Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon sinus » Di 26. Jan 2021, 13:06

...und nochmal ein positives Update.
Klasse 5 war ja für Tochter, grad im Fach Mathe, erstmal nicht einfach.
Aber es war eine wertvolle Erkenntnis, dass sie tatsächlich was erreichen konnte durch Lernen vor Arbeiten, inzwischen steht sie in Mathe auf einer stabilen 2. Allerdings muss sie da wirklich was dafür tun.

Gestern hatte sie im Homeschooling für 2 Fächer sehr umfängliche Aufgaben, die bis heute morgen 7 Uhr abzugeben waren. Einmal Mathe, was ihr wie gesagt nach wie vor nicht so leicht fällt und sie immernoch auch nicht wirklich mag, einmal Englisch, was ihr leicht fällt, wo die Aufgabe aber recht umfänglich war.
In beiden Fächern hat sie dieses Halbjahr Vornoten ohne "Kippe", so dass ihr eigentlich gar nicht viel hätte passieren können...

Sie hat dann gestern echt den ganzen Tag ab früh 10 Uhr mit den Schulaufgaben, vor allem Mathe, verbracht, war abends 23 Uhr immernoch nicht ganz fertig.
Heute früh höre ich 5:30 Uhr den Wecker klingeln, Kind ist extra früh aufgestanden und hat alles noch rechtzeitig fertig gemacht und pünktlich hochgeladen.

Zum Frühstück 9 Uhr hatte ich ein zufriedenes, glückliches Kind am Frühstückstisch sitzen.
Kein Wort der Beschwerde über den "verschenkten" Tag voller Mathekram und ohne Freizeit und über die Aufgabenmenge.

Ich bin von dem Kind und seiner derzeitigen Lern-Motivation, an die vor 1,2 Jahren noch so gar nicht zu denken war, beeindruckt und finde, das zeigt wieder mal, wie gut es den Kindern tut, auch mal richtig gefordert zu werden bzw zu erleben, dass Einsatz lohnt!
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon koala27 » Di 26. Jan 2021, 20:19

Hallo sinus,
dass freut mich für Deine Tochter.
So ein Erfolgserlebnis in einem schwiergen Fach ist immer super.
Könnten wir gerade auch mal wieder gebrauchen.
Mathe ist hier- bei der Großen aktuell- jedes Mal ein Problem--- sie redet sich selber ein, dass sie es nicht kann und nicht mag...
aber zumindest mag sie den Lehrer...
Sie schiebt die Matheaufgaben immer so weit nach hinten, dass sie unter Zeitdruck steht ( Abgabe ist immer 18 Uhr an dem Tag wo sie sonst Mathe hätte, die Aufgaben bekommen sie einen Tag vorher ab 18 Uhr reingestellt).
Alle anderen Fächer sind kein Thema, aber Mathe ist aktuell "das rote Tuch".
Außerdem ist sie etwas gefrustet, weil der Lehrer im Zeugnis ihr die schlechtere Note gegeben hat ( typisch für ein 1/2 Zeugnis eben), sie hatte mit der besseren gerechnet.

Bisher habe ich noch keine Idee, wie wir ihr helfen können, sich Mathe wieder positiv anzunähern; ich hoffe einfach mal auf ein Thema, bei dem es bei ihr gut läuft und sie dann wieder etwas Spaß daran bekommt. Ansonsten werden die nächsten Jahre sicher nicht nett-- Mathe hat sie noch 6 Jahre, wenn sie Abi machen will ( und aktuell möchte sie das).
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon sinus » Mi 27. Jan 2021, 11:05

@koala: Mathe mag meine Tochter nach wie vor nicht und es fällt ihr auch nicht unbedingt leicht. Sie zweifelt da nach wie vor noch schnell an sich und ist irritiert, dass es anderen ihrem Eindruck nach so viel leichter fällt.
Sie stolpert auch oft über unklare Aufgabenstellungen.

