Das leidige Thema "Schule"...

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Das leidige Thema "Schule"...

Beitragvon Rabaukenmama » Do 26. Okt 2017, 11:20

Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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Re: Das leidige Thema "Schule"...

Beitragvon Rabaukenmama » Do 26. Okt 2017, 11:20

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Re: Das leidige Thema "Schule"...

Beitragvon ibi2017 » Do 26. Okt 2017, 12:08

alibaba hat geschrieben:Die abzugebende Schule muss immer dem Sprung zustimmen. Und darin sehe ich, egal ob nun D oder Ö, das größte Problem. Zumindest scheint das aktuell in weiter Ferne zu liegen. Zumal das Kind noch in den Förderunterricht geht.

Meine Erfahrung: Passt das Kind nicht allumfassend, dann wird das nichts.

Was könnte gehen: ein Wechsel nach Klasse 3 auf die anvisierte Privatschule auf Klasse 5. Dazu würde ich einen aktuellen HB-Test machen lassen und ins Gespräch mit der privaten Schule gehen. Gibt es von dort grünes Licht, wird sich die abzugebende Grundschule nicht mehr sträuben.

Fakt ist: Du wirst die Entscheidung bergründen müssen. Es wird bei der Grundschule nachgefragt werden und dort wird man auch etwas zu erzählen haben, daher würde ich einen aktuellen Begabungstest machen lassen, der die Hochbegabung aktuell belegen kann.

viel Erfolg.

Wie aktuell genau, sollte der Test denn sein?
Meine Tochter wurde Ende Mai diesen Jahres mit WISC IV (haben oben HAWIK geschrieben, habe jetzt aber noch mal auf dem Gutachten nachgesehen) getestet.
Ihr IQ liegt über 140 sowohl im SV als auch im WLD.
Ich denke, das müsste aktuell genug sein, oder?

Warum meine Tochter in Deutsch in der Förderunterricht gesteckt wurde weiß ich nicht. Weder wir als Eltern, noch sie selbst wurden darüber informiert.
Meine Tochter traute sich nicht selbst nachzufragen.
Ich werde es bei dem kommenden Gespräch auf jeden Fall tun.
Ich habe die Hefte meiner Tochter eine Bekannten gezeigt, die früher Lehrerin war. Sie meinte ihrer Ansicht nach bestünde kein zusätzlicher Förderbedarf.
Die Anzahl der Rechtschreibfehler wären durchaus noch ein sehr gut oder gut.
Sie meinte allerdings auch, dass ohne Informationen darüber wie viele Fehler die anderen Kinder der Klasse machen, es nicht abzuschätzen ist, wie die Rechtschreibleistung meiner Tochter im Klassenschnitt aussieht, auch wenn sie es für sehr unwahrscheinlich hält, dass sie zu den vier Schlechtesten gehört (mehr Kinder gehen aus dieser Klasse nämlich nicht in den Deutschförderunterricht).


Danke für die Links zu den Erfahrungsberichten. Die werde ich gleich lesen!
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Re: Das leidige Thema "Schule"...

Beitragvon ibi2017 » Do 26. Okt 2017, 12:13

alibaba hat geschrieben:Was könnte gehen: ein Wechsel nach Klasse 3 auf die anvisierte Privatschule auf Klasse 5. Dazu würde ich einen aktuellen HB-Test machen lassen und ins Gespräch mit der privaten Schule gehen. Gibt es von dort grünes Licht, wird sich die abzugebende Grundschule nicht mehr sträuben.


Bei uns gibt es keine 5. Klasse in dem Sinn. Nach 4 Klassen Volksschule folgt der Wechsel auf die nächsthöhere Schule (AHS, NMS oder Hauptschule).
Daran habe ich auch schon gedacht, halte es aber für schwierig, da der Umstieg von VS auf AHS so schon ein großer Schritt ist, einfach weil organisatorisch auch so große Unterschiede bestehen, und dann das ganze ohne in der 4. Klasse Schularbeiten geschrieben zu haben...

Ich denke wenn es einen Sprung geben soll, dann müsste er aus der dritten in die vierte Klasse sein, wobei ich zugeben muss, dass ich nicht weiß ob in Österreich unter dem Schuljahr überhaupt gesprungen werden darf.
Ich habe mir die Regelungen dazu durchgelesen, habe diese Information aber nicht herauslesen können.
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Re: Das leidige Thema "Schule"...

