Wie viel Taschengeld gebt ihr euren Kinder so?

besondere Ansätze für besondere Kinder


Wie viel Taschengeld gebt ihr euren Kinder so?

Beitragvon BialaDerBuchtinger » Di 10. Okt 2017, 11:37

Hallo mich würde mal interessieren, wie viel Geld eure Kinder zu verfügung haben und ob ihr es ihnen Monatlich oder wöchentlich gebt?
BialaDerBuchtinger
 
Beiträge: 3
Registriert: Fr 6. Okt 2017, 09:57

Re: Wie viel Taschengeld gebt ihr euren Kinder so?

Beitragvon venezia » Di 10. Okt 2017, 11:42

Ich würde bis zum 9. Lebensjahr wöchentlich auszahlen! Mein 6jähriger bekommt 2Euro pro Woche!
venezia
 
Beiträge: 22
Registriert: Di 26. Sep 2017, 03:02

Re: Wie viel Taschengeld gebt ihr euren Kinder so?

Beitragvon Koschka » Mo 20. Nov 2017, 08:46

Muss man das überhaupt haben? Was soll es den Kindern beibringen? Das Gefühl dafür wie viel 1 Euro ist? Ich habe eher das Gefühl, dass es eine Konsumfalle ist. Wenn ich Geld habe, muss ich das Ausgeben, ganz egal, ob ich was brauche oder nicht. Einerseits ist 1 Euro viel zu wenig, um sich wirklich was außer Trash kaufen zu können. Andererseits ist ein Euro so viel Geld, wie eine Familie in einem 3. Welt Land pro Person und Tag für die Ernährung hat. Kann das jemand im Kindergarten/Grundschulalter verstehen? Wohl kaum. Ich habe selbst bei meinen 10-jährigen das Taschengeld abgeschaft. Leider haben sie immer noch die Erbe vom Taschengeld, dass sie sich mindestens einmal die Woche was Süßes kaufen müssen. Mir wäre ist lieber ich hätte mich von Anfang an dagegen entschieden. M.E. brauchen Kinder erst dann das Konzept von Geld, wenn sie damit wirklich umgehen können. Sicherlich nicht im Kindergartenalter. Kinder in der 1. Welt Länder haben eher alles was sie brauchen. Selbst ihre Eltern wissen nicht, was sie ihnen schenken sollen. Da landen wir wieder beim Konsumdruck. Ich muss was kaufen, weil...
Zuletzt geändert von Koschka am Mo 20. Nov 2017, 23:29, insgesamt 1-mal geändert.
Koschka
Dauergast
 
Beiträge: 1396
Registriert: Mo 2. Apr 2012, 20:57

Re: Wie viel Taschengeld gebt ihr euren Kinder so?