Eine Sachaufgabe neulich bspw: Ein Läufer trainiert an 4 Tagen und legt insgesamt Strecke x zurück. Am ersten Tag schafft er 1/4 der Gesamtstrecke, am zweiten 1/4 und noch 1/6 der Gesamtstrecke dazu, am dritten und vierten Tag je 40 km.
Frage: Wie viele km schafft er an den ersten beiden Tagen?

Sie fragt sich dann, ob mit der Frage nun die Summe aus Tag 1+2 gemeint ist oder Strecke Tag 1 sowie Strecke Tag 2 einzeln genannt werden müssen. An sich ne Kleinigkeit, Notfall kann sie ja alles angeben.
Aber sowas bringt sie dann schnell total aus dem Konzept und sie fragt sich, ob sie evtl. einfach zu dumm für die ganze Aufgabe sei, wenn sie schon die Frage nicht richtig verstehen kann...

Manchmal ist eine Aufgabe ja auch extra spitzfindig und es ist Teil der Aufgabe, das Extra zu beachten, dann wieder sind Aufgaben so gemacht, dass man gewisse Fakten ignorieren muss.
Bsp: Ein Rahmen, den dem auch die Breite der Holzleisten bekannt war, sollte laut Aufgabe so mit Stoff bezogen werden, dass die gesamte Innenfläche ausgefüllt ist. Gefragt war der dafür benötigte Stoff.
Kind meinte, man müsse da doch zur Innenfläche etwas hinzugeben, damit der Stoff auch am Rahmen befestigt werden könne, da wäre aber ja völlig unklar, ob man die Leistenbreite nutzt oder nur 0,5 mm oder 1cm oder so hinzugeben würde, je nachdem, wie man den Stoff halt befestigen will. Dazu gab es aber keine Angaben, also war in der Aufgabe wohl wirklich nur die auszufüllende Inne-Fläche gefragt. Was ja rein praktisch nicht gerade sinnvoll ist, wenn es darum geht, wieviel Stoff man braucht...

Ich glaube, das ist einfach anstrengend und verwirrend, immerzu so viel extra zu bedenken, wie was nun gemeint sein könnte, wo andere einfach intuitiv wissen, wie es gemeint ist...

Was hier gut funktioniert, ist die Software "bettermarks". Gibts hier von der Schule aus, aber kann man auch privat nutzen.
Da kann man in Ruhe alle Themenbereiche abarbeiten, ohne Druck und Stress. Es werden auch Hinweise gegeben, also nicht nur gesagt, ob richtig oder falsch.
Da sie da immer recht gut abschneidet, gibt ihr das Sicherheit. Und es macht ihr einigermaßen Freude, so dass sie quasi nebenbei recht effektiv Mathe übt.
Vielleicht lohnt es sich für euch ja auch, sich da mal anzuschauen...

Nutzt deine Tochter in der Schule schon den Taschenrechner? Aufgaben mit Taschenrechner mag meine Tochter lieber, als wenn Kopfrechnen gefragt ist... jetzt in Klasse 6 darf der Taschenrechner schon ab und an mal eingesetzt werden. (Weil spezielle Schule mit extra Lehrplan in den MINT Fächern sind sie da im Stoff aber meist viel weiter als andere Gymnasien)
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon koala27 » Mi 27. Jan 2021, 20:29

Hallo sinus,

ja sie hat den Taschenrechner schon zu Beginn der 7 Klasse bekommen- allerdings ist er nicht so oft im Einsatz.
Aktuell sind sie beim Bruchrechnen und sie "übersieht" die einfachsten Regeln und bekommt dann falsche Ergebnisse...
Bettermarks hatte sie eim ersten Lockdown von der Schule ausbekommen- jetzt aktuell nicht und sie ist immer froh wenn sie ihre Pflichtaufgaben geschafft hat.

