Erstes Entwicklungsgespräch auf dem Gym

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Erstes Entwicklungsgespräch auf dem Gym

Beitragvon Rabaukenmama » Di 11. Feb 2020, 19:11

sinus hat geschrieben:Ich bin erst zufrieden, wenn meine Tochter nicht mehr "am Liebsten unsichtbar" oder "nicht da" wäre. :roll:


Was glaubst du selbst woran das liegt? An der Schule? An Mathe? Oder hat es andere Ursachen?
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Re: Erstes Entwicklungsgespräch auf dem Gym

Beitragvon Meine3 » Di 11. Feb 2020, 21:08

Hallo Sinus,

Das pessimistisch und sehr sensibel sein hat deine Tochter schon lange. Es hat nichts mit der Mathe-lastigen Schule zu tun. Und auch nicht zwangsläufig mit der Intelligenz. Es ist ein Wesenszug.

Du sagst, sie hat das seit der Vorschule, meine hat es seit sie 4,5 Jahre alt ist (Kurz nach Umzug und Kita-Wechsel). Aber schneller geweint wegen zwischenmenschlichen Dingen als andere hat sie auch früher schon. Sehr gefühlsbetont war sie schon immer.

Beide Kinder, sowohl deine Tochter als auch meine (die jetzt im Vorschulalter ist und auch grade echt wieder vor kurzem so ein paar Sätze in dieser Art losgelassen hat), sind hochsensibel, saugen Stimmungen und Erlebnisse in sich auf und steigern sich da auch tendenziell zu sehr rein. Ich weiß nicht, wie es bei deiner ist. Aber mein Mädchen erlebt und fühlt generell SEHR intensiv. Nicht nur die negativen Dinge, sondern auch die positiven. Sie fühlt und lebt sehr im Moment, ist extrem abhängig vom sozialen Gefüge und den Vibes um sich herum. Hat sie Streit mit ihrem Freund in der Kita, so ist der Tag gelaufen. Alles wird dann in einem eher negativen Licht gesehen, jede weitere Lapalie wird zu einem Drama. Hat sie einen schönen Tag gehabt und neue Freunde gefunden oder sich mit Freunden getroffen, so ist sie glücklich und ausgeglichen und das goldigste Wesen auf Erden. Aber wehe der Abschied naht, dann gehen die Schleusen auf und es wird geweint und geweint. Und da hilft dann auch nur in den Arm nehmen und drücken und dann (sobald der Druck nachgelassen hat) den Fokus auf was schönes lenken. Ich habe gelernt, dass bei ihr aktiv zuhören und viel „drüber reden“ bewirkt, dass sie sich immer mehr reinsteigert.

Auch ist es ihr unheimlich wichtig gemocht zu werden und sie hat sehr schnell das Gefühl, das dem nicht so ist. Deswegen ist sie auch extrem angepasst und brav (das Gegenteil von meinem
Sohn quasi ;)). Sie ist übrigens ein sehr beliebtes Kind und kaum einer schwärmt nicht von ihr ( ob jung oder alt). Dennoch hat sie oft das Gefühl allein zu sein und nicht gemocht zu werden. So ist ein kurzes Donnerwetter von uns Eltern für sie auch Grund ganz fürchterlich zu weinen, während unser Sohn das fast garnicht juckt oder aber zur Einsicht führt und es damit erledigt ist. Fühlt dein Kind ähnlich?

Meine Tochter ist übrigens auch wie deine SEHR naturverbunden und kreativ und hat ein außergewöhnlich gutes Auge fürs Detail. Sie ist eine kleine Künstlerseele.

So gefühlsintensive Kinder werden immer wieder Gründe zum tieftraurig sein haben, egal auf welcher Schule, egal wie harmonisch das Familienleben oder gut das soziale Netzwerk ist. Allerdings ist es m.E. bei solchen Kindern eventuell wichtiger möglichst optimale Rahmenbedingungen herzustellen, da sie in ihrem Erleben abhängiger von der Umwelt sind als andere Kinder und m.E. für eine depressive Verstimmung sehr viel empfänglicher sind als andere.

