Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon charlotte12 » Mi 21. Nov 2018, 12:29

Ich gebe allerdings zu, dass eine Lehrerin, bei der Tochter, ständig drauf bestand, das alle alles machen. Selbst Nichtgemachtes im Unterricht gab es dann für zuhause auf. Aber das war eine! Lehrerin. Das hab ich jedoch sportlich gesehen und hab mein Kind tatkräftig unterstützt. :lol:

Das habe ich auch schon durch. Streckenweise mit der Variante, dass ich die offiziellen Hausaufgaben gemacht habe und meinem Kind ersatzweise selbst anspruchsvollere Dinge ausgesucht habe - in Mathe geht das super.
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon alibaba » Mi 21. Nov 2018, 12:39

Koschka hat geschrieben:
Ich glaube du hast ein falsches Bild von der Differenzierung. Das was du für dein Sohn gerne hättest ist ein Drehtürmodel.


Wie man das letzten Endes im Detail nennt, ist mir egal. Für mich läuft nur das unter Differenzierung. Alles Andere ist bei mir anderweitige Beschäftigung, aber keine Differenzierung.


Koschka hat geschrieben: Was mich persönlich interessiert, weil ich auch ein Chemie Fan bin, wofür interessiert sich dein Sohn? Was wünscht er sich als Differenzierung in Chemie?


Eigentlich wäre eine korrekte Differenzierung ein "schneller". Was genau er in Chemie will, das weiß er selber noch nicht. Ich denke, das Kernproblem ist, das er einfach schneller ist - da wo er natürlich will. Er könnte also aufwändigere Dinge angehen, aber das geht nicht im schulischen Kontext. Er ist auch in Physik ganz gut dabei, mittlerweile auch in Mathematik. Biologie oder Deutsch oder Latein dagegen ist gar nicht seins. Auch in Geschichte reizt er regelmäßig das Fach aus.

Er kann das noch nicht greifen, was im Konkreten ihn interessiert. Nanotechnik sprach er neulich an (da schauen wir mal), allerdings will er kein Praktikum in "unserem" Chemiewerk machen um erst einmal zu sehen, welche Themenfelder gibt es denn rund um das Thema "Chemie". Der Hinweis der Lehrerin liegt auch erst einmal in seinem Zimmer "rum". Der will halt seine freie Zeit am Wochenende nicht noch mit "Schule" verbringen. Ich kann das verstehen, denn selbst am Wochenende haben wir hier Orchesterproben, so das für "chillen" gar nicht so viel Raum mehr ist. In Folge legt er dann solche Flyer eben erst einmal zur Seite. Ich kann ihn nicht mehr etwas aufoktroyieren. Das geht nicht mehr.

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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon BiHa » Mi 21. Nov 2018, 13:41

Koschka hat geschrieben:@alibaba

KInder bis IQ unter 80 gehören in die normale Grundschule! Förderschule für lernschwache beschäftigt sich mit IQ kleiner 80. Natürlich gehen sie nicht auf Gymnasium, sondern auf die Hauptschule. Aber wir haben von Alter von 10 Jahren gesprochen als Beispiel.

Und selbst bei den Lernschwachen kann man sich als Elternteil zum Teil noch aussuchen, wohin das Kind gehen soll. In der Klasse meines Sohnes ist mindestens 1 Kind, dass dauerhaft anders beschult wird, andere Helfte bearbeitet, da es als lernbehindert eingestuft ist. Das Mädchen kann in der 3. Klasse nicht lesen, selbst das nicht, was es selbst schreibt. In der letzten Ethik-Arbeit hat sie, anstatt die Fragen zu beantworten, die Fragen abgeschrieben.
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon alibaba » Mi 21. Nov 2018, 13:57

Das gibt es hier nicht. Weder Kinder mit einem IQ von 80 auf der normalen Grundschule noch auf der Hauptschule. Diese werden, es mag hart klingen, aber es ist so, bereits im Vorfeld aussortiert. Die Erstklässler sind dann zwar immer noch nicht homogen, aber keine 6 Jahre auseinander.

