eingreifen oder laufen lassen?

Probleme und Lösungen für den Kindergartenalltag

eingreifen oder laufen lassen?

Beitragvon sinus » Fr 20. Sep 2019, 19:45

...heut gab es ein kurzes Gespräch mit der Erzieherin. Zuletzt hieß es ja immer, Kind sei so zurückhaltend und ruhig etc pp. (wie ich sie eher nicht kenne, ich kenne sie eher als taff und selbstbewusst)
Erzieherin war darum ja auch gegen frühere Einschulung gewesen, meinte schon mehrfach, es sei gut, dass wir uns dagegen entschieden haben.

Heute sagte sie, sie habe das Gefühl, Kind würde gerade aufblühen. Das Vorschuljahr als "Große" täte ihr (wie von ihr vorausgesagt ;) ) offensichtlich gut.
Ich kann bestätigen, dass die Kleine aktuell wieder ganz gern in den Kindergarten geht, sich bspw auf Tage mit Vorschulaufgaben sogar freut. Außerdem hat sie ja aktuell dort zwei Freunde, mit denen sie auch in der Freizeit regelmäßig verabredet ist.

Die Erzieherin meinte auch, das immer so auffällig brave, umgängliche Kind würde bei den Vorschulaufgaben jetzt aber auch ab und an schon mal stöhnen, sie wolle das nicht machen.
Da werde ich natürlich gleich hellhörig und frage mich, ob es "allgemeine Vorschulfläzigkeit" ist oder die Aufgaben für sie schlicht zu leicht sind.
Kind selbst freut sich wie gesagt eigentlich auf die Aufgaben (ist noch recht neu, die Zuckertütenstunden haben vor 3 Wochen begonnen), sagt aber auch, wenn ich sie frage, wie es war und ob es kniffelig gewesen sei: "Nö, das ist babyeinfach".

Würdet ihr das jetzt dem Selbstlauf überlassen oder frühzeitig drauf hinweisen, dass sie evtl schwierigere Aufgaben braucht?
Ehe das Kind vielleicht keine Lust mehr drauf hat? Ich bin da ja durch die Erfahrungen mit der Großen ein bisschen ein "gebranntes Kind".
Wobei die Kleine ja in Hinblick auf die Schule durchaus auch lernen sollte, Aufgaben zu erledigen, die mal nicht so spaßig sind... (was die Große ja auch immer brav gemacht hat, aber irgendwann ging es halt auf Kosten des Selbstwertgefühls und der allgemeinen Motivation.)

Ich habe den Eindruck, dass die Erzieherin dem Thema Begabung und Förderung gegenüber nicht sehr offen ist. Ich glaube, sie hält mich für jemanden, der da was sieht, was nicht da ist.
Das Vorschulprogramm macht aber eine andere Erzieherin. (wo ich nicht weiß, wie sie dazu steht, tendenziell erwarte ich von ihr aber da auch eher nicht so viel. Kind mag diese Erzieherin auch nicht so gern.)
Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie mir innerlich den Vogel zeigen, wenn ich sage, dass das Kind schwerere Aufgaben braucht und mich für eine "Eislaufmutter" halten...
(Ich dagegen habe den Eindruck, dass es den meisten Erzieherinnen dort an der Kompetenz und Beobachtungsgabe - und natürlich bei dem miesen Betreuungsschlüssel auch an Zeit und Muse - fehlt, die Kinder differenziert wahrzunehmen. :? )

Bin darum hin- und hergerissen...

PS: Eine andere Mütter dagegen sprach mich gerade heute an, wann meine Tochter denn geboren sei. Sie wundere sich, dass sie noch im Kiga sei und habe gedacht, sie hätte schon eingeschult werden müssen dieses Jahr. (Sie ist nicht nur weit, sondern auch körperlich recht groß.)
Wie kommt es, dass so viele andere das so wahrnehmen, die Erzieherinnen das aber nicht sehen/sehen wollen? :roll:
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Re: eingreifen oder laufen lassen?

