Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 15. Jun 2020, 15:07

@Sinus: Ich finde toll dass deine Tochter ihre Emotionen so in Filme "packen" kann und auch auf diese Weise daran arbeitet. Die Emotionen wären ja ohnehin da und wenn deine Tochter den Film nicht gemacht hätte wären sie schlichtweg unausgesprochen geblieben. So hat deine Tochter eine Möglichkeit gefunden, einerseits ein bisschen auf das aufmerksam zu machen, was sie gerade beschäftigt, aber andererseits ist es doch "nur" ein Filmchen und keine Realität.

Vermutlich hat Katze_keine_Ahnung damit recht, dass die Kluft zwischen "ist" und "soll", also der Wunschvorstellung vom eigenen SELBST und der eigenen (subjektiven) Wahrnehmung, tatsächlich sehr groß ist. Aber allein die Tatsache, dass deine Tochter das in einem Filmprojekt bearbeitet, zeigt für mich sehr deutlich, dass sie die Verantwortung dafür übernimmt, sie (die Kluft) kleiner zu machen. Und zwar auf IHRE EIGENE Weise. Gutes Zureden von Außen, dass sie ja ohnehin so klug, reif und vernünftig sei, hilft ihr dabei nichts.

Ich wünsche deine Tochter, dass sie Menschen (bzw. FreundInnen) findet, mit denen sie ohne Vorbehalte über ihre "dunkle Seite" sprechen kann und die sich nicht genötigt fühlen, ihr ihre Gefühle auszureden, sondern die es einfach so stehen lassen können. Also (von der Haltung her) nicht "Neeeein, so bist du doch gar nicht!" sondern "Du kennst dich selbst natürlich am besten. Aber ich mag dich, auch wenn du tatsächlich so eine dunkle Seite hast!".
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon sinus » Mo 15. Jun 2020, 16:29

Hüter der Erinnerung kenne ich bisher nur als Film.
Gut passt dazu evtl auch "Pleasant Ville".
https://de.wikipedia.org/wiki/Pleasantville_–_Zu_schön,_um_wahr_zu_sein

Der Kluft zwischen "ist" und "soll" bei deinem Kind ist sehr tief und es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Problem sich mit den ersten Hormonschüben noch weiter verstärkt


Ja, das wissen wir und genau darum hatten wir ja den Schritt zu einer Psychologin schonmal gemacht.
Das war dann so ein Reinfall, dass das Kind nichts mehr mit Psychologen zu tun haben wollte.
Inzwischen ist sie wieder offen für sowas.
Zuletzt geändert von sinus am Mo 15. Jun 2020, 17:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon sinus » Mo 15. Jun 2020, 16:55

Rabaukenmama hat geschrieben:@Sinus: Ich finde toll dass deine Tochter ihre Emotionen so in Filme "packen" kann und auch auf diese Weise daran arbeitet. Die Emotionen wären ja ohnehin da und wenn deine Tochter den Film nicht gemacht hätte wären sie schlichtweg unausgesprochen geblieben. So hat deine Tochter eine Möglichkeit gefunden, einerseits ein bisschen auf das aufmerksam zu machen, was sie gerade beschäftigt, aber andererseits ist es doch "nur" ein Filmchen und keine Realität.

Vermutlich hat Katze_keine_Ahnung damit recht, dass die Kluft zwischen "ist" und "soll", also der Wunschvorstellung vom eigenen SELBST und der eigenen (subjektiven) Wahrnehmung, tatsächlich sehr groß ist. Aber allein die Tatsache, dass deine Tochter das in einem Filmprojekt bearbeitet, zeigt für mich sehr deutlich, dass sie die Verantwortung dafür übernimmt, sie (die Kluft) kleiner zu machen. Und zwar auf IHRE EIGENE Weise. Gutes Zureden von Außen, dass sie ja ohnehin so klug, reif und vernünftig sei, hilft ihr dabei nichts.

Ich wünsche deine Tochter, dass sie Menschen (bzw. FreundInnen) findet, mit denen sie ohne Vorbehalte über ihre "dunkle Seite" sprechen kann und die sich nicht genötigt fühlen, ihr ihre Gefühle auszureden, sondern die es einfach so stehen lassen können. Also (von der Haltung her) nicht "Neeeein, so bist du doch gar nicht!" sondern "Du kennst dich selbst natürlich am besten. Aber ich mag dich, auch wenn du tatsächlich so eine dunkle Seite hast!".


