Gymnasium

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Gymnasium

Beitragvon Meine3 » Do 8. Aug 2019, 10:45

Karen hat geschrieben:Meine3 - ich musste lachen weil du IQ von Hawking erwähnt hast. Der musste mit 10 so eine arte intelligenz/wissen test machen um in Niveau A angeteilt zu werden und wurde glaube ich so ziemlich am ende der Liste gerade aufgenommen. Danach hat er von 20 Schülern gerne auf platz 18 sich verweilt...
Ich habe selber keine Ahnung ng ob ich HB bin. Aber ich bin 1 Jahr früher in der Schule, und mit 11 habe ich dann in der Schule für hochleister gewechselt weil ich massive probleme mit Mathe lehrer hatte der mich und ein paar anderen gemobbt hat. Da war ich sicher - ich kann Mathe nicht, und bin immer gerade so durchgekommen. Die hausaufgaben habe ich aber vor der Stunde in Pause gemacht nur weil Tanzen nd Klavier mir wichtiger waren. Und dann bin ich in Ingenieurstudium an der Uni gelandet. Der Mathe professor war arroganter bekannter A...loch der alle regelmässig zu Schneken gemacht hat und Andicht hatte dass Frauen in Mathe nie eine 1 hsben sollen. Ich hatte Angst wegen ihm aus Uni rauszufliegen und habe für erste Prüfung gelernt mit resultat dass ich eine 2 hatte. Für zweite Prüfung war ich entspannter und wieder nur recht wenig was gemacht, da die Mathe sehr auf Logik aufgebaut war und zeit hatten wir in der Prüfung unbegrenzt. Da habe ich irgendein Gesetz nicht mehr gewusst und so nur durch Logik nachweisen können. Der Prof hat erst fast ausgeflippt dass ich es nicht weiss bis er checkt hat dass es aber trotzdem richtig war - einfach ein anderen weg. Ab dann hatte ich meine 1 als einzige Frau und er hat mich in ruhe gelassen.
Auch in der Schule und sowieso in Technischen/Naturwissenschaftliche Studiengängen werden viele sachen mit der Zeit nicht nur auf auswendick lernen basiert, aber viel mehr auf verstehen der zusammenhänge und logik. Da fangen sich wieder die ehemaligen Schulischen hochleister durch Übung von Überdurchschnitlich begabten zu trennen, weil nur lernen und hausaufgaben machen reicht einfach nicht. Ich unterrichte an Technische hochschule teilzeit auf Master Niveau, ich habe es so oft schon gesehen. Die beste am Ende sind nicht die mit der besten Abitur, aber die die es einfach spannend finden und emotionale intellegenz mitbringen sich für die sache zu begeistern. Was aber allen hilft ist gute Organisation.
Ich habe übrigens Deutsch nur durchs leben in der CH und hören gelernt. Ich habe gerade einmal 1 monat lang ein Kurs besucht und abgebrochen. Ich kann immer noch nicht Korrekt schreiben (mit technischen hilfsmittel aber schon) aber ich konnte fast Ankzentfrei und fliessen schweizer Dialekt nach 5 jahren in der Schweiz sprechen. Und mein sicher HB Kollege konnte nach 2 Jahren in Nepal fliessend nepalesisch ohne je ein Kurs besucht zu haben. Ich finde unseres Gehirn kann sehr vieles, und nicht für alle Menschen sind linearen weg zu lernen so wie in der Schule es verlangt wird der beste weg. Ich bin deutlich effizienter und kreativer wenn ich auf 3-4 Projekten gleichzeitig arbeite und nicht eins nach der anderen bearbeite. Das versteht kein Mensch und ich habe selber zeit gebraucht um es zu verstehen.



Ja, ich habe Hawking und Einstein auch eher "provkant" erwähnt, da sie einen sehr hohen IQ haben... Mir ist bewusst, dass sie in der Schule nicht in allen Fächern geglänzt haben ;). Das erwähnte ich ja auch als Fazit am Schluss. Hochbegabung garantiert keine glanzvolle Schulkarriere...

