Gymnasium

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Gymnasium

Beitragvon Linasina » Mi 13. Mär 2019, 19:02

Ich bin mir sicher, jeder Mensch muss lernen sonst wäre er kein Mensch.... manche müssen 3 mal wiederholen andere eben etwas mehr. Ich wäre froh wenn mein Kind mehr lernen würde aber sie macht mir das nötigste und ist mit Zweien obwohl sie Einser haben könnte zufrieden. Schusselfehler schleichen sich oft ein. Bis jetzt kommt Sie mit, dass es auf dem Gym anders wird dass weiß ich. Ich werde Berichten.
Einen Savant haben wir in der Familie nicht aber autistische Züge schon...
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Re: Gymnasium

Beitragvon Rabaukenmama » Mi 13. Mär 2019, 21:13

alibaba hat geschrieben:@rabaukenmama

Ich bin mir ganz sicher, dass es hier im Forum keinen Savant gibt. Das ist nämlich ein Mensch, der auf einem bestimmten Gebiet hochbegabt, sonst eher unterdurchschnittlich begabt ist.

Daher finde ich, im Zusammenhang mit dem Kontext „üben“ den Verweis auf einen Savant genauso befremdlich, wie eben die Argumentation mit essgestörten Kindern. Das passt für mich überhaupt nicht mehr in den Zusammenhang. Da sind wir ganz weit weg von einem, gerne streitbaren, aber inhaltlichen passenden Austausch.

VG


Ich frage mich, woher du deine Infos hast. Savants sind also unterdurchschnittlich intelligent, mit einer Spezialbegabung? Na, wenn das dein Ausgangspunkt ist, erübrigt sich wirklich jede Diskussion und jeder Vergleich!

Mein Sohn ist kein Savant. Das korreliert ja auch laut deiner These mit dem IQ, denn unterdurchschnittlich intelligent ist er bestimmt nicht :P . Aber er nimmt überall Infos auf. Egal, ob es um die Osterinseln, die Schlafphasen, Malerei, die Erstbesteigung des Mount Everest oder englische Vokabel geht. Den Stoff, den er in der Grundschule durchmachen muss, hat er längst "intus" und das bißchen, von dem er noch nichts weiß, nimmt er beim nebenbei-zuhören im Unterricht mit. Im Gymnasium wird das nicht mehr so sein. Er wird zwar deutlich weniger lernen müssen als die meisten Kinder, aber er WIRD lernen müssen. So, wie Linasinas Tochter. Ob und wie das klappt, werden wir sehen.
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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Re: Gymnasium

Beitragvon MarkusWaechter » Mo 29. Jul 2019, 12:05

"Bedenken habe ich nur bei Latein und Französisch später kommt noch Spanisch dazu."

In Deutschland nehmen mittlerweile viele Kinder an einem Spanisch Nachhilfeunterricht teil. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, denn bei der hohen Anzahl an unterschiedlichen Fächern kann es schnell vorkommen, dass man in einem Fach den Überblick verliert. Wenn man dann einmal den Anschluss verloren hat, ist es sehr schwer als Kind alleine den Stoff wieder aufzuholen. Auch ein Lehrer kann bei 30 Schülern nicht auf jedes Kind individuell achten und den Unterricht an dessen Lernzielen und Lerntempo anpassen.

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Re: Gymnasium

Beitragvon Meine3 » Di 30. Jul 2019, 15:29

Linasina hat geschrieben:Ich kenne ein solches Kind mit einem „ Elefantengedächtnis“ es ist meine Tochter und ihr Halbbruder ist ähnlich. Das Gedicht Gefunden hat Sie 2 mal durch gelesen dann konnte Sie es sicher auswendig und kann es immer noch auch nach einem halben Jahr noch. Sowas ist selten und es sind meist Autistische Kinder mit einer Inselbegabung die das können.
Mit 3 Jahren konnte sie Bücher auswendig die wir ihr vor lasen und ungefähr an die 100 Kinderlieder. Meine Schwester konnte sowas auch. Ganze Schallplatten konnte Sie Wort für Wort auswändig.



