Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon sinus » Fr 3. Jul 2020, 10:52

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:@sinus

Es wundert mich sehr, dass ausgerechnet du, die immer so ausgewogene Entscheidungen triffst, dich von so einem nicht ausgereiften fraglichen Konzept verführen ließ und sogar die Schweigepflichtentbindung unterschrieben hast. Was sagt dein Kind dazu, dass du die Schule gegen ihren Wunsch benachritigt hast? Solltest du dich nach Überlegung umentscheiden, kann man sie immer noch wiederrufen. Ich würde mich als Kind nach so einer Aktion bloß gestellt und verraten fühlen. Ich hoffe sehr, dass deine Tochter anders tickt als ich.


Die Schweigepflichtentbindung gilt nur für 2 bestimmte Personen und ich habe inzwischen darum gebeten, das Schreiben der Schulpsychologin, was sie kopiert hatte, wieder zu vernichten und nur mit viel Fingerspitzengefühl sich auf Inhalte daraus zu beziehen, um das Vertrauen meiner Tochter nicht zu zerstören. (Darum hatte ich gleich am nächsten Tag schon per E-Mail noch mal gebeten)

Dass ich bei der Beratungslehrerin war, weiß mein Kind. Auch um was es ging natürlich. Sie weiß nur keine konkreten Inhalte des Gespräches, weil die Lehrerin das mit ihr selbst am Montag besprechen möchte.
Nach dem Gespräch mit dem Mathelehrer habe ich meiner Tochter damals aber bspw alles genau berichtet, was besprochen wurde.

Da die Beratungslehrerin von der BzB, einer Landesstelle, geschult ist, seit Jahren an der Schule arbeitet und auch mit "kniffeligen Fällen" vertraut ist (es gibt bspw nicht wenige Autisten an der Schule, auch mit Underarchievern hat man dort mitunter zu tun - die Schule ist bekannt dafür, auch Kinder mit schwieriger Schulkarriere/Vorgeschichte aufzunehmen) und mir ja auch von der BzB direkt als kompetent und emphatisch empfohlen wurde, hat sie natürlich ein gewissen Vertrauensvorschuss meinerseits.

Wie ausgereift oder unausgereift die Idee ist, werden wir erst später wissen.
sinus
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon Meine3 » Fr 3. Jul 2020, 19:49

Mir ist nicht so ganz klar, was das bringen soll ehrlich gesagt. Sie bekommt keine Noten, alle anderen aber schon. Da muss sie ja nur die Fehler bei sich vergleichen mit anderen Klausuren, dann weiß sie auch wo sie steht (notentechnisch). Das Problem sind doch nicht die Noten an sich, sondern ihre eigene Einstellungen gegenüber ihrem Können, ihren Fähigkeiten. :gruebel: :gruebel:

Ich bin also sehr gespannt, was deine Tochter dazu sagt. Ich persönlich hätte das als Kind abgelehnt, obwohl ich auch Prüfungsangst habe (wenn auch nur, wie schon geschildert nur in praktischen Prüfungssituationen), da meine Klassenkameraden Noten bekommen und ich nicht und letztendlich ich die Note am Ende des Jahres ja dann doch bekomme. Das macht einen noch mehr "anders" als man sich eh schon fühlt. Ich persönlich hätte diese Sonderbehandlung nicht gewollt und Angst gehabt, dass die Klassenkameraden das schlecht aufnehmen.

Gruß Meine3
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
Meine3
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon alibaba » Mo 6. Jul 2020, 07:38

Meine3 hat geschrieben: Ich persönlich hätte das als Kind abgelehnt, obwohl ich auch Prüfungsangst habe (wenn auch nur, wie schon geschildert nur in praktischen Prüfungssituationen), da meine Klassenkameraden Noten bekommen und ich nicht und letztendlich ich die Note am Ende des Jahres ja dann doch bekomme. Das macht einen noch mehr "anders" als man sich eh schon fühlt. Ich persönlich hätte diese Sonderbehandlung nicht gewollt und Angst gehabt, dass die Klassenkameraden das schlecht aufnehmen.


