Einschulung in eine Förderschule

ja oder nein? Erfahrungen und Ratschläge

Re: Einschulung in eine Förderschule

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Sa 6. Mär 2021, 16:17

ADHS-Diagnostik ist ein subjektives Verfahren. In die Diagnose fließen die Einschätzungen der Lehrer und Eltern mit rein. Die Konzentrationstest erfordern Mitarbeit. Laufen sie schlecht, muss man sich überlegen, was der Grund ist: schlechte Mitarbeit oder schlelchte Konzentration. Laufen sie gut, kann man sich wieder der Frage stellen, ob das nicht durch Kompensation zu erklären wäre. Kommt jetzt eine Diagnose, erschwert sie die Einschulung. Kommt keine - erleichtert sie die Einschulung nicht. Daher würde ich die Kinder erst beobachten, und wenn sie wirklich wegen der gravierenden Konzenrationsproblemen auffallen, dann testen.
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Re: Einschulung in eine Förderschule

Beitragvon Karen » Sa 6. Mär 2021, 16:20

Liebe Laelia - wir sind aus der Schweiz - hier ist alles ein wenig anderes. KIGA ist ab 4 Pflicht und gehört zu Schule - also habe ich nicht mein massiv verstörtes Kind damals einfach zu Hause behalten können. Und der Leiden war auch der Kindergärtnerin klar - die Tochter hat sich dort eingepasst und war nicht auffällig, hat nicht gestört - aber öfteres Kopfweh, Bauchweh und Nasse Hose hat auch die Kindergärtnerin mitbekommen. Und die Kindergärtnerin war sehr herzliches und nettes Mensch und hat uns unterstützt und nach Lösungen gesucht. Übrigens ADHS ist dabei bei uns auch in Raum gestanden.
Wir haben sie damals in Februar/März privat abgeklärt (so spät wegen Wartezeiten) bei einer Landesbekannten Psychologin die auf HB spezialisiert ist, für Lehrer oft Weiterbildungen macht und regelmässig in Fernsehen mit Thema zu sehen ist. Diese Psychologin hat direkt nach dem Termin selber der Schulleiter angerufen und ihm gesagt dass das Kind nach Frühlingsferien 2 Woche in der 1 Klasse Probezeit machen soll und dort bleiben kann wenn es geht. Das geht eigentlich hier offiziell nicht, aber sie hat so lange auf Schulleiter eingeredet bis er zugestimmt hat. Die 1/2 Klasse Lehrerin (von drei Parallelklassen) hat dann zugestimmt dass sie meine Tochter bei sich haben möchte. Und diese Lehrerin war auch super und da war schon nach 1 Woche klar dass meine Tochter bleiben darf.
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Re: Einschulung in eine Förderschule

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Sa 6. Mär 2021, 17:27

@Karen

bei uns ist die Gruppendynamik der Klasse sehr ähnlich. Ein-zwei Alphatiere können meinen Kleinen nicht leiden und versuchen die anderen dazu zu bringen, den Kleinen auszuschließen. Die Lehrerin macht nicht mal einen Versuch die soziale Situation in der Klasse zu verbessern. Stattdessen positioniert die Lehrerin den Kleinen als Mathegenie, der für seine 1er nichts machen muss.
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Re: Einschulung in eine Förderschule

Beitragvon Meine3 » Sa 6. Mär 2021, 19:07

@meine3
ich habe nicht so ganz verstanden, wieso du auf ADHS jetzt noch nicht testen würdes. wie meinst du das ?
Und ja stimmt, sie müssen die Freunde nicht zwangsläufig in der Schule haben. Sie haben ja jetzt schon einige Freunde in der Nachbarschaft und im Bekanntenkreis.
Ich habe eben nur Angst vor Ausgrenzung. Aber an sich sind sie ja keine zurückgezogenen stillen Kinder. Also wer weiß... Vllt sehe ich es schwieriger als es dann letztlich ist.
Und wie Rabaukenmama schon sagte, sind sie ja auch zu zweit und haben sich.



