Sprung Sohn - Einschulung Tochter - Update

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Sprung Sohn - Einschulung Tochter - Update

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » So 20. Sep 2020, 10:27

@Meine3

Eigentlich ist die Probezeit auch ein Schutzschild für das Kind, in der nicht bewertet werden darf. Zumindest bei uns nicht. Meine Großen, die viel Latein nachholen mussten, hatten ein halbes Jahr Notenschutz. Ich weiß nicht, wie es bei euch offiziel geregelt ist. Vielleicht würde Notenschutzt für die kommenden fünf Wochen deinem Sohn helfen den Druck abzubauen.

PS ihr habt Glück, dass er nichts nachholen muss. Der Springer, mit dem mein Kleiner befreundet ist, muss in der gleichen Situation alles zuhause nacharbeiten.

PPS Vergiss bitte die Idee von normalbegabt :-) Bei uns sitzen normalbegabte am Anfang der 3. Klasse drei Stunden an den Hausaufgaben. Ich übertreibe nicht.
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Re: Sprung Sohn - Einschulung Tochter - Update

Beitragvon Meine3 » So 20. Sep 2020, 10:30

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:@Meine3

Eigentlich ist die Probezeit auch ein Schutzschild für das Kind, in der nicht bewertet werden darf. Zumindest bei uns nicht. Meine Großen, die viel Latein nachholen mussten, hatten ein halbes Jahr Notenschutz. Ich weiß nicht, wie es bei euch offiziel geregelt ist. Vielleicht würde Notenschutzt für die kommenden fünf Wochen deinem Sohn helfen den Druck abzubauen.

PS ihr habt Glück, dass er nichts nachholen muss. Der Springer, mit dem mein Kleiner befreundet ist, muss in der gleichen Situation alles zuhause nacharbeiten.

PPS Vergiss bitte die Idee von normalbegabt :-) Bei uns sitzen normalbegabte am Anfang der 3. Klasse drei Stunden an den Hausaufgaben. Ich übertreibe nicht.



Nein, nein. :lol: . Mein Kind ist nicht normalbegabt. DAS ist ganz offensichtlich :fahne:. So meinte ich das nicht. Er ist eben sehr "heterogen". Er hat sehr, sehr große Stärken, aber die Schwächen (eben im emotionalen Bereich oder eben auch Konzentration) sind ebenso "stark". Ich habe das nur erwähnt, weil Karen immer von ihrem Kind ausgeht, das mit 4 (oder wars 5?) ganz lässig homogen die 140er Marke geknackt hat. SO ist mein Sohn eben nicht. Er ist ein Genie in manchen Bereichen und fällt da ungemein auf. Da er sprachlich so auffällt, erwartet man eventuell teilweise dann zu viel von ihm in anderen Bereichen. Er ist auch in den anderen Bereichen fit, aber eben nicht so, wie es den Anschein hat. Alles in allem wird er das kognitiv locker packen, aber dabei bleibt grade eben seine soziale Entwicklung/Anpassung auf der Strecke...

Und ja: Notenschutz wäre ganz gut. Auf der anderen Seite ist er total der Wettberwerbstyp und nur das scheint ihn grade bei der Stange zu halten. Wir schauen jetzt mal wie die nächste Woche läuft. Ich weiß jetzt "Bescheid" was in der Schule mit ihm los ist und kann darauf entsprechend reagieren, indem wir ihn zu Hause explizit "schonen" und nicht noch von ihm erwarten, dass die Schrift jetzt super ist oder ähnliches. Das sind sonst zu viele Baustellen auf einmal. Jetzt ist erst einmal wichtig, dass er irgendwie ankommt in der Klasse, vor allem, dass ER sich da wohl fühlt. DAS ist für mich das wichtigste. Dass es ihm dort besser geht als vorher. Und ja, das braucht eventuell Zeit. Aber das hat für mich immer Priorität gehabt, dass es dem Kind gut geht.
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Sprung Sohn - Einschulung Tochter - Update

