Coronaquarantäne

Probleme und Lösungen für den Schulalltag

Re: Coronaquarantäne

Beitragvon charlotte12 » Do 10. Dez 2020, 10:20

Das bestätigt meinen Standpunkt, dass das Masken tragen und auch das Abstand halten in geschlossenen Räumen eben nicht viel hilft, vielleicht ein klein wenig, aber es "schützt" nicht in dem Ausmaß wie uns weiß gemacht wird.

Es schützt natürlich nicht komplett, aber eben auch nicht fast nicht. Wie stark es schützt und ob auch die Aerosolbildung vermindert wird, hängt extrem von der Art der Maske ab und wie sie getragen wird. Es gibt Stoffmasken, die gar nicht so schlecht sind und welche, die so gut wie nichts bringen. Diese Einweg-OP-Masken sind recht gut, aber eben auch nur, wenn der Draht oben gut an der Nase anmodelliert wird und das Teil fest genug sitzt. Ich hatte schon OP-Masken, da ging das gar nicht, weil der Draht sich nicht anmodellieren ließ. FFP2-Masken, bei denen unten ein Zentimeter Luft bleibt, weil sie zu groß sind oder nicht richtig getragen werden, bringen auch nicht sonderlich viel. Außerdem sind aktuell massenweise gefälschte FFP2-Masken ohne Prüfsiegel im Umlauf, was irgendwie auch keinen Verantwortlichen interessiert. Gegen Aerosole helfen keine Alltagsmasken. Wie weit im Pflegeheim der Großeltern deiner Bekannten alle Pflegekräfte plus die Großeltern ihre Masken immer ordentlich getragen haben, kann ich natürlich überhaupt nicht einschätzen, wäre interessant zu wissen...

Ich habe jetzt eine Halsentzündung. Woher kommt die? Ich halte mich mehr als viele, viele andere hier an die Abstandsregelung, egal wo ich bin. Trage meine Maske auch abends beim Tischtennis, wenn sie viele ausziehen, weil sie sich unbeobachtet fühlen :gruebel:...

Wenn beim gemeinsamen Tischtennis-Spiel ein schnaufender Nicht-Masken-Träger massenhaft Viren versprüht, brauchst du vermutlich mindestens eine dicht sitzende FFP2-Maske, um dich dabei nicht anzustecken. Und damit kollabierst du dann vermutlich beim Tischtennis-Spielen. Aber das heißt jetzt nicht im Umkehrschluss, dass Masken praktisch gar nicht schützen. Habt Ihr in der Reha wenigstens alle diese Einweg-OP-Masken, oder läuft die Hälfte mit selbstgehäkelten Teilen rum?

Ich selbst bin sehr unglücklich darüber, wie das alles aktuell läuft, verstehe nicht, warum einerseits überhaupt noch Rehas durchgeführt werden, bei denen sich offensichtlich reihenweise Menschen aus Risikogruppen anstecken, während andererseits Patienten darunter leiden, dass ihre Operationen und Behandlungen verschoben werden, weil die Kliniken mit den Corona-Kranken ausgelastet sind. Warum die Schulklassen nicht geteilt werden - ging doch im Frühjahr auch. Warum die Kirchen nicht antastbar sind, obwohl es gerade dort immer wieder Großausbrüche gibt. Warum es ok ist, wenn die Leute scharenweise ins benachbarte Hotspot-Ausland zum Kaffeetrinken fahren, weil hier ja die Restaurants zu sind. Allgemein verstehe ich nicht, warum nicht endlich, endlich, endlich der deutschlandweite Lockdown kommt. Ich finde es ja auch nicht gut, dass meine zehnjährige Tochter den ganzen Tag eine Maske tragen muss, zumal ich ebenfalls nicht vom Nutzen überzeugt bin, wenn das irgendwelche Schals oder rutschende halbdurchsichtige Stoffteile sind, die mit den Fingern zig-mal auf Anmahnen der Lehrer wieder hochgezogen werden und nach der Schule achtlos in die Schultasche zu den Heften gestopft werden.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Rabaukenmama » Do 10. Dez 2020, 15:52

Für mich geht es darum das Risiko für mich und meine Familie zu minimieren, nicht es komplett auszuschalten. Ich sehe das wie Katze - es geht nicht um Risikoeleminierung sondern um Risikominimierung.