Beitragvon Bliss » Sa 21. Sep 2019, 00:22

Mein Sohn hat das normale Vorschulprogramm mitgemacht, obwohl er schon seit er 3 ist sinnerfassend lesen konnte und die Grundrechenarten problemlos auch über 1000 rechnen konnte. Er hätte es erstens nicht anders gewollt, und zweitens hätte er höchsten still irgendwelche Arbeitsblätter lösen können, für echte Vor- und Nachbereitung hätte es seitens des Kindergartens keine Kapazitäten gegeben. Diese Art der Differenzierung hat ihn auch in der Schule nie interessiert.

Also aktuell würde ich da gar nichts machen, Vorschulprogramm ist kognitiv halt keine Herausforderung und trotzdem fanden es meine Kinder ganz nett und haben sich auf die Stunden gefreut.
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Re: eingreifen oder laufen lassen?

Beitragvon charlotte12 » Sa 21. Sep 2019, 09:10

Wie kommt es, dass so viele andere das so wahrnehmen, die Erzieherinnen das aber nicht sehen/sehen wollen? :roll:

Dieses Phänomen beobachte ich auch, und es verblüfft mich immer wieder. Auch das sture Festhalten daran, dass Schüchternheit allgemeine Unreife anzeigen würde, fällt mir speziell bei Erzieherinnen immer wieder auf, viel mehr als bei Laien. Wobei das jetzt natürlich nicht repräsentativ ist, sooo viele Erzieherinnen kenne ich auch wieder nicht. Aber mich würde schon interessieren, ob derlei Geschwurbsel in der Ausbildung gelehrt wird, einfach weil es immer wieder in ähnlicher Form auftaucht. Mir hat übrigens eine Erzieherin vor wenigen Tagen erklärt, dass sie gar nicht auf Kinder individuell eingehen DÜRFE, weil sie keine Lehrerin sei und daher überhaupt nicht kompetent darin festzustellen, ob ein Kind weiter ist als vorgesehen :gruebel:

Wie auch immer - ich wäre erst mal auch für "laufen lassen" und Kräfte für wirkliche Krisen aufsparen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Erzieherinnen, die von sich aus nicht merken, dass das Vorschulprogramm zu leicht für dein Kind ist, auf deinen Hinweis hin plötzlich ihr gesamtes Vorschul-Konzept umstellen, und deinem Kind geht es ja insgesamt gesehen zur Zeit wirklich gut.
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Re: eingreifen oder laufen lassen?

Beitragvon alibaba » Sa 21. Sep 2019, 11:07

Wir hatten im Kiga sehr aufmerksame Erzieherinnen und das nicht nur eine davon. Insofern kann ich das nicht bestätigen, dass Erzieherinnen nichts sehen.

Ich würde die Erzieherinnen nicht drauf ansprechen. Das was sie dem Kind geben können ist eh nicht das, was Kind bräuchte oder es erschöpft sich schnell.

Ich bin eigentlich recht froh, dass ich nie von einem Kindergarten erwartet habe, dass Kind kognitiv dauerauszulasten. So war meine Enttäuschung nicht permanent und ich konnte besser damit umgehen. Denn in der Schule setzt sich ja die grundlegende Problematik fort.
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Re: eingreifen oder laufen lassen?

Beitragvon Laelia » Sa 21. Sep 2019, 14:01

Hallo Sinus,
ich finde es schade, wenn zwischen dir, und der Erzieherin deiner Tochter, gewisse Dinge unausgesprochen bleiben.Vllt solltest du doch einen Weg finden, das Thema "Begabung" anzusprechen. Einfach, damit du befreit bist und sie weiß, worum es dir eigentlich geht. Ich kann aber auch verstehn, dass es dir unangenehm ist. Es ginge mir an deiner Stelle auch nicht anders. Aber unangenhem ist es sicher auch, das ganze unausgesprochen zu lassen obwohl es dich so sehr beschäftigt.
Aktuell, würde ich dir aber auch abraten, um schwierigere Aufgaben zu bitten. Solange die Situation positiv ist für alle ist, muss man nicht unbedingt was verändern. Ich könnte mit vorstellen, dass die Aufgaben später schwieriger werden, wenn alle Kinder sich daran gewöhnt haben und gut mitkommen.
Vllt, wäre es gut, wenn du die Erzieherin mal fragst, warum dein Kind manche Aufgaben nicht machen will. Evlt. fällt ihr ja selbst schon auf, dass die Aufgaben zu einfach sind. Gut, wäre es auch, wenn du deine Tochter ermunterst, selbst zu sagen,wenn die Aufgaben zu leicht sind und sie mehr Herausforderung braucht. Wenn sie das der Erzieherin selbst sagen kann, hat das auch mehr Gewicht, als wenn das nur von dir kommt.
Sollte dir das ganze jedoch wirklich keine Ruhe lassen, spreche es einfach an. Ich glaube nicht, dass sie dir innerlich den Vogel zeigen.
LG
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Re: eingreifen oder laufen lassen?