Der Mensch besteht aus so viel mehr als nur aus dem IQ. :). Zum Glück! Nichts desto trotz gehört ein gewisses Maß an Intelligenz dazu zu studieren oder das Abitur zu machen. Sehr ausschlaggebend ist aber, glaube ich, die Motiviation und der Ehrgeiz. Ich war schon in der Grundschule eher ein Underachiever. Ich war nicht sonderlich gut. Außer in KLasse 3. Da hatte ich plötzlich einen (fast) glatten Einserschnitt. Warum? Ich habe meine Klassenlehrerin so sehr gemocht! Ich habe mich von ihr gesehen, wertgeschätzt und verstanden gefühlt und plötzlich ging alles ganz leicht. In Klasse 4 wiederum (Lehrerwechsel LEIDER) war ich so schlecht, dass es eben nicht fürs Gymnasium gereicht hat.... Es gibt auch immer wieder die ganz fleißigen, ehrgeizigen, die immer brav mitschreiben, aufpassen, sich melden, ihre Hausaufgaben machen und viel lernen vor der Klausur. Grade im Studium hatten wir da so einige Kandidaten. Und die hatten dann auch ihre 1. Allerdings haben sie sich dafür eben abgerackert, während ich das nicht getan hab (habe im Studium viel gearbeitet, um es mir finanzieren zu können und habe oft gefehlt :schwitz: ) und auch eine 1 hatte.

Das mit dem parallel mehrere Dinge auf einmal tun müssen, kenn ich gut von meinem Sohn. Der schaut sich ein Buch an und hört dabei ein Hörbuch :gruebel: und es funktioniert. Er kann sich BESSER konzentrieren, wenn er mehrere Dinge auf einmal tut.

Bei mir ist das abhängig davon, was es ist. Beim kochen bin ich zum Beispiel absolut nicht multitasking-fähig :oops: . Dafür kann ich hervorragend hören und schreiben gleichzeitig (unterschiedliche Inhalte)...

Gruß, Nora
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Gymnasium

Beitragvon Maca » Do 8. Aug 2019, 10:52

alibaba hat geschrieben:Mit Nix passiert hier auch nix. Ich habe bisher keinen kennen gelernt, der durch nix, alles konnte.

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Es geht für einige HBchen nicht darum alles perfekt zu können, sondern darum, mit dem geringsten Aufwand einen zielführenden Nutzen zu erzielen.
In den Bereichen, wo die individuelle Begabung und die Motivation/ Interesse besonders ausgeprägt sind, reicht oft die reine Aufmerksamkeit im Unterricht, um Höchstleistungen zu erzielen.
Formeln werden kontextbezogen und zuverlässig abgespeichert, da das dahinterstehende Wirkprinzip unmittelbar nachvollzogen wird.
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Re: Gymnasium

Beitragvon alibaba » Do 8. Aug 2019, 15:12

Kontextbezogen .... da gehe ich mit, alleine das reicht aber nicht. Wenn der Lehrer einen Jahreszahlenfaible hat, dann muss ich die können. Da reicht kein kontextbezogen, egal ob mir Geschichte liegt oder nicht.

Kontextbezogen reicht auch nicht in der Musik. Da nützt mir keine noch so tolle Gabe. Es fällt leichter, es macht Spaß aber ich muss üben ..... und das nicht nur 10 Minuten täglich. Bei der mittlerweile großen Letizia sind das täglich 3 Stunden. Gabe hin, Gabe her. Meiner Schnucki reicht ihre Hörgabe alleine Null. Sie müsste sie im Übungsprozess einsetzen, die Finger gleiten eben nicht von alleine über das Griffbrett. Madame soll ab September ins Sinfonieorchester ..... sie müsste Vorspielen zur Aufnahmeprüfung ..... das wird gekonnt in die Hose gehen.

Mein Großkind macht nichts. Und so sehen auch seine Noten aus. Der Kontext reicht hier am Vor-Ort-Gymnasium nämlich nicht aus um gute Noten zu erzielen. Ich bin mal gespannt ob sich das ab der Jahrgangsstufe ändern wird. Immerhin .... mein Kind schafft es von einer 5 im HJ auf eine gechillte 3 zum Ende. Aber damit kann man nicht glänzen. Okay ..... das reine Mathematikstudium geht hier komplett ohne NC. :schwitz:
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Re: Gymnasium