Hallo,

ADHS Symptomatik und unterforderte, und ein begabter Junge mit viel Energie, die nicht ausgelebt werden kann (wie im letzten Kindergartenjahr) kann sich sehr ähnlich äußern. Daher ist es in diesem Alter sehr schwierig zu sagen, ob es einfach Jungs mit viel Energie und einem unruhigen Geist sind (ohne, dass eine Stoffwechselstörung im Hirn vorliegt) oder ob es ADHS ist (da liegt eine Stoffwechselstörung im Hirn vor! und die Symptomatik wird ab dem Vorschulalter bis zur Pupertät immer deutlicher, nicht weniger). Daher würde ich das noch nicht aktiv testen lassen. Wir haben es damals machen lassen in der Vorschule, weil wir halt auch dachten:" na SO begabt wird er nicht sein, er hat sicher ADHS." Raus kam dann keins von beidem :lol:. Für ADHS war knapp nicht auffällig genug und für die Hochbegabung hat er nicht gut genug mitgemacht beim Test, da war lediglich eine Begabung (ohne "hoch") und eine Teilhochbegabung im sprachlichen Bereich schon deutlich..

Von daher hat uns weder das eine noch das andere neue Informationen gegeben (denn dass der Sohn klug ist, wussten wir vorher schon), weder das eine noch das andere und wir haben damals von der Psychologin die Empfehlung erhalten ganz normal einzuschulen (also nicht zu dem Zeitpunkt hopplahopp noch schnell quer einzuschulen zum Halbjahr) und abzuwarten. 2 Jahre später viel der Intelligenztest eindeutiger aus, aber seine Probleme in der Schule waren auch nicht zu übersehen: ständiges reinrufen (wenn auch immer als Beitrag zum Unterricht), Zappelei, das Einhalten von Regeln fiel ihm schwer. ADHS wurde von dem Begabungsdiagnostiker ausgeschlossen, er könne sich zu gut konzentrieren. Die Hochbegabung war hingegen für den Begabungsdiagnostiker offensichtlich, obwohl unser Sohn rein rechnerisch "nur" 128IQ Punkte hatte (sehr inhomogenes Testprofil mit Bereichen in der Höchstbegabung und Bereichen, die grade Durchschnitt sind).


Jetzt sind wir wieder in therapeutischer Behandlung. Sie hat den Intelligenztest nahe der HB-Grenze OHNE DAS KIND ZU KENNEN (!!) als nicht richtig befunden, denn so ein hohes Ergebnis beim Sprachverständnis (155+) sei ja total selten... ADHS hat sie uns mündlich bereits diagnostiziert, denn die Fragebögen fielen dieses Mal EINDEUTIG aus, und zwar von allen Beteiligten (Eltern, Kind selbst, Lehrerin) und seit sie das Kind persönlich kennt, hat sich auch nichts mehr zum IQ gesagt, oder das Ergebnis angezweifelt. Weitere Tests in Sachen Konzentration, eventuell Medikamente, etc. stehen noch aus.

HIlft uns das im Moment in der Schule weiter? Leider nicht. Was uns vielleicht geholfen hätte, wäre gewesen, das Kind zum Halbjahr quer einzuschulen in die Schule im NAchbarort, die auch jahrgangsgemischte Klassen hat, aber das haben wir verpasst. Aber grade weil ich diese Erfahrungen gemacht habe und wir auch einen Klassensprung versucht haben, der leider misslang, rate ich dir auch die Kinder lieber früh einzuschulen als später eventuell springen zu lassen. Denn wenn sie früher eingeschult werden, kennen sie ihre Mitschüler von Anfang an. Das ist leichter als sich in eine bereits bestehende Gemeinschaft als "Sonderling" und "Streber" zu integrieren. Letztendlich steht und fällt ohnehin alles mit der Lehrkraft. Falls du also die Möglichkeit hast, so rede mit der Lehrerin, die deine Kinder zukünftig hätten.

