Beschäftigung im Unterricht

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 23. Okt 2020, 19:19

Die Begabungsberatungstellung hat mir heute bestätigt, dass die Lehrerin, egal wie die Vereinbarung zur war, keine Handhabe hat, das nicht Erledigen der Forderaufgaben zu sanktionieren. Wenn er keine Lust hat, macht er HA für alle. Der Rektor ist in seiner Position in der Tat neu. Ich kannte ihn ein Jahr als Lehrer und habe von ihm einen offenen Wortbruch nicht erwartet. Da habe ich mich wohl getäuscht und das enttäuscht mich sehr auf menschlicher Ebene.

Ich glaube auf Dauer bleibt nur der Schulwechsel. Die Frage ist nur wohin und mit welcher Begründung. "Ich kann die Lehrkraft nicht ausstehen" ist wohl kein guter Grund.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon Meine3 » Fr 23. Okt 2020, 20:45

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:Ich nehme das doch zurück mit dem anständigen Rektor. Er schrieb mir statt einen Telefontermin eine Email, dass er damit nichts zu tun hat, mir kein Versprechen gegeben hat, und ich alles weitere mit der Lehrerin klären soll. Ich bringe erstmal das Blatt voll mit 1140:60 zum Schulamt, zu verlieren habe ich eher nichts.



oh man. Was ist mit den Menschen los? Schule macht krank. Das ist so traurig. Ich hatte so Angst vor der Schulzeit meiner Kinder, da meine Vor allem Grundschulzeit schon so bescheiden war und es hat sich NICHTS geändert. Der Schrecken trägt andere Gewänder, das ist alles. :cry:

Bei uns im Nachbarort wollen Bekannte eine freie Schule eröffnen. Oft denke ich in letzter Zeit darüber nach, mich da zu engagieren um dann wenigstens für die Kleine eine schöne Grundschulzeit zu ermöglichen.
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon Auguste » Fr 23. Okt 2020, 20:54

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:Die Begabungsberatungstellung hat mir heute bestätigt, dass die Lehrerin, egal wie die Vereinbarung zur war, keine Handhabe hat, das nicht Erledigen der Forderaufgaben zu sanktionieren. Wenn er keine Lust hat, macht er HA für alle. Der Rektor ist in seiner Position in der Tat neu. Ich kannte ihn ein Jahr als Lehrer und habe von ihm einen offenen Wortbruch nicht erwartet. Da habe ich mich wohl getäuscht und das enttäuscht mich sehr auf menschlicher Ebene.

Ich glaube auf Dauer bleibt nur der Schulwechsel. Die Frage ist nur wohin und mit welcher Begründung. "Ich kann die Lehrkraft nicht ausstehen" ist wohl kein guter Grund.


Im Zweifel reicht "Ich kann die Lehrkraft nicht ausstehen" für einen Schulwechsel - insbesondere, wenn das Kind das sagt ;). Bei uns ist es so, dass der Direktor der "abgebenden" Schule, dem Schulwechsel zustimmen muss und der der aufnehmenden natürlich auch. Wenn der Direktor der abgebenden Schule nicht zustimmt, geht es wohl nur übers Schulamt und da braucht man dann triftige Gründe. Wir waren damals so penetrant und sind ständig bei der Schulleitung aufgeschlagen, dass die auch einem Schulwechsel lächelnd zugestimmt hätte - nur um uns loszuwerden. Die neue Schule mussten wir selbst aussuchen und dort selbst nachfragen, ob sie das Kind aufnehmen. Bei uns kam es ja nicht so weit, weil wir genug Auswahl an Parallelklassen hatten und wenigstens eine Klasse inklusive Lehrer so weit passte, dass der Sohn wieder halbwegs gern in die Schule geht. Aber die Schule ausgesucht und "vorgefühlt" hatten wir schon.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 23. Okt 2020, 21:01

Die Parallelklasse ist viel schlimmer. Die Lehrerin wirft dem Springer vor, der sei zu sensibel und schreibt zu langsam. Die arme Lehrerin muss immer auf ihn warten, und sie hat NULL Zeit für individuelle Förderung. Kind will auch nicht zur Schule. Dabei ist der Springer ein Jahr älter als mein Sohn und wirklich ein tolles unkompliziertes, sehr reflektiertes Kind.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon charlotte12 » Sa 24. Okt 2020, 08:54

Die Parallelklasse ist viel schlimmer. Die Lehrerin wirft dem Springer vor, der sei zu sensibel und schreibt zu langsam. Die arme Lehrerin muss immer auf ihn warten, und sie hat NULL Zeit für individuelle Förderung. Kind will auch nicht zur Schule. Dabei ist der Springer ein Jahr älter als mein Sohn und wirklich ein tolles unkompliziertes, sehr reflektiertes Kind.