Beitragvon Rabaukenmama » Do 26. Okt 2017, 12:47

Mit einem nicht mal 6 Monate altem Befund, der einen Gesamt-IQ von 140+ bestätigt in Kombi mit Sozialkompetenz würde ich mir keinerlei Gedanken machen, ob deine Tochter einen Sprung "schafft" oder nicht. Ich bin selbst HB (IQ 143) und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass selbst etwaige Defizite in nullkommanix aufgeholt werden, wenn die Bedingungen dazu passen.

Hier mal ein (österreichischer) Link zur Begabungsförderungsstelle: http://www.oezbf.at/cms/index.php/das-oezbf.html - da würde ich schnellstmöglich Kontakt suchen und die Situation schildern und auch den angedachten Klassensprung ansprechen. Mit Rückstärkung ist so was immer leichter als im Alleingang! Die können dir auch sagen wie das lt. österreichischem Recht mit dem Sprung unterm Schuljahr aussieht.

Grundsätzlich gibt es hier ja das Drehtürmodell (im Link als "schnupperspringen" bezeichnet) und ich kenne hier aus dem Forum zumindest 2 Userinnen, wo das erfolgreich war. Eine davon ist shaja, ihren Erfahrungsbericht dazu habe ich weiter oben schon verlinkt. Das würde bedeuten dass das Kind die meisten Unterrichtsstunden in der "Stammklasse" bleibt, aber z.B. in Deutsch oder Mathe in der nächsthöheren Klasse "hospiziert" und dort z.B. auch Schularbeiten mitschreibt.

Oder eben wie in der Schule meines Sohnes (wir wohnen in Wien), wo dann eben der Stoff von zwei Jahren in einem Jahr durchgemacht wird. In der Schule meines Sohnes bekommt ohnehin jedes Kind individuelle Aufgaben. Mein Sohn, der in deutsch sehr gut ist, hatte schon in der 1. Klasse Arbeitsblätter, die eigentlich laut Aufdruck für 3. oder 4. Klasse gedacht waren. Ein anderer Erstklässler, der in Mathe sehr gut ist, durfte schon nach einem Monat im 1000er Bereich rechnen und das Einmaleins lernen. Und bei Schulausflügen, wie z.B. vor zwei Wochen ins "Römermuseum" kommt mein Sohn bei den Führungen automatisch in die Gruppe der Dritt- und Viertklässler, weil die Lehrerinnen (sie arbeiten im 2er Team) wissen, dass das eher seinem Niveau entspricht als für die Erst- und Zweitklässler.

Ich sehe also täglich, wie es aussieht, wenn Differenzierung wirklich umgesetzt wird. Und das ist nicht etwa eine teure Privatschule, sondern eine ganz normale, städtische Schule mit sprachheilpädagogischen Schwerpunkt. Daher stimmt es mich so traurig, wenn ich lese, wie deine Tochter an der Schule regelrecht "ausgebremst" wird! Ich vermute nach deiner Beschreibung sogar, dass die Lehrerin bei deiner Tochter AUF GRUND ihrer getesteten Hochbegabung andere Maßstäbe anwendet, was schlichtweg unfair ist.
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Re: Das leidige Thema "Schule"...

Beitragvon Meersalz » Do 26. Okt 2017, 12:53

Oh je, schwierige Situation.

Unsere Aelteste ist derzeit auch in der 3. Klasse (klassische GS Deutschland). Auch bei uns ist es so, dass der Umgangston Lehrer/Schueler deutlich rauher und direkter geworden ist. Auch die Anforderungen an Rechtschreibung sind quasi von 0 auf 100% gestiegen, jeder Fehler wird angestrichen, auch in Hausarbeiten.

Die Differenzierfaehigkeiten/moeglichkeiten der Lehrer sind gleichbleibend gering, allerdings ist bei uns die Schulleitung zum Thema Differenzieren/HB/Klassensprung sehr offen und hat auch einige Erfahrung. Entsprechend gibt es "Minimalforderungen" von dieser Seite an alle Lehrer, die dann auch eingehalten werden.