Beitragvon sinus » Sa 21. Sep 2019, 17:57

Ja, ach, meine Erwartungen an den Kiga sind eigentlich auch nicht sehr hoch. Aber ich habe immer noch die kleine Hoffnung, bei Kind zwei durch das Wissen, was ich bei Kind eins ja nicht hatte, evtl. doch was besser machen zu können...

Die Erzieherin, Laelia, weiß übrigens ganz gut bescheid über meine Tochter, wir hatten wegen der Früheinschulung ja ein langes Gespräch, wo es auch um die HB der Großen und die daraus resultierende Probleme ging (darüber sprach ich, weil die Erzieherin so gar keine Notwendigkeit/Vorteil einer früheren Einschulug sah) und sie weiß auch, dass die Kleine wegen der Frage um die Einschulung getestet wurde und ich hab ihr hinterher gesagt, dass sie demnach einen Entwicklungsvorsprung von ca. einem Jahr und besonders hohe Werte im Bereich Logik hat.
Ich habe ihr auch im Gespräch damals einiges über Unterforderung und daraus resultierende "Symptome" erzählt, über starke Anpassung etc.
Weil sie das Kind ja als so "schüchtern" beschrieb und meine Große im Kiga ähnlich war.
Allerdings ging es damals rein um Einschulung. Eventuelle Konsequenzen daraus im Kiagalltag waren nicht Thema.

Insgesamt fühle und fühlte ich mich in dem Kiga noch nie so ganz ernst genommen.
Man reagiert immer sehr abwehrend, wenn jemand mit eigenen Vorstellungen ankommt. Man wünscht bloß keine Einmischung seitens der Eltern. (die eh immer alles viel zu emotional sehen)
Irgendwelche Sorgen oder Wünsche werden eigentlich immer eher abgebügelt.

Unvergessen die Geschichte mit dem Film-Konsum.
In der Gruppe meiner Großen wurden damals regelmäßig Filme geschaut. Vor dem Schlafen mittags immer so 20-30 Minuten. (die Schlafpflicht allein find ich ja schon... naja.)
Pro Woche wurde so auf jeden Fall mindestens ein Spielfilm gesehen.
Begründung auf meine verwunderte Nachfrage, was das solle: Mit der Aussicht machen die Kinder sich schneller bettfertig und sind dann so schön ruhig. Und überhaupt brächten die Kinder die Filme ja meist selbst mit und wären dann enttäuscht, wenn man sie nicht auch mal ansehen würde.
Die meisten Eltern wussten wohl gar nichts davon, ich selbst bin nur drauf gekommen, weil meine Tochter mal in einem Geschäft mit DVD-Angebot so vieles kannte, was sie nicht zu Hause gesehen haben konnte.
Außerdem holte ich sie damals über Mittag heim, um der Schafpflicht zu umgehen, so dass ich das ab dem Zeitpunkt immer selbst sah, wie sie da so alle saßen. (Und gar erst dreijährige sahen da auch so Filme wie "Wickie und die starken Männer" in der Realverfilmung, wo gehauen und geprügelt wird, was das Zeug hält!)
Als ein Gespräch mit der Erzieherin - siehe oben - nichts brachte, bin ich zur Leitung.
Meine Argumente: nicht alle Kinder können Filme gleichermaßen gut vertragen und die Gruppe sei immerhin von 3-7 Jahren. Für ein sensibles Kind gäbe es wenig Möglichkeit, sich dem zu entziehen.
Eltern wissen nichts davon. Manche Kinder sehen zu Hause schon viel fern und brauchen das nicht noch im Kiga, andere sehen vielleicht bewusst zu Hause wenig und sollten darum seitens der Eltern garantiert dann auch im Kiga nicht schauen.