Ja, mir ging ihr Film sehr nah. Und ich bin froh, dass sie eine Art gefunden hat, das auszudrücken. Und dann auch noch so klar.
Ich finde das ist ein erster, sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Übrigens scheint sie ihrer Oma (meiner Mutter) in Vielem sehr ähnlich zu sein. Deren Schwester erzählt das zumindest.
Meine Mutter hat wohl noch als Studentin vor jeder Prüfung Theater und große Szenen gemacht, dass sie eh zu dumm sei und das alles auf keinen Fall hinbekommen würde.
Sie hatte auch nie viel Selbstvertrauen und ist definitiv auch hochsensibel und galt/gilt tw als "Mimose".
Ich habe dass als Kind mitbekommen, wie Freunde meiner Eltern so über sie sprachen.
Auch an einer hohen Begabung ihrerseits habe ich keine Zweifel.
Ich sehe da ganz viele Parallelen. Allerdings ist meine Mutter so gar kein Künstlertyp. Aber mit Pflanzen hat sie es ebenso, wie meine Tochter.
Sie sagte mal, dass es ihr wirklich schwergefallen sei, sich zu entscheiden, ob sie Gärtnerin oder Ärztin werden solle.
(studiert hat sie dann Medizin, nachdem sie Säuglingsschwester gelernt hatte)
Sie ist nach wie vor kein einfacher Mensch, eben hochsensibel, nimmt immernoch alles schnell persönlich. Kann auch nicht/nur schwer über sich selbst lachen.
Aber sie hat ihren Weg definitiv gefunden und ist allseits geachtet und auch mit 76 noch sehr aktiv.
Dabei hatte sie es als Kind noch viele schwerer als meine Tochter. Bspw war ihr Vater sehr enttäuscht, dass sie kein Stammhalter war, sondern nur ein Mädchen. (der Stammhalter kam dann gut 5 Jahre nach ihr, später dann noch eine Schwester)
Auch wurde sie gemobbt, da sie im Grundschulalter in ein anderes Dorf umgezogen sind und sie in eine bestehende Gemeinschaft "einbrach".
Sie war sehr ängstlich und unsicher. Linkshänderin, was ihr aberzogen wurde. Also auch da die Botschaft: "Du bist falsch."
etc pp...

Ich finde, man muss da auch sehr vorsichtig sein und kann eine gesunde Entwicklung auch negativ beeinflussen, wenn man zu sehr von außen eingreift.
Aber aktuell sagt meine Tochter sogar selbst, dass sie manchmal gern jemand Unbeteiligten zum Reden hätte, jemanden, dem sie all das sagen kann, was sie mir nicht sagen kann und will...
Da kann man ggf ansetzen. Aber mit Fingerspitzengefühl und nicht im Sinne von "Mit dir stimmt da was nicht..."
Zuletzt geändert von sinus am Mo 15. Jun 2020, 17:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mo 15. Jun 2020, 17:23

Führt deine Tochter ein Tagebuch? Dem kann man einiges erzählen, was die anderen nicht wissen dürfen...
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon sinus » Mo 15. Jun 2020, 17:56

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:Führt deine Tochter ein Tagebuch? Dem kann man einiges erzählen, was die anderen nicht wissen dürfen...


Nein, leider nicht. Im Grundschulalter hat sie mal bisschen was aufgeschrieben, mit UV Stift, also unsichtbar. Aber das war nicht so viel, da war sie erst 2. Klasse.
Ich habe sie auch schon zum Tagebuchschreiben ermutigt, aber ich glaube, das ist ihr zu viel Schreibarbeit. :?
Ich glaube, sie drückt sich lieber mit Bildern, als mit (geschriebenen) Worten aus.
Wenns ganz schlimm ist und wir uns gestritten haben und sie darum mit mir nicht reden kann und will, erzählt sie mitunter ihrer Kuscheltierkatze ihren Kummer.
(Das hab ich als Kind auch so gemacht und ihr auch mal so erzählt)
Aber insgesamt reden wir zu zweit wirklich viel und tiefgehend miteinander. (Noch)