Mein Sohn ist auch so einer. Der konnte mit knapp 2 Jahren das Buch "Henriette Bimmelbahn" nach 2 mal vorlesen auswendig :schwitz: . Da ist es uns das erste Mal aufgefallen, dass er ein Mega-Gedächtnis hat, zumindest in diesem Bereich.

Er hört ein Hörbuch 1-3 Mal, dann spricht er es auswendig nach. Mit Vorliebe beim Abendessen :roll: :lol: ... Ebenso Songtexte oder Gedichte...Ich muss allerdings sagen, dass er Henriette Bimmelbahn nun nicht mehr aus dem Stehgreif kann, sondern nur wenn man es "anließt" ;) ... Ich lese es grade wieder öfter der Kleinsten vor und wenn ich die erste Zeile vorlese und er mitguckt, "liest" er den Rest vor.

Ich bin mal gespannt ob er sich Sachen dann auch so schnell merken kann, wenn er mal selbst ließt...Oder ob das bei ihm hauptsächlich auditiv so funktioniert.

Gruß,

Nora
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Re: Gymnasium

Beitragvon Meine3 » Di 30. Jul 2019, 17:23

Koschka hat geschrieben:@Meine3

Ich bin gespannt wie dein Großer mit so einem Vorsprung in der Schule ankommt. Unsere 1. Klasse endete trotz aller Mühe mit massiver Schulunlust, die wir uns nicht wirklich erklären können. Ich glaube bei uns will einer einfach frei sein...



Ich bin auch gespannt.. :geek: Im Moment freut er sich einfach nur riesig auf die Schule. Ich lasse mich da gern anstecken und versuche momentan optimistisch an die Sache ran zu gehen. Vielleicht wird's ja total super! :mrgreen:
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Re: Gymnasium

Beitragvon Meine3 » Mo 5. Aug 2019, 21:08

Ich wollte noch etwas beitragen zum
Thema: lernen müssen oder nicht, für was reicht nicht lernen bei Hochbegsbten aus, etc...

Ich habe auch so eine Art fotografisches Gedächtnis. Allerdings nicht auf allen Gebieten. Ich habe, und das ist mein kleines Geheimnis ;) , weder in der Realschule noch Kolleg für das Abitur auf dem 2. Bildungsweg, noch immStudizm je eine Vokabel „gelernt“. Mir reicht es, eine Vokabel einmal zu sehen (hören reicht nicht, ich muss das Schriftbild sehen) und dann kann ich sie. Auch Gedichte etc. auswendig lernen ging mir immer leicht von der Hand. Wenn es allerdings darum ging, dass ich das Periodensystem auswendig können sollte, war ich damit überfordert :ugeek:... Ob das nun wirklich „nur“ am Interesse lag, weiß ich nicht.

Die mittlere Reife habe ich ohne lernen und ab klasse 8 auch ohne Hausaufgaben zu machen :oops: und massiven familiären Problemen mit einer 2,8 abgeschlossen. Ich bin zwar in der 9. klasse fast sitzen geblieben :mrgreen: , aber da hab ich wirklich aktiven Boykott betrieben und es war familiär eine Katastrophe... Dann habe ich 3 Monate Mathe-Nachhilfe bekommen (dort habe ich schlicht meine Hausfgaben gemacht :D ) und dann wars auch wieder so weit okay, dass ich versetzt wurde. Für die schriftlichen Prüfungen der mittleren Reife habe ich nichts gelernt. Und ich bin nicht stolz drauf. Im
Gegenteil. Ich ärgere mich, dass ich damals nicht mehr rausgeholt habe. Ich ärgere mich über meine jugendliche Ignoranz und Dummheit. Aber gut, Pubertät erklärt und entschuldigt ja so einiges.

