Lagebericht 2 Wochen Freie Schule

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Lagebericht 2 Wochen Freie Schule

Beitragvon Bliss » Mi 8. Feb 2017, 14:58

Momo hat geschrieben: Wenn allerdings Druck von außen kommt, ist es eine ganz andere Situation. Viele Menschen gehen dann auf Abwehr, bis hin zur Verweigerung. Auf jeden Fall werden sie keine Freude empfinden und die Aufgabe bestenfalls mehr oder weniger widerwillig erledigen.


Aber wo kommt denn dieser Druck her? Ich musste mir den ja selber machen, weil doch eben keiner von außen da war. Außer eben in die Schule überhaupt gehen zu müssen, und den hat man ja in allen Schularten. Aber sonst? Den Druck macht man sich doch selber (oder vielleicht noch die Eltern).

Warum also braucht ein Mensch Druck und Zwang von außen?

Ich brauche Druck, weil ich sonst sehr ineffektiv arbeite, obwohl ich eigentlich sehr effektiv sein kann, und es auch gerne bin. Aber ich kann mich ohne Druck nicht aufraffen.

Wodurch hat er seine Eigenmotivation verloren? Beobachtet einmal kleine Kinder, mit welcher Begeisterung sie Dinge tun. Und dann schaut euch diese Kinder Jahre später wieder an. Was ist geschehen, wie verhalten sich die Kinder nun in diesen Situationen ? Was ist nun die Motivation, eine Handlung zu tun? Einfach nur, weil es sie interessiert und es dadurch Freude macht oder weil sie es tun müssen oder weil sie vielleicht eine gute Beurteilung dafür bekommen? Oder weil sie Angst haben, schlecht beurteilt zu werden?


Ich kenne Kinder, die diese Eigenmotivation entweder nie hatten (von gewissen Basics mal abgesehen), oder schon vor der Fremdbetreuung verloren haben. Und die 5 Geschwisterkinder, die ich als Au pair betreut habe, die Freilerner waren und noch nie eine Schule von innen gesehen hatten haben haben gewisse Dinge eben einfach nicht gelernt. Klar man sagen, man muss ja auch nicht alles können, aber ich bin z.B sehr froh, dass ich gewisse Dinge eben doch kann, auch wenn ich sie nur deshalb gelernt habe, weil sie vorgegeben waren.
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Re: Lagebericht 2 Wochen Freie Schule

Beitragvon Willow77 » Mi 8. Feb 2017, 23:39

@ Rabaukenmama: Ja, Teamarbeit sah ich auch immer schon so: Einer arbeitet und die anderen profitieren davon. :lol:

@ Bliss: Kinder die diese Eigenmotivation nie hatten: Ja genau das wollte ich mit meinem Sohn erklären. Er konnte alles, was er können wollte einfach irgendwann. Für alles andere hatte er nicht all zu viel Eigenmotivation. Er hätte durchaus schon im Kindergartenalter lesen lernen können, aber er wollte sich nicht immer nur mit Buchstaben befassen, er hatte zu viele andere Interessen und Fantasie für seine Rollenspiele...

Ein anderes Beispiel: Ich hasse putzen und aufräumen. Ich habe es noch nie gemocht. Als Kind musste ich es nicht tun, als Teenager habe ich mich einfach geweigert, und lebte halt in meinem verstaubten, vermüllten Zimmer. Auch aus Protest gegen meine Eltern. Mein Haus möchte ich aber nicht vermüllen und verdrecken lassen, auch weil es mein Haus ist und ich dafür arbeiten muss um es abzubezahlen. Also raffe ich mich zusammen, und tue ein Minimum an Hausarbeit. Ich setze mich selbst unter Druck, meine Familie setzt mich unter Druck, die Eltern der Freunde meiner Kinder üben indirekt Druck aus, und wenn es wirklich ganz schlimm wäre, auch die Sozialarbeiterin. Das Haus soll nicht vermüllt sein. Es soll halbwegs sauber sein und aufgeräumt sein. Gut. Gesellschaftlicher Druck also. Wenn ich frei wählen könnte würde ich es nicht tun. Ganz klar. Und so werden auch viele Kinder, wenn sie frei wählen können, nicht alles lernen, was sie lernen könnten. Ok, Spielzeit ist keine verlorene Zeit, ganz klar. Und was ich mir selbst aussuche und lernen will, wird auch vielleicht besser, schneller und länger sitzen. Es bleibt mir aber auch ein großer Teil an Wissen vorenthalten, wenn ich nur frei lernen soll.

