vorzeitige Einschulung - ja, nein, vielleicht...

ja oder nein? Erfahrungen und Ratschläge

Re: vorzeitige Einschulung - ja, nein, vielleicht...

Beitragvon sinus » Mo 15. Apr 2019, 13:02

...aber du würdest doch, wenn du regulär einschulst, auch schauen, dass es für dein Kind passt. Die andere Option hat die doppelte Zahl an Schülern, auch der Hort ist entsprechend riesig.
Ich finde schon, dass solche Umstände in die Entscheidung mit einfließen sollten.
Im übrigen schließe ich die andere GS auch derzeit ja noch nicht ganz aus, ich warte auf Ergebnis und Beratung Ende Mai.
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Re: vorzeitige Einschulung - ja, nein, vielleicht...

Beitragvon Bliss » Mo 15. Apr 2019, 15:30

Aber deine Kleine ist doch jetzt schon auf Schule gepolt so wie ich das raus lese. Und gerade wenn jetzt Diagnostik noch folgen soll fände ich es sehr ungünstig fürs Selbstbewußtsein dann nicht einzuschulen.
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Re: vorzeitige Einschulung - ja, nein, vielleicht...

Beitragvon Koschka » Mo 15. Apr 2019, 15:45

Ich finde, dass große Schulen auch ihre Vorteile haben. Die Auswahl an AGs ist größer. Es sind auch mehr Kinder, so dass es einfacher ist, Kinder mit passenden Interessen zu finden.
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Re: vorzeitige Einschulung - ja, nein, vielleicht...

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 15. Apr 2019, 16:04

Ich bin mal bei Alibaba. Klar wäre die bekannte Lehrerin super gewesen! Aber ein grundsätzlich als schulreif wahrgenommenes Kind noch ein Jahr warten zu lassen, weil den Eltern die eine Schule "sympathischer" ist als die andere, befremdet mich doch etwas.

Es ist ja nicht so, dass ihr die Wahl zwischen einer "guten" und einer "schlechten" Schule habt. Ihr kennt nur die eine Schule, es ist toll, dass ihr dort mit der Großen zufrieden wart. Das heißt aber nicht, dass es im Umkehrschluss bei der anderen Schule der "Sprung ins kalte Wasser" wäre. Etliche Eltern kennen die Lehrperson vor der Einschulung ihrer Kinder gar nicht und es klappt trotzdem. Vor allem bei einem klugen UND sozial kompetenten Kind - was soll da sein? Und wenn die Chemie zwischen Kind und Lehrperson wirklich nicht passen sollte (wovon ich nicht ausgehe) gibt es in einer 4zügigen Schule noch mehr Paralellklassen zum wechseln.

Ich sehe im Moment eher ein schlechtes Gewissen von euch "eurer" Schule gegenüber, wenn ihr die Tochter an der anderen Schule einschult. Tatsächlich habt ihr ja damals, bei der Großen auch nicht gewusst, was auf euch und sie zukommt. Wenn eure Tochter Schulzeit ist (und nach deiner Beschreibung ist sie das), dann nicht nur in einer bestimmten Klasse bei einer bestimmten Lehrerin, sondern überall :) .
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Re: vorzeitige Einschulung - ja, nein, vielleicht...

Beitragvon Maca » Mo 15. Apr 2019, 16:30

Warum sollte das Vorhandensein der grundsätzlichen Schulreife bei einer 5jährigen nun plötzlich zwingend die Einschulung nach sich ziehen, ungeachtet der äußeren Umstände?

Natürlich gucken Eltern, gerade bei so jungen Kindern, ob das Schulkonzept passt und ob sie dort mit einem guten Gefühl einschulen können.
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Re: vorzeitige Einschulung - ja, nein, vielleicht...

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 15. Apr 2019, 17:19

Maca hat geschrieben:Warum sollte das Vorhandensein der grundsätzlichen Schulreife bei einer 5jährigen nun plötzlich zwingend die Einschulung nach sich ziehen, ungeachtet der äußeren Umstände?

Natürlich gucken Eltern, gerade bei so jungen Kindern, ob das Schulkonzept passt und ob sie dort mit einem guten Gefühl einschulen können.