Auf dem 2. Bildungsweg nach über 10 Jahren Schulpause, fiel mir Mathe und Chemie dann schon schwer. Da musste ich auch „lernen“. Aber lernen zu lernen war fast das schwierigste am Abi. Ich hab mir sogar damals ein Buch gekauft wie man lernen lernt :mrgreen: ... Wenn ich es mit dem Lernaufwand meiner Mitschüler vergleiche, muss ich gestehen, dass ich mich wohl nicht sonderlich verausgabt habe und noch mehr möglich gesehen wäre. Aber im Vergleich zu früher habe ich meistens Hausaufgaben gemacht und mir den Stoff vor Klausuren nochmal durchgelesen und manchmal auch kurz zusammengefasst (z.B. in Chemie oder Mathe :mrgreen: ). Abischnitt 1,7 (mit 29 Jahren nach 10 Jahren in der Berufswelt) und das obwohl ich Mathe im schriftlichen Abi total versemmelt hatte (nix!!! gelernt und nie gemocht) und trotz Komplett-Blackout (Prüfungsangst) in der schriftlichen Bio-Klausur. Der größte Unterschied zur regulären Schulzeit: ich wollte das. Ich wollte das Abitur machen und ich wollte es auch gut machen.

Ich lebe übrigens nicht in Bayern sondern in Ba-Wü und es war das neue Abitur. Wenn ich Mathe hätte als LK abwählen können, so wäre das Abi für mich ein Spaziergang gewesen :fahne:... Und ich bin sicherlich kein Wunderkind, Genie oder 2. Einstein!! Sondern ganz normal hochbegabt ;) . Also ja: es gibt Schüler, die müssen nichts tun, um durchs Abi zu kommen und nicht viel um GUT (bzw. Sehr gut) durchs Abi zu kommen und dazu muss der IQ nicht Hawking/Einstein-ähnlich sein... Ich gebe da Rabaukenmama und Koschka Recht.

Ich denke, dass sich etwas aneignen können zwar nicht nur auf den IQ zu reduzieren ist, aber sicherlich trägt es schon ein ganzes Stück dazu bei, wie schnell und mühelos oder eben langsam und beschwerlich das aneignen von Wissen vor sich geht. Und tendenziell geht es eben leichter je höher der IQ ist.

Fest steht, dass man es natürlich schon mal gehört oder gelesen haben muss. Aber das definiere ich persönlich nicht als „lernen“ oder „üben“, eher als „kennenlernen“. Und das reicht vielen Hochbegabten eben schon, um es zu können. Hat man natürlich den Ehrgeiz mit einer 1,0 im Abi abzuschließen, so muss wohl auch der Hochbegabte etwas Fleiß mit sich bringen.

Abgesehen vom IQ bin ich jedoch überzeugt, dass insbesondere bei Kindern und Jugendlichen die eigenen Interessen und auch das äusserliche Umfeld (Klassenkameraden, Zimmergestaltung, Lärmpegel, Emotionaler Stress oder Probleme zu Hause), sowie der Charakter (wie selbstbewusst bin ich, wie interessiert, eher fröhlich oder mies drauf, etc.) stark beeinflussen. Des Weiteren kommt es auch sehr darauf an, WER einem etwas vermitteln möchte. Ist einem eine Person sympathisch, liegt einem
die Art und Weise wie er „lehrt“, so reicht eventuell tatsächlich das reine zuhören, sogar nur auf halbem
Ohr. Kann man die Lehrkraft nicht ausstehen, so schaltet man wesentlich schneller komplett auf stand-by oder sträubt sich im Extremfall vielleicht sogar allein aufgrund dessen, dass die verhasste Person einem versucht was beizubringen, so sehr gegen das Thema, dass es überhaupt nicht aufgenommen werden kann. Und davor ist auch kein Hochbegabter gefeiht...

Mein Fazit daher: ein hoher IQ hilft ungemein ;), ist aber noch lange kein Garant für eine glanzvolle Schulkarriere.
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Re: Gymnasium