Beitragvon charlotte12 » Do 8. Aug 2019, 17:27

Was mal wieder zeigt, auf wie viele unterschiedliche Weisen Menschen neues Wissen aufnehmen und wie verheerend es ist, dasselbe Standardprogramm für alle anzubieten. Ich denke, vielen Lehrern geht es so wie auch hier angeklungen - sie schließen von sich bzw. von den eigenen Kindern auf diejenigen Kinder, die sie unterrichten. Sie können sich nicht vorstellen, dass Stoff langfristig sitzen kann, den ein Kind einfach so aufschnappt und beharren daher auf endlosen Üben. Wie sagt meine Tochter doch so schön - der Lehrer meinte, Üben sei immer gut...
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Re: Gymnasium

Beitragvon Karen » Fr 9. Aug 2019, 02:40

Alibaba - du bringst immer Musik als Beispiel. Ich spiele Klavier, meine Mutter war Klavierlehrerin. Und mein Fazit - um wirklich gut zu spielen braucht es eine Begabung. Du kannst üben so viel du willst, und du wirst in besten Fall Technik der Finger verbessern. Und dann hört es schon auf. Klavier spielen bedeutet die Musik zu spüren, zu verstehen, kopf abschalten und sie durch ganzes Körper fliessen zu lassen. Das ist für viele sehr schwierig bis unmöglich zu lernen, da hilft keine Übung. Wenn es um technische Umsetzung geht - dann ist üben wichtig, aber ab bestimmten Niveau ist es nicht mehr so relevant (ich rede hier nicht von Konzertpianisten die Rohmaninov in Tonhallen spielen aber normalle Menschen die gerne Chopin spielen). Wenn ein Kind musik tief in sich spüren kann, dann kommt er sehr schnell vorwärts. Zwei mal 0.5-1 Stunde pro Woche üben kann schon genug sein um riesige Vorschritte zu machen. Viele Stücke sind sehr logisch aufgebaut, die sind sehr einfach zu lernen wenn die logik dahinter klar ist. Wenn nicht - dann braucht es sehr viel üben.
Das gleiche bei Chemie - der der einmal verstanden hat welche Gesetzte hinter Periodisches System stecken muss nie mehr was in Chemie auswendig lernen - es ist logik pur. Die meisten Chemie lehrer die ich kenne haben es aber es nicht verstanden und da wird Chemie zu gehasstem auswendiglernfach.
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Re: Gymnasium

Beitragvon Meine3 » Fr 9. Aug 2019, 08:36

Gerade Geschichte ist für mich IMMER kontextbezogen? Ich lerne die Geschichtszahlen ja nicht ohne einen bestimmten Zusammenhang. Damit ist immer ein geschichtliches Ereignis verbunden und ehrlich gesagt finde ich nicht, dass man Geschichtszahlen auswendig pauken muss. Wenn man sich solche Daten nicht gut merken kann, dann natürlich schon. Aber nicht zwangsläufig JEDER muss Geschichtsdaten auswendig LERNEN. Hat man ein gutes Zahlengedächtnis und lernt gut über Verknüpfungen, so ist das auch ruckzuck drin, ohne große Anstrengung.

Ebenso wie Chemie. Mir mag das schwer gefallen sein, da es nicht meine Stärke ist, im Vergleich zu Sprachen und Sachfächern (wie GEschichte oder Erdkunde), aber Chemie ist ja schon logisch aufgebaut...Hat man das System verstanden, so muss man es nicht auswendig lernen, sondern sich das Prinzip merken.

Während aber Mathematik oder Chemie für mich persönlich(!!) nicht viel logisches hatten (ich höre schon das aufschreien der Community :lol:), so fand ich Physik und Biologie TOTAL logisch und daher auch leicht, auch in der Oberstufe... Pauschal zu sagen: für dieses oder jenes Fach MUSS zwangsläufig JEDER lernen, finde ich einfach nicht korrekt. Es ist typabhängig und auch abhängig davon, welche Ziele man sich selbst setzt:

Man muss sich natürlich immer neues Wissen irgendwie aneignen, aber in welchem Ausmaß (reicht aufschnappen im Unterricht oder muss ich zu Hause nacharbeiten), auf welche Art und Weise (visuell, auditiv, mit Eselsbrücken, abschreiben,auswendig lernen etc.) ist doch völlig davon abhängig, was für ein Lerntyp du bist und eben auch wie intelligent du bist und wo deine Stärken und Schwächen liegen...