Das finde ich jetzt interessant. Aber es scheint eine hochbegabte Eigenschaft zu sein, als Erwachsener zu wissen, wie man als Kind definitiv gehandelt hätte. Ich würde mich nämlich da nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Jetzt bin ich erwachsen und sehe die Dinge ganz anders als ich es als Kind gesehen habe. :mrgreen:
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mo 6. Jul 2020, 08:04

In der Tag gehören detalierte reflektierte Errinerungen aus den früheren Kinderjahren zu der Hochbegabung. Aber Erinnerungen an die Empfindungen in der Unterstufe haben viele Menschen und da bin ich persönlich in der Lage mich in ein Kind in dem Alter mich hineinversetzen zu können. Außerdem verfügen viele Erwachsenen auch über das theoretische Wissen über Kinderpsychologie, was wie in dem Nachbarfall mit Lügen gezeigt wurde, oft vom Nutzen ist, um Verhalten der Kinder zu interpretieren und vorauszusagen.
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon alibaba » Mo 6. Jul 2020, 12:31

Jetzt hab ich mal meinen Sohn gefragt. 15 Jahre alt. Was hättest du gemacht? Selber wissend um Prüfungsängste und darunter leidend.

Als 10-Jähriger 5.Klässler hätte er das Angebot angenommen. Einfach, weil es einen befreit. Nein, er hätte nicht dabei die soziale Ungerechtigkeit beachtet. Das weiß er nur heute und würde heute, aus dem Blickwinkel eines 15-Jährigen, das Angebot nicht mehr annehmen wollen. Würde man ihm heute das Angebot unterbreiten, dann würde er es, unter dem sozialen Kontext nicht mehr annehmen. Grundsätzlich findet er das weglassen der Noten aber für ein profanes Mittel auszuprobieren wie es laufen würde um sich selber zu bestärken, da man es eigentlich kann.
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon sinus » Mo 6. Jul 2020, 15:39

...das Gespräch Tochter-Beratungsleherin ist auf Donnerstag verschoben, praktisch erprobt wird es eh erst nächstes Schuljahr.
Aber vermutlich wird es das zugrundeliegende Problem so oder so nicht lösen - da muss wohl echt ein Therapeut ran.
Heute Morgen hatte meine Tochter nämlich auch Angst vor der Schule.
Dabei hatte sie heute weder Mathematik, noch muss sie da schlechte Noten fürchten. (Es ist schon Notenschluss und in Deutsch hat sie auch nur gute und sehr gute Noten)
Sie fürchtete sich vor der Deutschlehrerin. Die hatte letztens mal so geschimpft, weil Kind eine Hausaufgabe unvollständig hatte. Nun hatte sie Angst, sie könnte wieder was nicht richtig/vollständig genug haben...
Und mit Angst meine ich nicht, dass sie sich ein paar Gedanken zu viel macht, sondern dass ihr richtig körperlich unwohl war.
Und ich glaube nicht, dass besagte Lehrerin ein Monster ist... es liegt wohl eher an der Empfindlich/-samkeit meiner Tochter.
*seufz*

Die Beratungslehrerin meinte übrigens, man sollte mit den Lehrern über die Ängste/seelischen Probleme des Kindes sprechen. Dann würden sie sicherlich etwas Rücksicht nehmen/mit ihr etwas vorsichtiger sein.
Ich bin unsicher, bzw eher dagegen. Dann wäre das Kind womöglich zusätzlich verunsichert, weil so viele dann was über sie wissen, was sie eigentlich nicht möchte, dass man das weiß. Sie versteckt ja außerhalb von zu Hause ihre Gefühle immer ganz bewusst und recht erfolgreich...
Also meine Tochter selbst wäre definitiv dagegen.
Zusätzlich fürchte ich bei dem Kind, dass sie umso ängstlicher, depressiver reagiert/wird, desto mehr andere der Meinung sind, dass sie es sei. Dass es das Problem also eher verstärkt, wenn man sich und andere zu sehr damit beschäftigt.
Jetzt hätte ich ja echt gern eine Therapeutin, die uns da einen passenden Rat gibt... :(
sinus
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon Rabaukenmama » Mo 6. Jul 2020, 16:11

sinus hat geschrieben:Jetzt hätte ich ja echt gern eine Therapeutin, die uns da einen passenden Rat gibt... :(


