Coronaquarantäne

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 4. Dez 2020, 11:42

Pharmaunternehmen speilen einen sehr hohen Poker. Man denke an Bayer und Glyphosat.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon charlotte12 » Fr 4. Dez 2020, 12:13

In meinem Bekanntenkreis gibt es einen Querdenker, und ich habe viel Zeit damit verbracht, seine Theorien auseinander zu nehmen, was nicht wirklich schwierig war. Ohne jeden Erfolg, irgendwann habe ich aufgegeben. Vieles, was die Querdenker so von sich geben, ist dermaßen abstrus, dass man gar nicht darüber nachdenken muss. Aber es gibt Punkte, die mir Sorgen machen und die durch den abstrusen Überbau der Querdenker nicht mehr einfach so geäußert werden können. Ich sehe die 65% der Bevölkerung nicht, die sich darum prügeln, als erste geimpft zu werden. Ich werde das Gefühl nicht los, dass das Virus nicht mehr ganz so aggressiv ist wie im Frühjahr. Meine Familie und ich sind komplett geimpft, aber ich habe beim Impfstoff dieselben Bedenken wie Meine3 und befürchte eine indirekte Impfpflicht. Und im Gegensatz zum Frühjahr habe ich den Eindruck, dass die Regierung nicht ehrlich ist, dass Ziele verfolgt werden, die nicht offen kommuniziert werden. Warum macht man nicht einen kurzen harten wirklichen Lockdown, um die Übertragungsketten endlich einmal zu unterbrechen, damit man anschließend auch wieder auf ein vernünftiges Maß lockern kann?
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 4. Dez 2020, 12:51

Die Frage ist nicht nur wie unbedenklich der Impstoff ist, sondern auch wie lange die Wirkung anhält. Bei manchen Erkrankten verschwinden die Antikörper nach einem halben Jahr, so dass sie erneut krank werden. Warum soll dann die Impfung besser schutzen können, als der direkter Virusangriff ist mir nicht klar. Die Unbedenklichkeit stelle ich auch in Frage. Wenn es um Ebola gehen würde, ist eine zu Querschnittslähmung führende Kompikation mit der Wahrscheinlichkeit von 1:50000 eine durchaus annehmbare Nebenwirkung. Wenn es um eine Krankheit geht, die bei vielen in Form einer Erklältung verläuft, sehe ich das als nicht akzeptabel. Ich war auch mal jung und dumm, und habe mich für eine Tropenreise gegen Gelbfieber impfen lassen. Nachdem ich den Beipackzettel gelesen habe, standen mir die Haare zu Berge. Hätte ich den vorher gelesen, hätte ich mich vielleicht anders entschieden. Aber da die Datenlage bei Gelbfieber gut erforscht ist, habe ich nach der haarsträubenden Aktion für mich, danach auch die Kinder impfen lassen. Weil es eben bekannt ist, dass die Wahrscheinlichkeit der gravierenden Komplikationen start altersabhängig ist und bei Kindern so gut wie nie vorkommt. Jetzt muss ich für die Kinder entscheiden ohne Datenlage? Dann sage ich ganz klar - NEIN.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Meine3 » Fr 4. Dez 2020, 18:47

@charlotte: wir sind auch alle ganz normal geimpft wie gesagt, nur die Kleine aus o.g. Gründen nicht. Dennoch gelten wir bei einigen unserer Bekannten als Impfgegner, die anderen wiederum nennen uns Impfbefürworter. Und beides ist falsch ;). Ich wäge ab. Betrachte ich das impfen als nützlicher als das nicht impfen, bzw. die Gefahr der Krankheit als größer als die Gefahren durch das impfen, so lasse ich impfen, anderenfalls nicht.

