Schulentscheidung

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Schulentscheidung

Beitragvon alibaba » Mi 9. Okt 2019, 13:27

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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Rabaukenmama » Mi 9. Okt 2019, 14:26

alibaba hat geschrieben:Ich stehe auf dem Schlauch .... 1.+2. Klasse ? Das ist für mich Grundschule ..... sorry .... ich denke auch in Ö geht man nach der 4.Klasse ab.

Ist das dann die 5. und 6. Klasse? Und warum gibt es da keine 2. Fremdsprache?

Wie gehen internationale Rankings, wenn jedes Land etwas anderes macht. :gruebel:

Egal ..... mal unbenommen davon ...... @rabaukenmama, Du hörst Dich nicht überzeugt bei deiner/euren Schulentscheidung an.


Bei uns ist 5. Schulstufe dasselbe wie 1. Klasse Gymnasium oder Hauptschule. Man war 4 Jahre in der Volksschule und kommt DANN in die 1.Klasse Gymnasium. So sind die Klassen auch benannt, also 1A, 1B und 1C. Wer z.B. in die 6. Klasse Gymnasium geht ist im 10. Schuljahr.

Dass es erst ab der 3. bzw. 5. Klasse (Gymnasium) eine zusätzliche Fremdsprache gibt, hat mich selbst ziemlich verwirrt. Ich war mir eigentlich sicher dass es ab der 1. Klasse sein würde (so war es zu meiner Schulzeit). Vielleicht klinge ich deshalb nicht begeistert...
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon alibaba » Mi 9. Okt 2019, 14:57

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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Edainwen » Do 10. Okt 2019, 07:30

Das verstehe ich jetzt nicht ganz: @Rabaukenmama, du schreibst ja, dass es in der 1. Klasse (5. Klasse) keine WEITERE Fremdsprache gibt, ab der 3. dann Italienisch, ab der 5. Latein - aber das heißt doch, dass es Englisch ja wohl schon gibt ab der 1., oder sehe ich das falsch? Und mehr Fremdsprachen als die eine in der 5. Klasse (also 1. in Ö) ist auch in Deutschland ja nicht gerade üblich. Also mein Sohn hat in der 5. mit Latein und Englisch gleichzeitig angefangen, aber das ist bestimmt in einem 50km-Umkreis die einzige Schule, an der es das gibt (ländlicher Raum). Und die meisten Kinder sind mit den Massen neuer Vokabeln, die in Englisch dazu kommen schon überfordert genug, eine weitere Fremdsprache wäre da absolut überflüssig. Denn das, was in der Grundschule als Englischunterricht bezeichnet wird, verdient wohl kaum den Namen. Ich glaube mein Sohn hat mehr Englische Vokabeln durch Minecraft gelernt als dort im Unterricht ;) (Gestern musste er 3 Seiten Vokabeln aus Green Line abschreiben und lernen. Als er über die viele Arbeit klagte, habe ich gemeint, dass er die meisten Vokabeln ja schon kenne, nur vielleicht "torch" noch nicht. Dann meinte er, doch, das kenne er auch, aus Minecraft :mrgreen: ... also Lernarbeit = Null, aber eben viel Abschreibearbeit ;) ) Und dass die 2. Fremdsprache dann erst in der 7. Klasse (3. in Ö) kommt, war in D bis vor der Einführung von G8 auch noch üblich. Ich find das jetzt nicht so auffällig oder schrecklich.

@alibaba: Was ist eine Profilbildschule :gruebel: ? Ich habe auch google bemüht, bin aber auf nichts passendes gestoßen. Meint das, dass die Schule ein Profil hat? Aber das hat doch heutzutage jede Schule :gruebel:
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon alibaba » Do 10. Okt 2019, 08:10

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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Rabaukenmama » Do 10. Okt 2019, 20:29

@alibaba: Mittlerweile habe ich mir mehrere Stundenpläne der 1. und 2. Klasse Gymnasium angeschaut und es war bei allen Schulen nur Englisch als Fremdsprache drin. Eine weitere Fremdsprache ist erst ab der 3. Klasse Gymnasium üblich, bei Realgymnasien (naturwissenschaftlicher Zweig) meistens erst ab der 5. Klasse. Dasselbe gilt auch für Privatschulen.

