Was war euch bei der Schulwahl/Einschulung wichtig?

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Was war euch bei der Schulwahl/Einschulung wichtig?

Beitragvon alibaba » Fr 22. Feb 2019, 16:51

Bliss hat geschrieben: Viel läuft über gemeinsame Interessen.......


Das wird, glaube ich, mit zunehmenden Alter der Kinder, immer eigenständiger, sofern sie nicht retardiert sind. So spielt aktuell mein 9.Klässler nur noch mit englischsprachigen "Freunden". Der sitzt mit Kopfhörern da und chatet um und mit der halben Welt. Hier muss man dann englisch sprechen, was er aktuell (als intellektuellen Ausgleich zur Schule) bevorzugt. Und so steht sein zweiter 5-stündiger Leistungskurs schon fest. Vor 4 Jahren hätte ich so eine Aussage nie gewagt zu schreiben.

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Re: Was war euch bei der Schulwahl/Einschulung wichtig?

Beitragvon sinus » Fr 22. Feb 2019, 16:52

Rabaukenmama hat geschrieben:
sinus hat geschrieben:Diese Freundin von mir (definitv auch weit "drüber", sehr vielseitig interessiert und begabt) ist gegen alle Tests und möchte auch keine Autismusdiagnostik. Ihr wurde im Kleinkindalter des Kindes mal gesagt, ihre Tochter sei autistisch und sie solle das klären lassen.
Hat sie verweigert.
Sie sagt, das sind für sie alles Spielarten der Normalität und sie möchte nicht, dass da irgendwas diagnostiziert wird. Wichtig wäre nur, dass man im Leben zurechtkommt und ihrer Meinung nach könne man das lernen ganz ohne Diagnosen und Tests.


Also ohne TESTS kann man sicher lernen, im Leben zurechtzukommen. Ob es auch ohne Diagnose möglich ist, hängt von dem Umständen ab. Durch das Anders-Sein haben diese Kinder (egal, ob man es Asperger, ASS, Hochsensibilität oder was-auch-immer nennt) in manchen Umgebungen nun mal Schwierigkeiten. Und an Schwierigkeiten kann man wachsen, aber auch zerbrechen. Ich hatte als Kind nie Diagnosen, wurde auch nicht "behandelt" und hatte "nur" mit unerkannter ADHS mit 12 Jahren meine erste schwere, depressive Lebenskrise. Diese ist nicht so sehr durch mein anders-sein ausgelöst worden, als durch ein unpassendes Umfeld, welches nicht mit meinen Besonderheiten umgehen konnte, und zwar besorgte, aber unwissende Eltern, die mir damals nicht helfen konnten.

Mit einer Diagnose ändert sich nichts am Kind. Diejenigen, die gerne Stempel aufdrücken, tun das sowieso, und diejenigen, die ihre Mitmenschen so nehmen, wie sie nun mal sind, auch.

Für mich waren und sind die Diagnosen meiner Kinder hilfreich, um ihnen zumindest zu Hause ein Umfeld bieten zu können, in dem sie sich wohl fühlen. Klar kann man sagen "das kann ich so auch, da brauche ich keine Diagnose" - aber das ist nur dann einfach, wenn das Kind keinen großen Leidensdruck hat. Und es wird sicher auch Menschen geben, die einfach ein "Gespür" dafür haben, was ein Mensch (nicht nur ein Kind) jetzt gerade "braucht", und die gar nicht erst drüber lesen müssen.

Ich gebe zu, mich viel mit ALLEN Themen zu beschäftigen, die die Diagnosen meiner Kinder betreffen. Das sind Gehörlosigkeit, Asperger Autismus und ADHS. Und ich finde immer wieder was hilfreiches zu lesen, was ich in der Familie umsetze.


Ich habe nur die Meinung der Freundin wiedergegeben.

Für mich ist das nichts, ich mag es, zu wissen woran ich bin und Probleme ausgiebig zu analysieren und sie dann gezielt anzugehen.
Ich lese bspw auch Reiseführer, bevor ich in ein fremdes Land fahre, weil ich gern vorbereitet bin und glaube, vieles besser zu verstehen, wenn ich Wissen dazu habe.
Andere fahren einfach los und lassen lieber alles "echt" und unvoreingenommen auf sich wirken.
Das sind hat zwei verschiedene Wege und ich wage nicht zu behaupten, dass einer davon der bessere ist...
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Re: Was war euch bei der Schulwahl/Einschulung wichtig?