Wenn man - wie ich - ohne Möglichkeit zum home-office berufstätig ist, bleibt ohnehin IMMER ein Restrisiko sich anzustecken. Bei mir in der Firma benutzen z.B. 7 Personen 2 Telefone. Ich kann diese Teile nicht immer desinfizieren bevor ich sie abhebe und mir mehr oder weniger ins Gesicht drücke. Ich kann auch nicht, wenn ich innerhalb der Firma die Räumlichkeiten wechsle (und die Türschnallen anfasse), oder die Tür zum Gemeinschaftskühlschrank öffne, immer sofort Hände desinfizieren. Und wenn ich sehe, dass ein genervter Kunde (mit Maske) vis a vis von einem Lehrling (mit Maske) steht, der schon seit 10 Minuten erfolglos in einem Katalog blättert, komme ich (mit Maske) auch daneben hin und zeige dem Lehrling wo er das Gesuchte findet - ohne Babyelefantenabstand.

Vermeidbares Risiko vermeide ich aber. Damit meine ich z.B. einkaufen. In Österreich haben wir gerade einen harten Lockdown hinter uns, wo alle Geschäfte außer Lebensmittelläden, Apotheken und Drogerien geschlossen hatten. Seit Montag sind alle Geschäfte wieder geöffnet und gerade im Bekleidungsbereich werben viele Konzerne mit hohen Rabatten und ziehen entsprechend viele Kunden an. Daher habe ich die Winterschuhe und die Winterjacken für die Jungs heuer online bestellt, weil ich mich da nicht ins Getümmel stürzen will. Mit dem kaputten Brillenscharnier meines jüngeren Sohnes bin ich in ein kleines Optikergeschäft in der Nähe gegangen, weil ich gewusst habe, dass in der Optiker-Filiale im Einkaufszentrum der Bär los sein wird.

In der Schule meines älteren Sohnes ist jetzt (nach 3 Wochen Pause wegen hartem Lockdowns) wieder "Normalbetrieb", sprich: 25 Schüler in einer Klasse, alle den ganzen Tag mit Maske. Der Turnunterricht findet auch an Tagen wie heute (3 Grad, Dauerregen) im Freien statt, weil der Turnsaal nicht benutzt werden darf. Die "Kreativ-Stunden" wie Kochen, Instrumente spielen oder Gymnastik entfallen. In der Sonderschulklasse des Kleinen ist es weniger streng. Der darf (noch) ohne Maske am Unterricht teilnehmen. In seiner Klasse sind aber auch (mit ihm) nur 4 Kinder.

Wobei in beiden Schulen schon wirklich VIELE Fälle waren, sowohl unter den Lehrern als auch unter den Kindern selbst. Auch bei mir in der Firma gab es schon Fälle. Mittlerweile kenne ich etliche Personen, die an Corona erkrankt waren, persönlich.

Bei uns in Wien finden zur Zeit Massentests statt und mein Mann und ich werden uns morgen testen lassen. Nicht, weil wir glauben, infiziert zu sein, sondern einfach, um unseren Beitrag dazu zu leisen, diese Krise schneller in den Griff zu bekommen. Und wenn es schon die kostenlose Möglichkeit zur Testung gibt dann macht es mMn durchaus Sinn wenn diese von möglichst vielen symptomfreien Personen genutzt wird, um eine Dunkelziffer an atypisch Erkrankten errechnen zu können.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Do 10. Dez 2020, 17:18