Die Leiterin gab mir bei all dem grundsätzlich recht, meinte aber auch, sie rede ihren Erzieherinnen ungern in sowas rein. Diese dürften ihre Tagesgestaltung frei gestalten. (Bitte? bei sowas Wichtigem wie Umgang mit Medien sollte es in einer Einrichtung schon eine gewisse Vereinbarung geben, oder nicht?)
Offensichtlich redete die Leiterin aber dann doch mal mit der Erzieherin, denn als ich am nächsten Tag mittags in die Kita kam, erlebte ich rein zufällig, wie ein Kind just in dem Moment im Flur die Leiterin fragte:
"Welche Mama hat sich denn beschwert, dass wir jetzt keine Filme mehr schauen dürfen???"

Man muss also den Kindern genau das gesagt haben: Ab jetzt keine Filme mehr, WEIL EINE MAMA SICH BESCHWERT HAT.
(Ich habe mich dann direkt selbst geoutet und dem Kind auch genau erklärt, warum ich das nicht gut finde.)
Ein andermal hörte ich ein Kind dann freudig sagen: "Oh, wenn die M. (meine Tochter) jetzt im Urlaub ist, dann DÜRFEN WIR JA WIEDER FILME SCHAUEN!"
Tja, soweit zur Medienerziehung, Einfühlungsvermögen und dem Umgang mit speziellen Elternwünschen...
Und vielleicht erklärt sich jetzt auch, dass ich mich dort mitunter wie "vom anderen Stern" fühle und glaube, dass man mir womöglich "innerlich den Vogel" zeigt...
(ich scheine aber auch bspw die einzige Mutter zu sein, die die Schafpflicht doof findet. Als ich damals bei der Großen mal andere Eltern befragte, weil ich hoffte, was ändern zu können, meinten nahezu alle, ihre Kinder seien ohne Mittagsschlaf nachmittags unausstehlich und ein Mittagsschlaf sei doch nachgewiesenermaßen gut für die Kinder... Meine Lösung damals war, dass ich mein Kind über mittag heim holte. Ging gut, weil wir gegenüber wohnen und ich zu der Zeit zu Hause arbeitete.)

Übrigens gibt es, wie meine kleinen Tochter es nennt, die "Filmgruppe" bis heute noch.
Meine Jüngste ist zum Glück nicht in dieser Gruppe. In ihrer Gruppe werden vorm Schlafen Hörspiele angemacht und manchmal vorgelesen.

Das nur eine von mehreren solchen Geschichten, die ich mit dem Kiga schon erlebt habe...
Man kann sich denken, dass meine Erwartungen an die Einrichtung darum allgemein eigentlich nicht so hoch sind...

Ja, wenn ich mir adas alles wieder vor Augen führe ist es wohl tatsächlich müßig, sich da irgendwie reinzuhängen, solange das Kind nicht erkennbar leidet oder was ganz grundsätzlich schief läuft...
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Re: eingreifen oder laufen lassen?

Beitragvon Meine3 » Sa 21. Sep 2019, 21:27

Hallo Sinus,

Ich teile die Meinung meiner Vorrednerinnen nur bedingt.

Auf der einen Seite bin ich auch für „Never change a Running System“ und grade läufts ja. Daher kann ich die Reaktionen aller auch gut verstehen und es besteht eigentlich auch kein Bedarf für deine Tochter.

Aber ich kann auch DICH gut verstehen, dass du quasi Angst um ungelegte Eier hast ;) und Dinge vermeiden willst, die nach deiner Erfahrung kommen können. Hellhörig hat dich ja gemacht, dass deine Tochter die Aufgaben babyleicht findet und sie wohl ab und an mal stöhnt... das stöhnen interpretieren die Erzieherinnen aber nun eben nicht als Unterforderung, sonst müssten sie die ja recht geben...

Ich würde, wenn du das Bedürfnis nach einem weiteren Gespräch hast, die Sache anders anpacken. Ich würde NICHT nochmal von mir aus das Begabungs“Problem“ ansprechen und versuchen Ihnen zu erklären, warum
Deine Tochter so reagiert. Das bringt nichts, da sie mit dem ganzen Thema offensichtlich nicht deiner Meinung sind und Dir das Gegenteil beweisen wollen. Vielmehr würde ich versuchen, sie dazu zu bringen, selbst darauf aufmerksam zu werden... Ich würde hinterfragen:“ was sind das genau für Aufgaben, bei denen sie nicht so gern mitmacht? Habt ihr den Eindruck sie KANN das nicht, es sei ihr zu schwer? Was meint ihr, warum sie so reagiert? Was habt ihr für Vorschläge? Oder habt ihr den Eindruck sie langweilt sich? Was könnte man dagegen tun?