Damit meine ich nicht, dass es Sinn ergibt, dass du bereits jetzt darüber nschdenkst im
Schlimmsten Fall die Schule zu wechseln. Aber ich kann es nachvollziehen. Objektiv betrachtet, mit dem Abstand, den ich als Nicht-Mutter und Person, die nur dein Geschriebenes zur Verfügung hat, um sich ein Bild zu machen, denke aber, das über kurz oder lang an dem Problem an sich gearbeitet werden muss. Und das ist, dass sie lernen muss mit ihrer Gefühlsintensität zu leben, diese zu akzeptieren und sich nicht davon überrollen zu lassen. Wie fast alles im
Leben hat dieser Wesenszug gute und schlechte Seiten. Sie ständig davor bewahren zu wollen, indem ihr die äußeren Umstände ändert, wird nicht nachhaltig sein. Der Wesenszug bleibt. Aber man kann lernen damit umzugehen.

Meinen Sohn stürzt das bspw. nicht in ein tiefes emotionales Loch, wenn er Zoff mit seinem Freund hat. Er ist dann sauer oder traurig, lässt Dampf ab und dann ist es auch wieder gut. Existenzielle Fragen (warum Bin ich überhaupt hier? Ich wäre gern unsichtbar, etc.) kommen da nicht auf. Bei meiner Tochter hingegen schon.

Aus persönlichen Gründen bin ich sehr hellhörig, wenn meine Kleine so Sätze wie:“ ich mag garnicht mehr hier sein“ vom Stapel lässt. Ich beobachte das ganz genau. Sollte ich jemals das Gefühl bekommen, sie rutscht in eine depressive Verstimmung, werde ich mir schnell Hilfe holen.

Deine Tochter hat solche Gedanken immer wieder seit nunmehr 5 Jahren, oder? Wie oft kommen derart „Zudammenbrüche“ vor (täglich? Wöchentlich? Monatlich? Hast du das Gefühl, dass sie auch echte Freude und Glück erlebt? Geschieht dies so oft wie das traurig sein oder verhältnismäßig viel seltener?

Warst du mit ihr schonmal beim Kinderarzt deswegen und hast eventuell therapeutische Hilfe erbeten?

Grüße Meine3
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Erstes Entwicklungsgespräch auf dem Gym

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 12. Feb 2020, 09:42

Solchen Mädchen hilft unglaublich eine positive aktive Freundin auf der gleichen Wellenlänge... damit muss man aber Glück haben.
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Re: Erstes Entwicklungsgespräch auf dem Gym

Beitragvon sinus » Mi 12. Feb 2020, 11:12

Ach, eigentlich sind diese "Anfälle" seit dem Grundschulalter wesentlich seltener geworden. Maximal 1x im Monat (in den Wintermonaten) kommt das grad nur vor.
Im Vorschuljahr und in Klasse 2/3 war es am Schlimmsten.
Auslöser sind eigentlich fast immer soziale Begebenheiten/Unstimmigkeiten.
Dazu noch schlechtes Wetter & Dunkelheit (abends!) und Stress zu Hause und das Drama nimmt seinen Lauf.

Aktuell erzählt sie mir wenigstens noch, was sie bedrückt, so dass "es" raus kann. Ich habe vor allem Sorge wie das wird, wenn sie pubertätsbedingt mit mir sowas nicht mehr bespricht.
Anderswo "zeigt" sie ihre Gefühle nicht, da ist sie sehr beherrscht oder schauspielert. Unter den Jungen setzt sie sich bspw gut durch, da ist sie tw. selbst sehr jungenhaft/grob, lässt sich nichts gefallen und ist auch gern mal frech und vorlaut.
Ich glaube, darum kommt sie wohl tendenziell auch mit Jungs besser klar - weil da sozial nicht so viel "unterschwellig" passiert.
Aber innen ist sie eben seeeeehr verletzlich und nimmt alles sehr schnell persönlich.
In ihrer Klasse jetzt mag sie zwei der insgesamt drei Mädchen sehr gern, die beiden kamen zwar schon zusammen in die Klasse, sie mag aber beide und wird auch von beiden als Freundin akzeptiert und verbringt in der Schule viel Zeit mit den beiden, macht auch gern die Gruppenarbeiten mit ihnen usw.
Leider wohnen sie zu weit weg, um sich spontan nachmittags zu verabreden. Am We waren sie aber schonmal beide hier und haben sogar spontan dann hier übernachtet.
Damit hat sie eigentlich endlich auch mal Freundinnen, nicht nur Freunde.