Die Akzeptanz der Maßnahmen ist mittlerweile ein großes Problem. Genaso wie es Diabetiskranke gibt, die Kuchen trotz aller Warnungen essen, gibt es Menschen, die zwar die Schäden von Corona sich gut vorstellen können, aber trotzdem sich nicht an den Regeln halten. Dann ist ein Kaffee im Auslandhotspot der Risiko wert. Ich kann nichts über die Österreicher sagen, aber die deutschen Individualtouristen waren vor Corona die Risikoaffinsten überhaupt. Ich kann mich an einen "Held" erinnern, den die Bundesregierung zwei Mal von den philippinischen Rebellen freikaufen musste. Das zweite mal ist es böse ausgegangen. Ich habe mit einem deutschen Motorradfahrer gesprochen, der die ganze Westküste Afrika, inkusive Mauritanien hochgefahren ist. Auf die Frage: "es sei doch gefährlich?" kam die Antwort: "da wurde doch in letzter Zeit nur einer ermodert". Im einem relativ neuem Doku "Anderswo: allein in Afrika" macht der Protagonist auch ziemlich sinnfreie Dinge, obwohl er im allgemein einen eher vernunftigen EIndruck hinterlässt. Er kauft aus Prinzip kein Wasser. Er fährt mit dem Rad in die Wüste los, obwohl er an Malaria und noch irgendwas krank ist. Je länger die Aktion Corona läuft, desto mehr scheinen die Deutschen bewusst das Risiko hinzunehmen. Die Jugendliche dann erst recht.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Meine3 » Sa 12. Dez 2020, 10:45

....und deswegen war ich von Anfang an NICHT für den Mittelweg, den Deutschland fährt. Weil er nicht funktioniert, weil sie zu viele Menschen nicht dran halten. Entweder harter Lockdown (auch mit Sanktionen, wenn man sich nicht dran hält) oder halt "laufen lassen" als anderes Extrem. Dieser Mittelweg führt zu nichts. Zu viele Menschen sind Egoisten und denken grade mal so weit wie ihre Nase reicht.
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Sa 12. Dez 2020, 16:00

Obwohl wir schon so lange in der Situation stecken, scheint kaum jemand sich mit den psychologischen Hintergründen des menschlichen Verhaltens zu beschäftigen. In der Grundschule kann ich beobachten, dass Kinder sich mittlerweile extrem zurück ziehen. Ich kenne mehrere Jungen, die sich mit keinem anderen treffen wollen. Sie sagen nicht offen, sie haben Angst sich anzustecken, sie geben vor, einfach keine Lust zu haben. Der beste Freund vom Kleinen ist die Woche krank geworden und wartet jetzt auf die Ergebnsse der Testung. Ich habe es dem Kleinen erzählt. Ich habe ihm aber ausdrücklich gesagt, er hatte keine Möglichkeit sich anzustecken, weil sie sich schon so lange nicht gesehen haben. Der Kleine stand am nächsten Tag mit Kopfschmerzen auf, bekam in der Schule Durchfall. Als ich ihn nach der Schule gesehen habe, habe ich gedacht: "Jetzt haben wir den Salat!" Zuhause aber hat sich der Kleine aufgerappelt, aß einen Berg Kartoffeln zum Mittagsessen. Es war viel los, er dachte weder an den Freund noch an die Krankheit. Zwei Stunden nach der Schule war er wieder rosig und ganz fit. Obwohl wir als Familie keine so große Angst vor Corona haben, hat der Kleine sich so in die Situation eingearbeitet, dass er psychosomatische Symptome bekam. Wie geht es dann den Kindern, dessen Eltern schon panisch reagieren?