Wenn es in einem solche beschriebenen Fall keine Schulbegleiter gibt oder eine zweite Lehrerin ist das scheitern des Kindes vorprogrammiert.
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon Rabaukenmama » Mi 21. Nov 2018, 14:21

alibaba hat geschrieben:Das gibt es hier nicht. Weder Kinder mit einem IQ von 80 auf der normalen Grundschule noch auf der Hauptschule. Diese werden, es mag hart klingen, aber es ist so, bereits im Vorfeld aussortiert. Die Erstklässler sind dann zwar immer noch nicht homogen, aber keine 6 Jahre auseinander.

Wenn es in einem solche beschriebenen Fall keine Schulbegleiter gibt oder eine zweite Lehrerin ist das scheitern des Kindes vorprogrammiert.


Ich glaube du hast ein völlig falsches Bild von einem Kind mit IQ 80. Je nachdem, wie gut das Kind von zu Hause gefördert wird, kann durchaus sein, dass es in der Grundschule gar nicht besonders auffällt. Da sind meiner Beobachtung nach durchschnittlich intelligente Kinder mit Wahrnehmungsstörung ODER aus sozial auffälligem Elternhaus, durchaus schwieriger und oft auch leistungsmäßig schwächer.

Wenn du bei einer beliebigen Kindergruppe durchzählst hat jedes 7. Kind einen IQ zwischen 70 und 85 (und weitere 35% einen zwischen 85 und 100)! Wie viele Förderschulen, glaubst du, gibt es? So viele, dass jedes 7. Kind eine besucht? Oder sind es etwa jene 2% Kinder mit einem IQ von unter 70? Und dann noch ein paar, welche sich aus unterschiedlichen Gründen nicht ins normale Schulsystem integrieren lassen.

Kriterium für eine Schulbegleitung ist übrigens nur in seltenen Fällen "nur" ein niedriger IQ. Die Kinder mit Schulbegleitung, die ich kenne, sind entweder durchschnittlich oder sogar überdurchschnittlich intelligent, haben aber Probleme mit der Wahrnehmung und/oder ihrer Emotionskontrolle. Der Schulbegleiter ist ja auch nicht dazu da, dem Kind den Unterrichtsstoff zu vermitteln, sondern eher um das Kind bei dem, was es selbst auf Grund indivdueller Probleme nicht kann, zu helfen. Also z.B. das richtige Heft raussuchen, eventuell die Aufgaben größer kopieren, an den Klogang zu erinnern... In manchen Schulen teilen sich auch mehrere Kinder eine Schulbegleitung. Ich weiß übrigens auch von Lauter-Einser-Schülern mit Schulbegleitung.

Willow 77, selbst Lehrerin in Deutschland, schreibt in genau DIESEM Thread wörtlich:
"Nur ist es meine von meinen Vorgesetzten auferlegte Pflicht, die Schwächeren auf ein minimales Mindest Niveau zu bringen. Was mir nicht gelingen wird. Von 16 Kindern müssten eigentlich 5 das Jahr wiederholen, weil sie bis zum Ende des 2. Schuljahres nicht gut genug lesen können, Null Rechtschreibung beherrschen, und keinen Satz selbständig hinbekommen, geschweige denn einen zusammenhängenden Text. Wenn ich dann aber 5 Kinder "sitzen" lasse, ist das auch nicht gut, weil das zeigt ja, dass ich meine Arbeit nicht gemacht habe. "

Was für mich zeigt: weniger intelligente Kinder werden in der Grundschule durchaus noch "mitgeschleift" oder wiederholen im Extremfall mal eine Klasse. Die Tochter einer Freundin (IQ irgendwo um 70, aber sozial-emotional altersgemäß entwickelt) hat z.B. die 3. Klasse Grundschule wiederholt. Beim Übertritt in die Hauptschule kam sie dann in eine I-Klasse mit erhöhtem Förderbedarf in allen Fächern. Eine Schulbegleitung stand nie zur Debatte weil das Mädchen durchaus lernwillig war und auch mit den Schulkameraden keine Probleme hatte.
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon alibaba » Mi 21. Nov 2018, 15:04

@koschka

Förderschulen heißen die hier nicht (mehr). Die heißen, wie ich sie oben schon beschrieben habe.