Beitragvon Karen » So 20. Sep 2020, 15:15

Meine3 - ich finde du machst es super und ich wollte überhaupt nicht irgendwie dich kritisieren. Ich finde es ist auch wichtig die Auffällugkeiten zu untersuchen. Das einzige was ich meine - dass ihr es nicht jetzt machen solltet. Es ist in deinen vorherigen Posts nicht so rüber gekommen dass du versuchst ihm Druck weg zu nehmen und der Druck der von Aussen kommt weitergibst. (Aufgaben zu Hause in der Ferien zum Beispiel). Aber das habe ich ja wohl falsch verstanden in bisherigen Posts und finde sehr gut wie du es machst, was du heute geschrieben hast.
Was meine Tochter angeht - sie wurde mit knapp 6 Jahren getestet und ja hat 140 erreicht. Aber ihr VG war unter 110, der Diskrepanz zwischen besten und niedrigen wert war über 40 Punkten. Das knapp 6 Jährige Kind hat täglich 3 mal Nasse Hose, 2-4 mal täglich Schreianfälle, mehrere Artzbesuche wegen Bauchweh bei denen nichts gefunden wurde. Ich musste sie oft von Kiga "krank" abholen. Sie hat sein eigenes 6 Geburtstag durchgeschrien. In der Schule nach überspringen war sie dankbare Mobbingopfer, die auf jede Provokation reagiert hat. Sie ist mit 3-4 Klässlern in der gleiche Klasse und ist 120 cm Gross und 20 kg schwer und trägt gerne Kleider mit Pferden und Eihörnern und kämt ihre Haare nicht. Das alleine schon problematisch und wir Glück haben dass die Lehrerinnen das gut auffangen konnten. Also - ich weiss schon was Sozialle Auffälligkeiten bedeuten, auch wenn sie anderes sind. Wenn mir jemand damals gesagt wie dieses Kind sich ändern wird, hatte ich niemandem geglaubt. Und es hat mehr als 6 Wochen gedauert bis es soweit war. Aber ich behaupte nicht dass dein Sohn auch so sein wird, oder dass es sicher keine Wahrnehmungsstörung dahinter steckt. Nur das Momentan das schlechteste Zeitpunkt ist sowas abzuklären weil er sich in schwierige Phase befindet und sehr verunsichert ist und der Klarheit was überspringen angeht ihm helfen wird. Und das sagst du ja selber.
Auf der Termin by Psychologin haben wir 5 Monate gewartet und es hat uns 2000 Euro gekostet. Es war aber jeden Cent Wert. Ja, ich weiss dass ich unsere Kinder nicht vergleichen soll und das es dich triggert. Mir verlässt aber immer nicht der Gefühl wenn ich über dein Sohn lese, dass unsere Kinder sehr ähnlich sind, auch wenn sie ihre Probleme unterschiedlich ausdrücken.
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Re: Sprung Sohn - Einschulung Tochter - Update

Beitragvon koala27 » So 20. Sep 2020, 19:45

Hallo Meine 3,

wenn ich das sol lese, denke ich, dass es ja nicht schadet, einen Termin erstmal abzumachen- absagen kann man ihn immer noch, wenn man ihn dann nicht braucht. Und wenn es einfach nur für Dich/ Euch ist, dass ihr wisst- da ist nichts weiter oder das ist eben doch was.
Ich denke einfach, bei deinem Sohn ist die Enwicklung asynchron gelaufen, was ja bei fitten Kinder häufiger der Fall ist-- und deshalb fällt es auch mehr auf. Wenn die Kids kognitiv und sprachlich Jahre ohrem Alter vorraussind, dann gehen Außenstehende ja gerne davon aus, dass das in allen Bereichen so ist.

Der Kurze fiel im Kiga durch Sprache und Gedächtnis/ Wissen/ Puzzlen/ Mengen/Zahlen extrem auf und dadurch, dass er bei Probleme gerne unter dem Tisch verschwand- sich bei Verletzungen nicht helfen lassen wollte.... es passt so gar nicht zusammen für die Erzieher--und auch wir wussten es gar nicht einzuordnen.
Zu Hause war es eben nicht so--wir kannten es gar nicht.
Erst nachdem Test ergab es "einen Sinn"--- emotional war er eben nicht vorraus- eher hinterher--und die Asynchronie haben normale Kids in der Regel eben nicht so extrem.
Da entwickelt sich alles halbwegs synchron und es passt das Verhalten zum Alter und zum Lernen.

