Wie viel Taschengeld gebt ihr euren Kinder so?

besondere Ansätze für besondere Kinder

Re: Wie viel Taschengeld gebt ihr euren Kinder so?

Beitragvon Rabaukenmama » Do 23. Nov 2017, 10:16

Sehr interessante Diskussion! Wo man vom Taschengeld überall landet :P !

Ich sehe das Desinteresse an anderen Kindern auch unterschiedlich. Mein jüngerer Sohn ist komplett mit sich selbst zufrieden. Es kann schon mal sein, dass er sich an einem gemeinsamen Spiel beteiligt, wenn es ihm gerade in den Kram passt. Er spielt auch lieber unter Kindern als allein. Aber er ist keineswegs unglücklich, allein zu spielen und sucht von sich aus aktiv keine Kontakte zu anderen Kindern (zu meinem Mann oder mir durchaus schon, wir werden auch immer wieder mal aktiv zum gemeinsamen Spiel aufgefordert). Mein jüngerer Sohn ist, so wie es ist, zufrieden.

Mein älterer Sohn verkündet öfter großkotzig, niemanden zu "brauchen" und weist manchmal (ähnlich wie Charlottes Tochter) andere Kinder brüsk ab, wenn sie von sich aus Kontakt treten wollen. Und dann gibt es wieder Phasen, wo er selbst mit anderen in Kontakt treten will, sich dabei aber denkbar ungeschickt anstellt, z.B. indem er absichtlich ein Spiel stört oder Monologe zu irgend welchen Comics oder Spielen hält, welche die anderen Kinder nicht interessieren. Aber dahinter steckt der Wunsch, Teil einer Gemeinschaft zu sein.

Neulich war ich mit ihm den ganzen Nachmittag in einem Indoor-Spielplatz. Ich hatte mich innerlich darauf eingestellt, einzige Spielgefährtin meines Sohnes zu sein. So war er auch drei Stunden lang. Und plötzlich war er auf einmal mit zwei etwa gleichaltrigen Buben unterwegs und ich war Luft! Er wusste wo ich war, also blieb ich sitzen und las etwa eine Dreiviertelstunde in meinem Buch. Dann war Sohnemann plötzlich wieder da, meinte, zwei "Idioten" hätten ihn grundlos aus ihrem Club geworfen und wollte wieder mit mir zusammen sein. Etwas später kamen dann die beiden Buben und erzählten, sie wären mit meinem Sohn in Streit geraten. Da ich nicht dabei war und es außer einer kleinen Rempelei keinerlei Handgreiflichkeiten gegeben hatte, mischte ich mich nicht weiter ein. Aber allein die Tatsache, dass mein Sohn zumindest 45 Minuten glücklich mit anderen Kindern gespielt hatte, zeigt mit deutlich seinen Wunsch, wo "dazu" zu gehören. Danach sah er es pragmatisch, meinte, er würde mit mir gemeinsam auch einen Club eröffnen, und zwar einen Kuschel-Club. Aber allem, was er nach außen zeigte, zum Trotz, merke ich bei ihm wirklich den starken Wunsch nach Kontakten und Freundschaften, ganz anders als bei seinem Bruder.
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
Rabaukenmama
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