Das diskutieren mit festgefahrenen sehr einseitig denkenden Menschen finde ich mittlerweile sehr mühsig. Wir haben einige "Freaks" in unserem Bekanntenkreis, die auch teilweise sehr haarsträubende Theorien, bzw. Ansichten haben. Da kann ich nur noch mit den Augen rollen :roll: . Ich spare mir hier auch die Energie das sachlich ausdiskutieren zu wollen. Ich lasse diese Meinungen dann einfach so stehen. Ebenso haben wir aber auch Bekannte und Verwandte, die sehnlichst drauf warten, dass endlich (?!) der Impfstoff freigegeben wird, die zu Besuch in unser Haus kommen (sich selbst eingeladen haben ;) ), dann aber die gesamte Zeit im geschlossenen Raum die Maske tragen, die meinen Mann einen "Nazi" schimpfen, weil er offen ausspricht, was viele denken: dass die Freigabe des Impfstoffes viel zu verfrüht ist und das nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Warum sie ihn einen Nazi schimpfen? Klar! "impfkritisch"= Verschwörungstheoretiker=Querdenker=Coronaleugner= Demogänger= da gibts auch Rechte! Okay du bist ein Nazi.

Es tut mir leid, aber diese auch von den öffentlichen Medien unterstützte Schlussfolgerung ist ebenso haarsträubend wie Verschwörungstheorien. Hier treffen zwei Fronten aufeinander, keine ist "besser" als die andere.

Meine Meinung: Die Wahrheit liegt meist in der Mitte. Ich halte nichts von Radikalisierung, egal in welche Richtung. Mein Lebensmotto war schon immer: leben und leben lassen. Habt euch lieb, habt Respekt voreinander, seid tolerant. Mir fehlt die Toleranz, die Akzeptanz und der Respekt gegenüber andersdenkenden in unserer Gesellschaft und zwar in beide Richtungen grade enorm. Es macht mich traurig.

Ich denke auch, so wie schon zu Beginn der Pandemie, dass ein sehr drastischer, aber dafür kürzerer Lockdown insgesamt weniger schädlich und vor allem effektiver wäre. Da komme ich wieder zum Grenzen schließen. Ich habe keine Beweise, aber für mich ist recht sicher, dass die Politiker vor der Bevölkerung wussten, was da auf uns zu kommt. Und sie haben es "erstmal laufen lassen" und dann reagiert und gesagt, sie haben schnell reagiert. Ich denke nicht, dass ihre Beweggründe zu handeln wie sie handeln sich drastisch geändert haben. Es wird nur offensichtlicher. Ein Lockdown, also ein schließen der Grenzen im Dezember/Januar und Urlaubssperre wäre wohl effektiver gewesen als die jetzt halbgaren Versuche das Virus zu kontrollieren. Denn nun ist es da und es wird nicht weg gehen. Sicherlich wäre es eventuell auch anderweitig ins Land gekommen, aber man hätte große Ausbrüche verhindern und somit die Infektionsketten viel schneller und lückenloser nachvollziehen können.

Ich bin daher auch jetzt eher für einen harten Lockdown beispielsweise zwischen Herbst- und Weihnachtsferien gewesen, mit Kita-Schließung und Schulschließung, in der Hoffnung, dass die Zahlen dann so weit runter gehen, dass man danach dann wieder in einen "normaleren" Alltag starten kann und die Fälle sich wieder besser nachvollziehen lassen.Wobei eben die Frage ist, inwiefern diese Zahlen überhaupt aussagekräftig sind, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Deine Vermutung, dass das Virus nicht mehr so aggressiv ist, ist auch ein Ansatz. Es könnte tatsächlich bereits Mutationen des Virus geben. Ich denke, aber wenn dem so ist, ist das nur ein Puzzleteil des Gesamtbildes.

Dieser Halb-Lockdown wird sich bis zum Frühling hinziehen, denn bekanntermaßen verbreiten sich Viren in den kalten Jahreszeiten einfach schneller und das mit dem Masken tragen bringt nunmal nichts und Abstand hält der Großteil der Bevölkerung nur, wenn sie beobachtet werden und selbst dann oft nicht. Die Regierung argumentiert hier dann wieder mit ihren Zahlen.

