Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon Lou » Mi 7. Nov 2018, 14:07

Hallo zusammen,

mein Sohn kommt im Sommer 2019 in die Schule. Heute unterhielt ich mich mit einer Grundschulkehrerin, die sagte, dass vom „Erkennen“ des eigenen Namens als Kenntnisstand bei Einschulung bzw zu Beginn der ersten Klasse ausgegangen würde.

Ich glaube eigentlich nicht, dass mein Sohn hochbegabt ist - vor allem, wenn ich lese, was eure Kinder in einem bestimmten Alter alles können/wissen!
Seit dem wir nicht mehr versuchen, ihn gezwungenermaßen vom Lernen abzulenken/zu bremsen (siehe anderer Post unter IQ-Test), hat er enorm an (Schul-)Wissen zugelegt - wir beantworten lediglich seine Fragen und gehen auf sein Interesse ein, er wird nicht extra animiert.
Mein Sohn kennt jetzt alle Buchstaben und kann diese Schreiben (zum Teil aber spiegelverkehrt), reiht diese zum Teil wahllos aneinander, versucht aber auch richtige Worte zu schreiben (zum Beispiel malte er ein Wohnmobil und schrieb „ULAUP“ (Urlaub) daneben). Seinen Namen, Mama/Papa, Oma/Opa, ect sowieso. Er spricht die Worte ganz langsam und schreibt dann einen Buchstaben nach dem anderen auf.
Auch erkennt er in Büchern, die er inhaltlich gut kennt, bestimmte Worte („da steht „Äxte“, das erkenne ich am Ä uns am X“).

Mit Blick auf die noch vor uns liegenden Monate bis zur Einschulung frage ich mich nun:
Mit welchem Kenntnisstand sind eure Kinder eingeschult worden?
Welchen Kenntnisstand hatten die meisten anderen Kinder im Vergleich?
Ist das „Erkennen des eigenen Namens“ tatsächlich der Wissensstand vieler Kinder?

Viele Grüße,
Lou
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon Koschka » Mi 7. Nov 2018, 17:32

Je nach Gegend können die durchschnittliche Vorkentnisse der Kinder sehr unterschiedlich ausfallen. Manche Kinder sind bei der Einschulung schon 7, andere dagegen erst 6. Ein Jahr in dem Alter spielt auch eine große Rolle. Aber egal was die Kinder mitbringen, die Lehrer fangen bei 0 an. Es werden Buchstaben und Zahlen eingeführt, und zwar im Tempo ein Buchstabe und ein-zwei Zahlen pro Woche.
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon BiHa » Mi 7. Nov 2018, 17:50

Das Erkennen des Namens ist der Wunsch. Gerade in der ersten Klasse hast Du Kinder, welche erst lernen müssen, einen Stift zu halten oder wie man eine Schere nutzt und andere können bereits lesen und schreiben. Es ist Aufgabe des Lehrers allen möglichst gerecht zu werden. Mach dir jetzt noch keine Gedanken,was dann sein wird. Bis dahin ist noch viel Zeit.

Mein Sohn beschwert sich jetzt in der dritten Klasse, dass ihm keiner glaubt, dass der Mensch am Ende vom Fisch abstammt. Mit dem Ergebnis, dass wir jetzt ein Plakat machen
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon Rabaukenmama » Mi 7. Nov 2018, 18:12

Als mein älterer Sohn (jetzt 8, Asperger Autist mit ADHS) mit 6,6 Jahren regulär eingeschult wurde konnte er schon über 2 Jahre sinnerfassend lesen, hatte über 100 Kinder-(Wissens-)Bücher selbst gelesen, er konnte im Zahlenraum 20 (OHNE Zehnersprung!) sicher plus und minus rechen und grammatikalisch und rechtschreiberisch großteils korrekt ziemlich schnell Druckschrift schreiben - sowohl frei als auch diktiert.

Mein jüngerer Sohn (gehörlos und autistisch, nonverbal) wurde mit 6,1 Jahren regulär eingeschult, da kannte er alle Buchstaben (groß und klein) konnte etliche Wörter "als Ganzes" erkennen (so, wie von der Lehrerin, mit der du gesprochen hast, das erkennen des eigenen Namens erwartet wird) und sich auch Sätzen halbwegs sicher den Inhalt "zusammenreimen". Addieren und subtrahieren konnte er MIT Zehnersprung im Zahlenraum 1000. Dafür war und ist sein Wissen in "Sachunterricht" grottenschlecht, was am fehlenden Blickkontakt liegt, der es unmöglich macht, längere Handlungsstränge zu verfolgen. Aber der IQ dieses Kindes liegt getestet auch nur bei 85, er ist also alles andere als hochbegabt.