Das mit der körperlichen Entwicklung ist hier komplett anders- die Große ist fast die Älteste in der 7. Klasse und trotzdem körperlich "hinterher"-- klar ist das nicht toll, aber man weiß es vorher nicht--- bei ihr war in der GS ein Mädchen, die in Klasse 4 schon in der Frühpubertät war-- riesig lang, mit Haaren überall, BH etc.
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Re: Sprung Sohn - Einschulung Tochter - Update

Beitragvon sinus » So 20. Sep 2020, 23:02

@meine3: bei Typ 4 musste ich direkt an euch denken...

Bild

(habe ich eben im "Labyrinth" Ausgabe Nov/2017 - der Mitglieder-Zeitschrift der DGhK - gefunden.)
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Re: Sprung Sohn - Einschulung Tochter - Update

Beitragvon Meine3 » Mo 21. Sep 2020, 09:08

sinus hat geschrieben:@meine3: bei Typ 4 musste ich direkt an euch denken...

Bild

(habe ich eben im "Labyrinth" Ausgabe Nov/2017 - der Mitglieder-Zeitschrift der DGhK - gefunden.)


Hi Sinus,
DAnke du Liebe :).

leider kann ich es nicht öffnen. Ich bin erst seit Anfang dieses Jahres Mitglied und habe mich grade jüngst zu Wort gemeldet, dass ich den Newsletter nie bekomme :P. Mal sehen ob das jetz klappt.
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Sprung Sohn - Einschulung Tochter - Update

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mo 21. Sep 2020, 09:10

Ich kann das Link auch nicht öffnen.
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Re: Sprung Sohn - Einschulung Tochter - Update

Beitragvon sinus » Mo 21. Sep 2020, 09:12

Seltsam - geht bei mir sowohl am Laptop, als auch an Handy.
Ich stelle es später (gegen Mittag) nochmal anders ein.
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Re: Sprung Sohn - Einschulung Tochter - Update

Beitragvon Meine3 » Mo 21. Sep 2020, 09:13

koala27 hat geschrieben:Hallo Meine 3,

wenn ich das sol lese, denke ich, dass es ja nicht schadet, einen Termin erstmal abzumachen- absagen kann man ihn immer noch, wenn man ihn dann nicht braucht. Und wenn es einfach nur für Dich/ Euch ist, dass ihr wisst- da ist nichts weiter oder das ist eben doch was.
Ich denke einfach, bei deinem Sohn ist die Enwicklung asynchron gelaufen, was ja bei fitten Kinder häufiger der Fall ist-- und deshalb fällt es auch mehr auf. Wenn die Kids kognitiv und sprachlich Jahre ohrem Alter vorraussind, dann gehen Außenstehende ja gerne davon aus, dass das in allen Bereichen so ist.

Der Kurze fiel im Kiga durch Sprache und Gedächtnis/ Wissen/ Puzzlen/ Mengen/Zahlen extrem auf und dadurch, dass er bei Probleme gerne unter dem Tisch verschwand- sich bei Verletzungen nicht helfen lassen wollte.... es passt so gar nicht zusammen für die Erzieher--und auch wir wussten es gar nicht einzuordnen.
Zu Hause war es eben nicht so--wir kannten es gar nicht.
Erst nachdem Test ergab es "einen Sinn"--- emotional war er eben nicht vorraus- eher hinterher--und die Asynchronie haben normale Kids in der Regel eben nicht so extrem.
Da entwickelt sich alles halbwegs synchron und es passt das Verhalten zum Alter und zum Lernen.

Das mit der körperlichen Entwicklung ist hier komplett anders- die Große ist fast die Älteste in der 7. Klasse und trotzdem körperlich "hinterher"-- klar ist das nicht toll, aber man weiß es vorher nicht--- bei ihr war in der GS ein Mädchen, die in Klasse 4 schon in der Frühpubertät war-- riesig lang, mit Haaren überall, BH etc.



Hi Koala,

definitiv und sowas von ist mein Kind asynchron entwickelt ;). Das kann aber eben theoretisch auch eine pathologische Ursache haben (was ich nicht hoffe, aber eben leider vermute). Das Problem an meinem Sohn ist, dass er er sehr "erwachsen" wirkt, auf den ersten Blick. Eher wie ein 10 jähriger, nicht wie ein 7-jähriger. Nicht von seinen physischen Merkmalen her, sondern von seiner Art her. Wie er spricht, wie er guckt, mit was er sich so beschäftigt...

