Schulentscheidung

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Schulentscheidung

Beitragvon Rabaukenmama » Sa 8. Feb 2020, 10:49

Hallo, endlich tut sich was :) . Das Gymnasium in NÖ mit der HB-Klasse ist ja nur 40min entfernt und die haben noch Plätze frei. Für die HB-Klasse muss mein Sohn einen Aufnahmetest machen, aber selbst falls er den nicht bestehen sollte (beim kognitiven Teil habe ich keine Bedenken, mehr bei der "Gruppenarbeit") ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er dort einen Platz bekommt. Mein Sohn kann entweder 5 kurze Stationen Bahn fahren und dann noch 3 Stationen Bus oder nach der Bahnfahrt ca. 2km mit dem Roller. Insgesamt ist das Gymnasium besser erreichbar als fast alle anderen Möglichkeiten und das Erstgespräch dort (hatten wir gestern, in den Ferien) verlief sehr positiv :) . Wir haben für unseren Sohn diese Schule jetzt als "1. Wahl" fixiert und werden schauen, ob das tatsächlich so gut klappt, wie es zur Zeit aussieht.

So blöd das vielleicht klingen mag, aber nach der ganzen Sucherei und den Ablehnungen bin ich froh, überhaupt ein Gymnasium gefunden zu haben, welches nicht gleich abwinkt, wenn das Kind nicht GANZ normkonform "funktioniert". Nächste Woche stehen dann noch 3 Termine dort am Programm: Kennenlernen, 3-stündiger Aufnahmetest und 1 1/2stündige Gruppenarbeit und spätestens kommenden Samstag wissen wir dann definitive Bescheid ob mein Sohn dort genommen wird und in welche Klasse er kommen wird.
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Bliss » Sa 8. Feb 2020, 11:41

Das ist bestimmt eine riesige Erleichterung. Ich drücke die Daumen, dass alles klappt.
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Sa 8. Feb 2020, 11:45

Ich schließe mich Bliss an!
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon alibaba » Sa 8. Feb 2020, 12:14

Ich drücke euch die Daumen dass dein Sohn für das - so finde ich sehr aufwändig anstrengende Programm - seine Kapazitäten abrufen kann. Viel Erfolg dem Sohnemann. :P
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon sinus » So 9. Feb 2020, 19:19

Liebe Rabaukenmama,
das klingt doch gut!

An Großkinds Schule gibt es wohl auch in jedem Jahrgang einige Autisten und generell finden sich dort so einige irgendwie "besondere" Kinder.
Es kommen wohl nicht wenige dort hin, die in der Grundschule auffällig waren, darum wird über diese Schule auch geredet, dass sich dort viele sozial schwierige Kinder sammeln.
Bisher können wir das nicht bestätigen - im Gegenteil. Dadurch dass die Kinder recht inhomogen und "individuell" sind, ist man ja vielleicht insgesamt eher etwas toleranter miteinander. Das unnormale ist normaler...

Das Schulklima ist meiner Tochter jedenfalls am Anfang als besonders nett aufgefallen.
Die älteren Schüler haben die jüngeren Kinder in der ersten Woche herzlich auf den Fluren begrüßt und willkommen geheißen und sie beim Sponsorenlauf tüchtig angefeuert etc pp
Auch scheint es einen lockereren Umgangston zwischen Lehrern und Schülern zu geben, als an anderen Gymnasien. So zumindest mein Eindruck, wenn ich die Erzählungen meiner Tochter mit denen der Kinder am örtlichen Gymnasium vergleiche.
Und die Klassengröße ist mit 22 Kindern hier in der Gegend absoluter Luxus.

Ich drücke euch die Daumen, dass es an der Schule von der du schreibst ähnlich ist!!!!!!!
(Wie groß sind die Klassen?)