Die gelegentliche Knobelaufgabe in Mathe bzw. hier und da mal ein Extralob in Deutsch/Englisch reichen unserer Aeltesten bisher aus, sie geht gerne in die Schule, und dies nicht nur ausschliesslich um mit den Freunden zu spielen.

Es haengt unserer Erfahrung nach sehr viel von der Schulleitung ab, d.h. ist diese aufgeschlossen und bemueht, dann wird dies auch an die einzelnen Lehrer weitergegeben. So wie Du das bei Euch schilderst, haette ich leider wenig Hoffnung auf Besserung. Vielleicht solltet ihr erstmal suchen, ob es eine kurzfristige Alternative gibt, und Eure Tochter wechselt erstmal nur die Schule (sofern moeglich) zu einer hoffentlich aufgeschlosseneren Schulleitung, den Rest klaert ihr besser in einer moeglichen neuen Schule ab. In Dt gibt es den "schulpsychologischen Dienst" dieser war uns wirklich hilfreich beim Rueckzug nach Dt und bei der Schulfindung fuer den Quereinstieg. Wenn Eure Tochter einen entsprechen anerkennbaren Test hat, dann vermittelt/hilft der schulpsychologische Dienst auch mit der Schule bzw. beim Schulwechsel/Klassensprung, falls es etwas aenlichen in oe auch gibt.

LG
Meersalz
:fahne:

Edith fuegt noch hinzu, dass unsere Tochter ebenfalls sehr hoch getestet wurde, mit ebenfalls sehr hoher Sozialkompetenz und keinerlei Probleme mit den 2-4 Jahre aelterne Klassenkameraden hat (sie gilt als Herbstkind je nach Stichtag als 2 bzw. 3fach beschleunigt)
Geniesse den Augenblick, denn der Augenblick ist Dein Leben!
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Re: Das leidige Thema "Schule"...

Beitragvon ibi2017 » Do 26. Okt 2017, 13:20

@Rabaukenmama. Danke für den Link!
Dort werde ich gleich morgen anrufen (heute geht ja leider nicht) und mir einen Termin ausmachen.

@Meersalz: Ich denke ein Sprung in unserer derzeitigen Schule ist sehr unwahrscheinlich. Ich glaube auch, wenn wir uns dafür entscheiden, müssten wir erst Schule wechseln und dann weitersehen.

Ich glaube nicht, dass Privatschulen generell besser sind als öffentliche. Ich fürchte, wir haben mir unserer öffentlich einfach Pech.

Was die strengeren Maßstäbe beim Korrigieren betrifft, so stört mich das v.a. deshalb so sehr, weil wir seit Beginn der ersten Klasse um Differenzierung und um Beachtung der Stärken unserer Tochter gebeten haben. Seit Ende letzten Schuljahres sogar mit offiziellem Testergebnis.
Erfolgt ist diese nie, aber auf jede noch so kleine Schwäche wird mit Nachdruck hingewiesen.
Ich persönlich empfinde das schon als deprimierend, und ich bewundere meine Tochter, dass sie immer noch gewissenhaft versucht alle Ansprüche der Lehrkraft zu erfüllen. (Ich hätte in dem alter vermutlich dich gemacht...)

Mittlerweile ist es ja so, dass ich mir jede HÜ ansehe, und gemeinsam mit meiner Tochter schaue, ob eventuell irgendetwas nicht passt.
Ich bin fast immer davon überzeugt, alles würde passen, und trotzdem gibt es jedes Mal wieder etwas zu korrigieren....
Und wie gesagt, damit könnte ich leben, wenn ich auf der anderen Seite das Gefühl hätte, dass die Stärken meiner Tochter gefördert würden.

Nur als Bsp:
In einer der letzten Mathematik Hausübungen war gefordert dreistellige Zahlen zu zerlegen.
Das Beispiel im Buch war 300+6=306
Bei der HÜ sollte dann umgekehrt zerlegt werden.
Meine Tochter hat alle aufgaben richtig gelöst, also zB 507=500+7.
Ihr wurden alle(!) Aufgaben korrigiert, die an der Zehnerstelle oder an der Einerstelle eine Null hatten, also 507=500+0+7
Weder stand im Buch, dass die Aufgabe so zu lösen ist, noch finde ich diese Korrektur, bei einem Kind das schon seit letztem Jahr im Zahlenraum Tausend rechnen kann, notwendig.
Natürlich ist das nur eine Kleinigkeit, und für sich genommen kein Drama, aber all diese kleinen Details fügen sich zu einem Bild zusammen, das mich traurig stimmt.
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Re: Das leidige Thema "Schule"...