Alles in allem finde ich eigentlich, dass es grad gut läuft, schulisch und sozial. Sie klagt früh bspw auch kaum noch, dass sie keine Lust auf die Schule hat, wie in der Grundschule täglich. Darum war ich von ihrem Ausbruch und der Äußerung "das schlimmste halbe Jahr was ich je hatte" neulich auch so überrumpelt.
Aber ich sollte das einfach nicht so ernst nehmen glaube ich. Just an dem Tag hatte ihre Grundschullehrerin auch noch eine Rundmail an ihre ehemaligen Schüler geschrieben, wie es ihnen so geht usw. Das hat sie zusätzlich aus dem Tritt gebracht... Der miese Tag in der Schule und dann diese Mail. Auf einmal war die Grundschulzeit dann rosenrot und das hier und jetzt ganz grau.
Ich habe dann leider eher ärgerlich reagiert, weil mich das aufgeregt hat, dass sie das auf einmal so verklärt und gar nicht das Gute sehen wollte, die neuen Freundinnen usw. Ich habe ihr gesagt, dass sie vielleicht jetzt grad so fühlt, ihre Wahrnehmung aber nicht der Realität entspricht und sie hat das mal wieder gleich so verstanden, dass mit ihr was falsch ist...

Ja, ich glaube, sie muss vor allem lernen, mit der Intensität ihrer Gefühle umzugehen, sich davon nicht komplett "wegspülen" zu lassen.
Und ich muss viel neutraler bleiben in so Situationen und mich nicht so drauf einlassen/gleich drauf anspringen.

Momente absoluten Glücks erlebt sie übrigens vor allem draußen, bspw beim Wandern, beim Spielen in der Natur.
Neulich lag sie im Garten im Regen, geschützt unter einem Busch, mit unserem Kater auf dem Bauch, lauschte dem leisen Regen und bekuschelte dabei den Kater.
Da meinte sie dann, das sei das absolute Glück und der schönste Moment gewesen, den sie je erlebt hat. Sie "strahlte" dann noch den ganzen restlichen Tag... (nicht überschäumend, sowas kenne ich bei Freude von ihr nicht. Aber so "ganz in sich seiend")
Sie braucht viel Freiraum, denke ich, alles fremdbestimmte ist ihr ein Graus. Darum wohl ist Schule für sie doof und auch zu viele Freizeitbeschäftigungen mag und mochte sie noch nie.
Zusätzlich belasten sie soziale Begebenheiten immer sehr, wie meine3 es auch beschreibt.
Und sowas kommt nunmal im Schulalltag oft vor. Da wird oft mal beleidigt, werden dumme Bemerkungen gemacht, jemand "ausgelacht", was versteckt, der Stuhl steht plötzlich auf dem Schrank usw. (Also nicht alles meine Tochter betreffend, aber solche Scherze machen die aktuell da grad und meine Tochter ist da eben auch mal "dran". Oftmals berichtet sie mir davon aber auch durchaus amüsiert!)
Oder eine Junge zählt die vier Mädchen in der Klasse geordnet nach Schönheit auf und meine (wirklich ausgesprochen hübsche, aber immer im schwarzem Hoodie und Sporthose ziemlich unauffällig-schlampert gekleidete, gern mal unfrisierte) Tochter landet auf Platz 4 von vier. ;)
Das alles nimmt sie sehr persönlich, auch wenn sie es dort nicht zeigt.
Das war auch im Kindergarten schon so - in der Zeit, wo sie jeden Abend scheinbar grundlos weinte und sagte, sie würde am liebsten irgendwo ganz alleine im Wald leben, führten wir ja dann ein Sorgentagebuch. (das war übrigens ebenfalls im Januar/Februar - der dunkelsten Jahreszeit)
Und alles, was sie mir diktierte, waren Sachen wie: Die Elisabeth hat xyz zu mir gesagt, Nina hat gesagt, sie spielt nie wieder mit mir, der Jakob hat mich gehauen, Franz und Fritz haben mich im Garten gejagt und gedroht, mich in der Hütte gefangen zu halten usw usf.