So Sachen wie Wohnmobil mahlen und ULAUP daneben schreiben haben meine Söhne (mit anderen Themen) auch mal gemacht, beim älteren Sohn begann diese Phase mit 3 Jahren und 9 Monaten (mit BEBISITARIN und NUTELN MIT KESESOSE sowie einen Brief ans Christkind), beim jüngeren ging das mit ca. 4,6 Jahren los. Beim Schuleintritt hatten beide keine Buchstabenverdreher mehr. Mein älterer Sohn hatte da schon eine sehr gute Rechtschreibung, beim jüngeren arbeiten wir gerade daran (er ist gerade in der ersten Klasse).

Mir ist aber durchaus bewusst, dass die kognitiven Fähigkeiten meiner Kinder bei Schuleintritt eher ungewöhnlich waren. Da waren bei den anderen Schulanfängern durchaus auch Kinder dabei, die mit Mühe ihren eigenen Namen schreiben konnten. Dafür waren etliche andere Kinder einfach sozial-emotional schon viel, viel weiter als meine Kinder. Und DIESER Unterschied wird leider mit jedem Tag noch größer...
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon Edainwen » Do 8. Nov 2018, 08:53

Meine Tochter konnte bei der Einschulung mit 6,3 Jahren alle Buchstaben und einzelne Wörter lesen ... (also sie konnte alle Wörter lesen, aber sie konnte sich nicht über mehrere Wörter merken, was sie gelesen hatte, deshalb konnte sie auch keine Texte lesen ;)). Sie konnte in Großbuchstaben lautgetreu alle Wörter schreiben, z.B. Freundebücher ausfüllen. Was sie in Mathe konnte, weiß ich leider nicht. Sie konnte mindestens bis 999, aber irgendwie zu rechnen oder so, da habe ich gar keine Erinnerungen mehr dran :oops:

Sohn konnte bei der Einschulung mit 5,3 Jahren kürzere Bücher sinnerfassend lesen (z.B. "Lindbergh"), in Großbuchstaben lautgetreu schreiben und hatte in Mathe eine gute Vorstellung über den Zahlenraum bis 10 000, konnte in dem Raum auch addieren und subtrahieren. Er fing mit 3 Jahren zu lesen an. Kurze Geschichten("FOM SOMERLAND -AINE KAZE CLETERT AUF AIN BERG. DER BERG SCHTED MITEN IN DEM WASER. DORT OBEN IST DAS SOMERLAND ...") schrieb er mit 3,5 Jahren und noch vor dem 2. Geburtstag konnte er - REWE-Stickeralbum sei Dank :roll: Zahlen bis ca. 150 zählen und erkennen.

Was die anderen Kinder so konnten oder nicht, habe ich nur am Rande und an einzelnen Beispielen mitbekommen. Ich weiß z.B. dass einmal ein frisch 6jähriger Junge im KiGa meinem Sohn stolz erzählt hatte, dass er schon bis 18 zählen kann. Er hat es dann vorgezählt. Es hat nicht ganz gestimmt. Die Mutter eines damals 6,9jähriger Jungens (der dann kurz vor seinem 7.Geburtstag eingeschult wurde, ein sehr intelligenter Junge, der jetzt auch auf dem Gymnasium ist) zeigt sich erstaunt über die Lesefähigkeiten meines Sohnes (damals genau 5 Jahre alt) und meinte, das könne ja noch nicht mal ihrer ... dieselbe Mutter beklagte sich beim Elternabend dann, dass die Kinder einen Text lesen hätten sollen, in dem ein "E" vorgekommen war, und das hätten die Kinder ja noch gar nicht gehabt.
Ich weiß aber auch zumindest von einem Mädchen, dass mit 5 Jahren auch schon lesen konnte und dann erst mit 6,5 Jahren eingeschult wurde.

Insofern sind die Fähigkeiten zu Schulbeginn wohl wirklich sehr unterschiedlich. Wie dabei die Häufigkeitsverteilung ist, vermag ich allerdings nicht abzuschätzen. Ich denke mal, dass wahrscheinlich schon einige Kinder auf dem Stand sind, auf dem unsere Tochter - und wohl auch euer Sohn - bei der Einschulung war, dass die Fähigkeiten unseres Sohnes aber wohl doch eher außergewöhnlich waren - so dass sogar der Kindergarten auf Einschulung gedrängt hat ;)
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon Willow77 » Do 8. Nov 2018, 09:40

Hallo Lou,

Ich bin Lehrerin, allerdings nicht in Deutschland.
Deutsch ist nicht die Muttersprache der Kinder hier im Land, und doch werden sie in Deutsch alphabetisiert. Da unsere Muttersprache dem Deutschen sehr nahe ist.