Naja, wenn ich es richtig verstanden habe dann ist die Schule, in der Sinus Tochter vorzeitig eingeschult werden könnte, für die Eltern noch ein unbeschriebenes Blatt. Was anderes wäre, wenn bekannt wäre, dass die Lehrerin, welche das Kind bekommt, ein Drache ist oder dass die Schule generell vorzeitig eingeschulte Kinder ablehnt. Aber um bei einem kognitiv reifen Kind, wo man sich schon mal für eine vorzeitige Einschulung entschieden hat, und das sich auf die Schule freut, einen Rückzieher zu machen, weil man die Schule NICHT KENNT würde mir persönlich seltsam vorkommen.

Ich habe Sinus Beitrag so verstanden, dass die Einschulung in der bekannten Schule bei der empathischen Lehrerin, die schon die ältere Schwester hatte, eine ziemlich klare Sache gewesen wäre. Jetzt haben sich die Grundbedingungen geändert und alle müssen sich erst auf die neuen Möglichkeiten einstellen und einlassen. Dass sie verunsichert sind, weil sich die Bedingungen geändert haben, ist erst mal klar. Aber das heißt ja nicht, dass das Schulkonzept nicht passt oder dass eine Einschulung jetzt zwingend wäre. Nur bin ich da schon dafür, mal die neue Lage zu sondieren und nicht nur, weil es nicht ganz so wie geplant möglich ist, alle Pläne wegen Früheinschulung abzublasen.
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Re: vorzeitige Einschulung - ja, nein, vielleicht...

Beitragvon Bliss » Mo 15. Apr 2019, 18:03

Maca hat geschrieben:Warum sollte das Vorhandensein der grundsätzlichen Schulreife bei einer 5jährigen nun plötzlich zwingend die Einschulung nach sich ziehen, ungeachtet der äußeren Umstände?


Weil das Kind ja schon Bescheid weiss und gern in die Schule gehen möchte. Jetzt soll noch eine Diagnostik folgen und dann zu sagen, nee jetzt doch nicht geht doch kaum noch, ohne dass das Kind den Schluß zieht, dass es ihr nicht zugetraut wird.
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Re: vorzeitige Einschulung - ja, nein, vielleicht...

Beitragvon sinus » Mo 15. Apr 2019, 19:14

...dem Kind ist bewusst, dass noch nichts feststeht und dass es schwer würde, sie an der Wunschschule unterzubringen. Wir haben da schon mehrfach darüber gesprochen, dass wir abwarten müssen, was die Schulleiterin sagt. Also sie geht nicht davon aus, dass die Einschulung feststeht, hat aber mehrfach deutlich gesagt, dass sie es gern möchte.
Wir haben immer mit: "Mal sehn, wir probieren mal, ob es klappt" geantwortet.
Falls wir uns dagegen entscheiden glaube ich nicht, dass sie meint, es läge daran, dass wir es ihr nicht zutrauen, sondern dass es eben die äußeren Umstände sind und die "regulären" Schulkinder halt Vorrang haben.

Jetzt machen wir eh erstmal eine große Reise ins Ausland (3 Wochen) den Papa besuchen, da kommen jede Menge aufregende Eindrücke und das Thema wird ganz sicher erstmal weit weg sein.
Danach ist gleich der Test. Sollte er so ausfallen, dass das Kind nur leicht überdurchschnittlich begabt ist und sie sagen, man könne durchaus noch warten, ist die Entscheidung eh klar. Sollte sie im Bereich der Großen landen oder zumindest weit überdurchschnittlich und die von der Beratungsstelle sagen, dass sie nach Möglichkeit eingeschult werden solle, dann werden wir uns die andere Schule wohl näher anschauen müssen. :roll:

Ob dieses Jahr eingeschult wird, sollte von Anfang an vom Test abhängig gemacht werden, die diversen Aktionen momentan fanden nur deswegen jetzt alle statt, weil es hier einen Stichtag gab für eine Anmeldung einer früheren Einschulung. Den wir nun leider sogar um 2 Wochen verpasst haben... (ich wollte es schlicht vor dem Urlaub noch anmelden und habe den "Stichtag" erst dabei "entdeckt")
Hätte die Schulleiterin dann nicht direkt noch um ein Schriftstück des Kindergartens gebeten, hätten wir den Kindergarten auch noch gar nicht über die Überlegungen informiert, sondern den Test erst abgewartet.
(Von unserem Kindergarten erwarte ich ehrlich gesagt nicht allzu viel, der Betreuungsschlüssel hier ist mies - 19 Kinder von 3 bis 6 mit nur einer Erzieherin - und es gab erst kürzlich einen Erzieherwechsel... darum erschien es mir eigentlich nicht relevant, mit denen darüber bei der momentan ja noch unsicheren Sachlage groß zu reden.)

