1 Klasse

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: 1 Klasse

Beitragvon charlotte12 » Mi 8. Apr 2020, 23:06

Wenn ich sie jetzt frage sagt sie sie stellt sich das im Kopf vor und rechnet.

Aufmalen oder so kann sie es nicht, was sie da genau vor sich sieht? Konnte sie eigentlich im Kindergarten stabil selbst rechnen? Bei meiner Tochter war das ganz eigenartig flüchtig - urplötzlich kamen die tollsten Rechnereien, die dann am nächsten Tag wieder komplett vergessen waren.
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Re: 1 Klasse

Beitragvon Smarti26 » Do 9. Apr 2020, 07:41

Sie meint sie stellt sich Finger im Kopf vor.

Ja das war do teils teils.
Bis 10 konnte sie + und -
Alles darüber konnte sie auch mal wurde aber wieder vergessen, sie konnte damals mit 3 schon mal alle Buchstaben, hat sie dann aber zwischenzeitlich wieder vergessen und dann wieder neu gelernt da hat sie dann auch angefangen kurze Wörter zu lesen.
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Re: 1 Klasse

Beitragvon charlotte12 » Do 9. Apr 2020, 10:09

Sich die Finger vorzustellen spricht für ein gutes bildliches Vorstellungsvermögen, fällt dann aber eher doch unter eine Variante des Abzählens, denke ich mal. Was in Klasse 1 komplett normal und völlig ok ist. Aber in dem Fall würde ich sagen, dass es gut und richtig ist, wenn das Kind jetzt den Zehnerübergang ganz normal auf üblichem Weg mit den anderen mitlernt. Sie braucht irgendeine abzählfreie Strategie, um über den Zehner zu kommen. Daher finde ich weder, dass sie dadurch unterfordert ist noch dass sie dadurch in ihrem eigenen Weg verwirrt wird. Der Mathe-Unterricht in Klasse 1 ist tückisch - ist erst babyleicht, diese Zerlegerei ist aber wichtig für so ziemlich alles, was später kommt.
Meine Tochter langweilte sich in Klasse 1 ganz fürchterlich. Vor der Einschulung spielte sie mit Leidenschaft Dominion, konnte durch Abzählen sämtliche Punkte problemlos zusammenrechnen, hatte zwischendurch auch Ansätze einer etwas eigenwilligen Variante vom Zehnerübergangs-Rechnen, aber eben nicht stabil. Erst in Klasse 1 um Ostern herum kam mit dem Zehnerübergang etwas Neues, ich nahm das nicht ernst, weil sie ja um Welten voraus war. Sie bekam teilweise auch Aufgaben aus Klasse 2, die sie alle durch Abzählen problemlos lösen konnte. In Klasse 2 bekam sie eine Lehrerin ohne jede Erfahrung im Mathe-Anfängerunterricht, die die Kinder aktiv zum Abzählen hinführte. Ich hatte mittlerweile einiges zum Thema gelesen, wusste, dass das falsch ist, kam aber gegen die (sehr nette) Lehrerin bei meinem Kind nicht an ("die Lehrerin hat aber gesagt ..."). In Klasse 3 war der Unterricht dann wieder richtig gut, und da Lehrperson und ich dasselbe sagten, lernte mein Kind endlich mal freiwillig das 1+1 bis 10+10 auswendig (in kürzester Zeit....) und war komplett verblüfft, dass die Anzahl dieser Aufgaben endlich und dazu noch sehr überschaubar ist und wie einfach dadurch plötzlich das schriftliche Addieren wurde. Jetzt in Klasse 4 vermeidet sie immer noch den Zehnerübergang, wo es geht, kann ihn aber eigentlich (glaube ich zumindest...). Sie rechnet so, dass ich nicht allzu große Bauchschmerzen wegen dem Gymnasium habe,und hat aktuell (völlig neu) plötzlich Spaß an ihrem chronischen Hassfach Mathe (trotz hohem Nervfaktor tat ihr das Homeschooling doch ganz gut...).
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Re: 1 Klasse

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Do 9. Apr 2020, 15:17

Abzählen für Rechnen ist immer kontraproduktiv. Wenn es möglich ist, soll sie weg von dem Konzept. Das Kind soll lernen, wie sich die Zahlen zusammensetzen. 10 besteht aus 7 und 3, oder 6 und 4 unsw. Ganz ohne Zählen. Wenn man das verinnerlicht hat, kann man Lückenaufgaben üben: 7+_=10 Ist das zu leicht, kann man das gleiche in dem 100er Raum machen.
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Re: 1 Klasse

Beitragvon Smarti26 » Do 9. Apr 2020, 21:21

Bis 10 kann sie so einfach Rechnen.
Bei über 10 sagt sie eben sie stellt sich das im Kopf vor weil die Lehrerin sagt, sie soll nicht mehr mit den Finger rechnen.
Muss auch sagen das es in der Schule ein schnelles Tempo gab/gibt, sie Rechnen schon im 30 iger Bereich und bis 100 in 10ner Schritten, Kilo, die Uhr und Euros, teilweise Sachen was erst an der 2 Klasse wären.