Dass die Kinder ihren Namen erkennen können und bis 5 zählen können ist ein Minimum, was die Kinder können sollen.
Wie BiHa schreibt, gibt sogar Kinder, die in der ersten Klasse den Stift nicht halten können, nicht ausschneiden und nicht ausmalen können, was oft - nicht immer - mit vielen anderen Defiziten einhergeht.

Glaub mir: Kinder, die bei der Einschulung wirklich nur ihren Namen erkennen können, und sonst nichts, haben es sehr oft sehr schwer. Denn: Auch wenn der Unterricht erst einmal gaaaaaanz langsam anfängt, irgendwann hat man so viele Buchstaben eingeführt, dass es unendlich viele Worte gibt, die man damit lesen und schreiben kann. Und dann sind viele Kinder ganz schnell überfordert.

So wie hier viele schreiben, dass viele Hochbegabte Probleme mit Langeweile haben und UNTERfordert sind, so sind auf der anderen Seite viele Kinder ÜBERfordert. Und das sind dann halt oft (nicht immer!) die Kinder, die so ganz knapp das mindeste Minimum konnten bei der Einschulung. Also freu dich darüber, wenn dein Sohn mehr kann. Das wird nicht sofort unbedingt zum Problem.

Mein älterer Sohn ist vermutlich hochbegabt, und er hasst Schule. Von Anfang an. Gott sei Dank hat er aber diese schnelle Auffassungsgabe, er schreibt 1er und 2er und gelegentlich mal ne 3, ohne viel zu Hause dafür zu lernen. Er ist in der 5. Klasse der Grundschule. (Bei uns geht's erst nach der 6. Klasse in die weiterführende Schule) Und jetzt fällt auch auf, dass er begabt ist. Er liebt Sachaufgaben in Mathe. Er kann Geschichten schreiben, auf Deutsch und auf Französisch. Obwohl er sich Französisch noch erarbeiten muss, und noch viele Fehler in seinen Texten stehen, sind es sehr lebendige Geschichten, die er schreibt. Er findet nun also sein Futter und macht mittlerweile auch vieles freiwillig.

Meine Tochter ist vermutlich nicht hochbegabt. Sie konnte im Kindergarten mit 5 Jahren wie dein Sohn auch frei und phonetisch schreiben. Dinge wie: DAsisTdiBINEMaia.
Jetzt in der 2. Klasse hat sie schon auch ihr Zeug, in das sie sich reinarbeiten muss, das ihr nicht einfach in den Schoß fällt. Subtraktionen im Hunderterraum zum Beispiel (Sie konnte mit 3 Jahren auch Mengen bis 24 richtig abzählen). Rechtschreibung ist auch nicht so ihre Stärke. Und schnell arbeiten auch nicht. Also gibt es trotz mehr Vorwissen als nur bis 5 zählen und den eigenen Namen als Bild erkennen noch Baustellen.
Ich wage nicht mir vorzustellen, wie schwer es Eltern mit Kindern haben, die dem Schulstoff hinterherhinken. Die noch viel zusätzlich zu Hause arbeiten und erklären müssen, nur damit ihre Kinder die Basis von Lesen, Schreiben und Rechnen erreichen.

Genieße es also erst einmal dass dein Sohn will und kann. Und alles andere wird sich zeigen.

LG,
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon Edainwen » Do 8. Nov 2018, 10:56

Willow, das war sehr interessant, mal Einblicke von Lehrerseite zu bekommen :)
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon alibaba » Do 8. Nov 2018, 11:15

Lou hat geschrieben:
Mit Blick auf die noch vor uns liegenden Monate bis zur Einschulung frage ich mich nun:
Mit welchem Kenntnisstand sind eure Kinder eingeschult worden?


Hier konnten alle Kinder sich im Zahlenraum bis 10 bewegen. Das lag daran, dass der Kindergarten den Vorschulkindern das "Zahlenland" anbot. Dort erlernten die Kinder alles rund um Zahlen und rechnen.
Meine Kinder konnten noch "lesen". Den Namen schreiben sowieso, auch einfache Worte - allerdings nur in Druckgroßbuchstaben und grammatikalisch falsch. Ein nettes Wort was an meinem Kühlschrank hängt "Weinarten" (Weihnachten) Dass das "CH" als c und h geschrieben werden muss, wussten meine nicht. Ich habe es auch nicht gezeigt. Mein Sohn konnte sich sicher im Zahlen- und Rechenraum bis 20 bewegen, auch rückwärts runter zählen. Er konnte auch im Zahlenraum 100 rechnen, jedoch nicht 58+29. Eher 80+10 oder 70+5 oder 23+2 ……

Lou hat geschrieben: Welchen Kenntnisstand hatten die meisten anderen Kinder im Vergleich?
Ist das „Erkennen des eigenen Namens“ tatsächlich der Wissensstand vieler Kinder?