Weißt du, mein Sohn ist wirklich "anders" als andere Kinder in vielerlei Hinsicht. Aber dann, wenn gleichaltrige Freunde von ihm da sind, denke ich auch manchmal wieder: andere Jungs in seinem Alter sind auch nicht weniger wild, hören auch nicht besser, auf das was ihnen gesagt wird, testen auch ihre Grenzen aus. Und als die beiden am Freitag zusammen Hausaufgaben gemacht haben, ist mir aufgefallen, wieviel "logischer" oder effizienter mein Sohn manche Dinge angeht und zum anderen, dass er sogar schneller fertig war als das Kind, das angeblich "normal" ist und kein ADHS hat und das obwohl es mein Sohn in Spitzenzeiten auch schafft 4-6 Stunden im Homeschooling zu sitzen, obwohl er nach 30-60 Minuten fertig sein könnte, weil er sich ständig ablenkt und es einfach nicht schafft sich zu konzentrieren., weil er lieber was anderes machen würde.

Das einzige was bei ihm konstant auffällig ist, ist dass er eine sehr schlechte Impulskontrolle hat (er handelt oder spricht, bevor er nachdenkt. Grundsätzlich!) und dass er sozial manche Dinge einfach nicht "versteht".


Was ich damit sagen will: Sowohl eine Intelligenztestung als auch eine Testung in Richtung ADHS ist eine Testung, die im Kindergartenalter nicht sehr zuverlässig ist. Bei einem Intelligenztest in diesem Alter zeigt der Test, was die Kinder zeigen WOLLEN, nicht was sie tatsächlich können. Ein Ergebnis unter der magischen Grenze von 130 kann daher rühren, dass es einfach so ist, es kann aber auch sein, dass die Kinder einfach noch zu lustgebunden sind, sie an dem Tag nicht richtig fit waren, der Tester keinen Zugang zu ihnen gefunden hat, sie Hunger hatten, was auch immer. Bei der ADHS-Testung kann vieles, was in dem Fragebogen abgefragt wird, eben auch auf hochbegabte, unterforderte Kinder zutreffen.

Von daher: wenn DU das Gefühl hast, dass diene Kinder dem Kiga entwachsen sind und in der Schule besser aufgehoben wären und das mehrere Fachleute auch bestätigen, dann mach das!
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Einschulung in eine Förderschule

Beitragvon Laelia » Sa 6. Mär 2021, 21:01

Okay, sehr interessant eure Erfahrungen.

Ich habe gerade so einen Fragebogen zum Thema "ADHS" da und soll ixh eben ankreuzen, was auf den jeweiligen Sohn zutrifft uns was nicht.
Beim ausfüllen habe ich mich bisher nicht so wohl gefühlt, weil ich auch fand, dass man einige Sachen so oder so interpretieren kann, bzw. kann es diese oder jene Ursache haben.
Würde jetzt die Diagnose ADHS kommen, fände ich es auch schwierig, weil ich nicht wüsste ob ich mich jetzt zu 100% darauf verlassen kann. Vor allem ist diese aktive Art meiner beiden auch überhaupt kein Problem für mich.Ja, manchmal nervt mich das rumgehüpfe. Andererseits tun das doch die meisten Kinder. Ich habe mich immer gefreut,dass sie so sind wie sie sind und habe kein bedürfnis da was zu behandeln. Mir kommt es so vor, als würde deise Art und Weise, nicht zu hören, sich nicht an Regeln zu halten (manchmal, nicht immer), daraus entstehet, dass beide meinen, sie wüssten es in dem Moment einfach besser. Sie handeln auch sehr geziehlt. Solche Situationen entstehen nicht aus Übermut und wenn man ihnen gewisse Regeln sehr gut erklärt klappt es auch besser. Bei anderen Dingen muss man dann wieder sehr streng sein, aber sie sind nicht unkontrollierbar. Wie es in der Schule wäre,kann ich natürlich nicht voraussehn.