Beitragvon Auguste » Di 6. Aug 2019, 23:45

Interessantes Thema.
Meine Kinder sind beim Lernen völlig unterschiedlich. Die Große hat ab der 2. Klasse selbstständig Hausaufgaben gemacht, musste Gedichte einige Male üben, bevor sie sie auswendig konnte, forderte regelmäßig unsere Hilfe in Mathe ein - weil sie die Erklärungen des Lehrers nicht verstand. Hat aber andererseits z.B. nie Vokabeln gelernt und trotzdem eine 1 in Englisch. Zeugnis ist super. Mal schauen, wie es jetzt auf dem Gymnasium weitergeht. Den IQ der Tochter wissen wir nicht - schlau ist sie aber auf jeden Fall. Die Stärken liegen eher im sprachlichen und künstlerischen Bereich. Sie lernt auch vor Klassenarbeiten und Tests, seit sie mal einen Test in den Sand gesetzt hat, für den sie nicht gelernt hatte ;) . Logik ist nicht so ihr Ding, das merkt man einfach im täglichen Leben :roll:

Der Sohn (getestet überdurchschnittlich intelligent, "nur" im logisch/mathematischen Bereich über 130) ist Minimalist. Der verweigert Hausaufgaben, kann Gedichte nach 2 Mal durchlesen, hat auch noch nie Vokabeln gelernt, übt nichts - auch nicht für Tests. Der nimmt alles aus dem Unterricht mit. Was er nicht mitnimmt, das kann er halt nicht. Notenschnitt auf dem letzten Zeugnis war 1,9. Er war zufrieden.

Bei mir selbst (keine Ahnung, ob hochbegabt oder nicht). 10. Klasse mit 1,5 abgeschlossen, nie Vokabeln gelernt, Gedichte "im Vorbeigehen" oder durchs zuhören - war halt blöd, wenn ich als erste aufsagen musste :oops:, keine Hausaufgaben gemacht (oder nebenbei im laufenden Unterricht von nem anderen Fach), "blöde" Fächer (z.B. Geschichte) zeitweise geschwänzt...

Beim Abi dann festgestellt, dass die 1er nicht mehr so locker-flockig vom Himmel fallen - o.k., dann halt mal Hausaufgaben gemacht und für die Tests am Abend vorher ins Buch geschaut. Blöde Fächer weiterhin größtenteils geschwänzt und den Stoff aus den Büchern selbst angeeignet - zu den Tests bin ich dann in die Schule gegangen ;). Auf diese Weise immerhin ein Abi mit 2,5 geschafft. Konnte ich mit leben.

Anschließend duales Studium an einer Fachhochschule (Theorie + Praxis) - für ein Uni-Studium fehlte die nötige Selbstdisziplin ;). Kaum gelernt, Mut zur Lücke, viel Party - Prüfungen bestanden, Diplom in der Tasche, fertig. Der Job war vorher schon sicher, sofern ich das Studium nicht komplett in den Sand setze - also null Motivation, ein Super Examen hinlegen zu müssen.

Also wie weit kommt man ohne lernen (oder besser: ohne Üben)? In meinem Fall ziemlich weit. Guter Job, mittlere Führungsposition, eigenverantwortliche Tätigkeit, gutes Einkommen.

Wird das beim Sohn auch so gehen? Möglicherweise. Vielleicht auch nicht. Bei ihm müssen wir halt aufpassen, dass er nicht vom Minimalisten zum Komplettverweigerer wird.

Die Tochter dagegen müsste lockerer werden und endlich für sich akzeptieren, dass man halt nicht alles perfekt kann und können muss.

Wir sind jedenfalls gespannt, wie es mit den beiden weitergeht und welcher Schulabschluss dann am Ende tatsächlich auf dem Papier steht. Bis dahin gehen ja noch ein paar Jahre ins Land und es kann noch viel passieren - egal in welche Richtung.
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Re: Gymnasium

Beitragvon alibaba » Mi 7. Aug 2019, 17:29

Mit Nix passiert hier auch nix. Ich habe bisher keinen kennen gelernt, der durch nix, alles konnte.

Lernen ist ja immer relativ. Ich muss lernen, ich kann Goethe nicht im vorbei laufen und das Original von Wilhelm Tell nicht nebenbei lesend verstehen. Vokabeln müssen wir alle lernen, die chemischen Formel oder die in Physik. Die schulische Wiederholung ist zu kurz und ein halbes Jahr zu lang um eben die 20 benötigten Formeln ständig im Kopf zu haben, ohne sie anzusehen.