Ich hatte etwa in ihrem Alter (Beginn Pubertät) auch mal eine Phase, in der ich selbstverletzendes Verhalten gezeigt habe, aber eine gewisse Grenze habe ich nie überschritten...
Das ist auch etwas, wo ich ziemlich genau hinschaue und wo ich aktuell froh bin, dass sie ihr Wutkissen benutzt, statt sich selbst zu traktieren.
Ich hatte damals vor allem Probleme mit meiner 7 Jahre älteren Schwester, die mich zu Hause "heimlich gemobbt" hat und wo ich mich so hilflos ausgeliefert gefühlt habe.
(Kommentar meiner Mutter war immer - so zumindest meine Wahrnehmung/ Erinnerung: "Macht das unter euch aus!".)
Jedenfalls hab ich das immer nach den Streits mit meiner Schwester gemacht, bzw wenn sie mich mal wieder über Tage komplett ignorierte, weil ich so wütend und hilflos war.
Auch wollte ich mit 11-14/15 kein Mädchen sein und hab alles dran gesetzt, nicht als solches wahrgenommen zur werden.
Aber insgesamt war/bin ich ein expressiver Mensch, der sein Herz auf der Zunge trägt und anders als meine Tochter oft eher spontan ist. (Was meiner Tochter mitunter sehr peinlich ist. Bspw wenn ich mich in der Öffentlichkeit mit Leuten auseinandersetze, über die ich mich ärgere.)
Auch im Familienalltag bin ich offen und sage deutlich, was ich denke und unterdrücke nichts.
Also an fehlender Vorbildwirkung kann es eigentlich nicht liegen, wenn sie ihre Emotionen so versteckt ...
Ich denke ja, es liegt daran, dass sie diese im Vergleich zu eher nicht so hochsensiblen Menschen als so heftig, als unnormal empfindet.

Ich denke außerdem, das ist nicht zwangsläufig so, dass da bspw bei der frühkindlichen Entwicklung was schief gelaufen ist (was einem Psychologen dann ja ggf sagen. Und wo man, wenn man nur intensiv sucht, bestimmt auch fast immer irgendwo irgendwas finden kann. Die Frage ist, ob das dann wirklich heilt und hilft...).
Vieles ist einfach Charakter. Ihr Vater ist bspw auch so jemand, der sehr, sehr sensibel ist und Dinge schnell persönlich nimmt und sich schell verunsichern lässt.
(Bei seinem zweiten Besuch in Deutschland ging das soweit, dass er hier kaum noch das Haus verlassen und sich stundenlang in seinen Computer vertieft hat, ständig Musik und Filme seiner Kultur hörte/ansah etc.)
Ich würde sagen, das sind ausgeprägte neurotische Persönlichkeitszüge.
Die hat man einfach von Geburt an mitbekommen. (meine Jüngste hat bspw sehr viel an "Verträglichkeit" mitbekommen, ich von "Offenheit". Bei mir wurde das sogar mal getestet im Rahmen eines Test, den eine befreundete Psychologiestudentin vornahm.)
Sowas kann sich aber natürlich verstärken bis zu krankhaften/schädlichen Auswirkungen oder man kann es für sich zu nutzen lernen.

Kennt hier jemand zufällig "Das Enneagramm".
Da gibt es 9 Persönlichkeitstypen und es ist immer die Rede von "unerlösten" und "erlösten" Ausprägungen...

Letztes wäre natürlich wünschenswert.
Und ich bin unsicher, ob man da wirklich professionell eingreifen sollte, solange das Kind selbst Wege sucht und findet und keine potentiell schädigenden Strategien (wie bspw Selbstverletzungen, Magersucht etc) herauskommen oder sich pathologische Ängste oder Depressionen zeigen.
Insgesamt empfinde ich sie ja als sehr starke Perönlichkeit. Autonom, eigenwillig. Sie weiß nur glaube ich gar nicht, wie stark sie wirklich ist.

Sie hat bspw den dramatischen Verkehrsunfall, den sie mit knapp 7 damals hatte, auch erstaunlich gut verarbeitet.
Ein Auffahrunfall auf der Autobahn, auf der Rückreise eines Wochendentrips. Damals war sie gute 45 Minuten eingeklemmt, wurde von der Feuerwehr freigeschnitten, mit dem Helikopter ins Krankenhaus gebracht... 3 Tage vor Einschulung war das. Und sie kann und konnte sich an jedes Detail erinnern, weiß bis heute, wie die erfundene Geschichte ging, die ich ihr im KH erzählt habe zur Ablenkung, als sie untersucht wurde und ihre Platzwunde genäht wurde.
Körperlich war ihr erstaunlicher- und glücklicherweise dann nicht viel passiert, außer einem heftigen Schleudertrauma, vielen blauen Flecken und einer Platzwunde, deren Narbe sie heute noch im Gesicht hat, hatte sie nichts.
Verarbeitet haben wir das Stück für Stück zu Hause, bspw mit Spielzeugautos und vielen Gesprächen. (Mit Fremden wollte sie damals nicht drüber reden, so habe ich das immer dann aufgegriffen, wenn sie von sich aus damit anfing)
Sie fährt auch ganz selbstverständlich in Autos und bei Langstreckenfahrten mit, auch wenn sie sagt, sie mag den Geruch in Autos nicht gern.
Und 1, 2 Jahre auch dem Unfall war es mal eine Weile etwas schwierig mit Fahrstühlen oder Parkdeck mit niedriger Decke, das ist aber wieder vorbei.
Sie findet es nicht schön, aber ist auch nicht übermäßig ängstlich oder meidet es gar komplett.
Ansonsten können wir da auch ziemlich normal drüber reden inzwischen.