Nicht mal als Freigegenstand oder unverbindliche Übung gibt es im 1. oder 2. Gymnsaium eine weitere Fremdsprache.
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon alibaba » Fr 11. Okt 2019, 09:59

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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Rabaukenmama » Sa 12. Okt 2019, 12:29

alibaba hat geschrieben:@rabaukenenmama

Jetzt nur mal für mich, rein aus Interesse …. wie ist das bei euch mit dem Abitur.

Hier kann man ja die 1.bzw.2.Fremdsprache ins Abitur mitnehmen. Wie ist das denn dann bei euch? Habt Ihr G8 oder G9? Und, wenn die 2.FS so spät kommt, was habt Ihr denn stattdessen im Stundenplan?

Mein 10.Klässler hat hier in BW 5x bis zur 6.Stunde und 3xMittagsschule bis 15:30 Uhr. Normaler Unterricht, da ist noch nicht freiwilliges dabei. Ich kenne ein Kind in Hessen (auch Gymnasium allerdings G9), die weiß gar nicht was Mittagsschule ist. :mrgreen:


Bei uns ist die Matura vermutlich nicht anders als bei euch das Abitur. "Mittagsschule" kennen wir hier auch nicht (zumindest nicht den Begriff). In den ersten 2 Klassen Gymnasium sind pro Woche je nach Schule 28-30 Pflichtstunden (ohne Religion, Freigegenstände,..). Bei einer 5-Tage-Schulwoche sind das 5-6 Schulstunden pro Tag. Wie diese eingeteilt werden, ob und wann es Freistunden gibt und ob und wie lange es Nachmittagsunterricht gibt ist von Schule zu Schule verschieden. Am üblichsten ist 1-2x pro Woche Unterricht am Nachmittag, sonst bis Mittag. In den meisten dieser Schulen gibt es auch (auf Wunsch) Mittagessen und Nachmittagsbetreuung. Und es werden oft auch Sport (Fußball, Volleyball, Basketball) und Musikunterricht (etliche Instrumente, Orchester, Chor) auf freiwilliger Basis angeboten, was auch im Schulgebäude stattfindet.

Dann gibt es noch Ganztagsschulen mit "verschränktem Unterricht", wo täglich z.B. bis 16:00 Schule ist und wo sich Freizeit und Schulstunden abwechseln. Da müssen alle Schüler bis 16h in der Schule bleiben, haben aber meistens noch mehr Freizeit-Gestaltungsmöglichkeiten in der Schule. Nachteil ist halt, dass man mit den Kindern da unter der Woche kaum was unternehmen kann, denn wenn das Kind um 16h30 oder 17h mal nach Hause kommt ist es für viele Aktivitäten (vor allem organisierte) schon zu spät. Zum Beispiel sperren hier Museen fast überall um 18h zu. Wenn das Kind in der Freizeit gern ins Museum geht ist so eine Schulform daher nicht ideal.

Hingegen kann man bei normalen Schulen die Nachmittagsbetreuung auch weglassen oder nur tageweise in Anspruch nehmen, was mehr Freiheit bei der Freizeitgestaltung bedeutet. Die Schulstunden sind eigentlich ganz "normal", also je 4 Stunden Deutsch, Mathe und Englisch und der Rest Biologie, Geschichte, Geografie, Musik, Bildnerische Erziehung, Werken und Turnen.
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon Rabaukenmama » Sa 12. Okt 2019, 12:37

G8 und G9 kenne ich nicht, ich vermute aber, dass es um die Anzahl der Schuljahre bis zur Matura geht. Bei uns ist es so, dass ein Kind in einer AHS (Gymnasium oder Realgymnasium) bis zur Matura 8 Schuljahre hat (sofern es weder springt noch wiederholt).