Wobei ... ein Gedicht in der GS haben meine auch nie gelernt, da die Wiederholungen im Unterricht reichlich waren. Aber ab Kl.5 hieß es, Gedicht Seite 45 Deutschbuch, bitte bis übermorgen, alle 4 Strophen. Äh, .... welches Gedicht? Dazu dann HA in Mathe, Geschichte und Geographie zur nächsten Stunde, was dann im dümmsten Fall eben übermorgen ist.

Meine Kinder müssen auch für ihre Instrumente üben. Und die junge Hochbegabte Letizia, übt jede Menge damit sie so gut Klavier spielen kann, wie sie es eben kann. Meine könnten auch nicht einfach schwimmen .... das haben sie im Kurs geübt. Mein Kindgroß (14) hat jetzt seinen silbernen Rettungsschwimmer, darauf hat der auch geübt. Ich bezweifle ob der gemeine Freibadplanscher die Anforderungen schafft.

Ich hab übrigens 3 Anläufe gebraucht, damit meine Paprika auch reichlich tragen. Und meine erste Gurkenpflanze ging ebenfalls jämmerlich ein. :mrgreen: Ich werde immer für meinen Garten bewundert .... ja, da steckt viel Übung drin, sag ich dann gerne mal.

Übrigens verklärt sich der Rückblick oft. Ich kann mich noch gut an Geschichte erinnern. Da verlangte der Lehrer Zahlen. Jahrgangszahlen zu jedem besprochen Ereignis. Ja, die hab ich alle lernen müssen. Geschehen/Ereignis zur passenden Jahreszahl.

Ich behaupte mal, dass wir hier alle recht leicht und schnell lernen. Aber wenn wir nichts tun, dann können wir auch nichts. Und je nach Anforderung durch den Lehrer reicht eben nichts oder es reicht eben nicht. Meine Madame hat die Gabe musikalisch gehörtes schnell umzusetzen, aber dennoch hilft ihr das nichts, wenn sie nicht übt und das Instrument links liegen lässt und nur zu den Übungsstunden geht.
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Re: Gymnasium

Beitragvon Karen » Do 8. Aug 2019, 10:07

Meine3 - ich musste lachen weil du IQ von Hawking erwähnt hast. Der musste mit 10 so eine arte intelligenz/wissen test machen um in Niveau A angeteilt zu werden und wurde glaube ich so ziemlich am ende der Liste gerade aufgenommen. Danach hat er von 20 Schülern gerne auf platz 18 sich verweilt...
Ich habe selber keine Ahnung ng ob ich HB bin. Aber ich bin 1 Jahr früher in der Schule, und mit 11 habe ich dann in der Schule für hochleister gewechselt weil ich massive probleme mit Mathe lehrer hatte der mich und ein paar anderen gemobbt hat. Da war ich sicher - ich kann Mathe nicht, und bin immer gerade so durchgekommen. Die hausaufgaben habe ich aber vor der Stunde in Pause gemacht nur weil Tanzen nd Klavier mir wichtiger waren. Und dann bin ich in Ingenieurstudium an der Uni gelandet. Der Mathe professor war arroganter bekannter A...loch der alle regelmässig zu Schneken gemacht hat und Andicht hatte dass Frauen in Mathe nie eine 1 hsben sollen. Ich hatte Angst wegen ihm aus Uni rauszufliegen und habe für erste Prüfung gelernt mit resultat dass ich eine 2 hatte. Für zweite Prüfung war ich entspannter und wieder nur recht wenig was gemacht, da die Mathe sehr auf Logik aufgebaut war und zeit hatten wir in der Prüfung unbegrenzt. Da habe ich irgendein Gesetz nicht mehr gewusst und so nur durch Logik nachweisen können. Der Prof hat erst fast ausgeflippt dass ich es nicht weiss bis er checkt hat dass es aber trotzdem richtig war - einfach ein anderen weg. Ab dann hatte ich meine 1 als einzige Frau und er hat mich in ruhe gelassen.
Auch in der Schule und sowieso in Technischen/Naturwissenschaftliche Studiengängen werden viele sachen mit der Zeit nicht nur auf auswendick lernen basiert, aber viel mehr auf verstehen der zusammenhänge und logik. Da fangen sich wieder die ehemaligen Schulischen hochleister durch Übung von Überdurchschnitlich begabten zu trennen, weil nur lernen und hausaufgaben machen reicht einfach nicht. Ich unterrichte an Technische hochschule teilzeit auf Master Niveau, ich habe es so oft schon gesehen. Die beste am Ende sind nicht die mit der besten Abitur, aber die die es einfach spannend finden und emotionale intellegenz mitbringen sich für die sache zu begeistern. Was aber allen hilft ist gute Organisation.
Ich habe übrigens Deutsch nur durchs leben in der CH und hören gelernt. Ich habe gerade einmal 1 monat lang ein Kurs besucht und abgebrochen. Ich kann immer noch nicht Korrekt schreiben (mit technischen hilfsmittel aber schon) aber ich konnte fast Ankzentfrei und fliessen schweizer Dialekt nach 5 jahren in der Schweiz sprechen. Und mein sicher HB Kollege konnte nach 2 Jahren in Nepal fliessend nepalesisch ohne je ein Kurs besucht zu haben. Ich finde unseres Gehirn kann sehr vieles, und nicht für alle Menschen sind linearen weg zu lernen so wie in der Schule es verlangt wird der beste weg. Ich bin deutlich effizienter und kreativer wenn ich auf 3-4 Projekten gleichzeitig arbeite und nicht eins nach der anderen bearbeite. Das versteht kein Mensch und ich habe selber zeit gebraucht um es zu verstehen.
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Re: Gymnasium