Beitragvon alibaba » Fr 22. Feb 2019, 17:03

sinus hat geschrieben:Her bspw mal ein recht übersichtlicher vergleich zum Thema HS und AS
https://dieloewenfamilie.de/hochsensibi ... menhaenge/


Das ist ein toller Link. Und es ist, wie befürchtet. Autistisch ist bei uns wohl eher hochsensibel. Nur das ist dann wohl leider noch unbekannter als Autismus. Ich zumindest kann hier ganz viele Häkchen bei Merkmalen von Hochsensibilität setzen und erkenne auch mich da wieder.

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Re: Was war euch bei der Schulwahl/Einschulung wichtig?

Beitragvon Rabaukenmama » Fr 22. Feb 2019, 17:04

alibaba hat geschrieben:
Rabaukenmama hat geschrieben: Du kämst nie auf die Idee WEIL du keine Kinder mit Asperger HAST.


Ich glaube, wir reden immer von etwas anderem. Der Ursprungsthread erfasst ein Kind, was kein Asperger Autist ist. Es mag so sein, dass Asperger Autisten da ganz andere Hilfe benötigen. Aber selbst davon unbenommen, glaube ich, wurde hier sehr deutlich, aus den vielen Beiträgen, dass es ganz viele verschiedene Gründe geben kann, warum etwas ist oder eben nicht so ist.

Im Vorstellungsthread hat moonchild aber wörtlich geschrieben: "Asperger steht im Raum (Erzieherin hat den Eindruck, ich sehe ein paar Tendenzen), ich möchte aber noch abwarten, ob wir ohne Diagnostik mit der Schule klar kommen. "

alibaba hat geschrieben:
Rabaukenmama hat geschrieben:
Tja, mit voller Windel ist eben gut stinken. Wenn die Kinder nicht deutlich untergewichtig sind und sich offensichtlich auch mit wenig Nahrung prächtig entwickeln, ist das einfach. Ich kenne Kinder, die "vergessen" zu essen, spüren auch keinen Hunger und kippen irgendwann mal um. Eine Bekannte hat mal in einer Kinderabteilung im Krankenhaus gearbeitet, die hatten dort Kinder, die wegen ihrer Essstörungen stationär aufgenommen und künstlich ernährt werden mussten.


Auch hier kommen wir jetzt in eine Diskussion, die vollkommen weg vom Ursprungsthread ist und immer dramatischer in ihren Erzählungen wird. Wir sind jetzt quasi bei Essstörungen der unschönsten Art gelandet.

Ich habe immer das Gefühl, das A) etwas schreibt, B) etwas dazu sagt, C) es mit einem Beispiel darstellt, D) dagegenhält und man am Schluss gar nicht mehr da ist wo man sein sollte und die verwendeten Argumente immer größer in ihrer Dimension werden.

Ich möchte einfach nur einen Austausch in der Sache und hier sind wir nicht mehr bei der Sache. Wir sind jetzt in einem Krankenhaus mit künstlicher Ernährung gelandet. :gruebel:

VG :fahne:


Naja, das ergibt sich eben so in einer Diskussion. Du antwortest hier genauso auf vom Ursprungsthread unabhängige Diskussionsdetails wie alle anderen hier.

Was mich nur stört sind so Aussagen die sinngemäß sagen "Alles kein Problem, nimm´s locker!". Das kann in manchen Situationen auch durchaus hilfreich sein (vor allem dort, wo Eltern Probleme sehen, die eigentlich gar keine sind :P ), aber eben nicht in allen. Deine Kinder (re-)agieren auf eine bestimmte Art, koschkas Kinder auf eine andere, meine wieder anders und es wechseln sich problembeladene Zeiten mit entspannteren ab.

Mein Schwenk zu Kindern mit Essstörung war, um zu verdeutlichen, dass es (Gott sei Dank ;) ) immer Probleme gibt, wo man aus eigener Erfahrung eben NICHT mitreden kann. Bei der Schwierigkeit, soziale Kontakte aufzubauen und Freundschaften zu finden, KANN ich aber mitreden, weil ich sei aus Erfahrung kennen. Deine Kinder haben das Problem nicht - und zwar nicht, weil du entspannter damit umgehst, sondern weil sie es nicht haben. Ist auch gut so, man muss ja nicht überall HIER schreien :fahne: .