Letztes Jahr hatte ich übrigens schonmal mit der Beratungsstelle telefoniert und diese meinten damals, so ab IQ 120 könne man mit einer von kognitiver Seite problemlosen Früheinschulung rechnen. Drunter würden sie es eher nicht empfehlen.
Worüber ich mich jetzt ärgere ist, dass ich so zögerlich war und nicht nicht damals schon den Kindergarten und die Schule pophylaktisch kontaktiert habe, denn dann wäre das Kind jetzt zumindest pro forma angemeldet und hätte den Platz in der Wunschschule bekommen. Mir erschien damals das einschulen mit 5,5 einfach so unwahrscheinlich... und damals war das Kind auch zwar weit entwickelt, interessierte sich aber wenig für sowas wie Rechnen, Lesen, Schreiben usw.
Das begann jetzt erst Anfang des Jahres.
Wir waren jetzt einfach viel zu spät.
(was eigentlich vor allem dem geschuldet ist, dass die Beratungsstelle damals meinte, man solle sowas nicht zu früh entscheiden, sondern so 4,5 Monate vor Schulanfang testen und erst dann die Entscheidung treffen.
Dass es in unserem (anderen) Bundesland eine Frist gibt, wussten die dort und ich leider nicht...
Die Schulleiterin heute meinte aber, in Ausnahmefällen könne man da schon was machen, sie würde sich da auch für uns einsetzen, aber eben an ihrer Schule geht aufgrund der Menge von Anmeldungen da zum jetzigen Zeitpunkt wirklich gar nichts mehr, was ihr aufrichtig leid tat.
Sei hat sehr deutlich gesagt, dass sie hoffe, dass sie das Kind nächstes Jahr dann "bekommt".
Zuletzt geändert von sinus am Mo 15. Apr 2019, 19:27, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: vorzeitige Einschulung - ja, nein, vielleicht...

Beitragvon Maca » Mo 15. Apr 2019, 19:23

Bliss hat geschrieben:
Maca hat geschrieben:Warum sollte das Vorhandensein der grundsätzlichen Schulreife bei einer 5jährigen nun plötzlich zwingend die Einschulung nach sich ziehen, ungeachtet der äußeren Umstände?


Weil das Kind ja schon Bescheid weiss und gern in die Schule gehen möchte. Jetzt soll noch eine Diagnostik folgen und dann zu sagen, nee jetzt doch nicht geht doch kaum noch, ohne dass das Kind den Schluß zieht, dass es ihr nicht zugetraut wird.


Sinus wird sich die Schule bestimmt anschauen.
Die ursprünglichen Voraussetzungen für die Früheinstellung haben sich aber geändert, daher kann ich ihre jetzige Zurückhaltung nachvollziehen.
Eine Unsicherheit, die ensteht, wenn man sein sehr junges Kind (ohne Not) “ins Ungewisse“ schickt, kann man ja nicht einfach abstellen. Das überträgt sich auch aufs Kind.
Mit Bauchschmerzen und ungutem Gefühl würde ich mein Kind jedenfalls nicht einschulen, nur weil ich vorab schon einiges angeleiert habe, da müsste schon das Gesamtpaket passen.

Die Testung kann auch unabhängig von der Schulfrage betrachtet werden und hilfreiche Hinweise geben.
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Re: vorzeitige Einschulung - ja, nein, vielleicht...

Beitragvon Bliss » Mo 15. Apr 2019, 22:52

Ich habe ja ursprünglich geschrieben, dass ich nicht so überzeugt von einer Früheinschulung bin anhand des Eingangspostings. Aber wenn ich meinem Kind eine Früheinschulung zutraue (und als bereits Schulkindmutter weiss man ja ungefähr was auf einen zukommt) und das Kind das auch will kann ich nicht verstehen, wieso man da jetzt plötzlich ein Testergebnis als ausschlaggebenden Faktor heranziehen will oder es von einer bestimmten Schule abhängig machen will. Das passt für mich einfach nicht zusammen, bzw wenn man die Schulreife nur an einer bestimmten Schule oder bei einer bestimmten Lehrerin gegeben sieht sollte man es tatsächlich besser lassen.
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