Besucht ein Kind eine NMS oder WMS (neue Mittelschule oder Wiener Mittelschule, das Pendent zur Hauptschule) kann es nach 4 Jahren entweder mit entsprechendem Zeugnis in die 5. Klasse Gymnasium wechseln, wo es dann noch 4 Jahre Oberstufe bis zu Matura hat. Es kann auch an eine weiterführende Schule (HBLA, HAK, HTL,...) wecheln, die 5 Jahre dauert und mit Matura abschließt. Vorteil daran ist, dass da dann schon eine berufliche Richtung vorgegeben ist und dass diese Schulabschlüsse teilweise auch Lehren ersetzen oder die Lehrzeit (wenn man nachher noch eine Lehre macht) verkürzen.

Oder es wählt eine andere 1, 2, oder 3jährige Schulform (z.B. polytechnischer Lehrgang, Hauswirtschaftsschule, Handelsschule,...) ohne Matura und macht danach entweder eine Lehre oder geht ungelernt arbeiten.

So gesehen gibt es in Österreich mehrere Wege zur Matura, die (nach der Grundschule) entweder 8 oder 9 Jahre dauern.
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Re: Schulentscheidung

Beitragvon patchanka » Fr 15. Nov 2019, 10:36

Liebe Rabaukenmama!

Ich habe deinen Beitrag nur überflogen: da ich allerdings die Situation in Wien relativ gut kenne wollre ich dir meine Erfahrungen nicht vorenthalten: zwar ist der Lehrplan in einer NMS und einer AHS gleich, das Niveau ist aber schon sehr unterschiedlich.
Mein Sohn wollte nach der alternativen VS auch ins GYM, weil ihn die vielen Fächer interessiert haben. Aus einer individuellen Entscheidung ist es dann jene Schule geworden, in der die Unterstufe als WMS geführt wird (K.gasse im 7.). Leider war er extrem enttäuscht, weil insbesonders in den Nebenfächern das Nicht-Wissen, das die meisten MitschülerInnen mitgebracht haben, für ihn so absolut unverständlich war. Das hat dazu geführt, dass 1. der Unterricht für ihn unglaublich langweilig war und 2. er eine Rolle in der Klasse eingenommen hat in der er nicht glücklich wurde (Angeber, der alles weiß). Auch die LehrerInnen (die prinzipiell super engagiert waren!) haben ihm teilweise verboten, auf Fragen im Unterricht zu antworten. Förderung für schwache Schüler gab es viel, für begabte kaum: wenn dann nur außerhalb der Schulzeit, was er absolut verweigert hat! Dafür hat er gelernt mit Aspergerkindern umzugehen (war in einer I-Klasse) spricht jetzt "parkisch" und kennt alle Youtuber und Computerspiele, die gerade in sind.

Leider haben wir in Wien so eine starke schulische Selektion, dass in die NMSen wirklich fast nur jene Kinder gehen, bei denen es in den Elternhäusern massiv an Ressourcen und Möglichkeiten fehlt, um die Kinder zu fördern. Was im Kindergarten noch nicht so auffällt, merkt man aber bei 10- bis 14-Jährigen massiv!
Sohn hat dann nach 2 jahren in ein normales Gymnasium gewechselt, hier ist es inhaltlich vieles besser, die soziale Durchmischung ist auch hier herausfordernd! (Allerdings fällt man hier einfach durch oder irgendwann aus der Schule, wenn es so gar nicht geht...., das ist in der NMS anders!)

Meine Tochter (gerade 10 geworden) geht jetzt in die 1. in eine AHS in einem Bobo-Bezirk :D : ich bin ganz hin und weg über die Idylle, die hier herrscht! Alles so liebe und freundliche Kinder, geschätze 95% der Eltern haben ein höhere Bildung, alle kümmern sich um ihre Kinder, es wird nicht ständig etwas kaputt gemacht und ich habe noch von keiner einzigen Schlägerei gehört....

...eigentlich wollte ich meine Kinder nie in so eine Blase stecken, aber momentan bin ich so froh darüber! (schule ist überigens so beliebt, dass wir leider für Sohn trotz mehrmaligen Anläufen keinen Platz mehr bekommen haben....)
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