Und ich finde es persönlich ganz schlimm, wenn Kinder bewusst erst mit 10 Jahren lesen und schreiben lernen. Was verpassen sie da alles an Büchern und DIngen die man lesen kann... Und da wäre mir dann doch das Risiko zu groß, dass es doch Zeitfenster gibt, um Bestimmtes zu lernen. Diese eine Schülerin beispielsweise, die mit 9 Jahren aus Afrika in meine Klasse kam und vorher nie eine Schule besucht hatte. Sie war ganz normal und gut entwickelt, weil sie viel draussen spielen konnte. Sie war sogar recht intelligent, würde ich sagen, sie hat die Sprache schnell gelernt, konnte schnell lesen und schreiben. Sie hat in ihrer Heimat auch nicht "nichts" gelernt. Sie hat barfuß Fußball spielen gelernt, und gelernt wie man Schlangen tötet. Sie hat aber keine Zahlen gelernt, keinen Kontakt mit irgendwas abstrakt mathematischem gehabt, und nun mit 9 Jahren,... die Zahlen wollten einfach nicht in ihren Kopf! Rechnen war eine riesen unbewältigbare Herausforderung für dieses Kind. Sie träumte davon als Ärztin in ihre Heimat zurückzukehren. Ich glaube nicht, dass sie das geschafft hat. War es für sie und ihre Mittel und Fähigkeiten zu spät, "richtig" also schultauglich Mathe zu lernen? Hätte sie es besser gekonnt, wenn sie einen Kindergarten besucht hätte, oder zu Hause mit Zahlen, Formen, Reihenfolgen, etc konfrontiert worden wäre? Schwer zu sagen. Aber das Risiko wäre mir für meine Kinder zu hoch, bewusst sie etwas nicht lernen lassen, in der Annahme, sie werden es später freiwillig und dann umso schneller lernen. Vielleicht ist es dann zu spät, oder kostet nochmal extra Mühe.
So wie mein Wunsch Klavier zu spielen. Als Kind in einer Musikschule hätte ich es bestimmt irgendwie gelernt. Jetzt als Erwachsene, allein, mit Online-Kursen, in meinem Tempo, so frei wie ich es will, unmöglich! Ich mache seit Monaten keine Fortschritte mehr und bräuchte dringend jemand, der mir Unterricht gibt, mir einen Rahmen bietet, mich "zwingt" verschieden Dinge zu üben und zu lernen.

Mir fallen grad die Augen zu beim Tippen, also gute Nacht,
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Re: Lagebericht 2 Wochen Freie Schule

Beitragvon Rabaukenmama » Do 9. Feb 2017, 09:08

@willow: Ich denke es ist wichtig, dass Kinder von Anfang an das ANGEBOT haben, etwas zu lernen. Das mit den Zeitfenstern verstehe ich so, dass sie dann, wenn das Fenster "offen" ist, für eine Sache besonders aufnahmefähig sind. Zeitfenster sind meiner Beobachtung nach völlig unabhängig vom Lebensalter und von Klischees. Um sie zu nutzen braucht man kein angeleitetes lernen sondern einfach die Möglichkeit, zu lernen.

Meiner eigenen Vorstellung von Zeitfenstern entsprechend ist es klar, warum mein jüngerer Sohn mit 4 Jahren einen echten Zahlenbegriff von ca. 1000 hatte: das Zeitfenster für Mathe war bei ihm einfach früher offen als bei anderen Kindern. Dass er mit 4 1/2 Jahren noch immer meilenweit davon entfernt ist, zumindest tagsüber keine Windel mehr zu brauchen, erklärt sich somit aus einem anderen Zeitfenster.