Beitragvon charlotte12 » Mo 20. Nov 2017, 09:38

Ich habe bei meiner Tochter den Eindruck, dass es einen sehr starken Lerneffekt durch das Taschengeld gab/gibt - erst hat sie a la Dagobert Duck keinen Cent ausgegeben und jeden Tag mehrmals ihr Geld gezählt, dabei dann ganz nebenbei das Rechnen gelernt. Dann gab sie ihr komplettes Vermögen innerhalb weniger Tage für Fahrgeschäfte auf dem Rummel und bestimmt zwanzig Flummis aus. Und realisierte dann auch, dass das vielleicht nicht ganz so schlau war. Zwischendurch kam dann eine Phase, in der sie ständig allen Leuten Geld schenken wollte. Es dauerte verblüffend lange, bis sie verstand, wie Leihen funktioniert - bis zum Alter von fünf oder sogar sechs Jahren durfte man ihr nicht Geld vorstrecken, wenn sie etwas kaufen wollte und kein Taschengeld dabei hatte. Denn sobald man dann daheim das Geld wiederhaben wollte, fing sie an zu brüllen und kreischen und begriff absolut nicht, dass ich kein Dieb war, der ihr jetzt ihr Taschengeld klaute, sondern dass das die Bezahlung für den Gegenstand war. Mittlerweile hat sie eine Kinder-EC-Karte und liebt es, Geld einzuzahlen und es dann sofort wieder abzuheben. Süßes kauft sie fast nie von ihrem Geld, was aber daran liegt, dass sie sowieso eine Süßigkeitenschatztruhe hat, die meist gut gefüllt ist - wir haben das Glück, ein Kind zu haben, das ganz von selbst nur wenig Süßes isst und ständig predigt, dass eine Hand voll pro Tag genug ist und wie ungesund das doch ist. Ramsch hat sie schon gekauft, klar. Wir haben drei Stufen - Sinnvolles kaufe ich, Quatsch zahlt sie je nach Quatsch-Faktor teilweise oder ganz vom Taschengeld, und bestimmte Dinge verbiete ich dann auch mal (z.B. Kreidebomben...). Meine Tochter bekam mit 4 Jahren 50 Cent Taschengeld pro Woche, weil sie damals unbedingt Taschengeld haben wollte. Das wurde dann immer wieder hochgehandelt, jetzt mit 7 Jahren sind wir bei 2 Euro pro Woche. Ich orientierte mich auch grob an den gängigen Tabellen. Dass eine Mutter in Indien von dem Geld, das hier ein Eis kostet, eine komplette Familie ernähren muss, kam übrigens von nicht allzu langer Zeit in einer Kindersendung im Fernsehen (war es die Sendung mit der Maus?). Meine Tochter steckte daraufhin dann das Geld (ich glaube sogar, es war ein Euro) in einen Briefumschlag und wollte ihn nach Indien schicken, macht sich also mit ihren 7 Jahren durchaus auch dazu Gedanken.
charlotte12
Dauergast
 
Beiträge: 78
Registriert: Sa 21. Mai 2016, 18:28

Re: Wie viel Taschengeld gebt ihr euren Kinder so?

Beitragvon Koschka » Mo 20. Nov 2017, 10:20

Ich hatte als Kind kein Taschengeld. Bis zum Alter vom etwa 12 haben mir die Eltern alles gekauft, was ich bräuchte/wollte. Natürlich in einem bestimmten Rahmen, reich war meine Familie nicht. Ab 12 wusste ich wo das Geld liegt, und durfte mir daraus selsbt Fahrgeld, Geld für die Schulkantine rausnehmen. Ich bin manchmal schwarz gefahren und habe kein ordentliches Mittag gegessen, danach mir was in der Kontidorei gekauft. Ich lief nach Hause statt zu fahren, dann habe ich Geld gespaart. Mir war es aber sehr wohl bewusst, wie man mit Geld umgeht. Weder mir noch meinem Bruder ist jemals eingefallen aus der Familienkasse was rauszunehmen, um sich was kaufen. Dafür waren wir sehr früh in der Lage ein Schein in die Hand zu nehmen und für die Famile Lebensmitteln zu kaufen und daraus ein Abendessen zu kochen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Bürger armer Länder den Sinn des Sparens auch nicht verstehen. Sie geben so viel aus wie sie am Tag verdienen. Wenn sie einen weißen Mann sehen, der teure Sachen besitzt, gehen sie auch automatisch davon aus, das er sich diese Sachen auch einfach so von seinem Tagesverdienst leisten kann. Ok, man muss das nicht wörtlich nehmen, vielleicht ist der Horizont auch länger, aber es handelt sich doch um hier und jetzt. Der Sinn des Sparens für die Zukunft, für ihrgendwas größeres kommt wenn alle Tagesbedürnisse erfüllt sind, und dazu kommt es in den wirkich armen Ländern nicht. Bei unseren Kindern ist das Verhältnis umgekehrt. Obwohl sie wohl versorgt sind, bekommen sie das Geld, um das zusätzlich auszugeben. Die meisten haben schon beim Einkaufen Mitspracherecht und auch für ihre individuelle Bedürfnisse wird eingekauft. Nahrung, Kleidung, selbst Spielsachen gehörten zur Grundbedürnis, und es wird alles im Überfluss gekauft. Dann stehen die Kinder mit ihrem Geld da, und wollen auch was kaufen. Nur fällt es ihnen bloß nicht ein was. Dann nehmen sie das, wsa sie aus der Werbung anschreit, Ich habe es selber testen können, wie es sich lebt ohne Werbung, ohne aus dem Supermarkt schreienden Überfluss, ohne den Konsumdurck. Das ist schon ein enormer Unterschied... und in den ersten Tagen, wenn man zu diesem Leben zurückkehrt, kann man sich ungefähr vorstellen, was für eine Reiz- und Zwangflut von einem Einkaufszentrum ausgeht. Ich konnte mich dann in so ein junges Kind, der auch dorthin gerät, wirklich hineinversetzen.
Koschka
Dauergast
 