Beitragvon Meine3 » Do 8. Aug 2019, 10:33

Es GIBT Kinder, die NUR vom (halb) zuhören im Unterricht den Stoff mitnehmen und zwar in einem Ausmaß, für den andere lange "lernen" müssen.

Nochmal als Beispiel:

Ich habe NIE Vokabeln gelernt. Nie. Weder in französisch noch in Englisch oder spanisch oder portugisiesch (nicht fals verstehen ich kann diese Sprachen in sehr unterschiedlich ausgeprägter Form, nicht alle gleich gut ;) ). Auch die Grammatik habe ich nicht "gelernt". Klar, ich saß im Unterricht, habe (mehr oder weniger) zugehört und gesehen, was der Lehrer an der Tafel aufschreibt. Aber das wars dann auch. Und oft war ich grade im Studium und beim ABI in Deutsch , Französisch und Englisch "krank" :mrgreen: , da ich wusste, dass mir die Wiederholung in der nächsten Stunde reicht, um es zu können. Und hatte dennoch in diesen Fächern meine 14-15 Punkte. Ich hab die neue Vokabel auf der Tafel gesehen als sie angeschrieben wurden, oder im Text, den wir im Unterricht gelesen haben. Das wars. Dann konnte ich sie. Das kann nicht jeder. Aber manche können da eben. Ich bin damit ja nicht allein ;) .

Anders bei Chemie. Das Periodensystem musste ich LERNEN. Sprich: ich hätte mich hinsetzen müssen und mir die Perioden-Tafel anschauen und vor mir hersagen müssen, um es zu können. Mehrmals. Habe ich aber (zumindest zu Realschulzeiten) nicht gemacht, bzw. erst im Kolleg, als ich das Abitur auf dem 2. Bildungsweg gemacht habe. In der Realschule hatte ich übrigens in Chemie fast immer eine 4, einmal eine 5, einmal eine 3. Im Abi dann eine 1. Es ist etwas, was mir NICHT zufliegt, was ich lernen oder üben muss. Ohne lernen habe ich das mal mehr mal weniger hinbekommen, mit lernen ging es dann sehr gut (auch wenns mir überhaupt keinen Spaß gemacht hat).


Manchmal habe ich das Gefühl, dass es hier um eine reine Definitionssache geht und die Begrifflichkeiten unterschiedlich aufgefasst werden. Was ist "lernen", was ist "üben"? Etwas das erste Mal sehen oder kennen lernen ist nicht mit lernen oder üben gleichzusetzen!