Wenn ich im behinderte-Kinder-Forum in einem Thread, wo es darum geht, dass ein 9jähriger immer noch nicht lesen kann, mitsenfe, dann wird die Threaderstellerin sich vermutlich nicht gerade verstanden fühlen, wenn ich erkläre, wie einfach meinen Jungs das lesen-lernen gefallen ist. Ich hoffe, nun verstanden zu werden ;) .
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Re: Was war euch bei der Schulwahl/Einschulung wichtig?

Beitragvon alibaba » Fr 22. Feb 2019, 17:08

sinus hat geschrieben: ich mag es, zu wissen woran ich bin und Probleme ausgiebig zu analysieren und sie dann gezielt anzugehen.


Da haben wir einige Ähnlichkeiten. Ich habe auch einen aufgeräumten Schreibtisch.

sinus hat geschrieben: Das sind hat zwei verschiedene Wege und ich wage nicht zu behaupten, dass einer davon der bessere ist...


Ich finde das ganz wichtig, egal welcher Meinung man ist, die ja durchaus unterschiedlich sein darf. Ich finde es sogar viel anregender, wenn es eben viele Standpunkte und Sichtweisen gibt.

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Re: Was war euch bei der Schulwahl/Einschulung wichtig?

Beitragvon alibaba » Fr 22. Feb 2019, 17:26

Rabaukenmama hat geschrieben:
Im Vorstellungsthread hat moonchild aber wörtlich geschrieben: "Asperger steht im Raum (Erzieherin hat den Eindruck, ich sehe ein paar Tendenzen), ich möchte aber noch abwarten, ob wir ohne Diagnostik mit der Schule klar kommen. "


Liebe Rabaukenmama, das ist jetzt nicht dein Ernst. :fahne: Du schließt aus einem Argument der Erzieherinnen (Kind kann keine adäquaten Kontakte aufnehmen) auf Asperger? Ich hätte jetzt echt von Dir - als Fachfrau hier im Bunde - das kritischere hinterfragen erwartet. Das sollte eigentlich nicht ich tun, sondern Du.

Solange wie hier ein User nicht schreibt, ich bin getestet so oder so, gehe ich grundsätzlich von der Nichtretardierung aus. Und eins nehme ich auf jeden Fall hier aus allen Beiträgen mit, es kann alles oder nichts sein. Ganz interessant finde ich da den Hinweis von @Sinus zur Hochsensibilität. Ein weiterer Aspekt zur Laien-Diagnosefindung. Und ich wiederhole mich. Ein so junges Kind was wie ein Erwachsener lesen und schreiben kann, das würde ich testen lassen. Im besten Fall schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, nämlich die HB und den Autismusverdacht.

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Re: Was war euch bei der Schulwahl/Einschulung wichtig?

Beitragvon Rabaukenmama » Fr 22. Feb 2019, 18:52

alibaba hat geschrieben:
Rabaukenmama hat geschrieben:
Im Vorstellungsthread hat moonchild aber wörtlich geschrieben: "Asperger steht im Raum (Erzieherin hat den Eindruck, ich sehe ein paar Tendenzen), ich möchte aber noch abwarten, ob wir ohne Diagnostik mit der Schule klar kommen. "


Liebe Rabaukenmama, das ist jetzt nicht dein Ernst. :fahne: Du schließt aus einem Argument der Erzieherinnen (Kind kann keine adäquaten Kontakte aufnehmen) auf Asperger? Ich hätte jetzt echt von Dir - als Fachfrau hier im Bunde - das kritischere hinterfragen erwartet. Das sollte eigentlich nicht ich tun, sondern Du.


Ich bin nicht bereit, jetzt alle Beiträge rauszusuchen, wo ICH kritisch hinterfragt habe und alle Hinweise von moonchild, die ich in Richtung Asperger deute. Dass ich aus moonchilds Vorstellung zitiert habe war eine Antwort auf DEINE Aussage, der Ursprungsthread würde ein Kind erfassen, das KEIN Asperger Autist sei.

alibaba hat geschrieben:Solange wie hier ein User nicht schreibt, ich bin getestet so oder so, gehe ich grundsätzlich von der Nichtretardierung aus. Und eins nehme ich auf jeden Fall hier aus allen Beiträgen mit, es kann alles oder nichts sein. Ganz interessant finde ich da den Hinweis von @Sinus zur Hochsensibilität. Ein weiterer Aspekt zur Laien-Diagnosefindung. Und ich wiederhole mich. Ein so junges Kind was wie ein Erwachsener lesen und schreiben kann, das würde ich testen lassen. Im besten Fall schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, nämlich die HB und den Autismusverdacht.