Beiträge: 1396
Registriert: Mo 2. Apr 2012, 20:57

Re: Wie viel Taschengeld gebt ihr euren Kinder so?

Beitragvon charlotte12 » Mo 20. Nov 2017, 11:16

Meine Tochter konnte man bis zum Alter von etwa fünf Jahren völlig unabhängig von Taschengeld in große Spielwaren-Abteilungen überhaupt nicht mitnehmen, weil sie dort komplett durchdrehte, zuerst jeden Käse haben wollte und dann hysterisch schluchzend nur noch raus, raus, raus wollte, Stichwort Reizüberflutung. Die Erfahrung, dass sie das kauft, was sie in der Werbung anschreit, habe ich bisher noch gar nicht gemacht, eher dass sie haargenau das haben will, was sie bei den anderen Kindern sieht, dieselben Stifte, dieselben Spitzer usw. Der dritte Spitzer ist dann eben ein Fall fürs Taschengeld. Bei ihr funktioniert das mit dem eigenen Geld bisher recht gut, dem Hang zu Ramsch wirke ich manchmal auch entgegen, indem ich ihr anbiete, den Differenzbetrag beizusteuern, wenn sie sich für die höherwertige Variante entscheidet, die nicht sofort kaputtgeht. Ich hoffe mal, dass das bei uns so unproblematisch bleibt, andernfalls werde ich an deine Worte denken :)
charlotte12
Dauergast
 
Beiträge: 78
Registriert: Sa 21. Mai 2016, 18:28

Re: Wie viel Taschengeld gebt ihr euren Kinder so?

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 20. Nov 2017, 12:59

Vor etwa 2 Jahren gab es hier schon einmal eine Taschengeld-Diskussion und ich danke koschka auf diesem Weg für ihren Beitrag. Mein Sohn ist auch einer, der selbst gerne Ramsch und Sachen, die er in der Werbung gesehen hat, kauft. Vor allem hat er - trotz guten Mathe-Kenntnissen - noch keinen Begriff, wenn was überteuert ist. Von meiner Mutter hat mein Sohn z.B. zu einem Anlass 30 Euro bekommen - seitdem haben wir zwei Roboter-Dinosaurier-Plastikfiguren für diesen Gesamtpreis, die nach dem Kauf nie wieder bespielt wurden.

Daher habe ich mich - koschkas Rat folgend - entschlossen, meinem Sohn noch kein fixes Taschengeld zu geben. Da bringe ich ihm lieber hie und da mal ein LTB oder ein Buch mit. Wenn er z.B. mit der Schule oder dem Hort einen Ausflug macht bekommt er auch - je nach Anlass - 2 bis 5 Euro mit. Wenn da was übrig bleibt darf er es auch behalten. Größere Wünsche darf er zu Anlässen kundtun.

Wie gut oder schlecht ein Kind mit Taschengeld umgehen kann ist nicht so sehr vom Alter oder der Erziehung, wie von der Persönlichkeit abhängig. Ich habe seit Schuleintritt Taschengeld bekommen und immer alles mit vollen Händen für Blödsinn rausgeworfen. Mein 4 Jahre jüngerer Cousin dagegen war schon als Kind extrem sparsam, um nicht zu sagen, geizig. Der hat auf den Schulausflug 50 Schilling mitbekommen und ist mit 60 Schillinge wieder heim, weil er sein Jausenbrot noch verkauft hat.

Jetzt hat er ein riesiges Haus mit Garten, ein großes Auto, zwei Kinder und eine Frau, die genauso geizig ist, wie er :P .
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
Rabaukenmama
Dauergast
 
Beiträge: 1865
Registriert: So 8. Dez 2013, 21:24

Re: Wie viel Taschengeld gebt ihr euren Kinder so?