Bei einer Psychologin waren wir übrigens schon einmal (3.Klasse, kurz nach dem Test), das war aber ein totaler Reinfall, weil die Dame höchst unsensibel war und mein Kind damals dort völlig verstört raus kam. Sie hat uns bspw im Erstgespräch am Ende der Beschreibungen, warum wir da sind, vor dem Kind gesagt, wie so eine Therapie abläuft. Angefangen von der unkompliziertesten Form nur einiger Termine bis hin zu einer möglichen Einweisung in eine Klink... das hatte mit uns nicht direkt was zu tun, aber meine Tochter hat das natürlich auf sich bezogen und war danach völlig neben der Spur. Sie ist mir damals mitten in der Stadt weggelaufen und hat sich versteckt... Es hat sie darin bestätigt, dass mit ihr was ganz gewaltig nicht stimmt.
Außerdem hatte ich der Dame gesagt, dass meine Tochter sich außerhalb von zu Hause nicht "zeigt", sich also nicht in die Karten schauen lässt, ihre Gefühle verbirgt und schwer Vertrauen fasst. Ihre Lehrerin sagte das auch mal so, also dass sie schlecht an sie herankommt. (Das gelingt in der Tat noch nichtmal der Oma, eigentlich wirklich nur mich lässt sie an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben...)
Im gleichen Gespräch sagte die Psychologin dann zu uns (alles vor dem Kind), dass sie gern eine schriftliche Einschätzung der Klassenlehrerin über das Verhalten des Kindes hätte. Damit wird das Kind doch direkt darin bestätigt, dass es sich am besten nirgendwo "zeigt"!
Na da waren noch so einige ähnliche unschöne Sachen dabei... (Wir durften bspw auch nur auf die Minute genau unten klingeln, sie würde uns nicht hereinlassen, wenn wir 5 Minuten zu früh oder zu spät kamen, sie fragte uns an der Tür als erstes nach der Chipkarte, statt uns erstmal reinzubitten...)
Die Frau war damals die Einzige, die uns nach einer Beschreibung des Problems (per Email) einen Termin angeboten hat. Alle anderen haben uns abgewiesen, weil zu volle Terminkalender.

Aktuell überlege ich, nochmal Kontakt zu einer Dame aufzunehmen, die mir von anderen Eltern in der DghK empfohlen wurde.
Sie arbeitet direkt mit und für hochbegabte/hochsensibile Kinder + ihren Eltern (u.a. auch für die offizielle Beratungsstelle zur Begabtenförderung des Landes) und hat laut Portfolio auch viel Erfahrung mit Autisten. Sie soll sehr feinfühlig sein und berät auch systemisch.
Meine Tochter hat neulich gesagt, sie würde noch mal mitkommen, sie möchte die schlechten Gedanken in ihrem Kopf ("ich denke manchmal, es wäre besser, ich sei gar nicht da") auch gern loswerden, sagte sie.
Dazu müssten wir allerdings gut 1,5-2 Stunde fahren (Tür-zu-Tür) - in die nächste Großstadt. Und es wäre selbst zu zahlen...

Aktuell mache ich mir wie schon gesagt gar nicht mal so viele Sorgen die momentanen Situation betreffend, zumal der Frühling vor der Tür steht.
Ich sorge mich eher, was da in der Pubertät auf sie/uns zukommt. Wenn sie mich als Vertraute dann nicht mehr akzeptiert und sowas dann ggf nur noch mit sich allein abmacht...
Ich stelle mir immer sowas wie eine "Gefühlscoach" vor, von dem sie lernt, mit ihrer intensiven Gefühlswelt und ihrem fragilen Selbstwertgefühl umzugehen, solche "Abstürze" gelassener zu nehmen (das sollte ich auch lernen!) und nicht immer alles komplett in Frage zu stellen, wenn sie gerade mal die "alles-ist-schlecht"-Brille aufhat.
Ich denke, die Lebenserfahrung wird da auch schon viel richten, ich finde sogar, dass sich da schon viel getan hat, grad jetzt nach den Schulwechsel, ich finde nämlich schon, sie ist selbstbewusster geworden und etwas gelassener, aber manchmal denke ich schon, dass es ihr(uns) durchaus auch helfen könnte, wenn sie da professionelle Unterstützung hatte...

@Linasina: Sorry, wenn ich dein Thema hier benutze....
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Re: Erstes Entwicklungsgespräch auf dem Gym

Beitragvon alibaba » Mi 12. Feb 2020, 11:17

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Re: Erstes Entwicklungsgespräch auf dem Gym

Beitragvon sinus » Mi 12. Feb 2020, 11:32

alibaba hat geschrieben: Die müssen ja noch ein paar Jahre in die Schule gehen und sollen das - für meine Begriffe - so sorgenfrei wie möglich tun.