So in der Art. Nimm sie mit ins Boot. Gib ihnen das Gefühl, dass du ihre Einschätzung und ihre Meinung schätzt . So wird es ihnen eventuell leichter fallen, zu merken, was wirklich das Problem ist, weil
sie sich nicht mehr darauf konzentrieren müssen, Dir zu beweisen, dass sie recht haben und du Unrecht.

Gruß, Meine3
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Re: eingreifen oder laufen lassen?

Beitragvon Laelia » So 22. Sep 2019, 10:01

Ohje,das klingt ja furchtbar. Ich habe noch nie,eine Kita erlebt, in der man die Kinder, in der Schlafenszeit, vor den Fernseher gesetzt hat. Das ist für mich schon ein Skandal, um ehrlich zu sein. Sowas kann man pädagogisch auch nicht mehr rechtfertigen. Da wäre ich wahrscheinlich zum Träger gegangen und hätte mich dort beschwert. Auch, wie sie mit deiner Beschwerde umgegangen sind, ist einfach unprofessionel. Die Erzieher dort, scheinen sehr bequem zu sein . Und du hast dann vernutlich recht damit, dass du nicht viel erwarten kannst. Vllt solltest du es dann doch ansprechen, dass deine Tochter schwierigere Aufgaben braucht. Denn ich weißt nicht, ob es Sinn macht, darauf zu warten, dass bei denen die Erleuchtung von alleine kommt .
Da über das Thema "Begabung", schon gesprochen wurde, und die Karten auf dem Tisch liegen, würde ich mich an deiner Stelle auch nicht schämen, das ganz offen anzusprechen, dass deine Tochter evtl. unterfordert ist. Es ist dir eben nicht egal, wie es im Kindergarten läuft. Es gibt HB bei euch in der Familie und die kleine zeigt Anzeichen. Also was erwarten die von dir..
Bevor du dir Gedanken machst, was die über dich denken könnten, erinnere dich , dass die, die Kinder vor den Fernseher setzen, weil ihnen, ihre Bequemlichkeit wichtiger ist , als pädagogische Grundsätze. Du bist die letzte, die sich für irgendetwas schämen muss.
Es ist eine kluge Idee, die Erzieherin erstmal nach ihrer Meinung zu fragen, und zu hoffen, dass die von selbst auf die Lösung kommt.
Wie auch immer du es machst . Trau dich und spreche es an.
Allerdings bin ich auch immerhoch dafür, dass du deine Tochter ermutigst, selbständig nach mehr Herausforderung zu verlangen. Das kann ihr später auch in der Schule hikfreich sein. Vllt wartest du ab, ob und wie deine Tochter diese Situation selbst meistert, bewertest dann nochmal neu und überlegst den nächsten Schritt.
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Re: eingreifen oder laufen lassen?

Beitragvon Rabaukenmama » So 22. Sep 2019, 10:39

Laelia hat geschrieben:Du bist die letzte, die sich für irgendetwas schämen muss.
Es ist eine kluge Idee, die Erzieherin erstmal nach ihrer Meinung zu fragen, und zu hoffen, dass die von selbst auf die Lösung kommt.
Wie auch immer du es machst . Trau dich und spreche es an.
Allerdings bin ich auch immerhoch dafür, dass du deine Tochter ermutigst, selbständig nach mehr Herausforderung zu verlangen. Das kann ihr später auch in der Schule hikfreich sein. Vllt wartest du ab, ob und wie deine Tochter diese Situation selbst meistert, bewertest dann nochmal neu und überlegst den nächsten Schritt.


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Re: eingreifen oder laufen lassen?

Beitragvon alibaba » So 22. Sep 2019, 13:54

Schreibschrift lernen in einem Kiga? Sorry, bei aller Differenzierung und den Bereitschaft das zu tun oder eben auch nicht, da zeigen einem die Erzieherinnen wohl zurecht den Vogel.
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