Und was die Strecke betrifft:
Ich würde zusehen, dass er eine Variante ohne Umsteigen nutzen kann und lieber etwas läuft/rollert.
So hat er gleich noch täglich Bewegung und frische Luft/Licht, was ja im Allgemeinen eh zu kurz kommt.
Meine Tochter fährt pro Strecke 2 km Rad und läuft nach den 3 Stationen S-Bahn-Fahrt dann nochmal 1,5 km.
(Unser Bahnhof ist ohne Aufzug, so dass sie das Rad nicht mitnehmen kann)
Das ist in Summe dann fast 1 Stunde Bewegung täglich. Finde ich für Gesundheit, Psyche und Fitness super!
Zuletzt geändert von sinus am Mo 10. Feb 2020, 12:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 10. Feb 2020, 10:28

alibaba hat geschrieben:Ich drücke euch die Daumen dass dein Sohn für das - so finde ich sehr aufwändig anstrengende Programm - seine Kapazitäten abrufen kann. Viel Erfolg dem Sohnemann. :P


Das hat mich erst mal auch abgeschreckt. 3x in die Schule müssen mit dem Kind? Also 3x von der Arbeit frei nehmen (ich arbeite nur vormittags) vielleicht schon wieder für nichts? Aber der heutige Kennenlerntermin ist erst am frühen Nachmittag, für die Testung am Mittwoch muss ich mir natürlich schon frei nehmen, aber die Gruppenarbeit am Freitag ist wieder nachmittags.

Jetzt, wo ich weiß, dass mein Sohn dort sehr wahrscheinlich einen "normalen" Gymnasiumplatz kriegen wird, auch wenn er die Testung nicht "bestehen" sollte, gehe ich sehr gelassen an das Ganze heran :mrgreen: . Natürlich wäre die Modulklasse (für die er dieses Aufnahmeprocedere durchmacht) ideal, weil die Kinder dort ohne Sprung 4 Schuljahre in 3 machen können und daher viele langweilige Wiederholungen wegfallen. Aber wenn es eine normale Gymnasiumklasse wird, ist es mir auch recht :) .
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 10. Feb 2020, 10:44

sinus hat geschrieben:Ich drücke euch die Daumen, dass es an der Schule von der du schreibst ähnlich ist!!!!!!!
(Wie groß sind die Klassen?)


Wenn es die Modulklasse (Begabtenklasse) wird, dann ca. 20 Schüler, eher weniger. Normale Gymnasiumklasse ca. 25 Schüler.
sinus hat geschrieben:Und was die Strecke betrifft:
Ich würde zusehen, dass er eine Variante ohne Umsteigen nutzen kann und lieber etwas läuft/rollert.
So hat er gleich noch täglich Bewegung und frische Luft/Licht, was ja im Allgemeinen eh zu kurz kommt.
Meine Tochter fährt pro Strecke 2 km Rad und läuft nach den 3 Stationen S-Bahn-Fahrt dann nochmal 1,5 km.
(Unser Bahnhof ist ohne Aufzug, so dass sie das Rad nicht mitnehmen kann)
Das ist in Summe dann fast 1 Stunde Bewegung täglich. Finde ich für Gesundheit, Psyche und Fitness super!


Sehe ich auch so. Ich weiß nur nicht, ob ich meinen (bewegungs-)faulen Sohn auch davon überzeugen kann :mrgreen: . Wobei ich auch überlege ein altes Fahrrad ab Bahnhof dort zu deponieren, mit dem er weiter in die Schule fahren kann. Was ich auf google maps gesehen habe gibt es auch ein "Schleichwegerl", aber das muss ich mir erst noch direkt anschauen.

Selbst fahre ich seit über 30 Jahren mit dem Fahrrad in die Arbeit und heim (täglich fix 45min) . Dass es für Gesundheit, Psyche und Fitness super ist kann ich nur bestätigen :) .
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon sinus » Mo 10. Feb 2020, 12:25

...das mit dem zweiten, alte Rad hatte ich auch überlegt , aber es 9st nun gar nicht nötig, da sie mit einem Freund zusammen läuft und es sie gar nicht stört.
Ich fahre auch 11 km per Rad zur Arbeit, also 2x pro Arbeitstag ca. 40 Minuten. Eine wunderbare Zeit zum Nachdenken (ich denke mir da bspw oft die Themen für meine Malkurse aus) und wenn ich früh im Büro zur Tür reinkomme, hab ichecht IMMER die gute Laune und bin voller Energie.