Ja, genau. Das wäre schön.

(Als ich ihr neulich beim Versuch, sie zu trösten sagte, dass sie ja notfalls immer noch die Schule zur dem mit dem Kunstzweig wechseln könne, wenn es wirklich so schlimm für sie sei, meinte sie: "Das geht nicht, dann würde ich ja meine ganzen neuen Freunde verlieren!".
Diese Äußerung fand ich dann schon wieder sehr beruhigend...
Am nächsten Tag kam sie ja dann auch ziemlich glücklich mit dem Zeugnis und nach einer Gruppenarbeit, wo sie mit den beiden Mädels und nicht, wie ursprünglich geplant mit einem bestimmten, von ihr nicht gemochten Jungen zusammenarbeiten durfte, nach Hause...)
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Re: Erstes Entwicklungsgespräch auf dem Gym

Beitragvon sinus » Mi 12. Feb 2020, 11:39

alibaba hat geschrieben:Bei meiner Tochter haben wir dann die Reißleine gezogen. Das war Psychoterror der feinsten Art. Leise, still und für das sensible Kind eben einfach nicht guttuend. .

Was habe ich gemacht. Eigentlich nur versucht den Druck für das Kind zu nehmen. Das gelingt einem natürlich nur bedingt, ich kann den Typ Kind ja nicht verändern. Ich kann ja schlecht sagen: Nun sei mal nicht so sensibel. Ganz letzten Endes muss man dann für sich und seine Familie Entscheidungen treffen, die auch schmerzen, aber dem Kind Erleichterung bringen.


Magst du mir davon mehr erzählen?
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Re: Erstes Entwicklungsgespräch auf dem Gym

Beitragvon alibaba » Mi 12. Feb 2020, 12:37

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Re: Erstes Entwicklungsgespräch auf dem Gym

Beitragvon Meine3 » Mi 12. Feb 2020, 21:57

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:Solchen Mädchen hilft unglaublich eine positive aktive Freundin auf der gleichen Wellenlänge... damit muss man aber Glück haben.


Das hilft wohl jedem und ja, solchen Mädchen ist das besonders wichtig und es ist ausschlaggebend für ihre psychische Gesundheit. Meiner Kleinen fehlt diese Seelenfreundin grade (ihre frühere Seelenfreundin lebt nun leider in Spanien), ich hoffe sehr auf einen Glückstreffer in der Schule.
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Erstes Entwicklungsgespräch auf dem Gym

Beitragvon Meine3 » Do 13. Feb 2020, 20:55

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:@Meine3

Sei mir jetzt nicht böse für die Frage. Gibt es bei euch in der Familie Mitglieder aus dem autistischen Spektrum? Das was du aus deiner Erfahrung mit deiner Mutter beschreibst, erinnert mich schon sehr an das Thema, und zwar von beiden Seiten. Genau dieser Kluft, dass man es weiß, dass man eigentlich Hilfe braucht, aber die doch nicht so einfach annehmen kann, sondern sich dann zwischen dem Wunsch zerreißt, einerseits Dankbarkeit zu empfinden, aber andererseits die Hilfe an sich in Frage zu stellen... als ob Hilfe leisten mit Fremdbesttimmung gleich zu setzen wäre. Ich habe da Schwierigkeiten, dies genau in Wörter zu fassen. Es ist sicher nicht das autistische, was man als Krankheitsbild erfassen sollte, sondern eher als Denkweise, als Persönlichkeitstyp. Dass man nicht fremdbestimmt werden möchte, und zwar von früheren Kindheit an. So was wie nicht an der Hand der Mutter über die Straße gehen können, obwohl man weiß, dass die Mutter einen vor einem potentiellen Verkehrsunfall schützt. Nicht vorschreiben zu lassen, dass man jeden Abend Zähne putzen muss, und ähnliche Dinge.


Hallo Katze_keine_Ahnung,

deine Gedanken hierzu gehen in die falsche Richtung. Die richtige Richtung möchte ich aber nicht öffentlich diskutieren. Es ist zu persönlich. Ich schreibe dir eine persönliche Nachricht.

Gruß
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