Heute haben wir- in der Lernpause das Spiel " Phase 10 würfeln" gespielt-- der Kurze war begeistert vom Rechnen, die Große wollte unbedingt aufschreiben und zusammenrechnen-- und war sehr genervt--schriftliches Addieren war wohl- mal wieder- sehr tief in ihrem Kopf verbuddelt--jedenfalls hat es ewig gedauert--im Verhältnis zu früher...Aber helfen lassen wollte sie sich auch nicht.

Das mit den Sachaufgaben kenne ich auch- sie fragt sich dann auch Sachen, auf die ich niemals kommen würde--- ich würde einfach rechnen :lol:
sie fragte sich dann wer denn überhaupt bspw. 35 Melonen gebrauchen würde und wozu? Und dass das ja total unrealistisch wäre etc. :?

Ich hoffe sehr, dass der Kurze später nicht auch auf solche Gedanken kommt, sondern einfach stumpf rechnet was er rechnen soll.
( Die Hoffung stirbt ja bekanntlich zuletzt)
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 27. Jan 2021, 20:48

Licht am Ende des Tunnels für euch beide :-) spätestens ab der 8. Klasse beschäftigt man sich nicht mehr mit den Melonen und Bettbreiten, sondern größtenteils mit Algebra und Geometrie. Mein Großer, dessen mathematische Begabung weit die Grenzen der allgemeinen Hochbegabung übersteigt, hatte in der 5. und 6. Klasse sehr mittelmäßige Mathenoten. Er hasste rechnen, machte viele Flüchtigkeitsfehler und fragte wozu das alles überhaupt gut sei. Ab der 7. Klasse hat er keinen Matheunterricht mehr gebraucht, weil ihm ohne Erklärung alles klar war. Er hätte fast 1,0 auf dem Zeugnis für Mathe, aber kurz vom Notenschluss wurde eine Ex geschrieben: "Berechne den Umfang eines Vierecks". Er las statt Umfang "Fläche", bekam eine 4 und war unglaublich frustriert, auf dem Zeugnis doch eine 2 zu haben.
Zuletzt geändert von Katze_keine_Ahnung am Do 28. Jan 2021, 08:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon sinus » Mi 27. Jan 2021, 23:15

...na dann können wir evtl schon ab Klasse 7 hoffen, weil die den Stoff hier so schnell durchpeitschen...
Ich hoffe mal für sie. Ich selbst mochte Mathe nie besonders, fand es aber auch nicht schlimm. Hab mich nie groß dafür engagiert, war aber gut darin ohne mich groß anzustrengen.
Meine Leistungskurse waren dann Deutsch und Kunst.
Studiert hab ich aber nen Ingenieurstudiengang mit Mathe, Physik, Elektrotechnik etc im Grundstudium.
Mein Vater und mein Bruder haben aber Mathe studiert. Meine Bruder war auch bei Matheolympiaden immer vorn dabei.
Die Cousinen haben beide Mathe-Leistungskurse besucht fürs Abi.
Also grundsätzlich gehe ich davon aus, dass sie so "familiär vorbelastet" und laut IQ zumindest zurechtkommen sollte.
An ihrer Schule MUSS sie nämlich leider Mathe dann als Leistungskurs besuchen... + eine andere Naturwissenschaft.

Die kleine Schwester rechnet übrigens total gern und derzeit begeistert die Zweitklasseaufgaben. (Malreihen, Plus und Minus im 100er Bereich)

Bei der Großen habe ich aber eh den Eindruck, dass sie einfach zu schnell an sich zweifelt und Mathe darum eher darum ablehnt, weil sie Angst zu scheitern hat.
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon Auguste » Mi 27. Jan 2021, 23:51

sinus hat geschrieben:...na dann können wir evtl schon ab Klasse 7 hoffen, weil die den Stoff hier so schnell durchpeitschen...
Ich hoffe mal für sie. Ich selbst mochte Mathe nie besonders, fand es aber auch nicht schlimm. Hab mich nie groß dafür engagiert, war aber gut darin ohne mich groß anzustrengen.
...

Bei der Großen habe ich aber eh den Eindruck, dass sie einfach zu schnell an sich zweifelt und Mathe darum eher darum ablehnt, weil sie Angst zu scheitern hat.