Zum Zahlenraum schrieb ich oben schon etwas. Den Namen schreiben konnten alle Kinder, was auch am Kindergarten lag. Denn dort werden die Kinder animiert auf Zeichnungen den Namen zur Identifikation zu scheiben, damit das besser zugeordnet werden kann. Das lernte man hier gleich ab 3 Jahren. Die einen konnten das schneller, die anderen eben etwas später.
Meine Kinder konnten das ABC erkennen. Ein A war ein A, das war klar A wie Affe. Auch das lag daran, dass im Kindergarten ein Buchstabenplakat hing und Kinder die sich interessierten auch damit konfrontiert wurden.
Auch konnten einige Kinder schreiben. Das lag daran, dass es eine Schreibmaschine im Kindergarten gab. Ob das andere Kinder auch und vor allem wie viele das aufgegriffen und genutzt haben - keine Ahnung!

Ergänzen möchte ich, dass hier auch alle Kinder richtig ausschneiden konnten und nicht über den Rand des Mandalas malen. Auch die Druckintensität des Buntstiftes wurde im Laufe der Kigajahre immer besser. Feinmotorisch wurde hier ebenfalls viel geboten. auffädeln, sich selber mit einem Faden messen, kleines Lego oder Fischertechnik bauen ….. gab es alles im Kiga. Selbst motorisch gab es hier Unterstützung. Erstmal gab es einen Kletterbaum im Kiga, es gab 2xJahr eine Sportwoche in der Turnhalle und 1xWoche Turnunterricht in der Sporthalle, 14-tägig Waldtag.

Ich kann nur sagen, hier an unserer Grundschule zur Einschulung meiner beiden Kinder, konnten ALLE ihren Namen erkennen und "drucken" in Großbuchstaben und alle konnten sich im Zahlenraum bis 10 bewegen. Das lag aber nicht am IQ sondern einfach das der Kindergarten hier alle Kinder unterstützt hat.

VG
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon Koschka » Do 8. Nov 2018, 11:27

Wichtig ist nicht der Stand der Dinge, wer was kann, sondern das Potenzial. Es gibt gut geförderte Kinder, die vor der Einschulung schon lesen können. Es gibt auch hochbegabte Kinder, die vor der Einchulung kein Interesse am Lesen hatten. Von denen gibt es wiederum welche, die rasant schnell lesen lernen, und welche, die kämpfen. Für Mathe gilt das gleiche. Ein normal begabtes gut trainiertes Kind kann besser rechnen als ein hochbegabtes.
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon alibaba » Do 8. Nov 2018, 11:49

Edainwen hat geschrieben: Ich weiß aber auch zumindest von einem Mädchen, dass mit 5 Jahren auch schon lesen konnte und dann erst mit 6,5 Jahren eingeschult wurde.


Ich glaube, dass alleine reicht eben nicht als "muss ich jetzt eher einschulen", da es glaube ich - bei interessierten und unterstützenden Eltern, fast schon "normal" ist, dass ein Kind "lesen" kann. Viel wichtiger finde ich die Beobachtung wie schnell das denn geht. Wie schnell ist einem Kind also die Logik hinter dem lesen oder dem rechnen oder dem Vorgang xy klar. Und wie schnell ist es fähig diese Logik zu transportieren, auf andere Dinge oder den nächsten Schritt anzuwenden. Braucht es einen Anschub, braucht es eine lange oder kurze Erklärung oder kommt es sogar von alleine dahinter.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass mein Sohn mehr recht als schlecht und eher unwillig die Essenstafel im Kiga las. Es war ihm egal, was es heute zum Mittag gab. Er wollte das von mir wissen. Ich "zwang" ihn, wenn er das wissen wollte, das doch selber abzulesen. Genervt tat er es oder eben nicht. Nach ein paar Wochen Schulbeginn konnte mein Sohn dann plötzlich lesen. Das war einfach da. So, wie er jetzt liest, vielleicht noch etwas langsamer. Aber nicht stockend, einfach hat er gelesen, als sei das das normalste der Welt. Er las ab dato alles und heuer liest er Harry Potter in Englisch. Zwischenzeitlich wollte er auch Bibliotheks- und Kommunikationsmanagement studieren.

Oder Mathe. Mein Sohn sagt immer , das sei logisch. "Ist doch logisch Mama", sagt er immer, wenn ich ihn anglotze, wenn er mir was von seinem Unterricht erzählt. Nein, 1er schreibt der nicht. Ich kann da ganz deutluiche Unterschiede zwischen meinen Kindern ausmachen, auch wenn sich die Zensuren nicht wesentlich unterscheiden.

VG
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