Beitragvon sinus » Do 26. Okt 2017, 16:58

Ich kann zu den meisten genannten Dingen nicht viel sagen, nur Erfahrungen von der Schule meiner Tochter berichten:

1)
Hier wurde jetzt in der 3. Klasse auch "angezogen" und wird nun viel mehr Wert auf korrektes Schreiben gelegt, Unterlängen, Überlängen etc.
Tochter wurde auch bspw. kritisiert, weil sie manche Zahlen "falsch" schreibt. Sie beginnt z.B. die 3 von unten zu schreiben. Find ich jetzt auch "pillepalle", solange sie trotzdem schnell genug schreiben kann und das kann sie. Wird in 1,2 Jahren bestimmt auch keinen mehr jucken, wie sie das schreibt.
Formpunkte werden jetzt auch abgezogen und können Einfluss auf die Note haben.

2)
"Förderunterricht" findet hier auch statt und zwar seit Klasse 2. Hier sind das aber einfach Stunden, in denen kleinere Gruppen unterrichtet werden.
D.h. die Klasse wurde in 3 Gruppen eingeteilt und jede ist mal "dran" (ca. 1x im Monat). Die anderen haben an dem Tag eher Schluss.
Die kleinen Gruppen machen etwas "kniffligere" oder speziellere Sachen als sonst im Unterricht laufen und durch die kleinen Gruppen ist individuelleres Programm möglich.
Förderunterricht hat also hier nichts mit einem Mehr an Förderbedarf zu tun, sondern mit mehr Möglichkeiten des Förderns in der entsprechenden Stunde.
Vielleicht ist ja bei euch ähnlich...?

3)
Mir fallen auch immermal Fehler bzw Ungereimtheiten auf in Formulierungen auf oder wo was nicht konsequent durchgezogen wurde in den Aufgaben in den Büchern und Arbeitsheften. Oder in den Aufgabenstellungen der von den Lehrern verwendeten Arbeiten. Find ich dann auch Mist.
Vor allem für Kinder, die sehr genau bzw oft einmal mehr drüber nachdenken, was sie tun. :roll:
(Bspw wurde bei meiner Tochter in Klasse zwei gefordert, dass in einer Aufzählung von Worten alle Substantive farbig markiert werden sollten. Sie hatte auch die Farbworte markiert. Immerhin kann man die ja auch als Substantiv verwenden: "Das Gelb". Wurde ihr als Fehler angerechnet. Sie ist dann am nächsten Tag hin und hat der Lehrerin gezeigt, dass "Gelb" u.a. AUCH als Substantiv im Duden geführt wird. Die Lehrerin hat ihr zwar recht gegeben, ihr den Punkt aber nicht nachträglich noch gegeben.
Wir haben uns dann drauf geeinigt, dass es ja auch nicht 100% richtig war, sie zu markieren, weil sie eben ohne Kontext nicht wie andere Substantive eindeutig als solche zu erkennen sind. Sie meinte dann, richtig wäre wohl gewesen, sie nur zur Hälfte oder nur ganz dünn farbig anzumalen. 8-)

Ergebnis mehrere solcher Aufgaben in den letzten Schuljahren: Meine Tocher sagte irgendwann mal: "Wenn ich nicht sicher bin, wie eine Aufgabe zu verstehen ist, dann stelle ich mir immer vor, wie "L." die wohl lösen würde. (ein eher leistungsschwaches Kind der Klasse). Und dann mache ich es so. :roll:

Klar, oft nervt sowas. Aber so ist es nunmal (oft). Ich finde, sie muss sicher nicht alles hinnehmen, aber sich arrangieren lernen mit solchen "Unperfektheiten" ist vielleicht auch manchmal ganz nützlich.
Zuletzt geändert von sinus am Do 26. Okt 2017, 17:31, insgesamt 6-mal geändert.
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Re: Das leidige Thema "Schule"...