Natürlich ch weiß ich nicht den IQ der Kinder, schrieb ich ja schon weiter oben. Aber ich kenne viele, in der Grundschule alle. Das lag an der Größe der Grundschule und an meinen Aktivitäten. Und ich kenne die VERA-Ergebnisse. Weiter ist das Vorprüfung-System recht zeitig und ich finde, recht gut aufgestellt. Meine hatten mit 4 1/2 Jahren die Einschulungsuntersuchung des Grsundheitsamtes, ein Jahr später die Untersuchung beim Kinderarzt. Dann hätten sie noch ein gutes 3/4 Jahr Zeit bis zur Einschulung. Defizite sieht man hier rechtzeitig. Für diese Kinder gibt es Alternativen.

Es gibt ein Jahr mehr im Kiga, wenn der Kiga nicht voll ist. Es gibt die Vorschule im Nachbarort. Diese Schule ist eine Schule für lernschwache Kinder, die bei Nichtbestehen der Vorschule dort in eine 1. Klasse eingeschult werden, der Rest kommt auf die normale Grundschule nach einem Jahr Vorschule. Für Kinder die körperliche Behinderungen haben, gibt es hier die Körperbehindertenschule. Wir haben auch eine Gehörlosen- und Sehschwachenschule mit Internat. Dann gibt es eine Schule für verhaltensauffällige Kinder ab Klasse 1-4 mit Schulbusbeförderung.

Von 10 Kindern gehen am Ende der 4. Klasse 80% auf ein Gymnasium, 15% auf eine Realschule, Hauptschulempfehlungen gab es bei meinem Sohn keine, bei der Tochter bei einem Kind. Aber selbst das war normal begabt. Mit der Mutter war ich in Kontakt, daher weiß ich es zufällig. Von den folgenden Abgangsklassen sehe ich hier ganz viele Kinder auf dem Gymnasium wieder.

Da also hier selbst das lernschwächste Kind keinen IQ von 80 hatte, schließe ich aus, das es an der hier existierenden Grundschule Kinder mit einem solchen IQ gibt.

Und um den Reigen zu schließen, wir haben hier auch eine Begabtengrundschule. Der Rektor dort ist Mitglied der Begabtenförderung Baden-Württemberg und der Orts-DGhK.

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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon alibaba » Mi 21. Nov 2018, 15:28

@Rabaukenmama

Wir haben keine Inklusion. Eine I-Klasse gibt es hier nicht. Hier wird in der Tat noch sortiert. Und das vor der 1.Klasse.

Ich kann nicht beurteilen, was ein Kind mit einem IQ von 80 kann. Klassenwiederholungen würde ich daran jedoch nicht festmachen wollen. Da würde ich die Gründe viel weiter streuen.

Vielleicht leben wir ja auch einfach zu homogen, hier auf der Insel. ;) Ich tippe jedoch eher darauf, dass das engmaschige Kontrollnetz hier ganz gut funktioniert und dass das Schulsystem durchlässig ist. So ist gewährleistet, dass „Förderschule“ keine Einbahnstraße ist. Selbst auf den Gemeinschaftsschulen kann man sich auf viele weitere Wege vorbereiten, je nachdem auf welchem Niveau Kind dort mitarbeiten kann.

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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon Rabaukenmama » Mi 21. Nov 2018, 15:58

alibaba hat geschrieben:@Rabaukenmama
Wir haben keine Inklusion. Eine I-Klasse gibt es hier nicht. Hier wird in der Tat noch sortiert. Und das vor der 1.Klasse.