VG


Wie kommst du zu deinen Schlussfolgerungen? Du gehst bei einem in keine Richtung getesteten Kind davon aus, dass Hochbegabung vorliegt, aber kein Autismus? Oder beides nicht, weil eben nicht getestet ist? Nur zu Erinnerung: weder deine Kinder noch mein älterer Sohn haben einen mit einem Test untermauerten IQ-Wert im Bereich der Hochbegabung, und trotzdem schreiben wir beide hier.

Und ob bzw. in welche Richtung moonchild ihre Tochter testen lassen will, soll und wird sie entscheiden. Wie du korrekt schreibst, es kann alles sein oder nichts. Unabhängig davon, ob Hochbegabung, Hochsensibilität, Asperger, alles oder nichts rauskommt, oder ob die Tochter gar nicht getestet wird, kann sie die Grundschule problemlos wuppen und dort Freunde finden - oder eben Schwierigkeiten haben, die wir alle jetzt noch nicht voraussehen können.

Die Leute hier schreiben in ihren Beiträgen eigene Erfahrungen mit ihren Kindern, sowohl den neurotypischen, als auch den autistischen, den hochsensiblen, den getestet hochbegabten und den als klug empfundenen Kindern.

Ich habe keine Ahnung ob sich der Asperger Verdacht bei moonchilds Tochter bestätigt (sollte sie sich für eine Testung entscheiden) - aber WENN es so wäre, dann bleiben gewissen Schwierigkeiten, mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen. Das muss jetzt aber nichts heißen, was ihr Wohlbefinden betrifft. Denn sie kann trotzdem einfach Glück haben, und ein, zwei Kinder finden, mit denen sie auf einer Wellenlänge ist. Oder sie kann auch ohne Freunde bleiben, trotzdem in der Klassengemeinschaft anerkannt sein, und sich wohl fühlen. Wir wissen es alle nicht.
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Re: Was war euch bei der Schulwahl/Einschulung wichtig?

Beitragvon Moonchild » Fr 22. Feb 2019, 22:44

Hallo!

Ihr habt ja viel geschrieben! Das hilft mir sehr; alleine schon zu lesen, dass Andere mit ähnlichen Kindern die Schulsituation doch ganz gut managen, tut gut. Und der Austausch auch - den habe ich sonst nicht zu dem Thema.

Und wegen der Diskussion zum Thema Asperger oder nicht: Meine Gedanken über meine Tochter fingen damals mit Hochsensibilität an, da las sie noch gar nicht, es gab aber viele der Eigenarten, die Sinus beschreibt, auch bei meiner Tochter. Dann begann sie zu lesen und schreiben, also beschäftigte ich mich mit HB, zuletzt kam die Asperger-Vermutung dazu, wobei ich finde, dass die Verbindung aus Hochsensibilität und HB so viele Asperger-Tendenzen ergibt, dass es einfach unheimlich schwer ist zu sagen, wo fängt eine "Krankheit" an und wo gilt es noch als bloße Wesensart. Ich habe zu allen drei Bereichen (HS, HB und AS) jede Menge gelesen, weil ich mein Kind verstehen möchte, aber die Komponente des Austausches mit Eltern und Kindern in ähnlicher Lage fehlte einfach immer, daher bin ich sehr froh, dass das hier möglich ist und finde es gut, dass hier jeder seine Erfahrungen teilt und/oder auch Vermutungen schildert - davon nehme ich auf jeden Fall was mit!


@Sinus
Danke dir für deine ausführlichen Beiträge! Elaine Aron habe ich gelesen und auch vieles andere zum Thema Hochsensibilität - es passt sehr viel auf meine Tochter (bei mir und meinem Mann auch). Ich werde es tatsächlich am Wochenende doch noch mal rausholen, da es schon lange her ist, dass ich es gelesen habe und damals auch noch ohne Asperger-Verdacht. Danke für die Anregung und auch den Link!


@ Charlotte
Dann sind sich unsere Mädchen offenbar wirklich recht ähnlich - vor allem, das Bedürfnis Bücher zum Runterkommen zu haben, ist hier ganz genauso. Bücher geben ihr Halt.
Bücher, die meine Tochter toll findet: Schokolade am Meer, Lisa und die Brombeerprinzessin (alle 3 Bände), Frühling/Sommer/Herbst/Winter im Holunderweg, Mami Fee und ich, Familie Pullunder, Der fabelhafte Regenschirm.

