Einschulung zum HJ

ja oder nein? Erfahrungen und Ratschläge

Einschulung zum HJ

Beitragvon Koschka » Mi 16. Mai 2018, 04:49

Hat jemand Erfahrung mit Einschulung in D. eines noch nicht schulpflichtiges Kindes mitten im Schuljahr? Mein Kleiner kann sich nicht entscheiden, wohin er gehen will, in den KG oder Schule. Würde gerne beides probieren, ich weiß aber nicht, ob ich nach dem offiziellen Beginn des Schuljahres eine Möglichkeit habe ihn einzuschulen.
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Re: Einschulung zum HJ

Beitragvon Edainwen » Mi 16. Mai 2018, 07:26

Ich habe keine Erfahrungen, weiß aber, dass irgendeine Userin das mal gemacht hat. Theoretisch geht es also wohl. Kommt aber wahrscheinlich auf den guten Willen der Schule an ;)
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Re: Einschulung zum HJ

Beitragvon charlotte12 » Mi 16. Mai 2018, 09:15

Uns wurde von der HB-Beratung damals gesagt, das geht, das stand auch schriftlich in irgendeinem Info-Flyer. Die Schulen jedoch wussten von nichts, und ich habe bei uns in der Gegend noch von keinem Kind gehört, das mitten im Schuljahr eingeschult wurde. Außerdem tippe ich mal darauf, dass das in Deutschland vom Bundesland abhängen wird wie alles, was mit Bildung zu tun hat. Und zumindest bei uns in der Gegend habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Strukturen extrem starr und unflexibel sind, dass Unterforderung nicht als Problem gesehen wird, und dass ein Teddy im Arm ausreicht, um Extrawürste zu verhindern, aber die Story kennst Du ja bereits. Und dass es letztendlich nicht aufs Kind ankommt sondern darauf, die richtigen Fürsprecher zur rechten Zeit zu haben. Wie alt wäre dein Kind denn bei der Einschulung, wenn du es gleich einschulen würdest? Würde das jetzt denn überhaupt ohne Behördenkampf funktionieren?
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Re: Einschulung zum HJ

Beitragvon Koschka » Mi 16. Mai 2018, 10:47

Hallo charlote,

ich habe schon zusage der Schule, das Kind zum Anfang des Schuljahres zu nehmen. Es ist dieselbe Schule, die damals die Großen genommen hat. Sie haben gute Erfahrungen gemacht und haben nichts dagegen. Allerdings ist es der gleiche bürokratische Verfahren. Das Kind ist nicht mal ein Kann-Kind und kann ohne schulpsychologisches Gutachten nicht eingeschult werden. Ich will keine Lawine lostreten, bevor ich sicher weiß, dass es auch mitten im Schuljahr geht. Mein Wunsch wäre mein Kind, das nie im KG gewesen war, die Einrichtung besuchen zu lassen, solange es ihm Spaß macht. Meines Erachtens sind das nur wenige Wochen. Aber wer weiß...
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Re: Einschulung zum HJ

Beitragvon calimero » Mi 16. Mai 2018, 11:42

Hallo Koschka,

eure Schule scheint doch recht kooperativ. Könnte dein Kind nicht beides probieren, Kiga und Schule?
Also halbe Woche Kiga und halbe Woche Schule und dann schauen, was es lieber möchte?

Ich hab keine Erfahrung mit Einschulung zum Halbjahr. Ich weiß nur, offiziell eingeschult, heißt eingeschult, es gibt kein Weg zurück.
Aber dein Kind könnte ja ne Zeit hospitieren.
Ähnliches wünsche ich mir für unseren Jüngsten. Wir sind da aber noch in Verhandlung mit er Schule.

LG
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Re: Einschulung zum HJ

Beitragvon charlotte12 » Do 17. Mai 2018, 09:04

Ich habe gestern in einem Vortrag über Hochbegabung wieder gehört, dass Einschulung zum Halbjahr möglich sei (wobei ich wie gesagt nicht weiß, ob das auch wirklich für alle Bundesländer gilt). Die Dozentin meinte, dass davon nur selten Gebrauch gemacht werde, da es meistens sinnvoller sei, entweder früh einzuschulen oder nach normaler Einschulung zu springen.

Wie wäre es denn, wenn dein Kleiner jetzt schon den Kindergarten testet, so dass ihr bis zum Sommer wisst, ob das für ihn passt, ginge das? Bei Einschulung zum Halbjahr verpasst er die erste Sozialisation in der Schule - wie wichtig das für ihn ist, weiß ich natürlich nicht, aber für meine Tochter war das damals sehr wichtig gewesen und rückblickend das einzige gewesen, was sie in der ersten Klasse wirklich neu gelernt hat (Wie gehe ich aufs Klo? Wie strecke ich? Was mache ich, wenn...). Darf ich fragen, warum du jetzt doch wieder überlegst, ein Kind extrem früh einzuschulen, obwohl du vor kurzem meintest, dass du es nicht mehr tun würdest, dass du das Kind lieber das letzte Kindergartenjahr zu Hause lassen würdest und sogar überlegst, eines deiner älteren Kinder aus sozialen Gründen zurückzustufen? Ich finde die Stelle nicht mehr und hoffe, ich erinnere mich richtig, ansonsten entschuldige bitte. Ich frage, weil uns von einer Lehrerin ein Sprung vorgeschlagen wurde, ich aber bislang dagegen bin, weil meine Tochter ja schon früheingeschult wurde und danach mit ordentlichem Abstand die Jüngste wäre.
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Re: Einschulung zum HJ