Auch in Österreich gibt es den sogenannten "Schuleignungstest". Was ich so mitbekommen habe ist der aber nicht standardisiert, sondern wird sehr unterschiedlich gehandhabt. Es gibt ein paar motorische Dinge (auf einer Linie gehen, mit geschlossenen Augen an die Nase fassen) ein paar kognitive (den eigenen Namen erkennen und schreiben können, mindestens bis 10 zählen, ein Bild beschreiben) und dann sollten noch ein paar offene Frage beantwortet werden, um die Kommunikationsfähigkeit zu testen. Meiner persönlichen Meinung nach stellt all das für ein gut gefördertes Kind mit IQ 80 kein Problem dar. Es weiß ja keiner, wie viel mit ihm geübt wurde, bis es z.B. den eigenen Namen schreiben konnte. Ein durchschnittlich intelligentes Kind kann hier sogar durchaus schlechter abschneiden, wenn es bisher nicht gefördert wurde.

Ein Jahr länger Kindergarten ("Rückstellung") gibt es hier nicht mehr. Wenn das Kind am Stichtag 6 Jahre alt ist MUSS es entweder eine Schule ODER eine Vorschule besuchen. Und nach dem Vorschuljahr MUSS es in die Schule, egal wie fit oder nicht.

Aber man hat als Eltern einiges an Mitspracherecht bei der Schulauswahl. Es gibt städtische Schulen und Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht (wo man selbst was draufzahlen muss). In beiden Bereichen ist von "streichelweich" bis zu "hier herrscht Zucht und Ordnung" so ziemlich alles dabei, wenn man sich als Eltern die Mühe macht, genauer hinzuschauen.

Der Großteil der Kinder mit Behinderung besucht Inklusionsklassen in ganz normalen Schulen. Gerade bei reinen Körperbehinderungen finde ich es als grotesk, das Kind in eine (womöglich weit entfernte) Sonder-Schule zu schicken, statt mit den anderen Gleichaltrigen in die I-Klasse. Es gibt aber auch Kinder, wo Inklusion einfach nicht möglich ist. Mein jüngerer Sohn ist trotz normaler Intelligenz einer davon. Nicht nur, dass er gebärdensprachigen Unterricht braucht, er lautiert auch ständig vor sich hin, was den Unterricht natürlich gewaltig stören würde. Für diese Kinder gibt es nach wie vor Sonder-Schulen.

Die klassische "Sonderschule" aus meiner Kindheit, die damals hauptsächlich von Kindern mit Lernschwierigkeiten besucht wurde, ist heute übrigens eine Art Auffangnetz für Kind aus sozial schwierigen Verhältnissen.

alibaba hat geschrieben:Ich kann nicht beurteilen, was ein Kind mit einem IQ von 80 kann. Klassenwiederholungen würde ich daran jedoch nicht festmachen wollen. Da würde ich die Gründe viel weiter streuen.


Es ist in die andere Richtung gemeint. Die Aussage ist nicht "Wenn ein Kind die Klasse wiederholen muß, dann ist es nicht intelligent genug" sondern "Mangelnde Intelligenz ist EINER von vielen Gründen, die zu einer Klassenwiederholung führen können". Im Idealfall ist z.B. ein Kind mit IQ 80 nach 2 Klassenwiederholungen kognitiv etwa durchschnittlich unterwegs (weil z.B. mit 10 Jahren am Stand eines 8jährigen Kindes UNTER 8jährigen Kindern.