Auszug aus dem Duden:

ler·nen
/lérnen/
schwaches Verb
1a.
sich Wissen, Kenntnisse aneignen
"leicht lernen"
1b.
sich, seinem Gedächtnis einprägen
"eine Sprache, Französisch, Vokabeln lernen"




ü·ben
Bedeutungen (7) INFO
(in einem bestimmten Tätigkeitsbereich) sich für eine spezielle Aufgabe, Funktion intensiv ausbilden
BEISPIELE
jeden Tag, stundenlang üben
die Turnerin übt (trainiert) am Stufenbarren
etwas sehr oft [nach gewissen Regeln] wiederholen, um es dadurch zu lernen
BEISPIELE
heute üben wir einparken/[das] Einparken
mit einigen geübten Griffen
durch systematische Tätigkeit eine Fähigkeit erwerben, zu voller Entfaltung bringen, besonders leistungsfähig machen
BEISPIELE
durch Auswendiglernen das Gedächtnis üben
mit geübtem Blick
möglichst große Geschicklichkeit in etwas zu erwerben, sich in etwas geschickt zu machen, zu vervollkommnen suchen
Grammatik
sich üben
BEISPIELE
sich am Klavier üben
geübt im Reiten sein
〈in übertragener Bedeutung:〉 sich in Geduld üben

Unter lernen oder üben verstehe ich also das wiederholen und sich eventuell auch noch auf andere Weise (durch abschreiben, sich zusammenfassen, was auch immer) Art und Weise aneignen von Wissen.

Wenn man ein neues Wort sieht und es dann kann, dann hat man nicht "geübt" oder "gelernt"!

Mein Gedächtnis in Sachen Gedichte oder Lieder funktioniert ebenfalls hervorragend. Ich musste auch ein Gedicht nicht x-mal lesen und vor mir hersagen, wie es meine beste Freundin in Schulzeiten tun musste, um das Gedicht zu können. Ich habe das meist überwiegend aus dem Unterricht schon weitestgehend gekonnt und es mir dann noch 1-2 mal durchgelesen und das wars. Meist aber selbst das nicht. Dann habe ich Mut zur Lücke gehabt und gehofft, dass ich nicht als erste mit aufsagen drankomme und dann durch das noch mehrmalige hören im Klassenzimmer konnte ich es.

Ebenso beschreiben es viele andere (sprach)begabte oder hochbegabte Menschen hier oder auch in Büchern...

Natürlich kann kein Hochbegabter ALLES von alleine. Instrumente spielen muss man erlernen, gewisse Sportarten, oder auch lesen und schreiben lernt man. Der eine schneller, der andere nicht ganz so schnell. Je nach Begabung. Auch andere Hobbies muss man sich ggf. selbst als sehr kluger Mensch irgendwie aneignen. Ich nähe gern in meiner Freizeit. Ich habe anfangs einfach drauf losgenäht und schnell festgestellt, dass mir ein wenig theoretische Unterstützung vielleicht doch ganz gut täte :lol:. Also habe ich mir ein Buch "nähen für Anfänger" gekauft, mir die Sachen rausgepickt, die ich nicht verstanden hatte und dann wieder "learning by doing" betrieben.... Anderer besuchen Kurse, um zeichnen, malen und gärtnern zu lernen, andere lernen lieber autodidakt.

Auch ist man nicht automatisch NICHT hochbegabt, nur weil man in der Schule doch lernen oder üben muss! Da gehört soviel mehr dazu...

Ich habe mal einen sehr interessanten Artikel über einen der klügsten Menschen Deutschlands (laut Mensa) gelesen. Der schreib:"..ich war in der Schule nicht unterfordert. Ich war schlicht zu DUMM für den Schulstoff." Ja, das gibt es auch, dass das Gehirn SO anders denkt und funktioniert, die Gedankengänge sich so sehr unterscheiden von dem der Lehrer und der Schullektüre, dass man es trotz eines Genie-Gehirns nicht begreift.

Nichts desto trotz: Es gibt sie, die Menschen, die ein Gedicht im vorbeigehen auswendig können oder sich 20 Formeln ohne Wiederholung merken können.
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