Die Individualität der Zeitfenster (meine Beobachtung!) zeigt mir z.B. sehr deutlich, wie weit Rudolf Steiner Theorien zu einem selbstbetimmten lernen (die damals extrem fortschrittlich waren) an der Wirklichkeit vorbeigehen. Klar, der Typ war selbst kinderlos, hat nicht mal längere Zeit unterrichtet und war mehr Philosoph als Praktiker. Kann durchaus sein dass es zu seiner Zeit nicht so viele Kinder gegeben hat, die schon im Kleinkindalter die Möglichkeiten hatten IHREN INDIVIDUELLEN ZEITFENSTERN ENTSPRECHEND eigenmotiviert Dinge zu lernen, die NICHT dem Lebensalter entsprachen. Der Förderwahn ist ein Produkt unserer Zeit. Zu Lebzeiten Rudolf Steiners waren die Menschen mehr mit sozialen und gesundheitlichen Problemen und überleben beschäftigt. Kinder waren nicht so häufit bewußt geplante Objekte zur Selbstverwirklichung der Eltern sondern häufig "Unfälle" und ihr Wohlergehen und ihre Entwicklung hatten längst nicht den heutigen Stellenwert.

Die Frage ist: Was tun, wenn ein Kind trotz vorhandener Möglichkeiten gewisse Dinge einfach nicht macht bzw. lernt? Für mich ist da erst mal zu klären: KANN das Kind nicht (weil es einfach nicht seinen Fähigkeiten entspricht) oder WILL es nicht? Bei mir selbst war es bei englich definitiv so, dass ich es sehr wohl KONNTE, mir dabei aber nicht so leicht getan habe wie z.b. beim auswenig-lernen von Gedichten. Daher habe ich es nicht GEWOLLT. Wäre es also ok gewesen zu sagen: gut, du lernst halt mehr Gedichte auswendig und brauchst gar kein englisch lernen? Wenn klar gewesen wäre, dass ich später ohnehin mal das Geschäft meiner Eltern übernehmen werde, wo niemand von mir englisch verlangt: vielleicht! In allen anderen Fällen fände ich es dem Kind gegenüber unfair ihm nur, weil ich keinen Druck machen will, Chancen zu verbauen. Das Kind selbst ist sich der Tragweite des nicht-lernen-wollens mancher Dinge einfach nicht bewusst. HIER ist der Punkt, wo es mMN sehr wohl nötig ist, Druck zu machen, damit das Kind trotzdem zumindest die Basics lernt!

Wie willow geschrieben hat: ich kenne nicht mal wen, der z.B. eine Fremdsprache als Erwachsener autodidakt (also mit Kursen, CDs, Filmen, Sprachurlaub,...) wirklich passabel gelernt hat. Die einzige Chance, als Erwachsener noch eine Sprache gut zu lernen, sehe ich daran, diese Sprache so oft wie möglich zu praktizieren. Wenn man nicht gerade ein paar Muttersprachler in der Nachbarschaft hat sehr aufwändig bis unmöglich!

Was anderes ist es, wenn ein Kind was einfach nicht lernen kann. Ich weiß, dass es Fälle gibt, wo z.B. durch Unfälle oder Krankheit bestimmte Zentren im Gehirn geschädigt sind, so dass es rein organisch nicht (mehr) möglich ist, bestimmte Dinge zu lernen. Und dann gibt es auch noch Fälle, wo Kinder einfach in bestimmten Bereichen lernbehindert oder sogar minderbegabt sind. Diesen Kindern mit MUSS Druck zu machen halte ich für genauso verantwortungslos wie klugen Kindern einfach generell gar keinen Druck zu machen.

Es ist schwer genug, zu lernen, wo man frei schalten und walten kann, und wo man sich nach anderen (und auch deren Erwartungshaltung) richten sollte. Wir leben in einer vielfältigen Welt. Einerseits haben wir öfter die Möglichkeit, einfach NEIN zu sagen, als uns das tatsächlich trauen. Andererseits gibt es Dinge, wo man als Erwachsener einfach "durch" muss. Vor allem im Berufsleben ist das so. Ich könnte sehr wohl zu einem präpotenten Kunden mit Alk-Fahne sagen "Sie bediene ich nicht!", wenn ich das aber öfter mache, wird mein Arbeitgeber sich um jemanden anderen umschauen, der nicht so agiert. Also werde ich den Kunden trotzdem bedienen auch wenn ich null Motivation dazu habe und es tatsächlich als Zumutung empfinde.