Beitragvon Koschka » Fr 18. Mai 2018, 10:04

@calimero

ich weiß nicht, ob es noch gültig ist, und wie es in anderen Bundesländern geregelt ist. Bei meinen Großen vor einigen Jahren gab es in BY eine Regelung, dass man mit der Zustimmung der Schule und der Eltern das Kind in den ersten drei Monaten nach der Einschulung wieder ausschulen kann, ohne das es irgendwelche bürokratische Konsequenzen gibt. Es galt explizit NICHT als Wiederholung und das Kind musste NICHT in eine schulvorbereitende einrichtung
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Re: Einschulung zum HJ

Beitragvon calimero » Fr 18. Mai 2018, 12:06

Hallo Koschka,

in Niedersachsen sind es meiner Kenntnis nach 12 Wochen, also auch drei Monate. Ich verstehe es so, dass aber dieser ganze Verwaltungskram dann noch nicht abgeschlossen sein darf.
Das Kind also hospitiert und dann erst die Einschulung stattfindet.

Im Endeffekt ist es ja wie immer, die Schulleitung entscheidet.

Ich wünsche euch, dass ihr den besten Weg findet!
LG
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Re: Einschulung zum HJ

Beitragvon Rabaukenmama » Fr 18. Mai 2018, 19:11

Zumindest in Wien ist es so, dass JEDES Kind der ersten Klasse innerhalb der ersten 3 Monate (in eine Vorschule) zurückgestellt werden kann, wenn die Lehrer meinen, dass es noch nicht schulreif ist. Wie es bei Kindern aussieht, die zwar kognitiv reif, aber aus anderen Gründen in der Schule unglücklich sind, bzw. wenn die Rückstufung Elternentscheidung ist, weiß ich nicht.

@koschka: Ich würde einfach anfragen ob das Kind in Kindergarten UND Schule jetzt noch vor den Ferien ein paar Tage hospizieren kann, und DANN aus dem Bauch heraus die Entscheidung treffen.

Generell sehe ich es so, dass es IMMER um den JETZT-Zustand des Kindes geht. Von der Warte kann sogar zuerst springen und später rückstellen die passende Lösung sein. Es geht ja nicht darum, dass das Kind mit der Schule schneller "fertig" sein soll, sondern darum, wo es die MOMENTAN passendste Umgebung zum sich-entwickeln und lernen findet.

@charlotte: In Remo H. Largos Buch "Lernen geht anders" gibt es so eine nette Tabelle mit dem "Entwicklungsalter" von 20 Jungen und 20 Mädchen im chronologischen Alter von 13 Jahren. Die Mädchen waren laut dieser Tabelle im Schnitt ca. 1 Jahr vor den Buben und das Entwicklungsalter variierte zwischen 8 und 16 Jahren! Von der Warte hätte ich bei einem sozial-emotional durchschnittlich entwickelten, klugen Mädchen keinerlei Bedenken bezüglich Klassensprung ;) . Wenn deine Tochter später mit 11 gemeinsam mit 12-13jährigen Kindern in einer Klasse ist, wird sie allein aufgrund ihres chronologischen Alters gar nicht auffallen.

Vor allem bei sozial kompetenten, klugen Kindern tragen ein Jahr "reifere" Klassenkammeraden oft wesentlich zum eigenen wohlfühlen bei.

Bei meinem Sohn wäre - rein kognitiv gesehen - jederzeit ein Klassensprung möglich. Nur ist der sowieso schon ganz hintennach in Sachen Entwicklungsalter und ihm werden 4 Jahre in seiner Mehrstufen-Grundschulklasse sicher besser tun, als wenn er mit 9 schon in eine höhere Schule wechseln müsste.

Von der Warte betrachte ich die ganzen Gedanken bezüglich früher einschulen, rückstellen, springen usw. so, dass immer individuell geschaut werden muss, wo und wie es dem Kind MOMENTAN vermutlich am besten geht.
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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Re: Einschulung zum HJ

Beitragvon Ani* » Sa 16. Jun 2018, 11:20

Ich habe meinen Sohn in einer freien Schule bereits ab 5 angemeldet. Er ist noch 2, aber in drei Jahren werden schon alle freie Plätze besetzt. Er geht nicht in der Kita und in der freien Schule kann er noch spielen so viel wie er will oder lernen, was er will und mit wem er will. Vielleicht wäre die freie Schule auch eine Variante für Euch?
Das ist für uns nur für den Fall, dass wir doch noch ein paar Jahren in D. bleiben müssen.
Sonnst planen wir einen "Freilernenlaufband" so ungefähr nach Gebrüder Humboldt. Aber in D. ist es definitiv nicht möglich. :?
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