Beschäftigung im Unterricht

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon Meine3 » Fr 23. Okt 2020, 09:27

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:@Meine3

Ich habe schon zwei Mal im Sekretariat angerufen und den Rektor um einen Telefontermin gegeben. Ich habe das Gefühl, er fühlt sich zwischen Scylla und Charybda und wartet, wohin die Strömung führt... Heute ist die Lehrerin krank. Der Sohn hat sich überschwänglich gefreut.



:roll: Email oder Brief schreiben?? :mrgreen: Irgendwie muss es ja weitergehen...
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon charlotte12 » Fr 23. Okt 2020, 09:49

Die Klasse ist alles andere als nett. Ich würde sagen, sie ist gar nicht nett. Dieser Vorteil ist also nicht da. Absitzen muss er schon andere Fächer, akuell hasst er das Gesamtangebot außer Sport.

Warum hasst er die anderen Fächer? Ich meine mich zu erinnern, dass er dort nicht unterfordert war, oder täusche ich mich da? Ist es konkret die Klasse und die Lehrerin? Ist es die Art, in der der Lernstoff vermittelt wird? Gibt es vielleicht doch Alternativen in anderen Schulen/ der Parallelklasse? Bei meiner Tochter hängt die Schul-Willigkeit fast ausschließlich daran, wie sie mit den anderen Kindern klar kommt und wie laut es in den Stunden ist, kaum am Schulstoff. Aktuell mag sie trotz neuer Freundin nicht zur Schule, was an der neu eingeführten Maskenpflicht im Unterricht liegt. Hätten wir sie damals nicht früh eingeschult, müsste sie jetzt keine Maske tragen...
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 23. Okt 2020, 09:55

@charlotte

Sachunterricht ist sterbenslangweilig. Sie schreiben Texte über Bäume aus dem Schulbuch ab, fülllen Lücken in Texten über Bäumen. Waren obwohl Wald um die Ecke ist nur ein Mal mit einem Förster im Wald, das fand er toll. Im Englisch war er am Anfang begeistert, dann kapierte er, dass es grausam langsam ist. Im Deutsch muss man viel und fleißig abschreiben - keine offene Aufgaben. Für schlechte Rechtschreibung und krakelige Schrif kriegt er nur Tadel, die Eloquenz interessiert keinen. Die Bilanz geht nicht auf. Parallelklasse ist noch schlimmer. Die Situation dort kenne ich, weil sein Freund dorthin geht. Eine andere Schule gibt es auf dem Land nicht.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon charlotte12 » Fr 23. Okt 2020, 10:25

Stimmt, das Thema "Bäume" lief bei meiner Tochter auch genau so ab. Englisch und Deutsch sowieso. Das Ganze hört sich bei euch ja nicht nur nach einer Lehrerin an, die nicht differenziert, sondern schlicht nach einer unbegabten bzw. unmotivierten Lehrerin, die insgesamt nicht motivieren kann/will.
Es gab in der Grundschulzeit meiner Tochter genau eine Lehrerin, die in Sachkunde wirklich Experimente, Museumsbesuche usw. organisiert hat und nicht nur theoretisch Blattformen besprochen hat, ohne vor die Tür zu gehen und die entsprechenden Bäume anzuschauen. Das war die Lehrerin, bei der mein Kind in Deutsch machen durfte, was es wollte, so lange es nicht störte.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 23. Okt 2020, 11:29

Jetzt verpricht man uns Lockdown ab 20 Tausend Infektionen. Wenigstens käme dan Hybridunterricht, und zumindest zur Hälfte Homeschooling. Ich glaube nicht, dass es nur meinem Kind in der Schule nicht gefällt. Zumindest in den Grundschulen muss es jetzt allen klar sein, dass der Spaßteil wie ausgelassenen Pausen, Wanderungen, Ausfluge, Martinsumzug und Weihnachtsvorbereitungen mit Waffelnbacken alle ausgefallen sind, und und ein monotones Lernen übrig blieb. Es wird nichts angefasst außer Stift, Heft und Buch. Keine Experimente, keine Lernstationen. Zurück ins Mittelalter der Pädagogik. Was mich dabei am meisten ärgert ist die OGS. Weil dort am Nachmittag die Parallelklassen doch zusammmengefügt werden, die Kinder auf sehr engen Räumen sehr viel Zeit ohne Mundschutz verbringen, natürlich Sachen tauschen, gemeinsam Essen ohne Einhalten von Mindestabstand. Dabei gehen in die OGS fast alle Kinder aus der GS, auch diejenige, deren Müttern nicht nur im Homeoffice sind, sondern am Nachmittag gar nicht arbeiten.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon Meine3 » Fr 23. Okt 2020, 11:42

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:Jetzt verpricht man uns Lockdown ab 20 Tausend Infektionen. Wenigstens käme dan Hybridunterricht, und zumindest zur Hälfte Homeschooling. Ich glaube nicht, dass es nur meinem Kind in der Schule nicht gefällt. Zumindest in den Grundschulen muss es jetzt allen klar sein, dass der Spaßteil wie ausgelassenen Pausen, Wanderungen, Ausfluge, Martinsumzug und Weihnachtsvorbereitungen mit Waffelnbacken alle ausgefallen sind, und und ein monotones Lernen übrig blieb. Es wird nichts angefasst außer Stift, Heft und Buch. Keine Experimente, keine Lernstationen. Zurück ins Mittelalter der Pädagogik. Was mich dabei am meisten ärgert ist die OGS. Weil dort am Nachmittag die Parallelklassen doch zusammmengefügt werden, die Kinder auf sehr engen Räumen sehr viel Zeit ohne Mundschutz verbringen, natürlich Sachen tauschen, gemeinsam Essen ohne Einhalten von Mindestabstand. Dabei gehen in die OGS fast alle Kinder aus der GS, auch diejenige, deren Müttern nicht nur im Homeoffice sind, sondern am Nachmittag gar nicht arbeiten.