Beitragvon susili » Mo 20. Nov 2017, 17:14

Wir haben das so gehandhabt, dass es bis 11 kein Taschengeld gab. Immer wenn meine Kinder etwas gern haben wollten, haben wir darüber gesprochen und gemeinsam abgewägt, ob dies jetzt sinnvoll ist oder nicht. Zum Beispiel ist mein Junge eine echte Wasserratte und liebt es ins Schwimmbad zu gehen. Dafür hat er dann auch gern das Geld für den Eintritt und ein Heißgetränk bekommen . Essen hat er dann immer von zu Hause mitgenommen,ich finde das ist etwas , was die Kinder schon früh lernen sollten. Also nicht immer und überall unterwegs sich was zu essen zu kaufen( meistens sind das dann auch relativ ungesunde Sachen) . Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, dass die Kinder mal etwas Freiraum brauchen, um sich auch mal Quatsch zu kaufen. Nicht immer , aber wenn dies äußerst selten passiert,, finde ich persönlich es recht ok. Áb einem bestimmten Alter ist es meiner Meinung nach wichtig, dass die Kinder lernen mit Geld umzugehen und dann hat mein Kind dann auch Taschengeld bekommen.Ich hatte mich auch an der Tabelle orientiert, finde ich ganz angemessen :)
Die Umgebung, in der Mensch sich den größten Teil des Lebens aufhält, bestimmt seinen Charakter [Antiphon]
susili
 
Beiträge: 1
Registriert: Di 31. Okt 2017, 22:31
Wohnort: Berlin

Re: Wie viel Taschengeld gebt ihr euren Kinder so?

Beitragvon Koschka » Mo 20. Nov 2017, 23:44

Klar, ganze Industriezweige in Deutschland leben davon, den Kindern überteurte, häufig minderwertige Produkte anzudrehen. Es geht ihnen ja nicht darum, wie viel echtes Fleisch in der Wurst ist, sondern darum, dass die Scheibe Wurst wie eine Maus aussieht und auf der Packung billiger Schmelzkäse eine Punktesammlungaktion ist, bei der man einen Fussball gewinnen kann. Kinder lesen ja das Kleingedurckte nicht. Auf unsere Kinder wird alleine durch die Anwesenheit von dem wahnsinnigen Uberfluss im Supermarkt solchen Konsumdruck ausgeübt, dass m.E. die wichtigste Lektion wie sie lernen müssen, ist wie sie sich dagegen wehren können.

Ich habe auch eine Gelegenheit bekommen, wie stark sich Kinder an bestimmte Konsumsachen binden, nur weil sie sie im jungen zarten Alter bekommen haben. In D. haben sie Nutella geliebt. Sie ist schon in D. ziemlich teuer, und ich habe auch öfter eine günstigere Alternative gekauft, aber Nutella stand für Symbol des Wahren. Sobald man Europa verlässt, wird Nutella nicht mehr teuer, sondern unbezahlbar. Ein kleines Gläschen, etwa 100 gr kann locker um 8-10 Euro kosten. Meinen Kindern war es des Geldes wert, sie haben sich so ein Gläschen zum Geburtstag gewünscht. Das letzte Jahr über hatten sie fast jeden Tag auf dem Frühstückstisch eine Doseschockocrme gehabt, die eigentlich um einiges schockoladiger, natrülicher und um vieles preiswerter war als Nutella. Mein Kleiner, der von Fererro unbeeinflusst war, hat diese Dosen heiß geliebt. Meine Großen haben auch sehr gern zugegriffen. Nun sind wir am Ende unserer Reise in einem Land angekommen, wo es wieder Nutella zu den noramlen Preisen gibt. Und was passiert? Das ist wieder das einzig Wahre. Die alten Döschen darf der Kleine ausessen. Ich habe es direkt vergleichen können: die lokale Variante schmeckt viel stärker nach Schockolade ohne bitter zu sein. Im Vergleich dazu schmeckt Nutella zwar nüssiger aber deutlich fetter. Es interessiert meine Kinder nicht. Die Tatsache, was zu schmecken hat, ist bombenfest in ihren Gehirnen verankert. Ein interessanter Experiment wäre das lokale Produkt in einem Nutellaglas zu servieren. Ob sie nach jahrelangen Abstitenz hätten erkennen können, dass es nicht das Original ist?...
Koschka
Dauergast
 
Beiträge: 1396
Registriert: Mo 2. Apr 2012, 20:57

Re: Wie viel Taschengeld gebt ihr euren Kinder so?