Sie verhält sich ja in anderen Themen in Mathe ja ganz gleich... Größer und kleiner Zb, nach ein paar Rechnungen verweigert sie den Rest, zumindest jammert sie rum...
Nicht weil sie es nicht kann sondern weil sie das was sie kann nicht wiederholen will...
Deswegen fällt es mir oft so schwer warum sie jetzt was und warum verweigert.

Es ist schwierig sie zum üben zu motivieren, sie glaubt sie kann das und dann will sie nicht mehr üben, klar ab und zu muss sie da kommt sie nicht drum rum, aber ich kann sie nicht zwingen und ich will auch nicht das sie die Lust an Schule noch mehr verliert.
Weil ich war auch genau so :?
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Re: 1 Klasse

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 10. Apr 2020, 16:29

Es ist einfach falsche Einstellung für die Schule. Das zeigt entweder eine ausgeprägte sozialemotionale Unreife oder nicht neurotypisches Verhalten gegenüber den Autoriäten und dem Peergroup. Meine Kinder mögen zuhause offen darüber sprechen, wie doof die Lehrer und die Aufgaben in der Schule sein mögen. Aber in der Schule verhalten sie sich dem Lehrer gegenüber respektvoll und machen auch Sachen mit, die sie schon seit Jahren können. Sicherlich nicht unbegrenzt, und nicht jedes mal mit freundlichem Lächeln, aber die Grundschule war für sie nie eine Diskussionsbühne.

Diese Einstellung wird sich von heute auf morgen nicht ändern. Wenn ihr Pech habt, wird das Kind die Leistung auch verschweigen. Dann wird der Druck richtung "mehr üben" noch stärker.
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Re: 1 Klasse

Beitragvon Smarti26 » Fr 10. Apr 2020, 18:39

Ich meine auch das üben bzw die HÜ zu Hause.

In der Schule wird es wohl großteils passen bis auf das wo sie nicht Antwortet, (ist ja auch nicht immer) darauf hat die Lehrerin mich auch Angesprochen, aber wer weiß was sie sich da auch denkt?
Keiner kann ihre Gedanken lesen.

Das sie sich vl in der Schule helfen lässt obwohl sie es kann finde ich nicht Respektlos.....
Wenn sie da Respektlos wäre und generell nicht mitmachen würde, wäre sie schon längst in der Vorschule.
Sie will nicht üben zu Hause und auch bei der HÜ zu Hause sträubt sie sich.

Sozial Emotional ist sie auch nicht auffällig
Und sie mag die Lehrerin sehr gerne.

Natürlich ist das eine falsche Einstellung zur Schule.
Aber ich hab ihr schon oft gesagt das sie eben auch Sachen machen muss die ihr nicht gefallen.
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Re: 1 Klasse

Beitragvon Smarti26 » Fr 10. Apr 2020, 18:46

Ich meine hier nur zu Hause bis auf die 2 Sachen in der Schule hab ich noch nichts gravierendes gehört.

Hier geht's nur um Hausübung zu Hause oder Wiederholungen/Üben zu Hause.

Sie war noch nie Asozial.
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Re: 1 Klasse

Beitragvon charlotte12 » Fr 10. Apr 2020, 19:39

Hausaufgaben war/ist bei uns auch immer wieder ein Kampf. In Mathe habe ich meiner Tochter in der ersten und zweiten Klasse einiges einfach gemacht, weil ich wusste, dass sie es längst kann. Wobei ich im Nachhinein dachte, das war vielleicht ein Fehler - mir selbst war nicht klar, dass das nur deshalb so oft wiederholt wird, damit die Kinder das auswendig lernen. Meine Tochter dachte übrigens lange, sie dürfe das nicht auswendig lernen - sie meinte mal weinend, dass sie so viele Aufgaben nicht rechnen kann, weil sie das dann irgendwann einfach so wisse und sie doch nichts rechnen kann, was sie schon weiß.
Was passiert denn, wenn du dein Kind ohne fertige Hausaufgaben in die Schule gehen lässt? Traut sie sich das? Am einfachsten wäre es, wenn du dich raushalten könntest und Kind und Lehrerin das unter sich klären könnten. Bei uns funktioniert diese Methode nicht, weil meine Tochter nie ohne Hausis in die Schule gehen würde sondern dann nachts statt zu schlafen Hausis macht, was ICH nicht möchte. Und weil bei uns einfach nur die Eltern kontaktiert werden, wenn das Kind die Hausis nicht hat :roll: Aber bei vielen funktioniert es wohl ganz gut, das zwischen Kind und Lehrer klären zu lassen.
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Re: 1 Klasse

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Sa 11. Apr 2020, 12:10

Wenn das nur zuhause ist, würde ich aus dem Kampf komplett aussteigen. Mein Kleiner mag es auch nicht, wenn ihm gesagt wird, was zu tun sei. Seine Hausaufgaben ist sein Problem, ich mische mich nicht ein. Zum Trainieren von Lehrer/Autorität-Verhältnis spielt er Geige. Da muss er oft anhalten, ausbessern, korrigieren. Am Anfang klappte das gar nicht. Nach zwei Jahren ist das wesentlich besser geworden. Dabei empfehle ich keinesfalls Geige zu diesen Zwecken. Bei uns ist nur so zusammengekommen, dass ich das als besseres Feld zum Kämpfen fand, als die Schulaufgaben.
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