Ich sehe das genau so wie du. Alles, was Schule doch liebenswert gemacht hat, oder sagen wir mal "erträglich", ist abgeschafft. Bei uns sind die Nachmittagsbetreuungen (es gibt zwei verschiedene Konzepte) ganz unterschiedlich gehandhabt, was wiederum auch überhaupt keinen Sinn macht:

Die Kinderstadtkirche ist eine Ganztagsbetreuung mit Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Spielzeit. Hier sind ALLE Klassenstufen gemischt in einem Raum, aber das großzügige Außenareal wird gut genutzt.

Die ergänzende Nachmittagsbetreuung ist von Schulschluss bis 14:00. Ohne Essen, ohne Hausaufgabenbetreuung (da sind meine Kinder). Hier wird nach Klassenstufen getrennt... :gruebel:

Ab gestern sollen sie in den Pausen wieder Distanz halten, aber im Klassenraum sitzen die Kinder Schulter an Schulter. Auf dem gesamten Schulgelände herrscht jetzt außerhalb der Pausen und dem Betreunngsangebot für die Kinder strenge Maskenpflicht, auch wenn man 15 Meter Abstand zur nächsten Person hat :gruebel:...

Ich hinterfage schon lange, quasi seit Beginn der Pandemie, aber die Fragezeichen werden immer größer und sind mittlerweile auf fast jeden übergesprungen, den ich kenne. Keiner findet die Maßnahmen der Regierung, auch der Landesregierungen noch in sich schlüssig und nachvollziehbar. Alle sind corona-müde. Besonders bei uns im Landkreis bleibt bis heute der große Knall auch aus. Wir haben derzeit 740 akute Fälle und unser Landkreis ist recht groß...
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 23. Okt 2020, 12:10

Berlin-Neuköln hat drei mal mehr Einwohner als Bechtersgardener Land und liegt schon über 200 Neuinfektionen pro 100.000. Ich finde, dass man so langsam sich entscheiden muss, entweder mache man bei solchen Zuständen dicht, oder man höre auf zu zählen.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 23. Okt 2020, 15:45

Ich nehme das doch zurück mit dem anständigen Rektor. Er schrieb mir statt einen Telefontermin eine Email, dass er damit nichts zu tun hat, mir kein Versprechen gegeben hat, und ich alles weitere mit der Lehrerin klären soll. Ich bringe erstmal das Blatt voll mit 1140:60 zum Schulamt, zu verlieren habe ich eher nichts.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon Auguste » Fr 23. Okt 2020, 17:33

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:Ich nehme das doch zurück mit dem anständigen Rektor. Er schrieb mir statt einen Telefontermin eine Email, dass er damit nichts zu tun hat, mir kein Versprechen gegeben hat, und ich alles weitere mit der Lehrerin klären soll. Ich bringe erstmal das Blatt voll mit 1140:60 zum Schulamt, zu verlieren habe ich eher nichts.


Unglaublich. Nimm die Mail vom Direktor mit.

Der Direktor hat selbstverständlich etwas damit zu tun. Das passiert an seiner Schule und er ist der Vorgesetze von dieser Lehrerin. Wenn Eltern um einen Termin beim Direktor bitten, weil es Probleme mit einer Lehrerin gibt, dann hat er Dir einen zu geben und sich anzuhören, was Du sagst. Was er dann draus macht und ob dieses Gespräch Konsequenzen haben wird, steht auf einem anderen Blatt. Aber das Gespräch einfach mal komplett zu verweigern, weil er als Direktor meint, damit nichts zu tun zu haben, geht gar nicht.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon koala27 » Fr 23. Okt 2020, 18:38

Hallo Katze,

Echt jetzt? Der hat ja einen Vogel ! Da könnt ich k.....—- sowas ist so unverschämt- glaubt der wirklich er sitzt am längeren Hebel? Oder was soll die Aktion jetzt?
Der Rektor hat wohl keine Ahnung was seine Aufgaben sind — — Er ist der Vorgesetzte der Lehrerin und muss dann handeln.
Er will sich nur davor drücken mit der Lehrerin mal Klartext zu reden ...
Merkwürdigerweise scheint das öfter vorzukommen — wenn ein Lehrer deinen Sohn unterrichten würde, dann sehe es anderes aus....
Ich frage mich echt immer was die sich denken? Das dadurch alles im Sande verläuft?

Dann bleibt Euch eben nur die Option eine Stufe höher zu gehen —- Ist nur blöd, weil ihr ja dadurch den Aufwand habt und ihr ja eine vernünftige Lösung möchtet...

Im Grunde muss man sich alles schriftlich geben lassen - wenn solche Gespräche stattfinden - dass kann doch auch keiner wollen ..

Ich wünsche dir/euch viel Erfolg beim Schulamt !!!
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