Entwicklungsvorsprung

Probleme und Lösungen für den Kindergartenalltag

Entwicklungsvorsprung

Beitragvon Smarti26 » So 14. Apr 2019, 21:33

Hallo meine Lieben.

Ab wann ist ein Entwicklungsvorsprung kein Entwicklungsvorsprung mehr? :gruebel:

Meine mittlere Tochter 5,5j war schon immer recht pfiffig, es hieß immer Entwicklungsvorsprung....
Heute hat sie mir auch einfach so nebenbei mal die Uhr erklärt.
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Re: Entwicklungsvorsprung

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 15. Apr 2019, 07:46

Wie ist die Frage "Ab wann ist ein Entwicklungsvorsprung kein Entwicklungsvorsprung mehr?" gemeint?

Ob deine Tochter hochbegabt ist kann nur ein Test zeigen, und selbst der ist mit 5 Jahren nicht unbedingt aussagekräftig. Schlau ist sie auf jeden Fall und hier im Forum ist GsD auch kein IQ jenseits der 129 Bedingung um schreiben zu dürfen ;).

Sonst hätte ich mit meinen Kindern hier nichts verloren, mein 9jähriger Sohn (der mit 4,6 Jahren flüssig uns sinnerfassend lesen konnte) ist immer noch nicht getestet und mein 6jähriger, gehörloser und autistischer Sohn hat einen "nicht ermittelbaren" IQ-Wert. Naja, der rechnerische Wer lag bei 85, also meilenweit von Hochbegabung entfernt. Der konnte mit 4 Jahren Zahlenreihen logisch fortsetzen und wusste mit 5 Jahren um 17h37 dass es noch 23 Minuten dauert, bis der Freizeitpark zusperrt.

Das was "einfach mal nebenbei was erklären" kenne ich von meinem älteren Sohn. Und seine Fragen sind auch etwas anders als bei anderen Kindern. Gestern beim Frühstück fragte er z.B. "Mama, was hat ist die molekulare und chemische Ursache dafür, dass Butter in warmem Toast versinkt?" :mrgreen: . Naja, und unsere Diskussionsthemen sind sehr weit gefächert, vom PH-Wert im Blut von Hunden über die nächste Zahl, die nach Quadrilliarden kommt. bis hin zu den Vorgängen in den Mitochondrien unserer Körperzellen.

Du wirst mit deiner Tochter sicher auch noch interessante Diskussionen erleben, unabhängig davon, ob sie mal einen IQ-Test macht und was dabei rauskommt :) .
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Re: Entwicklungsvorsprung

Beitragvon Smarti26 » Mo 15. Apr 2019, 09:05

Danke für deine Antwort.

Ja, weil auch der Arzt (Kinderarzt) immer von einem Entwicklungsvorsprung gesprochen hat.
Auch als sie mit 5 bei ihm so kleine Einschulungs test und Motorik Test gemacht hat, meinte er auch "Vorsprung" und ob wir uns Gedanken gemacht haben sie vl Vorzeitig einzuschulen. (Kam nie in Frage)

Ja bei meinem großen ist das auch recht schwierig mit dem IQ Test.

Ja solche Fragen kenn ich auch, zwar jetzt nicht mit Molekulare und Chemische usw.
Aber auch Fragen die ungewohnlich sind und auch Interessant sind, dass es sie Interessiert. :)
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Re: Entwicklungsvorsprung

Beitragvon Bliss » Mo 15. Apr 2019, 09:38

So in meinem Umfeld würde ich sagen so ab ein bis zwei nach Schuleintritt wird es dann doch stabil. Ich kenne jedenfalls einige Kinder wo der vermeintliche Entwicklungsvorsprung wohl vor allem von einem gut fördernedem Elternhaus kam. Und andererseits Kinder, die sich bis Schuleintritt nicht besonders hervorgetan hatten und sich dann durchgestartet sind.
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Re: Entwicklungsvorsprung

Beitragvon Smarti26 » Mo 15. Apr 2019, 10:47

Auch im Kiga gibt sie sich anders....

Die Erzieherin meine, beim Entwicklungsgespräch, das sie bei den Vorschul Aufgaben sehr lange braucht bis sie Anfängt, sehr viel träumt, eine der letzten ist die Anfängt, sie hat dann zwar alles richtig aber es dauert eben sehr lange bis sie Anfängt.

Hab meine Tochter dann zuhause gefragt wie ihr die Aufgaben so gefallen, sie meinte nur, dass sie langweilig wären :gruebel:

Die Erzieherin meinte auch noch, dass sie eine sehr Blühende Phantasie habe mit ganzen Phantasie Charakteren und Geschichten.
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Re: Entwicklungsvorsprung

Beitragvon Meine3 » Mo 15. Apr 2019, 14:31

Hallo Smarti,

Sie ist mit Sicherheit fit. Ob nun „überdurchschnittlich“ intelligent oder hochbegabt sollte solang egal sein, solang sich das Kind gut entwickelt, sozial gut eingebunden und fröhlich ist.