Naja, wir schauen mal, was da jetzt bei der Schulpsychologin weiter rauskommt...


PS: Bitte nicht so viel zitieren, ich lösche sicher später einige Details hier wieder heraus)
Zuletzt geändert von sinus am Mo 15. Jun 2020, 18:46, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 15. Jun 2020, 18:26

sinus hat geschrieben:Kennt hier jemand "Das Enneagramm".
Da gibt es 9 Persönlichkeitstypen und es ist immer die Rede von "erlösten" und "unerlösten" Ausprägungen...


Ja, ich kenne das Enneagramm. Mir gefallen die Bücher von Don Richard Riso und Eli Jakson-Bear dazu besser wie die von Richard Rohr und Andreas Ebert. Ich habe vor etlichen Jahren alle Menschen, die mir nahe stehen, in Enneagramm-Modellen wieder gefunden. Die Trost- und die Schmerzpunkte sind meiner Meinung nach auch ziemlich treffend.

Selbst habe ich mich deutlich als 1er erkannt. Mein Mann ist der klassische 9er, meine Mutter, die sich immer für den 4er gehalten hat ist tatsächlich eine 6, mein Vater eine ziemlich klare 3, bei meiner besten Freundin bin ich mir immer noch nicht sicher, weil sie sowohl von der 4 als auch von der 7 viel auf sie zutrifft.

Jetzt verstauben die Enneagramm-Bücher schon seit vielen Jahren bei mir im Regal. Höchste Zeit, dass ich mal wieder nachlese, ob ich mittlerweile schon etwas erlöster bis als vor ca. 10 Jahren :P .

Was glaubst du ist deine Tochter? Spontan würde ich mal auf 1, 4 oder 5 tippen, aber du kennst sie natürlich besser als ich :fahne: !
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon sinus » Mo 15. Jun 2020, 18:30

Rabaukenmama hat geschrieben:
sinus hat geschrieben:Kennt hier jemand "Das Enneagramm".
Da gibt es 9 Persönlichkeitstypen und es ist immer die Rede von "erlösten" und "unerlösten" Ausprägungen...


Ja, ich kenne das Enneagramm. Mir gefallen die Bücher von Don Richard Riso und Eli Jakson-Bear dazu besser wie die von Richard Rohr und Andreas Ebert. Ich habe vor etlichen Jahren alle Menschen, die mir nahe stehen, in Enneagramm-Modellen wieder gefunden. Die Trost- und die Schmerzpunkte sind meiner Meinung nach auch ziemlich treffend.

Selbst habe ich mich deutlich als 1er erkannt. Mein Mann ist der klassische 9er, meine Mutter, die sich immer für den 4er gehalten hat ist tatsächlich eine 6, mein Vater eine ziemlich klare 3, bei meiner besten Freundin bin ich mir immer noch nicht sicher, weil sie sowohl von der 4 als auch von der 7 viel auf sie zutrifft.

Jetzt verstauben die Enneagramm-Bücher schon seit vielen Jahren bei mir im Regal. Höchste Zeit, dass ich mal wieder nachlese, ob ich mittlerweile schon etwas erlöster bis als vor ca. 10 Jahren :P .

Was glaubst du ist deine Tochter? Spontan würde ich mal auf 1, 4 oder 5 tippen, aber du kennst sie natürlich besser als ich :fahne: !


