Coronaquarantäne

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Auguste » Do 17. Dez 2020, 21:22

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:@Auguste

ich kann da nicht lachen. Das heißt, das sie erst jetzt den Fall vom Ende November abarbeiten. Wir haben Inzidenzzahlen bald in 250er Bereich und selbst die einfachste Kontaktnachverfolgung und Klastertestung finden nicht statt.


Das ist nur Galgenhumor. Ohne kann ich das alles auch nicht mehr ertragen.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon charlotte12 » Do 17. Dez 2020, 23:31

ich kann da nicht lachen. Das heißt, das sie erst jetzt den Fall vom Ende November abarbeiten. Wir haben Inzidenzzahlen bald in 250er Bereich und selbst die einfachste Kontaktnachverfolgung und Klastertestung finden nicht statt.

Bei uns auch nicht. Deckt sich ja auch mit der Aussage, dass spätestens ab 50/100.000 eine Kontaktnachverfolgung nicht mehr möglich ist. Ich bin auch überzeugt, dass zumindest bei uns in der Gegend die Dunkelziffer riesig ist und die bekannten Fälle nur die Spitze des Eisbergs sind. Es ist schade um die Zeit und Energie, die euer Gesundheitsamt dann doch noch viel zu spät und damit sinnlos in die Nachverfolgung bei deiner Tochter gesteckt hat.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 18. Dez 2020, 14:22

charlotte12 hat geschrieben: Es ist schade um die Zeit und Energie, die euer Gesundheitsamt dann doch noch viel zu spät und damit sinnlos in die Nachverfolgung bei deiner Tochter gesteckt hat.


Genau das stört und ärgert sich am meisten. Statt es einzugestehen, dass das System Grenzen hat, und das akutelle zu behandeln und das vergammelte einfach abzuwinken, werden die Resourcen verschwendet.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon charlotte12 » Mi 23. Dez 2020, 21:01

Möchtet ihr euch gegen Corona impfen lassen?
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 23. Dez 2020, 21:14

ich habe einiges über mRNA Verfahren in den wissenschaftlichen Quellen gelesen und ich war so weit zu sagen, ja, ich möchte eine Impfung und mein Leben zurück. Die neue Entwicklung der letzten Tage verunsicherte mich wieder. Jetzt weiß ich wieder nicht, ob es was bringt. Ich habe auch einen anderen Aspekt. Meine Nachbarin, eine helle kluge Frau über 70 will sich nicht impfen lassen. Meine Söhne, 7 und 14 sitzen auch ihrertwegen (natürlich nicht nur) zuhause und haben schon seit Wochen keinen Sport und keine Feste. Wie soll man diesen Spagat dann betrachten, wenn die eine Hilfe ablehnt, und die anderen das Risiko in sich tragen für denjenigen der gefährdert ist und Hilfe ablehnt? Wenn die Senioren "Nein" zum Impfen sagen, sind die Jungen noch verpflichet ihr Leben runterzufahren, um das Leben der Senioren zu schützen? Ich glaube schon, dass die Geduld der Jugendlichen nicht unendlich ist. Gestern hat ein älterer Herr auf der S-Bahn Station drei Jugendliche gegen ihren Willen fotografiert, die seiner Meinung nach zu nah an einander saßen. Ich weiß nicht... Irgendwo liegt doch die Grenze der Menschenwürde.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon charlotte12 » Mi 23. Dez 2020, 22:38

Ich weiß absolut nicht, ob ich mich impfen lassen soll oder nicht. Was sind das für Erfahrungen mit dieser Technologie, die schon vorher über Jahre hinweg in Studien gesammelt wurden und auf die man aufbauen konnte? Was passiert mit den Zellen, die nach der Impfung die Spike-Proteine präsentieren? Werden die vom Körper eliminiert? Was für Zellen sind das? Lokale Muskelzellen, Immunzellen, oder wird der Impfstoff im Körper verteilt, und die Spike-Proteine erscheinen auf Myokardzellen, Gehirnzellen oder sonst irgendwo, wo es weniger lustig wäre, wenn die antigenpräsentierenden Zellen daraufhin vom Immunsystem vernichtet werden? Wie viele Zellen präsentieren diese Spike-Proteine, so viele, dass die entsprechenden Organe geschädigt werden könnten? Wie groß ist das Risiko von Autoimmunreaktionen, größer als bei "normalen" Impfungen? Ich kann das alles so gar nicht einschätzen, daher meine Unsicherheit. Vorhin habe ich die wissenschaftliche Begründung der Stiko gelesen. Dort steht, dass die Evidenzqualität nur moderat ist, für die Verhinderung schwerer Verläufe sogar nur sehr gering, weil dort die Fallzahlen so gering sind, dass die Ergebnisse nicht statistisch signifikant sind. Und dass es zu Verzerrungen kommen könnte, weil jeweils 4000 Probanden die Studie abgebrochen haben. Andererseits wiederum ist es schon verlockend - mal kurz eben impfen lassen, und diese ständige Angst wäre weg...
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 23. Dez 2020, 22:43