Vor längerer Zeit habe ich in der Kinderkrippe gearbeitet. Da habe ich beide auch mal mit in die Arbeit genommen und dort betreut. So konnte ich eben auch mal sehn, wie sie in einer Gruppe mit vielen Kindern sind. Wie sie mit den dortigen Strukturen umgehn und ob sie mitmachen. Hier wurden die beiden nur sehr anstrengend, wenn ihnen langweilig wurde, ansonsten waren sie gut zu händeln.
Beim gemeinsamen lesen, im Morgenkreis aber auch bei Umbruchsituationen wie Anziehen und Rausgehn lief alles gut und sie waren sehr interessiert. Auch die Erzieherinnen im aktuellen KIndergarten pochen jetzt nicht darauf, dass ADHS vorliegt. Daher ist es vllt eine gute Idee wirklich noch zu warten mit dem Testen. Also danke für den Tipp.

@meine3
Ich denke auch, dass alles steht und fällt mit der Lehrkraft. Da ich mich ja vor ein paar Tagen in der Förderschule vorsgestellt habe, bekam ich am Freitag einen Anruf von der Inklusionsbeauftragten im Landkreis. Diese sagt mir, dass es egal, wie ich es mache früher oder später Probleme geben würde. Unser Schulsystem wäre nicht für Kinder mit hohen Begabungen ausgelegt.
Sie hat mir empfohlen immer für einen ausgleich zur Schule zu sorgen und die Kinder zu Hause gut zu fordern. Bin sehr gespannt. Auch ob meine Kinder wirklich begabt sind oder nicht.
und falls ja und sie tatsächlich nun früher eingeschult werden, hoffe ich auf eine Lehrkraft die wirklich damit umgehn kann.
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Re: Einschulung in eine Förderschule

Beitragvon Karen » So 7. Mär 2021, 09:50

Katze - schade dass bei euch sozial auch nicht gut läuft. Die Lehrerin letztes Jahr konnte anfangs2 Klasse damals das angefangene Ausgrenzung ziemlich rasch stoppen und dann ab Herbstferien war alles OK. Ich glaube wirklich dass oft solcheSituationen Lösbar sind wenn die Erwachsene gekonnt vorgehen.
Aber mit Lockdown in März wurde es wieder schwieriger,weil die schwierigste Mädchen ist unsere Nachbarin, aber mit ihren kleineren Schwester versteht meine Tochter recht gut. Und dann gibt noch andere Nachbarsgwschwister. Wenn die 4 Kinder gemeinsam sind, wird meine Tochter ständig ausgegrenzt und ignoriert, einzeln oder mit 2 Kinder - ist alles kein Problem. In Lockdown könnten die Kinder ja nicht mit anderen abmachen und waren zu fünft in gemeinsamen Garten oft. Neid und Eifersucht ist definitiv ein Grund der Auusgrenzung. Weil wir in Gegensatz zu anderen Eltern sehr viel unternehmen, tolle Ferien, Reisen (Bergtouren, altes VW Bus, aktive Ferien) und die Tochter sehr viel Freiheiten hat (weil sie absolut zuverlässig ist und nichts ausnützt), kommt glaube noch mehr Neid dazu.
Ab dieses Schuljahr ist schwieriger geworden weil es wieder altersdurchmischten Klasse ist, 3/4, und die Tochter ist 1.5 Jahre jünger als der Jüngste Kind. Sie wird zum Glück nicht wie Genie oder sonst was behandelt, aber Pullout, Mathe 4 Klasse, Unterstützung der Lehrerin, extra Würste dass sie nicht alle Aufgaben in Mathe machen muss weil sie nicht so schnell schreiben kann, und alles begreift, macht sie schon speziell. Die Lehrerin ist sehr Wohlwollen aber hat sehr wenig Erfahrung mit Umgang mit sozialen Schwierigkeiten.
Du hast mich einmal früher gefragt wie es mit Mathe weitergehen soll nächstes Jahr. Kein Ahnung und die Lehrerin weiss es auch nicht - sie ist aber in Gespräch mit Schulpsychologin, Integration und Beratung und sie überlegen sich was sie machen werden. Sie ist sehr offen, wir können Ideen einbringen, was uns sehr hilft. Ich finde die Schule bemüht sich sehr, sie sagen aber offen dass sie nächste Jahre (bei uns ist Primar - 6 Jahre), an ihre Grenzen kommen werden, aber die Chance dass der Stadt Privatschule für HB zahlt ist gleich null.
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Re: Einschulung in eine Förderschule