Was die Zahlen angeht:Ja, man kann diese Zahlen so leicht manipulieren, indem man weniger oder mehr testet. Ich vertraue Statistiken schon seit dem Studium nicht mehr. Deswegen interessieren sie mich auch nicht sonderlich, ehrlich gesagt. Ich schaue darauf, was um mich herum geschieht. Fakt ist, dass ich jetzt sehr viel mehr Menschen kenne, die Coronafälle in ihrer Familie oder ihrem Bekanntenkreis haben. Einer war schwerwiegend mit CoVid, der war aber eben bei der 1. Welle. Es war ein 10-jähriges Mädchen...

@Katze: wenn es soweit kommen sollte, dass die Regierung eine Impfpflicht einführt, wenn auch nur eine versteckte, indem diejenigen, die sich weigern zu impfen, bspw. nicht mehr verreisen dürfen, nicht mehr zu Veranstaltungen dürfen oder man anderweitig diskriminiert wird, weil man nicht geimpft ist, DANN bin ich auch soweit auf die Straßen zu gehen. Bevor es keinen seriös, sprich langfristig und voll umfänglich getesteten Impfstoff gibt, werde ich meine Kinder nicht impfen lassen. Diese Entwicklung finde ich verheerend. Es sollte weiterhin einem selbst überlassen bleiben, ob man sich oder seinen Kindern Medikamente/Impfungen spritzt oder nicht, OHNE dafür als Mensch zweiter Klasse angesehen zu werden und ich bin froh, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine bin :fahne:
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 4. Dez 2020, 22:53

Wie auch immer, in den Aktionen der Regierung bleibt ein wahrer Kern, trotz mancher komischen Einzelheiten. Ich will keinen beurteilen, es ist nur die akutelle Faktenlage, so wie die Jugendliche es zusammentragen konnten. Bis jetzt sind in der Klasse 5 positive Fäle bekannt. Das sind Jugendliche, die während des Luftens ihre Masken abgenommen haben. Die negativen taten es nicht. Es gibt Tische, an denen ein Positives und ein Negatives Kind saßen... die meisten Positiven saßen weit vom Fenster, nah an die Wand... und die Positiven haben sich nach der Schule zum Abhängen regelmäßig getroffen. Die Negativen nicht. Sie wissen trotzdem nicht, wo sie sich angesteckt haben. Uns hat bis jetzt kein Gesundheitsamt kontaktiert.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon charlotte12 » Sa 5. Dez 2020, 09:20

Richtig getragene einigermaßen vernünftige Masken schützen definitiv, auch bei längerem Tragen. Ich kenne keine einzige Person, die trotz Maske krank wurde und einige, die sich ohne Maske angesteckt haben. Ich gehe davon aus, dass durch die Maskentragerei die Viruskonzentration so weit gesenkt werden kann, dass man eher nicht mehr schwer erkrankt, glaube aber nicht, dass man gar keine Viren abbekommt. Und deshalb finde ich es überhaupt nicht gut, dass gar nicht informiert wird, wenn man mit Maske in einer Risikosituation war, habe ich jetzt schon zum zweiten Mal so erlebt und du jetzt auch. Wer sagt mir, dass durch die Masken nicht aus schweren Verläufen asymptomatische Verläufe werden und das Virus so munter weitergegeben wird?
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Sa 5. Dez 2020, 16:58