Mal ne ganz blöde Frage: hast du schon mal überlegt, für DICH eine Therapeutin zu suchen? Und bevor du diese Frage gleich mal als Zumutung siehst, hier der Hintergrund dazu :fahne: :

Als mein älterer Sohn (damals 5) seine bislang schwierigste Phase hatte waren mein Mann und ich mit den Nerven total fertig. Er hat wildfremde Leute am Badestrand mit nassem Schlamm beworfen, kleine Kinder absichtlich von der Rutsche geschubbst, Fäkalien an die Wände geschmiert, seine kleinen Bruder mit einem scharfen Küchenmesser bedroht. Dazwischen hatte der kleine Bruder (knapp 3 Jahre) praktisch täglich seine autistischen Meltdown Anfälle, wo er mindestens 30 Minuten schreiend um sich geschlagen hat und die Schienen der Holz-Kugelbahn in hohem Bogen durch die Wohnung geflogen sind. Es war echt Wahnsinn pur, wir wussten uns absolut nicht mehr zu helfen, waren am Ende unserer Kräfte.

Und dann las ich in der Bezirkszeitung ein kleines Inserat "Fühlen Sie sich bei der Erziehung ihrer Kinder überforder? Kinderschutzzentrum hilft schnell und unbürokratisch! Tel:......". Ich habe dort spontan angerufen und einen Termin bekommen. Mein Mann und ich sind hingegangen und haben alle unsere Sorgen bei einer sehr netten und kompetenten Frau ausgeschüttet, die sowohl Sozialarbeiterin als auch Kinderpsychologin war. Als wir fertig waren haben wir einen neuen Termin von ihr bekommen für die kommende Woche. Da sind wir dann wieder hin, und die Woche darauf noch einmal. Ich glaube es war beim 4. Termin als ich mal gefragt habe, ob sie nicht auch unsere Kinder kennenlernen will. Denn ich hatte ehrlich gesagt die Hoffnung, dass sie die Kinder dann eben 1 oder 2x beim spielen beobachtet und uns dann sagt was wir tun können, damit wir unser Chaos wieder in den Griff bekommen. Aber sie meinte nur "später vielleicht einmal" und gab uns einen neuen Termin.

Und siehe da, nach 2 oder 3 Monaten merkten wird, dass es etwas besser geworden war. Die Kinder waren immer noch dieselben, mein Mann und ich auch, aber allein die Tatsache, dass wir unseren Wahnsinn zu Hause mit jemanden besprechen konnten, hat uns offensichtlich viel Druck weggenommen, was sich wieder positiv auf das Verhalten der Kinder ausgewirkt hat. Wir haben dann nur noch alle 2 Wochen einen Termin im Kinderschutzzentrum genommen, dann nur noch 1x im Monat und nach ca. einem Jahr (vom ersten Besuch an gerechnet) haben wir es "auslaufen" lassen. Danach haben wir aber in Krisensituationen noch 3 oder 4x sponten einen Extra-Gesprächstermin mit "unserer" Psychologin ausgemacht, der jedes Mal für uns entlastend und hilfreich war.