Halt uns auf dem Laufenden und die Daumen für die Prüfungen für die spezielle Klasse sind fest gedrückt!
Kannst du ihn auf die Gruppenarbeit ein bisschen vorbereiten?
Ich hab damals zusammen mit meiner Tochter (die auch kein großer Fan von Gruppenarbeiten ist und das in der Grundschule wo es ging verweigert hat!) vorher drüber gesprochen, worauf es dabei ankommt und worauf die Lehrer dabei evtl achten.
(Sich einbringen, mit den anderen zusammenarbeiten...)
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon alibaba » Mo 10. Feb 2020, 12:30

sinus hat geschrieben:...Kannst du ihn auf die Gruppenarbeit ein bisschen vorbereiten?
Ich hab damals zusammen mit meiner Tochter (die auch kein großer Fan von Gruppenarbeiten ist und das in der Grundschule wo es ging verweigert hat!) vorher drüber gesprochen, worauf es dabei ankommt und worauf die Lehrer dabei evtl achten.
(Sich einbringen, mit den anderen zusammenarbeiten...)


Ich glaube ja das man ist, wie man eben ist. In wie weit sich hier der Sohn von @rabaukenmama "verstellen" kann - :gruebel: Ob das helfen würde, vor allem, wenn man da etwas krampfhaft versucht? Macht es das nicht schlimmer? Ich habe keine Ahnung - ich wollte das nur einwerfen. :friedlich:

Immerhin ging das Kind von @rabaukenmama 4 Jahre lang in die GS und weiß wie man zu "funktionieren" hat. Aber ob ich authentisch rüber kommen, wenn ich etwas versuche, was ich einfach nicht so kann wie eben nicht retardierte Kinder?

Wenn ich überlege - mein Kind war alleine nach dem IQ-Test fertig - aber richtig. Dann noch Nachmittagsprogramm nach einem anstrengenden Schultag. Und das in so jungen Jahren mit jeder Menge "Defiziten" die ein "normales" Kind nicht hat. Ich glaube, ich würde mich da, mit Handlungsanweisungen total zurück halten. :schwitz:
Zuletzt geändert von alibaba am Mo 10. Feb 2020, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon sinus » Mo 10. Feb 2020, 12:35

Die Aufnahmeprüfung bei meiner Großen war etwa genauso wie bei euch auch: Schriftlicher Test, Kennenlerngespräch und Gruppenarbeit. Verteilt auf 2 Tage.
Beim Test gabs viele Logikgaufgaben (Kategorien bilden u.ä, bisschen wie IQ-Test) und Fragen zum Allgemeinwissen.
Beim Kennenlerngespräch wurde über ein aktuelles Thema aus der Welt gesprochen. Greta und Umweltschutz war das damals.
Da war es gut, dass wir da erst kurz vorher bei Tisch mal zu Hause ausführlich drüber gesprochen hatten.
Da wir kein TV haben und ich nie Radio anhabe, hätte meine Tochter sonst vielleicht nichtmal so richtig gewusst, wer Greta ist... so wusste sie zu müde Zeitpunkt dann echt viel darüber.
Die Kinder sollten dann noch sagen, wo sie selbst Ansatzpunkte für mehr Umweltschutz sehen.
Es wurden da übrigens immer 3 Kinder gleichzeitig von 2 Lehrern befragt.
Bei der Gruppenarbeit (immer zu viert) sollten sie diverse unbekannte Stoffe untersuchen, um zu klären, was es ist. (Salz, Backpulver...)
Da musste zusammen überlegt werden, welche Eigenschaften die Stoffe so haben und auf welche Weise man das feststellen kann und was eher nicht so in Farbe kommt. (einfach mal kosten oder unkontrolliert anzünden bspw :mrgreen: )
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