Wichtig sind nicht die einzelnen Teile sondern die Summe, sowohl beim lernen als auch im Leben. Wenn ich dauer-gefrustet bin, weil ich ständig Dinge machen muss, die mir widerstreben, dann sinkt meine Lebensqualität, ich werde unglücklich, übertrage meinen Frust auf andere und gerate in eine Negativ-Spirale. Wenn ich umgekehrt alles verweigere, wozu ich keine Lust habe, bekomme ich soziale und andere Probleme, die sich nach und nach (wenn ich z.B. keine Arbeit bekomme) auf meine ganze Familie negativ auswirken. Es gilt daher, einen Mittelweg zu finden, wo ich mich weder selbst verleugne noch durch meine Ansprüche ausgrenze.

Die Botschaft, die ich meinen Kindern mitgeben will, lautet daher:

Viele Dinge im Leben hast du selbst in der Hand! Laß Dir nicht ständig sagen was du tun oder unterlassen sollst. Nimm aber bei dem, was du tust, Rücksicht darauf, dass andere durch Dich nicht beeinträchtigt werden. Manchmal wirst du auch was tun müssen, was Dir eigentlich widerstrebt. Das gehört zum Leben, ist ein Teil davon. Aber du hast das Recht, darauf zu achten, dass diese Dinge (die dir widerstreben) nicht den Großteil deines Tages ausmachen. Wenn das so ist hast du das Recht, was an deiner Situation zu ändern!

Solange du noch Kind bist werde ich dich darin unterstützen, herauszufinden, was zu den Dingen gehört, die du tun mußt, und was du auch verweigern kannst. Es kann sein dass wir da verschiedener Meinung sind. Daher sollst du wissen dass das, was ich Dir von meinen Meinung manchmal aufdrängen will, etwas ist, was ich durch meine persönlichen Erfahrungen gelernt habe. Es muß daher für Dich nicht richtig sein. Je älter du wirst desto mehr wirst du Entscheidungen treffen, die deinen eigenen Vorstellungen entsprechen. Dabei wirst du selbst Erfahrungen machen und daraus Schlüsse ziehen, was gut war und was nicht. Wenn du mal erwachsen bist gestaltest du dein Leben nach deinem eigenen Ermessen. Dann bestimmst du selbst, was und wie viel du von dem, was ich Dir vielleicht noch manchmal auf dem Weg mitgeben will, annehmen willst, und was nicht!
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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Re: Lagebericht 2 Wochen Freie Schule

Beitragvon Momo » Sa 11. Feb 2017, 20:42

In der letzten Woche hatten wir in unserer Schule das erste Halbjahresgespräch, in dem sich zwei Lernbegleiter jeweils eine Stunde Zeit je Kind genommen haben, um mit den Eltern über die Entwicklung und verschiedenste Fragen zu sprechen. Ich war sehr gespannt über den Eindruck der Lernbegleiter und wie sie unsere Tochter wahrnehmen. Sehr glücklich war ich zu hören, dass sich unser Eindruck bei Ihnen voll bestätigte, dass unsere Tochter sehr gut in der Schule angekommen ist, sich sehr selbstständig und sicher in den Räumlichkeiten bewegt und sehr viele Freunde gefunden hat. Laut der Lernbegleiter ist sie immer in Aktion zu sehen, immer in einer Gruppe mit vielen Kindern, immer im fröhlichen, lebendigen Spiel, immer am rennen und toben. Sie würde sich in keiner Minute des Schultages langweilen (das glaube ich ihnen, denn selbst zu Hause ist sie ja nur am spielen, sie hat eine ungeheure Fantasie). Eine Eigenschaft würde unsere Tochter besonders charakterisieren: "flink". Laut der Lernbegleiter ist sie körperlich auffallend flink, wendig uns schnell und genauso auch im Kopf. Ich freue mich sehr, dass sie meine Tochter wirklich so sehen, wie sie ist und dass sie ihre Entwicklung durch ihren respektvollen Umgang so toll unterstützen. Wenn ich mir vorstelle, sie müsste mehrere Stunden ruhig sitzen, kommt es mir fast wie körperliche Gewalt vor. Es ist ein Glück für sie, dass sie einfach so wunderbar Kind sein darf.

