Wie motiviert man eine 1. Klässlerin?

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Wie motiviert man eine 1. Klässlerin?

Beitragvon unwissende-neu » Mi 4. Jan 2017, 03:08

Meine Tochter weigerte sich schon vor der Einschulung zur Schule zu gehen, obwohl sie schnuppern durfte etc.
In Absprache mit dem Kindergarten, der Amtsschulärztin und mir , ist sie dann im Regelalter eingeschult worden.

Das Desinteresse zieht sich aber weiter durch. Sie verbingt den Schultag praktisch wie in Trance. Wacht kurz auf, wenn kein anderer mehr was zu sagen hat, bringt die Sache auf den Punkt, und dämmert dann wieder weg.
Ihre Mitarbeit ist ansonsten praktisch nicht vorhanden, sie bekommt nicht mit, wann welche Bücher auf den Tisch liegen sollen, in welchen Klassenraum sie wann sein soll etc.
Auch zu Hause hat sie seit sie mit dem Kindergarten vor 3 Jahren geonnen hat, kein Interesse mehr an egal was. Sie dämmert nur unkonzentriert vor sich hin. - Stellt euch das Bild von Professor Hastig aus der Sesamstraße vor.

Kein Lerninhalt, weder bei der Förderkraft im Differenzialunterricht noch im Klassenverband macht sie mit, bzw. interessiert sie. Keine Spiele, kein Quatschmachen, nur "abhängen".

Die Lehrerin weiß momentan auch nicht so recht weiter. Und bat uns, nochmal beim Arzt vorstellig zu werden. Dort soll jetzt nochmal geschaut werden, ob zusätzlich ADS ( ggf. Kindesdepression), vorliegt.

Hat von euch auch jemand, wo das Kind nichts mitmacht und alles litargisch über sich ergehen lässt?

Lieben Gruß
unwissende


P..s. ich war hier schonmal unter "unwissende" vor 2 Jahren aktiv, da ging es aber eher um die Kleine. - Aber so reißt es halt nicht ab....
unwissende-neu
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Re: Wie motiviert man eine 1. Klässlerin?

Beitragvon Rabaukenmama » Mi 4. Jan 2017, 10:18

Hallo Unwissende,

schön, wieder von Dir zu lesen! Leider kann ich Dir nicht viel raten, mein Sohn geht jetzt auch in die erste Klasse und hat so lethargische Phasen, wo er einfach "wegträumt", aber das sind nur Phasen und längst nicht so krass, wie du das beschreibst. Was ich vor allem traurig finde ist, dass deine Tochter auch zu Hause keine Interessen hat. Ich stelle es mir schlimm vor, als Mutter da so machtlos daneben zu stehen :cry: . Fühle dich ganz fest von mir gedrückt!

Du schreibst, dass Deine Tochter seit Kindergarteneintritt so lethargisch und interesselos ist. Glaubst du, dass da ein Zusammenhang besteht? Wie ist es in Situationen, wo gar nichts von ihr erwartet wird, auf Spielpätzen, im Bad, wenn ihr Bekannte besucht, usw.

Und vor allem: wie ist es, wenn mal längere Zeit keine Verpflichtung (Kindergarten oder Schule) ist? Z. B. in den Sommerferien oder im Urlaub?

Grundsätzlich ist das schon eine Frage an einen guten Kinderpsychologe. An den Hausarzt (oder auch Kinderarzt) würde ich mich damit nur wenden, wenn er sich in der Sache wirklich auskennt.

Medizin und Psychologie sind zwei verschiedene Paar Schuhe und körperliche Beschwerden zu diognostizieren ist was anderes als bei dem, was du da beschreibst, zu erkennen, was los ist. Alles Gute und lass wissen, wie ihr weiter macht :) !
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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Re: Wie motiviert man eine 1. Klässlerin?

Beitragvon unwissende-neu » Fr 6. Jan 2017, 13:08

Rabaukenmama hat geschrieben:Ich stelle es mir schlimm vor, als Mutter da so machtlos daneben zu stehen :cry: . Fühle dich ganz fest von mir gedrückt!


Ja, dass trifft es so ziemlich. Ich hab manchmal echt das Gefühl, dass ich den beiden irgendwie nicht gewachsen bin. Immer ist irgendwo ein Brand zu löschen....

Rabaukenmama hat geschrieben:Du schreibst, dass Deine Tochter seit Kindergarteneintritt so lethargisch und interesselos ist. Glaubst du, dass da ein Zusammenhang besteht? Wie ist es in Situationen, wo gar nichts von ihr erwartet wird, auf Spielpätzen, im Bad, wenn ihr Bekannte besucht, usw.