Ich habe es zuletzt vor ca 20-25 Jahren gelesen. Das von Rohr allerdings.
Da stand damals dazu, ich sei zu jung, man könne erst ab etwa 30 wirklich was zum eigenen Typ sagen.
Ich denke auch, dass ich mich jetzt inzwischen tatsächlich anders einordnen würde, als noch damals. Insofern könnte ich wohl dann auch bei meiner Tochter wohl nur eine Aussage zur aktuellen Ausprägung eines der Typen sagen, nichts generell gültiges.
Vielleicht schau ich mir demnächst mal das andere Buch dazu an, was du oben empfiehlst. :)

Edit: bestellt :)
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon Karen » Mo 15. Jun 2020, 19:01

Sorry, es ist schon eine Seite her, aber ich möchte gerne wieder zurück zu Mathe kommen, und die Idee mit passender Nachhilfelehrer unterstützen. Ich war auch an so einer Leistungs-Schule mit Focus auf Mathe, aber in einem anderem Land. Ich war immer den Ansicht dass ich nicht gut in Mathe bin, ich war auch den Ansicht dass ich die Mathe nicht verstehe und einfach zu dumm dafür bin. Bis ich wegen einer Mislungener OP fast 3 Monate zu Hause bleiben musste. Ich hatte so Angst von Mathe, dass ich zusammen mit meinem Vater der Buch genommen habe, und Schritt nach Schritt alles durchgearbeitet, bis ich es verstanden habe. Er hat Zeit genommen und mir alles Schritt nach Schritt erklärt, teil zu 20 mal. Ab dann war Mathe nicht gerade mein Lieblingsfach, aber es ging mit Null Problemen - ich glaube ich hatte nur die besten Noten ab denn, und dann plötzlich wurden sehr schnell die Voruteile der Lehrerin mir gegenüber (armes krankes dummes Flüchtlingskind) ziemlcih schell weg.
Ich glaube einfach dass bei deiner Tochter an der alte Schule so viel nicht gut gelaufen ist, dass sie manche wichtige Grundlagen verpasst hat, und nicht mehr nachkommt. Es wird immer schwieriger die Lücken umzugehen - sie muss man schliessen. Ich würde in so ein Fall, ein gute Mathe-nachhilfe finden (eventuell das andere Lehrer die mal Vertretung gemacht hat), der in der Lage ist, herauszufunden wo die Lücken sind, und mir der Stoff nachzuholen und teilweise auch vorarbeiten damit sie an den aktuellen Lehrer nicht angewiesen ist. Wenn sie es will geht es hier um 1-3 Monaten arbeit. Niemand muss von dem was erfahren wenn sie es nicht will. Aber ich würde es umbedingt ihr vorschalgen und mir ihr ausprobieren (jemadem finden dir ihr alles gut erklären kann), und machen, wenn sie zustimmt.
Karen
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon alibaba » Di 16. Jun 2020, 08:19

@Karen

@Sinus gibt aber schon Nachhilfe. An mangelnder Nacharbeitung kann es also nicht liegen, sofern ich das richtig gelesen habe. Problematisch bei der eigenen Nachhilfe kann nur das Mutter-Kind-Verhältnis werden. Daher tendiere ich immer dazu etwas "auszulagern" um des Familienfriedenswillens. Ich möchte mich einfach wegen Schule nicht mit meinen Kindern "nur deswegen" aufreiben.

Erwähnen möchte ich auch, dass schlechte Noten nicht unbedingt ein Zeichen von "muss ich nacharbeiten" oder "da hab ich Lücken" sind. Mein Sohn hat null Lücken und trotzdem schlechte Noten. Ich finde meinen Sohn, trotz der vergleichbaren Noten zur Tochter von @Sinus, aber nun überhaupt nicht im "Matheproblem" bei @Sinus wieder.

Ich bin daher total gespannt was da bei @Sinus ursächlich dafür ist.
alibaba
 

Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon Karen » Di 16. Jun 2020, 08:52

Alibaba - waddie Eltern meistens nicht können, und was gute Nachhilfelehrer können sind Lernstrategien beibringen. Speziell wenn es um ein begabtes Kind handelt, sind oft Lernstrategien nicht vorhanden, weil sie früher nicht nötig waren. Die Tochter von Sinus hat in Gegensatz von deinem Sohn Jahren unterforderung hinter sich. Für mich ist es ziemlich plausibel dass ein Kombi von verpassten Gruntfertigkeiten, fehlenden Lernstrategien und nicht passendem Lehrer ein Problem auslöst. Ein anderes Lehrer zu finden durch Schulwechsel ist für mich am aufwendigsten. Also - warum nicht an anderen zwei Punkten ein Paar Monaten arbeiten? Sinus sagt ja selber dass sie nicht so viele alternativen zu dieser Schule haben und Kind fühlt sich wohl dort, wenn nicht die Mathe wäre. Warum dann nicht eine Chance geben statt wegrennen? Ich finde es stärkt auch das Kind wenn Lösungen für Probleme gesucht werden statt Flucht zu ergreifen. Wechsel lässt ein Beigeschmack von scheitern - und das ist das letzte was ein sensibles Kind braucht.
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