Einem Kind mit einem IQ von 80 merkt man auf den ersten Blick gar nichts an. Ich wage sogar zu behaupten, dass mein sozial-emotional zurückgebliebener 8jähriger Sohn für Außenstehende auffälliger wirkt als ein angepasstes Kind mit IQ70! Die meisten lernschwachen Kinder sind eher zurückhaltend, damit niemand merkt, was sie alles nicht können. Die Tochter meiner Freundin mit IQ70 war z.B. schon 12 Jahre alt, als sie gelernt hat, die Uhr zu lesen. Wenn man sie unter ihren Klassenkameraden gesehen hat, ist das aber niemanden aufgefallen.

alibaba hat geschrieben:Vielleicht leben wir ja auch einfach zu homogen, hier auf der Insel. ;) Ich tippe jedoch eher darauf, dass das engmaschige Kontrollnetz hier ganz gut funktioniert und dass das Schulsystem durchlässig ist. So ist gewährleistet, dass „Förderschule“ keine Einbahnstraße ist. Selbst auf den Gemeinschaftsschulen kann man sich auf viele weitere Wege vorbereiten, je nachdem auf welchem Niveau Kind dort mitarbeiten kann.

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Hier beobachte ich, dass es zu 90% an den Eltern liegt, welche Schule die Kinder besuchen und in wie weit sie auch zu Hause gefördert bzw. gefordert werden. "Sonderschule" ist somit für jene Kinder, deren Eltern sich nicht ausreichend kümmern, durchaus oft eine Einbahnstraße. Dagegen haben Kinder mit niedrigerem IQ, aber förderndem Elternhaus, sowohl in der Schule als auch später im Leben die besseren Karten.
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon Bliss » Mi 21. Nov 2018, 16:32

Fast 10% der Bevölkerung haben einen IQ von unter 80, der Anteil der Förderschüler beträgt in Baden Württemberg 5%. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass auf Förderschulen auch viele Kinder mit normalem IQ sind, müssten es statistisch gesehen schon pro Klasse mindestens 1 Kind auch in BW geben. Genauso wie HB nicht unbedingt sofort auffällt, fallen auch unterdurchschnittliche IQs nicht unbedingt gleich ins Auge und mit entsprechendem Fleiß ist gut möglich, dass man unauffällig durch die Grundschule kommt. Gymnasium dürfte schwer sein.
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Re: Wissensstand/Kompetenzen bei Einschulung

Beitragvon alibaba » Mi 21. Nov 2018, 16:44

@koschka

Hier sitzen in den örtlichen Grundschulen ( 5 Stück) keine Kinder die ein Sonderförderheft benötigen. Hier sitzen auch keine Kinder die permanent wegen Auffälligkeiten den Unterricht stören, so das kein Unterricht machbar ist. Aber nein, auch jetzt oder trotzdem ist die Bandbreite der 1.Klässler groß genug.

Es gibt Kinder die auch ihr Bündel tragen müssen, da ist die normale Palette ja groß. Aber Kinder mit kognitivem Förderbedarf gehen hier auf andere Schulen. Das mag in Bayern anders sein ..... das weiß ich nicht.

Förderschule bedeutet hier nicht hinterm Zaun. Die Schularten sind durchlässig, wenn auch mit Klassenwiederholungen verbunden. Förderschule bedeutet hier eher kleinere Klassen, zwei Lehrer, engmaschige soziale Betreuung, Ganztag und ein langsameres Vorankommen. Ich denke, dass so eine Lösung für alle Grundschulen Entlastung bedeutet und sich jeder auf das konzentrieren kann, für was die Schulart gedacht ist. Denn auch das ist oftmals herausfordernd genug.

Auf keinen Fall ist hier vor Ort Förderschule das Auffangbecken sozial schwacher Familien. Auch hier wird getrennt. Für aggressiv auffällige Kinder gibt es andere Förderschulen mit anderen Schwerpunkten, unabhängig vom IQ. Hier wird in der Vorschule der Förderschule sehr genau hingesehen. Lernschwache verbleiben im Förderverbund. Kinder, die nur noch Entwicklungszeit benötigten, gegen dann ganz normal zur Grundschule.

VG
Zuletzt geändert von alibaba am Mi 21. Nov 2018, 17:11, insgesamt 1-mal geändert.
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