Sie hatte damals riesen Erwartungen an den Kindergarten. Sie fand, das sie noch nicht gut genug lesen konnte etc. Es war nicht möglich, ihr zu erklären, dass der Kindergarten mit Lesen, Schreiben, Rechnen nix am Hut hat....
Nach einiger Zeit kamen dann so Infos, dass sie Klettschuhe bräuchte, da nicht immer jemand ihr die Schuhe zu machen könne - Daraufhin erklärte ich dann, dass sie sehr gut Schleife binden kann und zuhause Klettschuhe als "Babyschuhe" bezeichnet.
Sie könne den Stift oder den Pinsel etc. nicht richtig halten, was in dem Alter noch kein Problem ist, aber ob wir zuhause etwas üben könnten - zu dem Zeitpunkt konnte sie schon leichte Wörter schreiben etc.
Dann zum Winter hin, bekam sie einen schweren Infekt, worauf hin die Ohren "zu" waren und nicht wieder auf gingen. Da fing es dann an, dass sie komplett in ihrer Welt lebte. - Was ja auch nicht verwunderlich ist, wenn man kaum hört. Daher wurde sie dann im April operiert, was auch gut geklappt hat. Aber die Aktivität kam nicht wieder komplett zurück.
In der Zeit war ich auch extrem von meinem Schreikind eingebunden, so dass ich mit natürlich auch vorwürfe mache, ob ich bei ihr etwas verpasst hab, schneller hätte reagieren müssen oder sonst etwas.
Die Kindergärtnerinnnen empfanden ihr Verhalten nicht als Handlungsbedürftig. Sie macht zwar nichts, scheint dabei aber auch keine Langeweile zu haben - so die Aussage bei einem Elterngespräch. Weitere aussagen waren immer: "Sie muss xy ja auch noch nicht können" - wenn ich darauf ansprach, dass sie Dinge die sie vorher konnte nicht mehr konnte / wollte / machte, was auch immer....

Ich muss gestehen, da ich von meiner Kleinen komplett "runtergearbeitet" war, spielten mir die Aussagen natürlich auch ein bisschen in die Karten....
Ich hatte sie damals mal der Psychologin meiner kleinen Tochter vorgestellt, und sie meinte ebenfalls, was für ein nettes zuvorkommendes Kind sie doch sei... - Also dachte ich, ich seh einfach nur Gespenster und bin eine komplett durchgeknallte Mutter....


Rabaukenmama hat geschrieben:Und vor allem: wie ist es, wenn mal längere Zeit keine Verpflichtung (Kindergarten oder Schule) ist? Z. B. in den Sommerferien oder im Urlaub?


Nicht viel besser. Klar, sie wirkt nicht so müde ( sie ist ein extrem Vielschläfer schon als Baby), aber ist zu faul sich anzuziehen, wenn ich sie lassen würde, würde sie am liebsten den ganzen Tag auf dem Sofa vor dem Fernseher hängen, Spiele in der Realität spielt sie nicht, bei Brettspielen oder ähnliches passt sie nicht auf wann sie dran ist, und macht es nur Halbherzig, so das auch kein Spaßfaktor entstehen kann. Selbst bei Computerspielen wie Tetris oder so verpasst sie ständig ihren Einsatz und es fallen Steine runter, ohne das sie es merkt. ( Das finde ich sehr erstaunlich, denn die meisten unkonzentierten Kinder sind da ja dann doch dabei) Aber sie hat auch keinen Ehrgeiz irgendein Level oder so zu erreichen.
Wo sie gut ist und was sie gern macht, sind Phantasiespiele bzw. Rollenspiele. Wie z.B. Playmobil oder sich selbst in Rollen zu versetzen. Wobei ich aber manchmal das Gefühl habe, dass sie auch im Alltag ganz oft "Rollen" spielt. Emotionen sehen bei ihr immer irgendwie aufgesetzt aus, finde ich.
Und sie dichtet Liedertexte- schreibt sie aber nicht in Worten auf, sondern in Bildern und Symbolen. Und sie bastelt Comicbücher, meist irgendwelche Monster High Storys ;)

Bewegung und alles was damit zu tun hat, ist ihr ein graus. ;)

In 3 Wochen haben wir nun im SPZ bei der Psychaterin einen Termin. Zu der Psychologin im SPZ will ich nicht, die "leidet" mir zu viel, da komm ich irgendwie nicht mit klar. Ich habe mit unserem Hausarzt besprochen, dass die Ärztin dort erstmal gucken soll, ob sie etwas "pathologisches" findet und wir dann nach den Ergebnissen weiter überlegen....