Deine Tochter wird wohl nie Mathe als Lieblingsfach haben ;)

Meine aber auch nicht. Bei uns läuft immer noch die Nachhilfe einmal wöchentlich als "Hausaufgabenhilfe". Tut uns und dem Kind nach wie vor gut ;)

Meine Tochter zweifelt auch immer wieder mal an sich in Mathe. Und neulich erzählte sie nebenbei, dass sie in der Nachhilfe die Matheaufgaben, an der die Nachhilfe-Mitschülerin aus der 10. Klasse schon über eine Stunde geknabbert hat (und immer noch nicht fertig war), in 15 Minuten fast vollständig und richtig gelöst hatte - und zwar ohne Hilfe :gruebel: Meine Tochter hatte ihre Aufgaben (8. Klasse ;)) fertig und die Nachhilfelehrerin hat ihr die Aufgaben der 10.-Klässlerin hingelegt: "Ist ja noch ein bisschen Zeit, probiere doch mal!". Ein bisschen stolz war meine Tochter dann schon, aber selbst solche Erfolgserlebnisse können bei ihr die Selbstzweifel nicht ausräumen :schwitz:
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon Meine3 » Do 28. Jan 2021, 22:19

Huhu,

ich geselle mich mal dazu. Meine Tochter, 1. Klasse hat eine partielle Rechenschwäche. Sie betrifft nur die Subtraktion :gruebel:. Im Ernst.

Addition läuft wie geschnitten Butter, ohne Probleme in 2 Minuten 30 Plus-Aufgaben ALLE fehlerfrei. kein Problem. Da bekommt sie auch immer ein dickes Lob von der Mathelehrerin.

Das gleiche als Subtraktion: dauert eeeeeeeewig und geht nur mit Hilfe der Hände. Dann auch fehlerfrei, aber es daaaaaueeeeeeeert und zermürbt nicht nur sie :roll:.

:gruebel:

Das krasse ist, ich erinnere mich, dass es mir genau so ging. Und auch heute kann ich Subtraktion und Division irgendwie nicht und Addition und Multiplikation hingegen viel besser...

Ich habe ihr bereits etliche "Tricks" gezeigt (dass jede Subtraktion auch als Addition umgeformt werden kann, wie diese beiden Rechenarten mit einander in Relation stehen, dass sie die verliebten Zahlen und die Verdoppelungsaufgaben benutzen kann, um nicht so viel "zählen" zu müssen, etc.pp.), bringt bis jetzt nicht sooo viel. Sie mag es nicht und leider ist sie so der Typ: oh gott das kann ich nicht PERFEKT. Ich bin ein Idiot! und macht bei Erklärungen ganz schnell dicht...


Soll ich das bei der Mathelehrerin im Halbjahresgespräch ansprechen? Oder soll ich es lieber noch weiter beobachten? Ich tendiere zu zweiterem, weil ich nicht will, dass die Lehrerin sie dann auf dem Kieker hat...
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon sinus » Fr 29. Jan 2021, 14:07

"Rückwärts" rechnen fiel meiner großen Tochter auch anfangs schwer. Sie konnte auch eher multiplizieren (bis ca. 25 mit 4), als subtrahieren.(Probleme auch im 10er Bereich)
Das gab sich aber mit der Zeit.
Ich denke, da muss wirklich automatisiert werden. Das Rechnen im 10er Raum wird wohl deswegen in Klasse 1 auch so endlos geübt, damit man sämtliche Aufteilungen von Zahlenpaaren bis 10 irgendwann im Schlaf auswendig kann und eben gar nicht mehr wirklich rechnen muss.

