Deutschunterricht

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Deutschunterricht

Beitragvon Maca » Fr 28. Jun 2019, 15:25

alibaba hat geschrieben:

@maca

Was mich interessieren würde .... da ich es nicht verstehe .... wie kann man insgesamt im sehr guten Bereich liegen, wenn die schriftliche Leistung in allen Fächern zwei Noten schlechter ist? Wie geht das rechnerisch?


Also
1. schrieb ich ja von Notenpunkten, nicht von Noten
(an vielen hamburger Gymnasien ist es so geregelt, dass es ab einem bestimmten Fehlerquotienten in allen Fächern 1 bis max. 2 Notenpunkte Abzug gibt, das bedeutet dann, nicht 15 Punkte als Endergebnis, sondern 13, was immer noch eine 1- ist) diesen Ansatz finde ich fair, alle können sich darauf einstellen und Rechtschreibdefizite erhalten nicht mehr den Stellenwert, wie in meiner , durch Orthographiedogmatismus geprägten, Schulzeit

2. laufende Mitarbeit zählt bei uns mind. 60% , schriftliche Leistungen nie mehr als 40%, in manchen Fächern auch weniger

Die Kurzsichtigkeit geht mit einem Astigmatismus einher, kleinere Kinder können das zwar gut kompensieren, das ist aber energieraubend und anstrengend, ebenso bei der Weitsichtigkeit.
Je nach Naturell gibt es dann eben anstrengungsbereite und ehrgeizige Kinder, die trotzdem alle Kraftanstrengung ins Lesen stecken oder Kinder, die das vermeiden.
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Re: Deutschunterricht

Beitragvon Rabaukenmama » Fr 28. Jun 2019, 17:00

alibaba hat geschrieben:Also das bei einer Kurzsichtigkeit Lesen nicht so das Ding ist, das kann ich nicht verstehen. Eigentlich behindert das dass scharfe erkennen von Dingen in der Ferne. Ich konnte, trotz früher, auch nicht rechtzeitig erkannter, Kurzsichtigkeit super in der Nähe lesen ( und tat das auch gerne), nur den Tafelaufschrieb sah ich eher spärlich. ;)

Auch eine minimale Weitsichtigkeit, gerade bei Kindern, ist für mich mit einer so massiven Leseunwilligkeit nicht erklärbar. Zumal die sich ja mit zunehmenden Alter korrigiert. Interessant finde ich, dass nichts auffiel. Mein Kindklein hatte die nämlich auch, das fiel mir und den Kigadamen doch recht zeitnah auf.


Ja, bei Kurzsichtigkeit ist das mit dem lesen in der Nähe durchaus möglich, nur "klebt" man schon fast auf dem Blatt oder Buch. Und das ist ohne Brille oder auch mit der "falschen" Brille über einen längeren Zeitraum ziemlich anstrengend. Bin selbst ja stark kurzsichtig (wie bei fast allen Kurzsichtigen in Kombi mit Astigmatismus) und da als Kind meine Augen binnen sehr kurzer Zeit permanent schlechter wurden, kann ich da aus der Praxis mitreden. Am lesen hat mich das nie gehindert, aber nach ein, zwei Stunden taten mir die Augen weh und ich musste eine Pause machen, auch wenn die Motivation zum weiterlesen da gewesen wäre. Das war nur in der Zeit nachdem ich wieder mal eine neue Brille bekommen hatte, kurzfristig besser. Da konnte ich dann wirklich stundenlang am Stück lesen. Meine erste Brille (mit 4 Jahren) war -3 und -3,5 Dioptrin, mit 13 waren es -12 und -13 Dioptrin.

Was Weitsichtigkeit betrifft ist das wieder anders. Wörtlich heißt es dazu bei netdoktor:

Bei Weitsichtigkeit (Hyperopie, Hypermetropie, Übersichtigkeit) reicht die Lichtbrechung im Auge nicht aus, um nahe Objekte scharf zu sehen. Dementsprechend haben die Betroffenen vor allem Probleme beim Lesen. Dabei treten auch oft Kopf- und Augenschmerzen auf.


In der Ferne kann ein Betroffener zwar scharf sehen, allerdings muss die Augenlinse auch dabei akkommodiert werden, weil ihre Brechkraft im entspannten Zustand selbst für ferne Objekte nicht ausreicht. Deshalb sind die Ziliarmuskeln, die eine Krümmung der Linse und damit eine Verstärkung der Brechkraft bewirken, ständig angespannt.

Beim Fernblick und einer Weitsichtigkeit von bis zu 4 dpt ist das für einen jungen Menschen kein Problem. Um aber in Leseabstand (etwa 33 Zentimetern) etwas scharf sehen zu können, sind weitere 3 dpt Brechkraft nötig. Das bedeutet eine Gesamtbrechkraft von 7 dpt, die erbracht werden muss. Das ist auf Dauer vom Auge nicht zu leisten und macht Beschwerden.


Abgesehen davon sind +2,5 Dioptrin Weitsichtigkeit nicht "minimal". Von eine "leichten Fehlsichtigkeit" spricht bei bei bis zu -1 oder +1 Dioptrin, ab 5 Dioptrin ist es eine "starke Fehlsichtigkeit" - nur zur Info ;) !
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Re: Deutschunterricht

Beitragvon mamma42 » Fr 28. Jun 2019, 17:07

unkorrigierte Weitsichtigkeit oder verminderte Kurzsichtigkeit (z.B bin ich stark kurzsichtig, mein Brillenstärke war mal >1 Dioprtrie zu stark) kann durch das ständige akkomodieren z.b. zu starkem Kopfschmerzen und auch Schwindelgefühl führen - vor allem wennman viel liest (oder lesen muss!). Ich hab das meistens abends erst gemerkt, da ging nämlich nicht mal mehr fernsehen...und lesen ging sowieso nicht mehr..
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Re: Deutschunterricht

Beitragvon alibaba » Fr 28. Jun 2019, 17:58

Danke @maca ..... interessant wie das je BL verschieden ist.
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Re: Deutschunterricht

Beitragvon Rabaukenmama » Fr 28. Jun 2019, 19:00

mamma42 hat geschrieben:unkorrigierte Weitsichtigkeit oder verminderte Kurzsichtigkeit (z.B bin ich stark kurzsichtig, mein Brillenstärke war mal >1 Dioprtrie zu stark) kann durch das ständige akkomodieren z.b. zu starkem Kopfschmerzen und auch Schwindelgefühl führen - vor allem wennman viel liest (oder lesen muss!). Ich hab das meistens abends erst gemerkt, da ging nämlich nicht mal mehr fernsehen...und lesen ging sowieso nicht mehr..


Kopfschmerzen hatte ich GsD nie, aber bei mir waren die Brillen in der Kindheit auch immer zu schwach, nicht zu stark. Meine Eltern waren mit mir 1x jährlich beim Augenarzt und da gab es dann immer stärkere Brillen - machmal "nur" 0,5 dioptrin stärker, dann wieder 2 Dioptrin,...

Aber gerade vor den Augenarztterminen (wenn die Brille zu schwach war) fand ich das lesen anstrengender und mir haben nach längerer Zeit die Augen gebrannt (ohne Kopfschmerzen). Später, als Erwachsene, ist meine Kurzsichtigkeit wieder besser geworden und jetzt habe ich schon seit vielen Jahren kaum mehr Schwankungen (nach 2-3 Jahren um max. 0,5 Dioptrin pro Auge) und lesen geht stundenlang ohne brennenden Augen.
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Re: Deutschunterricht

Beitragvon Meine3 » Sa 21. Sep 2019, 21:39

Hallo koschka,

Gibt es denn abgesehen von „Wissensthemen“ Geschichten oder Dinge (Lego oder so??), die er mag? Da mein Sohn ja auch so ein „Kopftyp“
Ist und malen und schreiben, sowie lesen bisher nicht aus eigener Motivation heraus erlernt hat, obwohl er dies durchaus hätte können, habe ich ihm ein total bescheuertes Erstleser-Buch über seine heiss geliebte Ninjago-Lego Figuren gekauft.

Das Schreiben geht ihm leider nach 1 Woche schon mächtig auf den Keks (20 mal das o schreiben ist nun auch wirklich nicht spannend), aber dafür liest er jetzt alles, was ihm in den Weg kommt ( und lernt grade rasant schnell die Buchstaben, woran es ja die ganze Zeit noch hing, dass er noch nicht gelesen hat), weil er dieses ninjagobuch lesen können will :lol: ...


Es wird doch etwas geben, was dein Sohn mag und was ihn motiviert? :gruebel:

Eine andere Idee habe ich nämlich nicht, außer Lehrerwechsel, was sich wohl eher schwierig gestalten dürfte. Oft hängt es ja ich an der Person, warum ein Fach verweigert wird....

Und zu deinem
Update zum Elternabend: na Bravo :schwitz: ... wie kann man denn als. Mathelehrerin Mathe hassen?? Das finde ich unter all den fragwürdigen Aussagen die gruseligste...Ich hab leider keine Lösung für dich. Bin ja mit dem Thema Schule noch ganz neu. Kann er nicht vielleicht Mathe in einer höheren Klassenstufe weitermachen?
Zuletzt geändert von Meine3 am Sa 21. Sep 2019, 21:46, insgesamt 1-mal geändert.
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Deutschunterricht

Beitragvon Meine3 » Sa 21. Sep 2019, 21:42

Gelöscht weil
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Re: Deutschunterricht

Beitragvon charlotte12 » So 22. Sep 2019, 11:25

Eine Lösung habe ich auch nicht. Es gibt viele Parallelen zu uns. Den Wechsel zur Mathe-Pfeife in Klasse 2 z.B. Allmählich gewinne ich den Eindruck, dass Pfeifen bevorzugt in Klasse 2 gesteckt werden, nicht in Klasse 1, die noch geformt werden muss. Und nicht in Klasse 4, bei der es um die weiterführende Schule geht. Einziger Trost - die Chancen, dass dein Sohn in Klasse 3 einen guten Lehrer zum Wiederauffangen der Klasse bekommt, stehen gut... Unsere Überlebensstrategien in Klasse 2 in Mathe waren - Hausis wurden von mir vorgesichtet, ich machte offensichtlich Sinnloses, gab meinem Kind dafür im Austausch angemessene Aufgaben. In die Schule nahm mein Kind dann die offiziellen Hausis mit, nicht meine Austausch-Aufgaben. Vorteil an Mathe ist, dass man also Mutter die Kinderschrift gut fälschen kann, besser als in Deutsch. Neue Themen, die das Kind nicht sowieso schon beherrschte, wurden zu Hause besprochen, BEVOR sie in der Schule drankamen, da mein Kind ansonsten so sehr dichtmachte, dass es nicht mehr möglich war, ihm das Thema beizubringen. Diese Strategie hat meinem Kind einigermaßen über die zweite Klasse geholfen, bei deinem Kind können das natürlich völlig andere Dinge sein, die helfen. Flucht in eine andere Schule finde ich schwierig - es gibt so viele schlechte Lehrer, die Mathe-Pfeife meiner Tochter wechselte im folgenden Schuljahr an eine Schule, die ich mir schon als Fluchtmöglichkeit überlegt hatte, das zum Glück nicht umgesetzt hatte...
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