Nun fängt die Schule Montag wieder an, und sie hat jetzt schon keine Lust drauf....
Am einfachsten wäre ist, ich tausche die Kinder einfach unbemerkt aus, die Kleine stecke ich in die Schule ( die will dort unbedingt hin und wenn ich nicht aufpasse erledigt sie die Hausaufgaben meiner großen) und liefere die Große im Kindergarten ab ( die ihre Schwester beneidet, dass sie dort sein darf)....


Rabaukenmama hat geschrieben:Grundsätzlich ist das schon eine Frage an einen guten Kinderpsychologe. An den Hausarzt (oder auch Kinderarzt) würde ich mich damit nur wenden, wenn er sich in der Sache wirklich auskennt.

Ich brauche ja die Überweisungen vom Hausarzt, und als "Berater" ist er eigentlich sehr gut. Ich vertraue unserem Hausarzt und er behält den Überblick über alles. Ich bin von Ärzten und dem Medizinischen System immer schnell genervt und resigniert. Dann ist es gut, wenn er dort steht und sagt " Es ist aber wichtig, das sie den Termin jetzt aber wahrnehmen!...

- Naja, so hat jeder so seine Laster :)
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Re: Wie motiviert man eine 1. Klässlerin?

Beitragvon Bliss » Fr 6. Jan 2017, 15:14

unwissende-neu hat geschrieben:
Nicht viel besser. Klar, sie wirkt nicht so müde ( sie ist ein extrem Vielschläfer schon als Baby), aber ist zu faul sich anzuziehen, wenn ich sie lassen würde, würde sie am liebsten den ganzen Tag auf dem Sofa vor dem Fernseher hängen, Spiele in der Realität spielt sie nicht, bei Brettspielen oder ähnliches passt sie nicht auf wann sie dran ist, und macht es nur Halbherzig, so das auch kein Spaßfaktor entstehen kann. Selbst bei Computerspielen wie Tetris oder so verpasst sie ständig ihren Einsatz und es fallen Steine runter, ohne das sie es merkt. ( Das finde ich sehr erstaunlich, denn die meisten unkonzentierten Kinder sind da ja dann doch dabei) Aber sie hat auch keinen Ehrgeiz irgendein Level oder so zu erreichen.


Sind denn körperliche Ursachen ausgeschlossen? Also so was wie Vitamin D oder Eisenmangel, Schilddrüsenprobleme oder Zöliakie und Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Deine Beschreibung geht doch über Schulmotivationsprobleme weit hinaus.
Bliss
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Re: Wie motiviert man eine 1. Klässlerin?

Beitragvon Momo » Fr 6. Jan 2017, 19:25

Gerade beschäftige ich mich mit dem Thema der chinesischen Medizin. Als ich die Beschreibung deiner Tochter gelesen habe, dachte ich sofort, dies ist ein Kind, dem Lebensenergie fehlt!
Ich gebe Bliss absolut recht, zunächst müssen diverse körperliche Ursachen abgeklärt werden. Sollte hier nichts gefunden werden, möchte ich dir sehr raten, alternative Wege (Heilpraktiker, chinesische medizin) zu gehen. Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht, durch die völlig andere Sichtweise können Probleme ganz anders gesehen und behandelt werden. Ich wünsche deiner Tochter, dass es ihr bald besser geht! Auffallend finde ich übrigens, dass sie laut deiner damaligen Beschreibungen ein sehr wissensdurstiges Kind war und mit dem kindergartenstart irgendwie in eine Lethargie verfallen ist. Oder habe ich das falsch verstanden? Ansonsten könnte auch hier angesetzt werden, nach Gründen und Lösungen zu suchen.
Lg von Momo
"Unser Leben ist das, wozu unser Denken es macht." Mark Aurel (121-180)
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Re: Wie motiviert man eine 1. Klässlerin?

Beitragvon Maca » Fr 6. Jan 2017, 20:23

Hallo,

Das klingt wirklich nicht gut.

Wenn du Zeit und Lust hast, kannst du ja mal hier reinschauen

https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/12185

Das gibt einen guten Überblick, auch darüber was dein Kind vielleicht NICHT HAT.

Ich habe hier ein ADS Kind und einen Hochbegabten mit leichtem Asperger.