Ich lege dafür nicht die Hand ins Feuer, und ich weiß nicht in welcher Studie ich das gelesen habe (es ging um Streptokokken und Malaria), aber angeblich können die fremden Zellen per se nicht ins Genom des Wirtes integriert werden. Ich fand die Studie sehr vielversprechend, und meine Hoffnung ist, Corona hin oder her, das diese Technologie Antibiotika schon zu meinen Lebzeiten ersetzt.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon charlotte12 » Mi 23. Dez 2020, 23:16

Die Idee hört sich genial an, finde ich ja auch. Ich habe eigentlich auch keine Angst davor, dass die mRNA irgendwie in die Wirts-DNA integriert werden könnte, das glaube ich nicht. Ist eben nur insgesamt etwas sehr neu, das ganze Verfahren, mir wäre wesentlich wohler, wenn die Probanden erst mal zwei, drei Jahre nachbeobachtet werden würden, einfach um auszuschließen, dass mittelfristig etwas passiert, woran jetzt keiner denkt. Wobei mir auch klar ist, dass man mit der Zulassung jetzt nicht einfach mal ganz gemütlich zwei, drei Jahre abwarten kann. Was meinst du mit der Entwicklung der letzten Tage? Diese neue Mutation in England usw.?
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 23. Dez 2020, 23:36

Ja, die Mutationen meine ich. Schon alleine die Aussage; "wir können den Impfstoff anpassen" machen mich unsicher. Klar, können sie das, aber was ist dann wieder mit der ganzen Bürokratie und Zulassung... abgesehen davon möchte ich erleben, dass Malaria wie Pocken verschindet. Das wäre viel wichtiger und bedeutender als Corona.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Rabaukenmama » Mi 23. Dez 2020, 23:52

Ich werde mich auf jeden Fall impfen lassen. Das Risiko einer Impfung mit mRNA-Impfstoff halte ich für geringer als bei Impfungen mit inaktivierten Viren. Es ist ja nicht so, dass der Körper mit dem "Bauplan" für die Antikörper da was völlig Unbekanntes zugefügt bekommt. Messenger-RNA- wird ja ständig zum Bau von Proteinen verwendet unter anderem eben auch Schutzproteinen. Da funktioniert der Abbau, wenn "genug" von einem Protein da ist ja auch. Der Bauplan ist ja nicht "endlos" sondern der Vorgang wird wie bei jeder Transkription von einem Stopp-Codon beendet. Was die Anzahl der in der Impfdosis enthaltenen Baupläne betrifft vertraue ich auf die Wissenschaftler, von denen ich annehme, dass sie mehr Molekular-Biologie-Kenntnisse haben als ich mit meinen 2 Jahren Bio-Studium :mrgreen: .

Abgesehen davon - wenn ich gegenüber dem mRNA-Impfstoff Bedenken hätte könnte ich sehr wahrscheinlich bald auch auf einen Vector-Impfstoff oder einen Todimpfstoff zurückgreifen, der mit inaktivierten bzw. toten Viren "arbeitet". Davon sind aktuell 9 in Phase 3 der Entwicklung und es wird bald einer rauskommen. Einer dieser 9 Impfstoffe (der russische) in Russland ja schon nach Phase 2 zugelassen worden und wird dort schon seit Ende September geimpft. Die Wirksamkeit dieser Impfstoffe ist aber mit 62-86% Wirksamkeit deutlich geringer als bei den mRNA-Impfstoffen, wo sie bei dem von BioNTech, der seit vorgestern in der EU zugelassen ist, bei 95% liegt. Auch der Impfstoff der Fa. Moderna, mit dessen Zulassung in der EU Anfang nächsten Jahres gerechnet wird, hat eine ähnlich hohe Wirksamkeit.

Wobei es ohnehin noch dauern wird bis wir als Nicht-Risikogruppe die Möglichkeit zur Impfung bekommen. Ist auch klar dass erst diejenigen geimpft werden, die Risikogruppen angehören oder die in Berufen arbeiten wo sie mit Risikogruppen zu tun haben (Ärzte, Pfleger, Seniorenbetreuer,...). Ich rechne damit, frühestens im März, eher im April bis Mai, die Möglichkeit zu bekommen, mich und die Kinder impfen zu lassen.
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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