Ich fände es daher auch sehr sinnig, wenn das marode gewordene deutsche Schulsystem (ist es in Österreich eigentlich ähnlich? Ich weiß darüber ehrlich gesagt nicht viel :D ), sich wenigstens dahingehend ändern würde, dass den Kindern verschiedene Mittel an die Hand gegeben würden, wie sie sich den zu lernenden Stoff aneignen und wenn man ein wenig mehr (wie zum Beispiel in Skandinavien) darauf baut, dass ein Kind grundsätzlich erst einmal gern Neues kennen lernt, wenn man die Chance nutzen würde, dass die "Starken" den "Schwachen" helfen, altersübergreifend gearbeitet werden würde und jeder nach seinem Tempo lernen könnte. Es heißt immer:" das geht nicht!" Das ist Unsinn. Es wäre nur ein komplettes Umdenken und auch Umstrukturieren von Nöten, zu dem Deutschland noch nicht bereit zu sein scheint, zumindest nicht im großen Stil....

Zum Thema Musik. Wir haben (noch) kein Klavier zu Hause. Im Ferienhaus in Schottland stand ein schönes altes Klavier. Mein Sohn setzte sich dran und fing an drauf rum zu klimpern (hatte zuvor noch nie die Gelegenheit). Nach kurzer Zeit hat er sehr schöne Lieder "komponiert" und diese auch wiederholt, wenn er sie uns vorführen wollte. Natürlich kannst du keine Letitia2 werden ohne sehr viel zu üben. Aber hat denn jeder diesen Anspruch? Ich denke nicht! Während ich meinen Klavierunterricht damals hauptsächlich genutzt habe, um meinen Gesang instrumental zu untermalen und von meinem Klavierlehrer irgendwann angesprochen wurde, ob ich nicht lieber Gesangsunterricht nehmen möchte ;), scheint mein Sohn ein echtes Händchen für Klavier zu haben, ein Gespür eben, wie es Karen beschreibt. Wir werden dies in Kürze aufgreifen und ein gebrauchtes Klavier kaufen. Da ich ja auch spiele und es einfach ein wunderschönes Instrument ist, ist es sicher keine Fehlinvestition. Selbst wenn mein Sohn dann doch kein Interesse haben sollte. Es gibt genügend Familienmitglieder, die sich daran außerdem erfreuen können.
Zuletzt geändert von Meine3 am Fr 9. Aug 2019, 09:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gymnasium

Beitragvon Bliss » Fr 9. Aug 2019, 09:04

alibaba hat geschrieben: Wenn der Lehrer einen Jahreszahlenfaible hat, dann muss ich die können.


Und da reicht es bei einigen eben es im Unterricht mal gehört zu haben und sie können die. Da muss nicht extra nochmal gelernt werden.

Und was üben bei Musik angeht kommt es schon auch auf das Niveau an. Meine Großen spielen ja fürs Schulorchester ein Zweitinstrument, da muss zuhause nicht viel geübt werden.
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Re: Gymnasium

Beitragvon alibaba » Fr 9. Aug 2019, 12:39

Meine liebe Bliss,

Du sagst es .... es kommt darauf an, was gefordert wird.

Und selbst in unserem hiesigen Schulorchester und diese Schule ist berühmt für Ihren Musikzug, stellt sich für mich überhaupt nicht der Vergleich zwischen diesen Anforderungen und denen eines Sinfonieorchester der städtischen Musikschule. Schulorchester kriegt hier jeder Dödel hin. Da spielt auch jeder Dödel mit, dafür muss man das Instrument nur halten können. Meine sind da schon ausgestiegen, genau deswegen. Der niedrige Anspruch war nicht mehr ertragbar.

Dieses Niveau ist meilenweit von dem entfernt, was hier gefordert wird um im Sinfonieorchester mitzuspielen.