Beitragvon Willow77 » Di 21. Nov 2017, 08:09

Sehr interessante Diskussion.

@Koschka: Ja, ich bon auch mit Nutella groß geworden. Und lange Zeit war es für mich auch das Wahre. Mein Mann ist nicht mit "schon was Süßem zum Frühstück" groß geworden. Schon gar nicht mit Nutella. Er konnte das nie verstehen. Unsere Kinder wollten wir dann nicht gleich auf Süß trimmen, und ich machte einen Nutella-Entzug. ;-) Ja, es geht auch ohne. Ganz ohne Schokolade auf dem Brot. Aussnahmsweise gibt es bei uns dann mal eine Alternative aus dem Bioladen, mit mehr Schokolade und mehr Nüssen. Unsere Variante enthält 30% Nüsse, während Nutella nur so 11-13% Nüsse enthält. Alles in Allem sind unsere Kinder schon froh über jeden Schoko-Aufstrich den sie dann mal erhalten. Denn: Man kann sich abmühen wie man will, sie leben in der Welt von heute, und sie haben alle 3 meinen süßen Zahn geerbt. Sie lechzen geradezu nach Schokolade und Süßkram. Jetzt zum Nikolaus wird es wieder eine Überdosis von allem für ein paar Wochen geben. Danach ist wieder Schluss.

Genau so verhält es sich mit ramsch-Spielzeug. Man kann nur versuchen sich zu schützen, selbst beim Kauf auf Qualität achten, sie bekommen von Familie und Freunden immer wieder Schrott, der gleich kaputt geht, oder nicht bespielt wird. Mein Sohn wünscht sich deshalb schon länger zumindest von der Familie Geld zum Geburtstag. Das geht dann zum Teil auf das Sparkonto, und zum Teil kauft er sich davon Spielzeug/Lego/ein neues Fahrrad um im Mountainbike-Club mitmachen zu können, was er wirklich haben will.

Und nun zum eigentlichen Thema: Taschengeld. Das hat unser Großer vor einem Jahr eingefordert. Er verlangte nicht viel, nur 50Cent pro Woche. Und seine Schwester sollte auch gleich die gleiche Dosis bekommen. Nun gut. Wir wollten eigentlich nicht, aber wenn es "nur" 50Cent sein sollen. Und was machen sie damit? Größtenteils sparen sie das Geld für unsere Urlaube, damit sie dann im Urlaub uneingeschränkt von unserer Seite aus Süßkram/Eis/Limonade kaufen können. Was wir ihnen nicht in dem Maße kaufen würden. Oder unser Großer schmeißt sein Geld auch schon mal in Spielautomaten, solche, bei denen man z.Bsp in einem Auto oder auf einem Motorrad sitzen muss, und ein Rennen fahren muss, für ganze 53 Sekunden oder so. Das ist natürlich total verschwendetes Geld, in unseren Augen. Aber bis er das lernt, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Er tut es immer wieder. Am Liebsten hätten wir auch, es ginge ganz ohne Taschengeld. Andererseits verstehen kann ich sie, dass sie sich auch mal was gönnen wollen, wo wir Eltern wirklich manchmal etwas streng sind, und schnell nein sagen - zum Beispiel beim Thema Eis im Urlaub, oder Limonade im Allgemeinen.
Und so lange er nicht in eine weiterführende Schule geht - bei uns ab nach der 6. Klasse, dann muss er mit Bus oder Zug "in die Stadt" fahren - wird es auch keine "Gehaltserhöhung" geben.

LG,
Willow77
Willow77
Dauergast
 
Beiträge: 140
Registriert: Fr 29. Jan 2016, 15:28

Nächste



Zurück zu Erziehung

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast