Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet - UPDATE

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon Meine3 » Mi 18. Sep 2019, 10:18

Hallo Sinus,

Meine Tochter kann in etwa das, was deine kann und klagte das letzte Jahr ja auch schon immer über den "doofen Kindergarten".
Ich habe aber den Eindruck, dass unsere Maßnahmen zum "Enrichment" derzeit ganz gut greifen. Und das Kind wirkt aktuell auch ganz ausgeglichen.
Sie geht Schwimmen, ins Instrumentenkarussell, lernt Geige und ab und kommt oft mit in den Malkurs, den ich für Grundschüler an ihrer zukünftigen Schule gebe.
Die Oma spielt oft Karten mit ihr und liest viel vor.
Und - was gefühlt am Wichtigsten ist - Tochter ist derzeit nachmittags fast immer verabredet.
Mindestens an 3-4 Tagen der Woche. Sie hat im Kindergarten jetzt 2 Freunde, mit denen sie gern spielt. (Einer davon ihr Großcousin)
Dadurch, dass sie sich in der Freizeit so viel verabreden, finden sie vermutlich auch im Kindergarten besser zueinander.
Sie organisiert sich die Verabredungen auch quasi selbst, geht allein hin und kommt oft auch allein zurück.


DAS ist das Hauptproblem. Ihre FReunde sind, bis auf eine Ausnahme, alles jetzt Schüler. Sie hat sich immer an den Älteren orientiert, das büßt sich jetzt. An den kleineren Kindern hat SIE leider kein Interesse. Das eine Kind, dass sie noch "hat", wohnt nicht im selben Ort, die Eltern sind beide selbstständige Unternehmer und beruflich stark eingebunden. Spielverabredungen sind schwierig. Ihre Freunde aus dem alten Kindergarten sind nun auch alle in der Schule :( oder weg gezogen (nach Madrid!)...Alles recht unglücklich grade. Die potenziellen, neuen Freunde im Kindergarten gibt es nicht. Sie sind insgesamt 6 Vorschüler, darunter ihr Freund, die anderen 4 sind "Bananen". Sorry, wenn ich das so sage. Aber ich kann nachvollziehen, warum sie an diesen Kindern keinerlei Interesse hat. Da ist einfach überhaupt kein gemeinsamer Nenner vorhanden. Sie ist zudem das einzige Mädchen im gesamten Kindergarten in dem Alter... Ich schicke sie jetzt ab Montag mit dem Sohn in den Selbstverteidigungskurs, das wollte sie ohnehin schon länger machen. Vielleicht tut sich da eine neue Freundschaft auf.

Im Kindergarten gelten jetzt einige Besonderheiten für die neue Vorschüler. So haben sie eine Wachbleibtag, wo sie Aufgaben lösen, während die Kleineren schlafen. Dann 1x die Woche "Zuckertütenstunde", was meinem Kind bisher Spaß macht.
(so mussten sie kürzlich bspw Bilder einer Bildergeschichte richtig anordnen und die Geschichte dazu dann erzählen. Später ein zusätzliche Bild malen, wie die Geschichte weitergehen könnte...)
Und dann sind da noch optionale Angebote wie Nähkurs und Kochkurs, wo nur die Vorschüler mitmachen dürfen.
Das alles findet sie richtig toll und bietet dann tatsächlich auch mal Anlass, sich auf den Kindergartentag zu freuen.

Was findet denn im Kindergarten bei euch für die Vorschule statt? Siehst du da evtl. noch Ansatzpunkte, was für deine Tochter zu verbessern?
Und kannst du 1, 2 Kinder identifizieren, die evtl ganz gut zu deiner Tochter passen, wo du ihr Freizeitkontakte organisieren kann?


Unser Kindergarten bietet außer 1x wöchentlich "Unterricht" für die Vorschüler, sporadische Ausfläge, leider nichts spannendes an. Aller anderen "Angebote", wie kochen, backen, Waldtag oder Holzwerkstatt dürfen auch von den 4jährigen genutzt werden. Ist also nichts "neues", was zusätzlich Input gibt.


In unserem Kindergarten gibt es übrigens eine "Vorschulheft" mit Aufgabenbeschreibungen, die dann abzuhaken sind. Das ist ne ganze Menge, von Seilspringen, über Schleife binden bis die Telefonnummer der Mutter auswendig können.
Da gibst dann immer einen Stempel, wenn die Kinder davon schon was können.
Das meiste "Intellektuelle" kann meine Tochter, aber Seilspringen bspw noch nicht. Also da findest sich schon noch was, woran sie "arbeiten" kann.
Vielleicht könnt ihr euch ja, wenn deine Tochter Herausforderungen mag, ja individuell auch so eine Liste vornehmen?
(Das Heft liegt im Kita und ich weiß den Titel grad nicht, wenn du magst, finde ich das aber gern raus)


Gibt es bei uns nicht, an dem Heft wäre ich sehr interessiert! Wäre toll, wenn du den Titel rauskramen könntest. Danke!

Zuletzt habe ich mit meiner Tochter die Monate gelernt, durch das "Jahreszeitenlied" von Zuckowski. (Das wollte sie selbst können, nachdem sie feststellte, dass der Großcousin das schon kann)
Außerdem hat sie einen eigenen Kalender im Zimmer, wo sie immer die Tage durchstreicht.
So hat sie immer im Blick, welcher Tag gerade ist und sie weiß genau, wann das Wochenende kommt und wenn was ansteht, worauf sie sich freuen kann. Ich denke, sowas hilft auch sehr!


Das wäre eine Idee mit dem Kalender, wobei sie die Wochentage schon sehr gut kennt und auch, was an welchem Tag ansteht, aber vielleicht hilft das Visualisieren ja beim "durchwurschteln" durch die Woche...

PS: Unsere Erzieherin ist übrigens auch nicht grad mein Lieblingsmensch... das war ja ich die, die sehr abwehrend reagierte, als ich das Thema Früheinschulung und Begabung ansprach und die noch meinte, sie habe das Kind beim Rechnen mal beobachtet und es nehme ja heimlich die Finger dazu... ("Also kann sie nicht so besonders begabt sein" - was sie nicht sagte, aber damit deutlich zum Ausdruck brachte. Bzw bei der Betonung, dass sie die Finger "heimlich" benutzt glaube ich, dass sie davon ausgeht, dass das Kind zu Hause "trainiert" wird. )
Ich glaube, ich stecke dort auch in der Schublade "überehrgeizige Mutter mit möchtergern-besonderem Kind".
Als wir kürzlich erzählten, dass das Kind Geige lernt, fragte sie auch direkt: "Warum denn ausgerechnet Geige? Das ist doch so ein schweres Instrument?" und ich bin ziemlich sicher, sie wollte nur mal wieder ihr Vorurteil bestätigt haben von der überambitionierten Mutter...


Ach ja. So ist unsere Erzieherin auch drauf. Sie hat zwar im Entwicklungsbericht immer wieder betont, dass Smilla überdurchschnittlich entwickelt ist (in allen Bereichen!), aber dass das Kind deshalb vielleicht auch mehr Anregung braucht, das will sie nur bedingt einsehen. Das höchste der Gefühle war, dass sie ein Märchenbuch angeschleppt hat, dass für 4-7 Jährige konzipiert ist :roll: (meine Tochter mag garkeine Märchen, dafür aber die Jüngste, für DIE wäre das genau richtig grade... Und sie ist 2...) und dass sie 2 Puzzles besorgt hat, die mehr als 30 Teile haben...Seufz... Da besteht noch ein wenig Redebedarf. Aber wenn die Erzieherin einfach in etwa dem geistigen Horizont des Kindes entspricht (okay, der was fies!), dann ist das nicht leicht...
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon Meine3 » Mi 18. Sep 2019, 10:24

Koschka hat geschrieben:@Meine3

Ich habe in diesem Jahr den Einschulgutachten von beiden durchgelesen und habe mich echt gewundert, wie konnte ich mich damals so entscheiden.... Vor allem das was beim Sohn steht, würden viele eher gegen die Einschulung auslegen. Ich habe aber aus der konkreten Situation heraus gehandelt. Genauso wie ihr, hatten wir im letzten KG-Jahr ein Drama im Kindergarten. Den Sohn mussten zwei Erzieherinen festhalten, damit er dort bleibt. Ich fand es untragbar und suchte das Gespräch mit der Schulleitung. Ich war für alles offen: Plan B und C, sollte die Früheinschulung nicht so laufen, wie man es sich wünsche. Das heißt: Privatschule, Klasse wiederholen, Zuhause betreuen. Alles, bloß nicht diese Gewalt im Kindegarten. Aber es war nie ein Plan B nötig. Es war schon in den ersten 2-3 Wochen klar, dass die Kinder dort goldrichtig sind.

Die Erwachsenen machen sich viele Sorgen um die Zukunft. Die Kinder dagegen leben hier und heute. Die Erwachsenen haben Angst, das Kind müsse eine Klasse wiederholen. Na und? Mein Sohn hat zwar nicht direkt eine Klasse wiederholt, weil wir in Ausland waren, jedoch eine Klassenstufe runter gegangen. Das 6. Schuljahr hat er in zwei Jahren gemacht. Es war nie ein großes Thema. In diesem Jahr wurde ihm ein Sprung angeboten, er wollte nicht.

Ich habe nach der Reise die Kinder in die Dorfschule eingeschult, weil ich auch zu Einfachheit und Minimalaufwand tendieren. Die Grundschule war, trotz der Unlust des Kleinen, ganz gut. Das Gymnasium lief daneben. Nachdem wir festgestellt haben, dass die einfache Variante nicht geht, fahren sie jetzt eine Stunde einfach in die HB-Klasse. Die geht allerdings nur bis zur Oberstufe. Die Frage, ob sie für die Oberstufe wieder ins Dorfgymnasium wechsel, ist offen. WIr werden es besprechen, wenn es erstmal soweit ist.



WEnn es mal soweit ist, dass meine Tochter von 2 (!) Kindergärtnern festgehalten werden muss, dann wäre ich auch bereit ALLES ANDERE zu probieren. NOCH sehe ich das Licht am Ende des Tunnels. Es gibt auch noch Tage, da kommt sie fröhlich vom Kindergarten heim (Vorschultag und Waldtag) und geht morgens auch ohne großes Murren in den Gruppenraum. Und dann gibt es Tage (leider in jüngster Zeit eben vermehrt), da heult sie und hält sich an mir fest. Das sind dann die schlimmen Tage, an denen ich denke: so kann das nicht weitergehen. Aber zum Glück ist das noch nicht jeden Tag so. Ich möchte das Ruder noch rumreißen, solang es noch geht und hoffe, wir kriegen es mit dem Kindergarten zusammen gebacken, das letzte Jahr für sie noch schön und erträglich zu gestalten. Man muss sich wohl immer wieder neu und individuell einstellen, anpassen, überdenken. Mit Kindern wird es nie langweilig :schwitz:
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon Meine3 » Mi 18. Sep 2019, 11:55

Koschka hat geschrieben:@Meine3

Deine Tochter wird man nicht halten müssen, weil sie ein Mädchen ist. Da läuft vieles sanfter als bei den Jungs. Ich verstehe zwar dein Unwohl bei der Perspektive aus der Reihe zu tanzen, aber knapp zusammengefasst klingt die Situation deiner Tochter wie folgt:

- sie ist das einzige Mädchen in der Vorschule und hat keinerlei Interesse an den anderen Kindern (mit einer Ausnahme)
- sie mag die Erzieherin nicht
- der Kindergarten ist nicht wirklich gut und hat nur Einheitsbrei für alle ab 4
- deine Tochter will schon seit Dezember in der Schule.

Wie willst du diese SItuation ändern, ohne die Rahmenbedingungen anzupassen? Ein Gespräch im KG bringt weder neue Freunde rein, noch ein interessantes Programm für alle.



Liebe Koschka,

ja, so sieht es leider aus. ABER:

abgesehen vom hospitieren (wenn das denn geht!), habe ich keine andere Möglichkeit. Außer sie rausnehmen und das ist organisatorisch sehr schwierig, weil das bedeutet, ich muss die KLeine über kurz oder lang auch rausnehmen und dann kann ich auch zu Hause groß kein "Spaß und Entertainmentprogamm bieten, da die Kleine auch bedient werden möchte...Und dann hat sie GARKEINE Freunde mehr, auch nicht den einen, den sie jetzt noch täglich im Kiga sieht... Ich hoffe zum einen, dass ihre "Schulfreunde" in 1-2 Wochen so weit aklimatisiert sind, dass sie sich auch nachmittags wieder zum spielen treffen und dass sich durch neue Freizeitaktivitäten neue Bekanntschaften auftun.

Es gibt bei uns ganz sicher KEINE Einschulung zum Halbjahr! Das habe ich schon für meinen Sohn als es akut war, persönlich erfragt. Das wurde sofort abgeblockt. Selbst wenn ich von der Quereinschulung überzeugt wäre UND mein Mann sich dazu überreden ließe, wäre es immer noch KEINE Möglichkeit von seiten der Schule...

Wir haben im Dorf noch 2 andere Kindergärten. Bei dem einen, habe ich eine Mutter gebeten nachzuhören, ob da noch 2 Plätze frei wären (ich müsste ja gleich 2 Kinder neu unterbringen :cry: )...Der andere ist NOCH konservativer und langweiliger als unserer. Den habe ich nämlich mit angeschaut, als wir hierher gezogen sind. Die machen garnichts. Die Kinder müssen beim Essen schweigen :?: , sie MÜSSEN beten, sie gehen nur raus in den Garten, es gibt keine Ausflüge oder Angebote. NICHTS...Eventuell würden die Kinder besser passen, wer weiß. Aber auf gut Glück würde ich in diesen Kindergarten nicht wechseln!

Was also bleibt mir und meiner Tochter groß anderes übrig, als mit der Situation versuchen umzugehen, bzw. sie innerhalb des Kindergartens und durch Freizeit-Aktivitäten versuchen zu ändern?

Bei meiner Jüngsten werde ich übrigens die Früheinschulung mit 5;8 Jahren anstreben. Aber eben frühzeitig. Bei meinem Mann hab ich vorgefühlt, der ist nicht sonderlich begeistert, aber auch nicht total abgeneigt, da er sieht, dass die Jüngste in ihrer Entwicklung NOCH auffälliger ist als die anderen beiden...
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon alibaba » Mi 18. Sep 2019, 12:09

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Zuletzt geändert von alibaba am Do 31. Okt 2019, 15:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon alibaba » Mi 18. Sep 2019, 12:12

Meine3 hat geschrieben:
Was also bleibt mir und meiner Tochter groß anderes übrig, als mit der Situation versuchen umzugehen, bzw. sie innerhalb des Kindergartens und durch Freizeit-Aktivitäten versuchen zu ändern?


Ich sehe da keine wirkliche Wahlmöglichkeit.
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon sinus » Mi 18. Sep 2019, 12:34

@meine3:
Das Heft heißt BLANKI Schulkindpass

https://www.als-verlag.de/public_als/pa ... ?proId=184
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon alibaba » Mi 18. Sep 2019, 12:36

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Zuletzt geändert von alibaba am Do 31. Okt 2019, 15:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon Meine3 » Do 19. Sep 2019, 13:44

Koschka hat geschrieben:@Meine3

Bis zum Anfang des Pubertäts können die Geschwister Freunde ersetzten. Deine Tochter ist nicht alleine, sie hat ein jungeres Kind, um das sie sich kümmern kann und ein älteres zu dem sie aufschauen kann. Für gesunde soziale Entwicklung halte ich das für mehr als ausreichend. Deswegen würde ich das Kind selbst fragen, worauf sie mehr Wert legt, zusammen mit dem Jungen an den Vormittagen zu spielen, oder bei dir zuhause zu bleiben. Mit 5 Jahren ist sie in der Lage dir eine ehrliche, nicht nur auf den Moment bezogene Antwort zu geben. Vielleicht könntet ihr eine Probewoche zuhause machen und schauen wie das läuft. Chronisches Misfit über ein Jahr lang kann schon sehr unangenehme Folgen haben. Übrigens mögen es die deutschen Pädagogen gar nicht, wenn Eltern auf die Idee kommen, ihre Kinder nur selbst zu betreuen. Ich habe damals der Schulpsychologin ganz klar zu verstehen gegeben, dass die Alternative nicht noch ein Jahr Kindergarten ist, sondern ein Jahr zuhause. Wenn eure Schule von dem im Bilde wäre, dass das Kind sonst nur zuhause bleibt, käme es vielleicht leichter auf die Idee die Hospitation zu erlauben. Aber so wie du über deine Schule schreibst, wird bei euch nichts ohne Test gehen. Also wäre vielleicht der Weg zu einem Psychologen mit anschließender Testung auch eine Alternative.


doppelt. gelöscht
Zuletzt geändert von Meine3 am Do 19. Sep 2019, 13:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon Meine3 » Do 19. Sep 2019, 13:46