Ich merke jetzt bei deinen Beiträgen, dass du extrem unsicher bist, wie du deiner Tochter bei ihren Ängsten helfen kannst. Es erscheint mir fast so, als wären deine Ängste, bei deiner Tochter was falsch zu machen, genauso schlimm wie ihre Ängste vor bestimmten Lehrern und Gegenständen. Und gerade ein ängstliches Kind braucht als zumindest EINE enge Bezugsperson, die selbst nicht angstgesteuert agiert. Das musst nicht unbedingt du sein. Aber deine Tochter hat zu Dir eine sehr enge Bindung und vertraut Dir in der Hinsicht, weil du einer der wenigen Menschen bist, vor denen sie sich traut, zu den eigenen Ängsten zu stehen. Aber dieses Vertrauen bedeutet NICHT, dass du für deine Tochter eine Lösung finden musst. Denn das kannst du gar nicht. Was sie von Dir braucht ist umgekehrt ebenso Vertrauen, dass sie selbst einen Weg heraus finden wird. Und genau dieses Selbstvertrauen kannst du ihr nicht geben, wenn du selbst unsicher und angstgesteuert bist.

Meinem Mann und mir haben die Gespräche mit der Psychologin insofern gut getan, weil wir endlich mal Verständnis für uns und unsere Situation bekommen haben und weil sie uns indirekt in unserem Handeln bestärkt hat. Genau so eine Bestärkung könnte Dir jetzt auch gut tun. Das soll nicht heißen, dass deiner Tochter nicht auch von einer guten Psychologin geholfen werden kann. Aber zumindest wir haben die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht immer notwendig ist, das Problem beim Kind zu sehen, auch wenn das Kind es ist, welches das Problem hat oder macht.

Was Psychologen betrifft so ist es ganz, ganz wichtig, zu sich selbst zu stehen und wirklich so lange zu suchen, bis man jemand passenden gefunden hat. Wenn ich ein ständig hustendes Kleinkind hätte und der Kinderarzt ist unfähig richtig zu diagnostizieren und zu behandeln suche ich ja auch weiter nach jemanden mit mehr Kompetenz und lege nicht mit den Worten "Naja, das hat eben nicht geklappt!" die Hände in den Schoss und höre dem Kind weiter beim husten zu. Ich werde so lange von einem Arzt und einer Ambulanz zur nächsten fahren bis ich endlich jemanden gefunden habe, der meinem Kind helfen kann. Und genau dieselbe Hartnäckigkeit ist bei psychischen Problemen wichtig!

Ich wünsche Dir und deiner Tochter von Herzen alles Gute und einen für SIE passenden Weg :) !
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon Meine3 » Mo 6. Jul 2020, 19:27

sinus hat geschrieben:Also meine Tochter selbst wäre definitiv dagegen.
Zusätzlich fürchte ich bei dem Kind, dass sie umso ängstlicher, depressiver reagiert/wird, desto mehr andere der Meinung sind, dass sie es sei. Dass es das Problem also eher verstärkt, wenn man sich und andere zu sehr damit beschäftigt.
Jetzt hätte ich ja echt gern eine Therapeutin, die uns da einen passenden Rat gibt... :(



:(
so habe ich deine Tochter auch eingeschätzt.

@alibaba: Ich wurde in der 1. Klasse ( mit 7, alibiba, und ich kann mich SEHR GUT erinnern) von einigen Jungs mehrfach nach Schulschluss verprügelt. Ich habe meiner Mutter erst einmal nichts davon gesagt, aber sie hat gemerkt, dass ich Angst vor der Schule habe und es raus bekommen. Ihre erste Reaktion war natürlich': zur Lehrerin, zum Rektor, die Eltern der Kinder ansprechen, etc. Ich (mit 7, alibaba) habe ihr gesagt, sie solle das bitte auf keinen Fall tun, da die Kinder dann ja noch wütender auf mich wären, wenn sie erfahren, dass ich sie verpetzt habe und in der Schule sei ich nunmal "allein" und sie würden das dann noch mehr an mir auslassen... Mit 7. Meine Mutter hat letztendlich eine ganz andere Strategie angewandt, die sehr effektiv war. Sie hat auf mich gehört und das war richtig so. Sie hat mich von der Schule abgeholt und hatte Kekse dabei. Hat jedem Jungen einen Keks in die Hand gedrückt und gemeint, es wären hier so ein paar Jungs, die mir nach der Schule auflauern würden und ob sie mir nicht helfen könnten (dabei waren SIE es ja). Ich sehe sie noch vor mir, die verlegenen und zu Boden blickenden Gesichter, als wäre es gestern gewesen. Ich wurde nie wieder verprügelt UND die Jungs dachten, ich hätte sie in Schutz genommen und nicht verpetzt, was dazu führte, dass zumindest zeitweise einige der Jungs richtig nett zu mir waren.