Gäbe es denn eine Möglichkeit, dass die beiden Jungs in eine Klasse kommen, zur Not in die Klasse von deinem Sohn? Hört sich doch so an, als ob zumindest die sozialen Probleme deutlich besser werden würden, wenn die beiden zusammen wären. Mal abgesehen davon wird es einer Lehrerin vermutlich deutlich schwerer fallen, die Bedürfnisse von zwei Kindern komplett zu ignorieren als die von einem Kind.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon koala27 » Sa 24. Okt 2020, 09:41

Hier müssen immer pädagogische Gründe vorliegen damit ein Schulwechsel stattfinden darf und beide Schulleiter müssen zustimmen —- allerdings ist das wohl hier in der Ecke nicht so einfach- eine Freundin von uns musste über die Landesschulbehörde gehen, obwohl sie nur wollte dass die Tochter in die Parallelklasse wechselt — wurde nicht genehmigt - daraufhin hat sie die Tochter am Ende der Klasse 5 vom Gym genommen und in ein privates Gym gewechselt —

Ich hoffe, ihr habt es dann leichter wenn ihr einen Schulwechsel machen wollt.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Sa 24. Okt 2020, 10:32

Ich schäme mich für unser System zu formulieren, dass der Krach mit Wortbrechen und persönlichen Anfeidungen dadurch Entstanden ist, dass das Kind, das nach einvernehmlicher Einigung mit der 3. Klasse Mathe durch ist, die 4. Klasse anfangen wollte. Das wollte er in Eigenregie machen, hat weder nach Zuwendung noch nach sonst was gefragt. Aber NEIN, ich als Lehrer habe zwar NULL Kompentenzen, aber ich kann das doch nicht erlauben! Wohin kämen wir denn? Dass hier alle Integrale rechen, und keiner sich für den Unterricht der 3. Klasse interessiert?
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon charlotte12 » Sa 24. Okt 2020, 12:11

Würde es denn überhaupt die Situation retten, wenn dein Sohn die nächsten paar Wochen im Mathe-Unterricht das Viertklässler-Heft durchrechnen dürfte, weil das Schulamt ein Machtwort spricht?
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Sa 24. Okt 2020, 12:20

charlotte12 hat geschrieben:Würde es denn überhaupt die Situation retten, wenn dein Sohn die nächsten paar Wochen im Mathe-Unterricht das Viertklässler-Heft durchrechnen dürfte, weil das Schulamt ein Machtwort spricht?



Natürlich nicht. Aber die Lehrerin braucht definitiv eine Ansage, dass sie nicht nach ihrem eigenen Dünkeln in der aktiven Ablehnung der Angebote der Beratungsstelle schalten und walten darf. Ich habe einen Stapel von Kritzeleien, die mein Kind während des Unterrichts gemacht hat, die nehme ich auch mit.

Das ist auch eines der Mitelpunkte der Inkompetenz. Die Schule hat letztes Jahr drauf bestanden, dass das Kind in der Drehtür absolut alle Mathestunden besucht, ganz egal was er in seiner Klasse dabei verpasst. Außnahmlos alle Aufgaben und Hausaufgaben macht, ganz egal ob es ihm zu viel ist oder nicht. Dass das Kind die Proben der 3. mitschreibt und genau nach den gleichen Kriterien bewertet wird wie alle anderen. Das gab in 6 Wochen einen Boosteffekt, dass er die Lücke geschlossen hat und weit darüber hinaus katapultiert wurde. Dabei habe ich auf einem Drehtürmodell bestanden: egal wohin - ob Sport oder Sachunterricht, oder gar Bibliothek und Eigenstudien, haupstache raus aus der Mathe 2. Klasse. Jetzt statt ihn durchs Heft dümpeln zu lassen, wird abwechseln entweder nichts gefordert - dann kommt er mit Stapeln von Kritzeleien nach Hause, oder es wird so viel gefordert, dass er das nicht machen kann. Motivation Aufgauben? Matheunterricht mit offenen Aufgaben für alle anbieten, dass jeder auf seinem Niveau einsteigen kann? Ich glaube das hat dort noch keiner gehört.

Die Lehrerin der Parallelklasse sagt offen, sie hat keine Minute Zeit für individuelle Förderung und kann auf keinen warten, der zu langsam ist. Akutell sehe ich gar keine Lösungsmöglichkeiten. Beide Lehrerinen sind für die individuellen Maßnahmen absolut ungeeignet.
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Re: Beschäftigung im Unterricht

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Sa 24. Okt 2020, 18:45

Auflösung des Rätsels bzg. des Vehaltens des Lehrkraft. Sie ist der Ritter der Gerechtigkeit. Gäbe sie schon jetzt dem Kind die Aufgaben der 4. Klasse, wäre das Kind ja viel besser auf den Übertritt vorbereitet, als die anderen. Das wäre ungerecht, und gelte mit allen Mitteln zu verhindern. Sie hatte von Anfang an nicht vor, dem Kind das Heft zu geben. Sie wird es ihm in diesem Jahr nicht geben, egal was er macht. Weder sie noch der Rektor haben Mut mir das offen zu sagen.
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