Beitragvon ibi2017 » Do 26. Okt 2017, 17:12

sinus hat geschrieben:2)
"Förderunterricht" findet hier auch statt und zwar seit Klasse 2. Hier sind das aber einfach Stunden, in denen kleinere Gruppen unterrichtet werden.
D.h. die Klasse wurde in 3 Gruppen eingeteilt und jede ist mal "dran" (ca. 1x im Monat). Die anderen haben an dem Tag eher Schluss.
Die kleinen Gruppen machen etwas "kniffligere" oder speziellere Sachen als sonst im Unterricht laufen und durch die kleinen Gruppen ist individuelleres Programm möglich.
Förderunterricht hat also hier nichts mit einem Mehr an Förderbedarf zu tun, sondern mit mehr Möglichkeiten des Förderns in der entsprechenden Stunde.
Vielleicht ist ja bei euch ähnlich...?

Leider nicht. Bei uns gibt es zwei Arten von Förderung: Begabtenförderung und die sogenannte "Förderstunde".
Begabtenförderung scheint in unserer Schule nicht statt zu finden.
Die Förderstunde findet innerhalb des regulären Unterricht statt. Sie ist nur für die schwächsten Kinder gedacht, um an das Niveau der anderen aufzuschließen.

Dass meine Tochter anscheinend in eine solche Gruppe eingeteilt wurde, erschließt sich mir aus den dingen die sie darüber berichtet.
ZB würden die anderen Kinder in der Gruppe kaum deutsch sprechen. Es machen aber all in der Gruppe die selben Aufgaben. Die sind lt. meine Tochter sehr langweilig, und sie würde das dort Gefragte auch schon längst können.
Im Vergleich zu der Förderstunde findet sie den normalen Unterricht interessanter.

Sie hat mir gestern die Mappe mit dem was im Förderunterricht gemacht wurde mitgebracht. Das scheint mir vom Niveau her wirklich keine Begabtenförderung zu sein. Sie mussten zB Nomen und Verben unterstreichen, was sie bereits letztes Jahr im Unterricht gemacht haben, und was meine Tochter auch beherrscht.

Je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, und auch nachdem ich hier eine Beiträger gelesen habe, denke ich, die Lehrkraft meiner Tochter setzt Hochbegabung mit Hochleistung gleich.
Meine Tochter erledigt nicht immer alle ihrer Aufgaben fehlerfrei, je eintöniger und einfacher etwas ist, desto eher passieren ihr Fehler, weil sie dann beim Arbeiten nicht 100% bei der Sache ist, sondern an für sie spannendere Dinge denkt.
So wie ich das verstehe scheint das für HB normal zu sein.
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Re: Das leidige Thema "Schule"...

Beitragvon ibi2017 » Do 26. Okt 2017, 19:52

sinus hat geschrieben:Klar, oft nervt sowas. Aber so ist es nunmal (oft). Ich finde, sie muss sicher nicht alles hinnehmen, aber sich arrangieren lernen mit solchen "Unperfektheiten" ist vielleicht auch manchmal ganz nützlich.

Das sehe ich ebenso.

Für mich ist auch diese übergenaue Korrektur alleine auch nicht der Grund warum mich das Thema Schule derzeit so belastet.
Wäre es nur das, wäre es zwar vielleicht lästig, aber definitiv aushaltbar.
Es ist einfach die summe der vielen Dinge, die leider nicht optimal verlaufen.
Vor allem habe ich seit Beginn dieses Jahres eben wieder verstärkt den eindruck, dass meine Tochter unter der Situation leidet.

Da zuzusehen tut wohl jeder Mutter/jedem Vater weh.
Wenn man dann noch zusätzlich das Gefühl hat, dass ein wissbegieriges Kind, das gerne lernt und gerne zur Schule geht, nicht nur nicht gefördert, sondern mitunter regelrecht gebremst wird dann stören einen auch, sonst vielleicht vernachlässigbare, Kleinigkeiten viel mehr.

Ich werde euch berichten wie es weitergeht, nachdem ich ein Beratungsgespräch an der Begabtenstelle hatte.
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