Meiner Kleinen fällt das übrigens nicht so schwer. Sie kann Plus und Minus ähnlich gut. Sie benutzt aber auch noch die Finger als Hilfestellung, was die Große bspw nie gemacht hat.
Sie rechnet derzeit im Homeschooling die Aufgaben aus Klasse 2, inklusive Malreihen/Multiplikation und + und - im 100er Raum. Aber sie rechnet auch immer noch alles mühsam aus, hat offensichtlich die "verliebten Zahlen" also auch noch nicht verinnerlicht.
Manchmal "weiß" sie die Antwort von Aufgaben aber auch schon spontan, also auch sowas wie 52-5=47 oder 5x5, ist dann aber irritiert, weil sie selbst nicht weiß, woher die Antwort einfach so kam und rechnet dann mühsam nochmal nach.

Ich habe für sie bei "Alfons Lernwelt" einen Account für das Fach Mathe abonniert für 1 Jahr. Damit arbeitet sie sehr gern.
Vielleicht ist das ja auch was für dein Kind. Ich finde das Programm didaktisch sehr gut strukturiert und kindgerecht und abwechslungsreich gestaltet. (Man verdient mit den Aufgaben Münzen, mit denen kann man sich dann ein Turmzimmer selbst einrichten, indem man mit den verdienten Münzen Gegenstände kauft. Ein kleiner Geist begleitet einen und man kann sich alle Aufgaben auch vorlesen lassen. Kinder können dadurch auch sehr schön eigenständig damit arbeiten)
Von der Schule aus sollen die Erstklässler täglich eine Seite im "Zahlenfuchs" rechnen, um genug Übung zu bekommen.
(Sie darf Zahlenfuchs 2 bearbeiten, die anderen nutzen Zahlenfuchs 1)
Das Heft ist ziemlich trocken, aber bisher macht es ihr trotzdem noch Freude. (Zahlenfuchs 1 würde sie aber als zu langweilig verweigern, drum bin ich froh, dass es von der Lehrerin das Ok für Heft 2 gab)

PS: Die Sach-Aufgaben, an denen die Große neulich den ganzen Tag so geschwitzt hat, wurden bewertet und haben ihr ihre erste 1 in Mathe an dieser Schule beschert. Sie hat sich total gefreut.
Super, wenn Anstrengungen so direkt belohnt werden...
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon sinus » Fr 29. Jan 2021, 14:49

Die Kleine hat gerade in besagtem Rechenfuchs einige Aufgaben wie bspw sowas 52-48 gerechnet, die Große kam dazu und wunderte sich ehrlich, dass die Kleine immer das Ergebnis so schnell hatte. Wie sie das denn genau machen würde?
Wir stellen fest, dass die Große das unnötig kompliziert angeht.

Die Kleine rechnet sowas so:
(nach Hinweisen von mir während des bisherigen homeschoolings)

52 bis 50 = 2
50 bis 48 = 2
Differenz also 2+2=4

Die Große so:

50-40 = 10
weil 2 (von 52) > 8 (von 48), muss man 12-8 rechnen
(wäre es andersrum, Zehner1 > Zehner2, könnte man dagegen direkt die Differenz nehmen.)
..und dann landet sie irgendwie am Ende bei 4.

Scheinbar hat sie im Schulalltag nie die üblichen Rechenwege gelernt, benutzt und verinnerlicht.
Kein Wunder, dass sie sich dann oft so dumm vorkam und -kommt und Kopfrechnen ihr nicht so leicht von der Hand geht.
Da Hausaufgaben auch immer im Hort erledigt wurden und sie in der Grundschule ihr ja immer alles leicht fiel, habe ich auch echt niemals jemals mit ihr Rechnen geübt.
Erst Klasse 5, als sie in Mathe an der MINT Schule ihre Probleme bekam, haben wir manchmal zusammen die Aufgaben angeschaut und ist mir ist da schon aufgefallen, dass sie oft völlig "andersrum" an Aufgaben herangeht, als ich es machen würde.

Ich möchte dich also ermutigen, die Herangehensweise an Rechenaufgaben bei deiner Tochter im Auge zu behalten, dass sich nicht kreative eigene, dabei aber unnötig komplizierte Rechenwege etablieren, die vielleicht anfangs noch gut funktionieren, es aber später alles schwerer machen.
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