Beide Kinder neigen auch zur Lethargie :? ,allerdings können sie sich bei Interesse wiederum mit fast schon fanatischer Leidenschaft in einem Thema verlieren.

Deine Kleine scheint so vollkommen deprimiert, ob lediglich eine Dauerunterforderung vorliegt oder noch andere Probleme bestehen, werdet ihr ja demnächst hoffentlich wissen.

Ich drück ganz fest die Daumen!
Maca
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Re: Wie motiviert man eine 1. Klässlerin?

Beitragvon unwissende-neu » Fr 13. Jan 2017, 00:27

Hallo,
boah, so viele Antworten.... - Danke euch!!

Bliss hat geschrieben:Sind denn körperliche Ursachen ausgeschlossen? Also so was wie Vitamin D oder Eisenmangel, Schilddrüsenprobleme oder Zöliakie und Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Deine Beschreibung geht doch über Schulmotivationsprobleme weit hinaus.


Ja so zum Teil. Großes Blutbild ist unauffällig, HNO unauffällig und einen Allergietest hat sie auch schonmal gemacht ( aber in einem andern Zusammenhand).
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Re: Wie motiviert man eine 1. Klässlerin?

Beitragvon unwissende-neu » Fr 13. Jan 2017, 00:36

Momo hat geschrieben:Gerade beschäftige ich mich mit dem Thema der chinesischen Medizin. Als ich die Beschreibung deiner Tochter gelesen habe, dachte ich sofort, dies ist ein Kind, dem Lebensenergie fehlt!
Ich gebe Bliss absolut recht, zunächst müssen diverse körperliche Ursachen abgeklärt werden. Sollte hier nichts gefunden werden, möchte ich dir sehr raten, alternative Wege (Heilpraktiker, chinesische medizin) zu gehen. Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht, durch die völlig andere Sichtweise können Probleme ganz anders gesehen und behandelt werden. Ich wünsche deiner Tochter, dass es ihr bald besser geht! Auffallend finde ich übrigens, dass sie laut deiner damaligen Beschreibungen ein sehr wissensdurstiges Kind war und mit dem kindergartenstart irgendwie in eine Lethargie verfallen ist. Oder habe ich das falsch verstanden? Ansonsten könnte auch hier angesetzt werden, nach Gründen und Lösungen zu suchen.
Lg von Momo


Bachblüten habe ich schonmal ausprobiert ( also von einer Heilpraktikerin zusammengestellt, keine fertig Mischung), hatte bei ihr aber keinen Erfolg. Bei unserem Hund haben wir schon einmal erfolgreich mit Bachblüten therapiert und meiner Kleinen auch ( jedenfalls zum Teil). Meine große schein auf Bachblüten nicht zu reagieren. Generell ist Alternative Medizin aber für uns recht teuer, da es ja nicht von der Kasse getragen wird, und wir da erstmal alles, was finanziert wird ausschöpfen müssen / wollen....
Im Prinzip denke ich auch, dass die Schulmedizin sich selbst im Wege steht, da immer nur kleine Auszüge behandelt werden und der Blick auf ganze fehlt, aber dem sind wir mehr oder weniger ersteinmal ausgeliefert....

Das siehst du richtig, vor dem Kindergarten war sie viel lebendiger und neugierig aktiv. Ich vermute mal, dass ihr "falsches Bild" vom Kindergarten sie damals sehr erschrocken hat, und sie sich dann "falsch" angepasst hat oder irgendwie sowas. Andererseits, war das auch eine sehr anstrengende Zeit mit der jüngeren Schwester. Ich vermute mal, alles zusammen war irgendwie ungünstig ( oder wie auch immer man es nennen soll). Ich habe aber keine Ahnung, wie ich dem entgegensteuern kann.
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Re: Wie motiviert man eine 1. Klässlerin?

Beitragvon unwissende-neu » Fr 13. Jan 2017, 00:44

Maca hat geschrieben:Hallo,

Das klingt wirklich nicht gut.

Wenn du Zeit und Lust hast, kannst du ja mal hier reinschauen

https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/12185

Das gibt einen guten Überblick, auch darüber was dein Kind vielleicht NICHT HAT.

Ich habe hier ein ADS Kind und einen Hochbegabten mit leichtem Asperger.

Beide Kinder neigen auch zur Lethargie :? ,allerdings können sie sich bei Interesse wiederum mit fast schon fanatischer Leidenschaft in einem Thema verlieren.