Was will ich damit sagen: ich kann mich (leider) gefühlsmäßig noch sehr gut in meine Kindheit, insbesondere in Situationen, in denen ich gelitten habe oder es mir schlecht ging, hineinversetzen. Da Sinus' Tochter und ich einiges gemein zu haben scheinen (das ist lediglich meine Vermutung, ich kenne sie ja nicht wirklich!) und ich auch Prüfungsangst hatte und Angst vor der Schule, denke ich schon, dass da die eigene Erfahrung jemand anderem weiterhelfen kann. Ich denke sowieso, dass die eigenen Erfahrungswerte oft am hilfreichsten sind. Was Sinus damit anfängt, bleibt ganz ihr überlassen.

@sinus:



Ich drücke euch ganz doll die Daumen, dass ihr bald einen guten Therapeuten findet (und vielleicht, da bin ich auch bei Rabaukenmama du einen für dich). Ich bin zuversichtlich, dass DAS helfen wird.

Alles Gute
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mo 6. Jul 2020, 20:01

@sinus

Ich kann mich Meiner3 anschließen. Je länger ihr euch mit dem Thema Angst, Depression und Co beschäftigt, desto mehr droht es zu werden. Ihr läuft auch das Risiko, dass das Kind, von Sonderbehandlung profitierend, ängslich und kränklich sein als Vorteil erachtet und es weiter als Schutzschild entwickelt. Ich weiß, dass meiner Meinung der Lehrbüchern nicht entspricht, aber ich würde die Probleme ausschließlich durch verstärkte aktive Beschäftigung, vor allem Sport und Gruppenaktivitäten und positives Feedback angehen. Dieses Kind darf mit oder ohne therapeutischen Hilfe, seine Nachmittage nicht alleine im eigenen Saft schmoren.
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Re: Matheproblem meiner Tochter/Lehrergespräch: RAT?

Beitragvon alibaba » Di 7. Jul 2020, 08:06

@meine3

Mir ging es nicht darum, dass ich deine Kindheits-Erinnerungen infrage stelle. Meine eigenen reichen bis ins 3.Lebensjahr zurück, ganz ohne hochbegabt zu sein. Mir ging es darum, dass Du gesagt hast, dass Du wüsstest wie Du gehandelt hättest. Ich hätte es nicht gewollt, dass der Lehrer meine Noten aussetzt. Und hier frage ich mich, wie man bei dieser reinen hypothetischen Überlegung, weiß, wie man bei dieser Thematik als Kind gehandelt hätte, obwohl man nie damit konfrontiert war.

@Sinus

sinus hat geschrieben:...
Die Beratungslehrerin meinte übrigens, man sollte mit den Lehrern über die Ängste/seelischen Probleme des Kindes sprechen. Dann würden sie sicherlich etwas Rücksicht nehmen/mit ihr etwas vorsichtiger sein.
Also meine Tochter selbst wäre definitiv dagegen.
Zusätzlich fürchte ich bei dem Kind, dass sie umso ängstlicher, depressiver reagiert/wird, desto mehr andere der Meinung sind, dass sie es sei. Dass es das Problem also eher verstärkt, wenn man sich und andere zu sehr damit beschäftigt.


Das würden meine Kinder definitiv auch nicht wollen.
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