Ich bin schon gespannt, welche Regelungen in Bayern ab Montag gelten. Da alles außer Schulen schon geschloßen wurde, auch die Büchereien (!), sehe ich keinen weiteren Hebel als die Schulen in Hybridunterricht zu schicken. Ich weiß nicht, wie die Regierenden die Weihnachten sehen. Bei 400er Inzidenzzahlen gemischtes Feiern zu erlauben wäre mehr als nur etwas leichtsinnig.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon charlotte12 » Sa 5. Dez 2020, 22:55

das mit dem Masken tragen bringt nunmal nichts

Nochmal zu meinem Lieblingsthema Masken, jetzt wieder ohne Kopfweh :) Das Problem bei den Masken war anfangs, dass zu wenig vorhanden waren (warum wohl...) und man die wenigen Masken für das medizinische Personal haben wollte. Das haben die Verantwortlichen aber nicht offen so gesagt sondern Märchen in die Welt gesetzt. Dass Masken nicht wirken. Dass sie nach wenigen Minuten durchfeuchten und dann nicht mehr wirken. Später dann, dass sie nur die anderen schützen und nicht einen selbst. Diese Geschichten halten sich bis jetzt und fallen mittlerweile allen auf die Füße. Chirurgische Masken, also die blauen Einwegmasken, die es mittlerweile an jeder Ecke zu kaufen gibt, schützen erstaunlich gut, wenn man das Metall an der Nase richtig andrückt und die Teile gut festzieht. Es gibt Studien, die das zeigen, z.B. hier zur Grippe: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... chutzmaske. Interessanterweise aus der Zeit vor Covid 19...
Zu Covid19 selbst gibt es auch irgendwo so etwas, was ich auf die Schnelle aber gerade nicht finde, da wurde festgestellt, dass sich medizinisches Personal beim normalen Kontakt mit covid-positiven Patienten mit chirurgischen Masken genau so selten infiziert wie mit FFP2-Masken. Auch einen Vergleich zwischen den verschiedenen Alltags-Stoffmasken gibt es irgendwo, dort hängt die Schutzwirkung ganz stark vom Material und der Anzahl der Lagen ab. Dass Masken, die unter der Nase hängen, nicht schützen, ist sowieso klar. Meine Tochter hat dünne einlagige Stoffmasken für die Schule, weil sie bei der langen Tragezeit sonst Kopfweh bekommt. Mir ist klar, dass dieses Minimalteil keinen guten Schutz bietet, aber dieses Risiko gehe ich bewusst ein. Beim kollektiven Kuscheln im Bus trägt sie aber immer eine blaue Einwegmaske mit von mir enger geknoteten Ohrlaschen.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » So 6. Dez 2020, 10:39

Was mir an dem Maskenthema nicht gefällt ist der Glauben der Vielen, dass Aufsetzen einer Maske von Abstandhalten befreit. Ich gehe davon aus, dass meine Großen ab Montag ins Hybridunterricht geschickt werden. Es werde mich beruhigen, wenn im Klassenzimmer, Maske hin oder her, nicht 20 Kinder, sondern nur 10 sitzen.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon charlotte12 » So 6. Dez 2020, 12:11

Ihr Glücklichen. Bei uns ist es nicht mal möglich, die Ferien zwei Tage zu verlängern, und die Lehrer übertreffen sich gerade gegenseitig in dem Bemühen, möglichst alles Wichtige genau in diese beiden Tage zu packen, damit auch ja keiner auf die Idee kommt zu fehlen. Außerdem blickt bei dem Wirrwarr an sich ständig ändernden Regeln keiner mehr durch. Dürfen z.B. aktuell drei Kinder unter 14 Jahren aus drei Haushalten auf der Straße miteinander spielen oder nicht? Schulen, Kirchen und öffentlicher Nahverkehr bleiben natürlich bei sämtlichen Regeländerungen nach wie vor heilig, dort finden ja keine Infektionen statt. Lässt sich Söder irgendwie ausleihen?

Dass Masken den Abstand nicht überflüssig machen, stimmt natürlich. Ich habe allerdings eher den Eindruck, dass im Supermarkt der Abstand mit der Qualität der Maske zunimmt. Die Mitbürger mit dicht sitzender ventilloser FFP2-Maske halten gefühlt fünf Meter Abstand und diejenigen, deren fast durchsichtiger Schal knapp den Mund bedeckt, quetschen sich direkt neben einen.
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