Koschka hat geschrieben:@Meine3

Bis zum Anfang des Pubertäts können die Geschwister Freunde ersetzten. Deine Tochter ist nicht alleine, sie hat ein jungeres Kind, um das sie sich kümmern kann und ein älteres zu dem sie aufschauen kann. Für gesunde soziale Entwicklung halte ich das für mehr als ausreichend. Deswegen würde ich das Kind selbst fragen, worauf sie mehr Wert legt, zusammen mit dem Jungen an den Vormittagen zu spielen, oder bei dir zuhause zu bleiben. Mit 5 Jahren ist sie in der Lage dir eine ehrliche, nicht nur auf den Moment bezogene Antwort zu geben. Vielleicht könntet ihr eine Probewoche zuhause machen und schauen wie das läuft. Chronisches Misfit über ein Jahr lang kann schon sehr unangenehme Folgen haben. Übrigens mögen es die deutschen Pädagogen gar nicht, wenn Eltern auf die Idee kommen, ihre Kinder nur selbst zu betreuen. Ich habe damals der Schulpsychologin ganz klar zu verstehen gegeben, dass die Alternative nicht noch ein Jahr Kindergarten ist, sondern ein Jahr zuhause. Wenn eure Schule von dem im Bilde wäre, dass das Kind sonst nur zuhause bleibt, käme es vielleicht leichter auf die Idee die Hospitation zu erlauben. Aber so wie du über deine Schule schreibst, wird bei euch nichts ohne Test gehen. Also wäre vielleicht der Weg zu einem Psychologen mit anschließender Testung auch eine Alternative.


Meine Tochter ist ein sehr geselliges und offenes Kind. Sie BRAUCHT andere Kinder und zwar nicht nur ihre Geschwister. Wenn dies nicht so wäre, würde sie unter der jetzigen Situation nicht so leiden, es ist ja nicht nur Unterforderung im Kindergarten sondern vielmehr die fehlenden Spielpartner, die ihr zu schaffen machen. Wenn es die gäbe, so hätte sie, da bin ich sicher, auch kein Problem noch ein Jahr im Kindergarten zu bleiben. Noch dazu ist sie von der Pupertät noch weit entfernt mit 5 8-).

Ich kann ihr auch nicht diese Entscheidung überlassen. Wenn ich dies täte, wäre das extrem unfair der Jüngsten gegenüber, die weiter in den Kindergarten gehen, dann aber auch zu Hause bleiben wollen würde und ich müsste sie lassen, denn ich werde meine Kinder nicht ungerecht behandeln. Und ich kann es mir organisatorisch und zeitlich nicht leisten, BEIDE Kinder ganztags zu Hause zu haben.

Ich arbeite selbstständig von zu Hause aus, bin daher relativ flexibel. Ich kann sie eventuell beide tageweise zu Hause lassen. Darüber denke ich auch grade viel nach. Aber auch dies müsste ich mit dem Kindergarten besprechen, wenn es eine geregelte "Urlaubstage"-Zeit sein sollte, was mir schon helfen würde, alles unter einen Hut zu bekommen. Lasse ich meine Mittlere zu Hause, die sich sehr gut selbst beschäftigen kann, so muss ich aber eben die 2,5 Jährige auch zu Hause lassen, die "leider" ebenso ein kleines, schwarzes Loch wie ihr Bruder ist und mich dann den ganzen Tag beanspruchen würde. Spielphasen, in denen sie zufrieden allein oder mit ihren Geschwistern spielt, wenn ich anwesend bin, gibt es so gut wie gar nicht. Selbst Haushalt erledigen wäre dann schon schwierig und dann habe ich noch nicht gearbeitet.

Ganz aufgeben kann und will ich meine Arbeit auch nicht. Auf den Abend verschieben: nein. Ich gehe so schon am Stock, habe in 4 Jahren 3 Schwangerschaften und Geburten absolviert und die letzte lang gestillt. Ich bin ausgelaugt und würde früher oder später zusammenklappen. Damit ist auch niemandem geholfen.

Ich weiß, dass du da da so hartnäckig bist, weil du überzeugt bist, dass es die einzige Möglichkeit ist, meiner Tochter "Leid" zu ersparen. Ich bin dir dankbar und weiß es zu schätzen. Und glaub mir: ich will ihr auch Leid ersparen. Aber ich muss es auch umsetzen können und "schaffen"! Nicht jede Lösung ist für jede Familie passend... Es ist grade ein Dilemma. Ich habe nun um ein weiteres Gespräch im Kindergarten gebeten. Bringt dies keine Besserung, so werde ich entweder tageweise zu Hause lassen oder die Hospitation anstreben, die ich parallel nächste Woche schonmal proaktiv in der Schule ansprechen werde. Inwiefern was sinniger oder passender ist, muss ich auch mit meinem Mann besprechen.

Danke dir!
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Schulanfang des Sohnes, die Mittlere leidet

Beitragvon Meine3 » Do 19. Sep 2019, 13:47

sinus hat geschrieben:@meine3:
Das Heft heißt BLANKI Schulkindpass

https://www.als-verlag.de/public_als/pa ... ?proId=184



nur über einen Verlag zu erhalten... Ich werde mal noch ein wenig das Internet durchforsten, nach etwas ähnlichem... Danke dir!
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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