Zu den Jahreszahlen .... von wieviel sprechen wir denn? Von 3 oder 30? Also 3 kann ich mir auch merken ohne zu üben, 30 muss ich üben. Nur Kontext hätte da nicht gereicht. Mut zu Lücke .... vielleicht. Im Prinzip egal ..... Fakt ist, und ich finde, man sieht das sehr gut an deinem Vergleich mit dem Schulorchester.... es muss immer verglichen werden was denn gefordert wird. Ich kenne keinen Jugend-musiziert-Jugendlichen der nichts getan hat um einen guten Platz zu bekommen. Klar lachen die sich über ein Schulorchesteranspruch schlapp. Ich denke da hinkt der Vergleich wenn ein Schüler des Schulorchesters dem Schüler von Kugend musiziert erklärt, ach, ich mach das hier mit links. Was du musst üben? :mrgreen:

Übrigens: bei uns gibt es in unserer Landeshauptstadt ein Gymnasium für musikalische Talente. Die arbeiten dort mit der Hochschule zusammen. Ich behaupte jetzt mal unverhohlen, dass hier der Anspruch des Schulorchesters auch nicht vergleichbar ist, mit dem unseres Schulorchesters (Gym mit musikalischem Zug) oder eures Schulorchesters. Wären meine Kinder dort, müssten sie mit Sicherheit üben.
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Re: Gymnasium

Beitragvon alibaba » Fr 9. Aug 2019, 13:23

Karen hat geschrieben:Alibaba - du bringst immer Musik als Beispiel. Ich spiele Klavier, meine Mutter war Klavierlehrerin. Und mein Fazit - um wirklich gut zu spielen braucht es eine Begabung. Du kannst üben so viel du willst, und du wirst in besten Fall Technik der Finger verbessern. Und dann hört es schon auf. Klavier spielen bedeutet die Musik zu spüren, zu verstehen, kopf abschalten und sie durch ganzes Körper fliessen zu lassen. Das ist für viele sehr schwierig bis unmöglich zu lernen, da hilft keine Übung. Wenn es um technische Umsetzung geht - dann ist üben wichtig, aber ab bestimmten Niveau ist es nicht mehr so relevant (ich rede hier nicht von Konzertpianisten die Rohmaninov in Tonhallen spielen aber normalle Menschen die gerne Chopin spielen). Wenn ein Kind musik tief in sich spüren kann, dann kommt er sehr schnell vorwärts. Zwei mal 0.5-1 Stunde pro Woche üben kann schon genug sein um riesige Vorschritte zu machen. Viele Stücke sind sehr logisch aufgebaut, die sind sehr einfach zu lernen wenn die logik dahinter klar ist. Wenn nicht - dann braucht es sehr viel üben.


Karen …. ehrlich gesagt bin ich ein bisschen baff. Du erklärst also einem Jugend-musiziert-Schüler dass er doch locker tolle Punktwerte erreichen kann, indem es reichte 0,5-1 Stunde pro Woche zu üben? WOW!

Ich muss sagen, da muss ich aussteigen und empfehle meinen Zweien am Besten die Finger von ihren Instrumenten zu lassen, wir scheinen alle musikalisch unbegabt. Das Minimum meiner Übung für mein Instrument sind 2 Stunden in der Woche, eher 1 1/2. Das meines Großkindes 3-4 Stunden pro Woche, das meiner Tochter 2-3 Stunden pro Woche. Die Preisträgerin die mein Sohn neulich an seinem Instrument vor 1000 Zuhörern mit begleiten durfte, übt täglich so viel, wie wir zusammen wöchentlich, aber sie täglich.

Ich hab mal eine Doku über Garrett bzw. Mutter gesehen …. da bestand der ganze Tag aus üben. :schwitz:

Mein Großkind ist ein sehr guter Logiker ….. echt, der hat es drauf …. ich werde ihm jetzt gleich erklären, dass er doch bitte mal logisch denken sollte um seine Finger sauber aufs Griffbrett zu setzen. Sollte ja einfach sein …. ;)
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Re: Gymnasium

Beitragvon charlotte12 » Fr 9. Aug 2019, 14:14

@ Alibaba: Du und deine Kinder können sich nicht 30 Jahreszahlen ohne Paukerei merken, also kann das auch niemand anders können? Genau so argumentierte der Deutschlehrer meiner Tochter. ER musste sich alles hart erarbeiten, um dort anzukommen, wo er jetzt steht. Also muss mein Kind Rechtschreibung immer wieder üben, hefteweise, völlig Wurst, dass sie das alles schon beherrscht, das wird nicht geglaubt und nicht überprüft, denn das kann und darf ja gar nicht sein. Weil der Lehrer einst ja auch pauken musste. An den Folgen knappst mein Kind immer noch, ich hoffe, die Motivation ist nicht auf Dauer komplett weg.
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