Beitragvon Karen » So 7. Mär 2021, 10:10

Und noch wegen Intelligenz Test und ADHS Abklärung - uns hat es sehr geholfen, auch weil ich vorher die negative, das anstrengende oft in Vordergrund hatte. Es war für mich sehr Hilfreich zu wissen dass ich mich nichts Einbilden, keine Eislaufmutter bin. Und in der Schule war alles ohne Test auch nicht möglich. Aber bei uns war der Ergebniss aber sehr klar. Bei der ADHS - bin ich immer noch nicht sicher dass sie es nicht hat. Ohne H, nur ADS wäre bei ihr gut möglich wenn ich ihre Ablenkbarkeit manchmal beobachte. Bei Themen die sie nicht interessiert, ist es fast unmöglich sie dazu zu bringen. Aber wenn sie will, bleibt sie auch länger dabei.
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Re: Einschulung in eine Förderschule

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » So 7. Mär 2021, 11:35

Ich weiß auch nicht, wie man in dem Fall der Begabung ADS misst. Meine Söhne haben definitiv andere Filtereinstellung im Gehirn. Der Große kann gleichzeitig ein Buch lesen und ein anderes Hörspiel hören, ohne das er den Faden verliert. Er kann auch Tonleiter mit 128 Schlägen pro Minute spielen und ein Buch auf dem Notenständer gleichzetig lesen. Er nimmt die Bilder ganz wahr und konzentriert sich nicht so sehr auf einzelnen Details, daher ist die Bildverabreitung schon in den jungen Jahren auffalend schnell gewesen. Wenn er Reaktionscomputerspiele spielt, kann ich nur staunen. Dafür ist die Impulskontrolle immer ein Thema gewesen... Aber so ist das wenn man einen Rennwagen steuert. Kaum berührt man das Gaspedal, quitschen schon die Reifen... ADHS würde ich erst dann suchen, wenn entweder zuhause oder in der Schule eine dauerhafte Überfoderung kommt.
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Re: Einschulung in eine Förderschule

Beitragvon Karen » So 7. Mär 2021, 16:46

Katze - ich habe gerade errienert wie meine Tochter gleichzeitig zwei Bücher gelesen hat - weil beide so spannend waren und sie nicht aufhören konnte - eine über die andere gelegt und gelesen... Aber das weiss ich wenigstens woher es kommt - ich war gerade am Donnerstag zwei Stunden lange in zwei Zoom calls gleichzeitig - in zwei verschiedenen Sprachen, eins musste ich moderieren, bei zweitem Protokoll schreiben. Niemand hat was gemerkt....
Ich weiss auch nicht ob ADS so messbar wäre. In der Schule kann sie es gut kompensieren - in Kunstturnen leidet sie unter ihrer Ablenkbarkeit. In den Trainings sind oft 50 Kinder in der Halle, sie hat wirklich Mühe, und sie leidet dass sie nicht zu besten gehört, obwohl sie es eigentlich von Kraft, Körper Gefühl usw. könnte.
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Re: Einschulung in eine Förderschule

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » So 7. Mär 2021, 18:44

@Karen

Bei entsprechenden Lehrern kann man diese Fähigkeit in der Schule einsetzen, um Langeweile zu entkommen. Mein Großer hat im Englisch einige Bücher während des Unterrichts lesen dürfen. Dabei verfolgte er parallel das Geschehen im Unterricht und war zu jeder Zeit ansprechbar.
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