@alibaba
Ich weiß nicht, ob meine Tochter nicht zur sozialen Kontaktaufnahme fähig ist. Ich denke schon, dass sie das kann, es sind eher - wie andere hier auch schon schrieben - gemeinsame Interessen oder die gemeinsame Begeisterung für etwas, die fehlen.

Lesen und Schreiben ist sicher nicht das einzige Kriterium, um das Interesse meiner Tochter zu wecken, aber vielleicht ist es ein bisschen so wie z.B. ich mich nicht für Schützenverein, Karneval und Getratsche über die Nachbarn (alles etwas überspitzt gesagt, das soll nicht arrogant rüberkommen) interessiere und dadurch die Schnittmenge an Themen mit den Leuten hier im Ort eher klein ist.

Ehrlich gesagt fand ich es nicht dramatisch, dass sie noch keine Freunde hat. Besorgt hat mich zunächst mehr ihre fast schon Angst vor manchen Kindern, da hatte ich einfach das Gefühl, das könnte mal zu Schwierigkeiten führen.
Man merkt ja, ob ein Kind unzufrieden oder unglücklich ist, DAS wäre für mich ein Grund gewesen, etwas zu unternehmen, aber ihr geht es gut so. Trotzdem merkt man ab und zu, dass sie sich zumindest Gedanken darüber macht, warum sie keine Freunde hat. Und im Hinblick auf die Schule bin ich etwas unsicher, weil ich davon ausgehe, dass es natürlich schwieriger wird, wenn Kinder älter sind (oder doch leichter?) und meine Tochter dort auch neues Terrain betritt. Und dann kommt die Unterforderung dazu.

Mensa habe ich auch immer als elitär wahrgenommen, daher habe ich mich nicht weiter damit beschäftigt.

Wir gehen auch in Museen, Ausstellungen, Konzerte etc, aber auf dem Land ist das Angebot nicht groß. Und in die 1,5 Stunden entfernte Großstadt fahren wir nicht so oft, weil meine Tochter nach dem Kindergarten gerne auch Ruhephasen hat, in denen sie für sich malen und lesen kann. Zuviel Programm ist dann eben auch nicht ihr Fall, und das würde bei der langen Fahrt keinen Sinn machen.
Euer kommender Urlaub klingt traumhaft!

Liebe Grüße,
Moonchild
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Re: Was war euch bei der Schulwahl/Einschulung wichtig?

Beitragvon Linasina » So 24. Feb 2019, 11:58

Als mein Kind noch ganz klein war hatte es sehr wenig Sozialkontakte eher das Gegenteil Kinder die sie gebissen haben usw. jetzt steht auf jedem Zeugnis dass sie ein sehr gutes soziales Verhalten hat. Ich habe auch immer geforscht und gelesen über Hochsensible und Asperger Autisten. Alles nicht bestätigt. Ich war mit meinem Kind bei einem Psychiater wegen privaten Gründen. Raus kam ein IQ von 121 und die Psychiaterin sagte mir dieses Mädchen wird ihren Weg gehen ohne uns nochmal zu brauchen. Ich denke dass jedes Kind unterschiedlich seine Sozialen Kontakte entwickelt. Ich finde dass das Asperger Syndrom auch schwer erkannt wird denn schlaue Asperger können ihre Schwächen kompensieren.
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Re: Was war euch bei der Schulwahl/Einschulung wichtig?

Beitragvon alibaba » Mo 25. Feb 2019, 09:32

@moonchild

Ich würde dein Kind, ich schrieb es bereits, auf HB testen lassen. Dort kannst du auch weitere Eigenheiten besprechen. Etwas schwarz auf weiß zu haben, wird Euch sicherlich auch bei weiteren Problemen helfen. Grundschule ist nicht sehr fordernd und Kinder die eben anders sind und/oder andere Interessen haben, werden da sehr schnell als sozial retardiert wahr genommen. Das würde ich nicht wollen, das wäre mir zu stressig. Ich hab das alles schon durch.

Jetzt habt Ihr noch Zeit und müsst keinem etwas erklären. Spätestens ab Schule ist Schluss mit lustig.

Also ich würde das angehen.

VG
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