Unser Sohn ist 6,5. mit 6,3 Monaten wurde ein IQ-Test gemacht, da er im neuen Kindergarten nach Umzug verhaltensauffällig wurde :( . Wir haben ihn nämlich leider auch nicht mit 5,11 eingeschult :roll:, weil
Er im alten Kindergarten total ausgelastet und glücklich war und schon immer recht „aktiv“ :mrgreen:, wollten ihm das Jahr „Freiheit“ noch gönnen. Kognitiv ist er schon immer aufgefallen. Das fing damit an, dass er als Neugeborerens (noch im
kH) seine Hände beobachtet hat :gruebel: und ging dann immer so weiter. Bis heute. Bis auf puzzeln und malen, basteln (mag er einfach nicht) ist er in allem weit voraus.

Zurückblickend war es ein großer Fehler in nicht als kann Kind einzuschulen. Deine Tochter wird im September fast 6 sein, richtig?!

Unser Sohn ist hinsichtlich seiner Leistungen (noch?) stark „von seiner Motivation getrieben“ (bei Langeweile schaltet er ab, ähnlich wie deine Tochter!). Interessiert ihn etwas ist er zu Höchstleistungen fähig, findet er es öde, uninteressant, zu leicht, geht er auf stand-by Modus oder verweigert gar, kann sich dann auch sehr schwer konzentrieren und braucht lang für die entsprechende Aufgabe (Vorschule). Das hat sich leider auch im Intelligenz-Test gezeigt. Die Teilbereiche fielen sehr (!) unterschiedlich aus und der Test könnte so nicht korrekt ausgewertet werden. Fest steht, dass er sehr klug ist und wahrscheinlich ist er hochbegabt... wir sind also nicht schlauer und die Testung hat einfach nur Unruhe ins Familienleben gebracht. Wir haben das auch nur getan, da wir von den Erziehern im neuen kiga gedrängt wurden.

Sollte also kein akuter Grund bestehen, würde ich euch von einer Testung abraten und eher über vorzeitige Einschulung nachdenken ;)....


Liebe Grüße,

Nora
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Re: Entwicklungsvorsprung

Beitragvon sinus » Mo 15. Apr 2019, 20:04

Die Antwort auf deine Frage lautet vermutlich: Ab dem Moment, in dem eine Hochbegabung als solche erwiesen ist.
"Entwicklungsvorsprung" ist halt das wording, wenn man sich nicht festlegen kann und will.
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Re: Entwicklungsvorsprung

Beitragvon Smarti26 » Di 16. Apr 2019, 20:55

Ja du hast schon recht, aber ich bin eher der Meinung Problemen Vorzubeugen anstatt zu warten bis welche Aufgetreten sind und das Kind vl als Störenfried abgestempelt wird.

Ja meine Tochter ist dann relativ "frisch" 6j.

Ich danke euch für eure Antworten :)
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Re: Entwicklungsvorsprung

Beitragvon Rabaukenmama » Mi 17. Apr 2019, 09:04

Smarti26 hat geschrieben:Ja du hast schon recht, aber ich bin eher der Meinung Problemen Vorzubeugen anstatt zu warten bis welche Aufgetreten sind und das Kind vl als Störenfried abgestempelt wird.


Das geht? Bei meinen Jungs war nie vorhersehbar, was kommen würde. Wo ich mit Problemen gerechnet habe waren gar keine, dafür ganz woanders :fahne: .
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Re: Entwicklungsvorsprung

Beitragvon Meine3 » Mi 17. Apr 2019, 15:47

Smarti26 hat geschrieben:Ja du hast schon recht, aber ich bin eher der Meinung Problemen Vorzubeugen anstatt zu warten bis welche Aufgetreten sind und das Kind vl als Störenfried abgestempelt wird.

Ja meine Tochter ist dann relativ "frisch" 6j.

Ich danke euch für eure Antworten :)



Ein IQ-Test ist leider keine Lösung, hilft nicht den „Störenfried“ im Kind zu vermeiden. Du weißt (falls der Test ausgewertet werden kann) dann lediglich wie schlau dein Kind ist (und das ja auch nicht auf ganzer Ebene oder in dem
Alter zuverlässig!!)...

Kinder in diesem Alter aus „Neugierde“ zu testen, hilft absolut nicht. Eher im
Gegenteil. Ich hatte mir auch viel davon erhofft, da es ihm ja schlecht ging und ich hoffte, von der Psychologin nach der Testung irgendwie Hilfe zu bekommen, dem war aber nicht so.

Dadurch, dass mein Kind eben nicht topmitoviert jede Aufgabe nach bestem Können absolviert hat, sondern nur gezeigt hat, was er mag (bzw. Will), sind wir keinen Deut schlauer als zuvor. Dass er fitter ist als andere Kinder, wussten wir ja vorher schon :).

Du siehst dein Kind doch, weißt, dass es fit ist. Du hast ein fittes, jetzt schon tendenziell gelangweiltes Kann-Kind im Kindergarten. Du könntest vorbeugen, indem du über eine Einschulung in diesem Jahr nachdenkst...Der Test gibt dir wahrscheinlich keine Gewissheit...deine Tochter scheint ja ähnlich zu funktionieren wie meins ;).

Ich bereue es, meinen Sohn nicht eingeschult zu haben. Das wäre nämlich weitaus hilfreicher gewesen, als der olle Test ;).

Grüße, Nora
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