Dann aber fängt er an Quatsch zu machen oder wird bockig oder weigert sich bei etwas, was völlig unsinnig ist, da es ja doch gemacht werden muss und die Außenstehenden sind, na sagen wir mal "irritiert". Ich habe mit ihm gestern seine Hefte angeschaut, was er die Woche schon so alles "geschafft" hat und habe ihm ständig gezeigt, wie gut er das alles macht, wie schnell er sich verbessert (Diktat 1, quasi jedes zweite Wort ein Fehler :lol: +, Diktat 2, 2 Fehler insgesamt (Flüchtigkeitsfehler). Sie lagen 1 Tag auseinander. Ich habe ihn SEHR gelobt. Ich habe ihm nochmal gesgt, dass die KL sehr zufrieden ist mit seinen schulischen Leistungen. Aber dass es halt im Unterricht mit dem mitmachen nicht klappt und dass sie das bemängelt hat (nicht alles!). Er schien dann etwas gelöster...

Dennoch hat er grade nicht viel Lust weiter zu machen. Er würde am liebsten abbrechen. Ich hoffe, er gibt sich und der Klasse eine Chance... :schwitz:
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Re: Sprung Sohn - Einschulung Tochter - Update

Beitragvon Meine3 » Mo 21. Sep 2020, 09:24

@all

habe gestern mit dem Großen nochmal kurz geredet. Ich habe mir Zeit für ihn genommen und wir haben in aller Ruhe seine Hefte durchgeschaut. Er war erst unzufrieden mit vielen Dingen (er hat beispielsweise die Uhrzeiten alle falsch herum aufgeschrieben, also nicht 8:18 sondern 18:8 ;), obwohl er mittlerweile sehr gut die Zeit ablesen kann. Das hat ihn sehr geärgert und ich habe ihm gesagt, dass das doch völlig okay ist, da er es zuvor noch nie gemacht hat) oder auch mit seinen vielen Fehlern im ersten Probediktat. Ich habe ihn dann darauf hingewiesen, wie SEHR er sich zwischen dem ersten und dem zweiten Probediktat verbessert hat (der Unterschied war wirklich enorm!). Das hat er dann auch gesehen und es schien ihn zu ermutigen. Denn SO hatte er das noch garnicht betrachtet. Er erwartet von sich selbst, dass er gleich ALLES kann, wie die anderen auch.

Dannn haben wir über das unwohlsein noch einmal kurz gesprochen. Ich habe Verständnis gezeigt und ihm zugehört. Aber er kann sich da wirklich nicht so gut drüber äußern. Er ist vor allem überfordert damit, sich grade alles zu "merken" und er fühlt sich allein. Die Gesichter und Namen dazu, die ganzen neuen Kleinigkeiten (Heftführung, Rechtschreibung, solche Dinge), dann die neue Umgebung, die neue Lehrerin. Ich sagte zu ihm, er müsse mehr Geduld haben. Dass ich an ihn glaube und dass ich sicher bin, er findet auch in der neuen Klasse Freunde. Dass das aber manchmal ein wenig dauert. Ich hab ihm auch nochmal gesagt, dass die KL ihn in der Klasse haben will (und doch auch die Kinder ihn alle herzlich willkommen gehießen haben), er müsse aber eben auf die Lehrerin hören. Er sagte dann, er bekomme vieles im Unterricht garnicht richtig mit. Einmal sollten sie wohl eine Aufgabe erledigen und bis er verstanden hatte, dass er das machen soll, war die Zeit schon um. Toll wäre hier wirklich eine Begleitung. Ich habe mal unseren Begabungsdiagnostiker gefragt, ob er hier vermittelnd helfen kann. Das hat er damals angeboten.

Dann habe ich gesagt, dass er jetzt 3.Klässler ist, ihn erinnert, dass er sich das gewünscht hat und dass ich weiß, dass es grade nicht leicht ist, dass ich stolz auf ihn bin und immer für ihn da....

Er ist immer noch bedrückt, aber ich glaube es ging ihm nach dem Gespräch ein klitzekleines bißchen besser.

Ich bin gespannt, was es heute nach der Schule zu berichten gibt...
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