer wieder auf dem Spielteppich eingeschlafen und die Erzieherinnen haben gemeckert. Aber ab da, war es wie von Zauberhand vorbei. Abends ab 18h war unser Sohn unausstehlich, aber er wachte nachts nicht mehr auf.

LG
Tanja-BaWü
 
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