Deine Kleine scheint so vollkommen deprimiert, ob lediglich eine Dauerunterforderung vorliegt oder noch andere Probleme bestehen, werdet ihr ja demnächst hoffentlich wissen.

Ich drück ganz fest die Daumen!



Oje, auch kein einfaches Los. Bei meiner kleinen wurde damals ein Authismusverdacht ausgesprochen, was sich zum Glück nicht bestätigt hat und wo sie sich mittlerweile auch "weitest gehends" gefangen hatte. Aber ich erinnere mich übel an die Zeit zurück der Schreianfälle etc. da lagen bei uns teilweise die Nerven schon blank, aber so ein Cocktail aus allem... - oh man....

Ende Januar haben wir den Termin mit SPZ, momentan verspreche ich mir da noch nicht ganz so viel von, wir werden mal sehen... Vielleicht habe ich ja glück uns bekomme doch mal jemand engagierten dort zu Sprechen...
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Re: Wie motiviert man eine 1. Klässlerin?

Beitragvon unwissende-neu » Fr 13. Jan 2017, 01:06

Ich habe aber doch noch ein paar ganz konkrete Fragen zum Alltag in der Schule:

1. Wie macht ihr es, ´wenn die Kinder ihre Hausaufgaben nicht machen? Wie weit bestraft ihr etc. Wann gebt ihr auf...
Beim Lesen verweigert sie aktiv und sagt: Ich will das nicht Lesen, es macht keinen Sinn, ich verstehe es nicht....., wenn ich sie versuche zu zwingen stellt sie sich bei jedem Buchstaben dumm, stottert irgendwas dahin u.s.w.
Daher habe ich die Leseübungen mit ihr schon ewig nicht mehr gemacht, blöd ist es nur, wenn es so Aufgaben sind, wo sie richtige Aussagen oder so zu ankreuzen müssen oder etwas malen müssen müssen, denn die Aufgaben hat sie dann natürlich auch nicht.
In Mathe oder bei Aufgaben so Phonologie oder beim Schreiben, verweigert sie inaktiv. Sie guckt Löcher in die Luft, man muss stänig antreiben bekommt dann ein " Ja doch!! " zu hören und es geht trotzdem nix vorwärts.

Momentan ist es so, das ich sie 1 Stunde sitzen lasse, was geschafft ist, ist geschafft, den Rest muss sie mit ihrer Lehrerin ausmachen. - Die aber auch nicht wirklich weiter weiß... Denn meine Tochter ist nicht frech oder so und es ist ganz schwer auszumachen, ob sie nicht will oder nicht kann.... - gut, beim Lesen weiß ich es, dass sie es kann....

Ich meine, die Lehrerin macht keinen Druck oder so. Aber irgendwie habe ich nun auch nicht das Gefühl, dass es irgendwann besser wird, im Gegenteil, sie sitzt es ja erfolgreich aus.....

2. Trotz das sie doch gar nichts mit macht, ist sie recht beliebt in der Schule, und ich habe das Gefühl, die ganze Schule kennt sie, von der 1 bis zur 4. Klasse, aber vorallem die 4. Klassen. Sie ist auch ein ganz liebes Mädchen, extrem Diplomatisch, man kann sich nicht einmal mit ihr Streiten, wenn man schmipft, da sie sich in allen Richtungen herauswinden kann. Setzt sich gern für schwächere ein, ist aber selbst auch oft sehr naiv, lässt sich alles abschwatzen etc. Hat extrem viel Fantasie und kann aus allem ein Spiel erfinden und hat einen schönen trockenen sakastischen Humor, denn aber laut ihrer Aussage nur ein paar 4. Klassler verstehen....
Ich weiß ja nicht, wie es heute aussieht, aber bei uns früher war es so, dass wir die 1. Klassler nicht wirklich ernst genommen haben und sie häufig dann so eine Art Bauernopfer wurden. Ist das heute auch noch so? Ich traue der Sache nicht so ganz, dass sie immer mit den großen "rumhängt". Ich habe so ein bisschen angst, dass sie der Sache nicht gewachsen ist und dann leicht ausgenutzt wird....


3. Hat schonmal jemand eine Therapie explizit auf Hochbegabung bekommen für sich oder sein Kind? Ich kann mir gerade schlecht vorstellen, wie sowas aussehen soll, was dort gemacht wird und ob es etwas bringt. Im Prinzip ist es ja keine Erkrankung im dem Sinne, also geht es um eine Symptombehandlung? Oder muss immer irgendeine Krankheit gefunden werden um irgendetwas zu bekommen?
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