Liebe Grüße von Momo
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Re: Lagebericht 2 Wochen Freie Schule

Beitragvon Momo » Mo 13. Feb 2017, 11:46

Noch ein interessantes Erlebnis gestern- Tochterkind hat ihre erste Prüfung ihres Lebens gemacht, den gelben Gürtel in Aikido. Ich war erstaunt, dass sie dafür schon vorgeschlagen wurde, denn eigentlich beginnt der Aikidokurs erst für achtjährige Kinder und somit ist meine Tochter mit weitem Abstand die Jüngste. Sie stand also gestern mit vielen anderen großen Kindern vor dem großen Meister, wirkte total konzentriert und ruhig und meisterte souverän alle Anforderungen. Ein großes, wahrscheinlich ca. 10- jähriges Mädchen, begann in der Anspannung zu weinen- sie erzählte anschließend, sie hätte furchtbare Prüfungsangst. Ich bin wirklich glücklich, dass unserere Kleine Große so ein positives Erlebnis in dieser Prüfung hatte. Sie war so glücklich und stolz, dass sie direkt nach der nächsten Prüfung gefragt hat :)

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Re: Lagebericht 2 Wochen Freie Schule

Beitragvon Momo » So 19. Mär 2017, 13:44

Stand meine Tochter heute fix und fertig angezogen vor mir und sagte "wollen wir nicht endlich losfahren?" Ich fragte "Wohin denn?" Antwort: "Na, zur Schule!" "Heute ist doch Sonntag..." Meine Tochter entrüstet "Ach man, wie gemein!!!"
Also, die freie Schule meiner Tochter ist nach einem halben Jahr definitiv zu einem zweiten Zuhause für sie geworden, ihre vielen Freunde wichtige Bezugspersonen. So sollte es sein, finde ich...

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Re: Lagebericht 2 Wochen Freie Schule

Beitragvon Willow77 » So 19. Mär 2017, 14:29

@ Momo,

Meiner Tochter geht es genauso. Sie liiiiiieeeeebt Schule. Sie will immer hin, ist traurig, wenn Ferien sind, sie freut sich auf den Kindergarten, freut sich, dass sie nächstes Jahr ins 1. Schuljahr kommt, hat viele Freundinnen, etc. Sie fordert von uns zu Hause "Aufgaben" um lesen, schreiben und rechnen zu lernen...

Es ist eine ganz normale öffentliche Dorfschule. Die Lehrerin ist,... naja, ... wahrscheinlich irgendwie ok. Es gibt sehr viele Arbeitsblätter, wenig basteln und noch weniger singen. Sie mag aber meine Tochter, und meine Tochter mag die Schule.

Es hängt wohl auch vieles einfach vom Kind ab... Vielleicht wäre deine Tochter in einer Waldorfschule oder einer Montessori Schule genauso glücklich. Vielleicht auch nicht, wer kann das schon sagen. Vielleicht wäre meine Tochter in einer anderen Schulform noch glücklicher. Vielleicht auch nicht, wer kann das schon sagen...

LG,
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Re: Lagebericht 2 Wochen Freie Schule

Beitragvon Momo » So 19. Mär 2017, 14:51

Hallo Willow,
das freut mich sehr zu lesen!!! Deine Tochter geht noch in den Kindergarten, darf aber auch am Schulunterricht teilnehmen, oder? Ist sie dann den ganzen Tag in der Schule? Wie läuft das genau??? Wie alt ist Deine Tochter noch mal?

Liebe Grüße von Momo
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Re: Lagebericht 2 Wochen Freie Schule

Beitragvon Willow77 » So 19. Mär 2017, 19:15

Hallo Momo,

Nein, sie besucht ganz normal den Kindergarten. Arbeitsblätter die vorbereiten sollen auf lesen schreiben und rechnen lernen, gibt es bei uns halt in rauen Mengen schon im Kindergarten. Wir sind sehr beeinflusst sowohl von deutschen als auch von französischen Methoden. Ich habe mir schon mehrfach sagen lassen dass in Frankreich schon im Kindergarten fast richtig "gearbeitet" wird. Also quasi schon mit lesen, schreiben und rechnen begonnen wird. Das ist abgeschwächt auch so.
Nächstes Schuljahr darf sie ganz normal ins erste Schuljahr.
Sie wird diesen Monat 6.

LG,
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Re: Lagebericht 2 Wochen Freie Schule

Beitragvon Momo » Mo 20. Mär 2017, 09:42

Koschka, ein interessanter Gedankenansatz!
Willow, wie sieht denn der Tagesablauf Deiner Tochter im Kindergarten aus? Haben die Kinder "Unterricht", der dem klassischen Schulunterricht an Regelschulen gleicht? Oder können die Kinder frei entscheiden, was sie wann machen möchten und können sich parallel bewegen und spielen?

Momo
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