Die Jungendlichen und die jungen Erwachsenen haben ein großes Stück von ihren Erwartungen abschneiden müssen. In der 10. Klasse der Tochter haben mehr als die Hälfte der Kinder für dieses Jahr Auslandsaufenthalt geplant. Alles weg, und man kann es nicht mehr nachholen. Der ganze Spaß ist weg; keine Klassenfahrten, Sportausflüge, kein Skifahren, keine Partys. Stattdessen sollen sie wie Roboter weiter funktionieren und brav zur Schule gehen. Ich glaube, es gibt nicht weniger darunter, das auch Angst vor Corona haben. Sie verstecken sie bloß hinter ihrem Übermut. Es sind ncht weinger, die mittlerweile gegen alles sind, weil sie der Meinung sind, man habe ihnnen zu viel genommen, was unteresetzbar ist. Es sind auch welche, die vom ganzee Geschehen in eine Depression abgerutscht sind. Die Schule jedoch beschäftigt sich nur mit einem einzigen Problem: "Leistung! Wir müssen das Schuljahr so schafffen, als ob nichts wäre".
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon charlotte12 » Sa 12. Dez 2020, 17:01

Wenn man es allen recht machen will, macht man es am Ende keinem recht. Drosten hatte mal vorgeschlagen gehabt, immer mal wieder vorher geplante kurze harte Lockdowns durchzuziehen, die langfristig angekündigt werden, damit sich der Handel darauf einstellen kann. Um unterschwellig laufende Infektionsketten zu durchbrechen, bevor sich wieder eine sichtbare Welle aufbauen kann. Fand ich einleuchtend, hat aber keiner aufgegriffen, diese Idee. Ich halte auch den bisherigen Weg, mit einem halbherzigen Dauer-Lockdown einen steady state auf hohem Niveau zu halten, für viel belastender als die Wege so vieler anderer Länder, die die Zahlen aggressiver senken, und zwar sowohl wirtschaftlich als auch von der psychischen Belastung der Menschen her. Und ich befürchte, dass es jetzt einen ziemlich harten und ziemlich langen Lockdown braucht, um wieder einigermaßen Herr der Lage zu werden, nachdem man so lange einfach zugeschaut und appelliert hat.
Stimmt, ich kenne auch Kinder, die sich komplett einigeln und keinen mehr treffen. Und könnte mir vorstellen, dass es für die Kinder bei gleichem oder besserem Infektionsschutz viel weniger belastend gewesen wäre, wenn man Klassen viel früher geteilt oder gedrittelt hätte, dann aber innerhalb der Gruppen nicht ständig auf Abstand und Masken geachtet hätte. Aber um die psychische Gesundheit der Kinder ging es noch nie in dieser Pandemie, auch wenn das immer vorgeschoben wurde.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Sa 12. Dez 2020, 18:30

Wir handeln mit der halben Wahrheiten. Jetzt heißt das plötzlich "die Schulschlißungen" können significanten Einfluss auf die Verbreitung des Virus haben. Tja, wer hätte gedacht, dass die Abwesenheit der Schüler in in ÖVM zu den Stoßzeiten einen Platzvorteil verschaffen kann? Wie wenig die betroffenen Maßnahmen in Bayern bewirken wurde mir an der Hauptschule meines Adoptivkindes klar. Nur die 8. Klasse wurde in den Wechselunterricht geschickt. Die restlichen Schüler sind weiterhin in voller Stärke anwesend. Wie viele Jahre Ausnahmezustand braucht man um auf die Idee zu kommen, dass man Anwesenheitspflicht in den Schulen wenigstens vorübergehend aussetzen kann? Wenigstens den Besuch der Grundschule hätte man auf die freiwillige Basis stellen können. Sozial ungerecht? Dann setzt die Versetzung auch auf freiwillige Basis! Der Kleine hat letzte Woche jeden Tag einen benoteten Rechentest geschrieben. Das sind jeweils nur etwa 30 Rechenaufgaben 1mal1 gewesen, aber die Lehrerin hat den Kindern dafür Noten gegeben. Sie hat auch eine alte Abscheibhausaufgabe ausgegraben und dafür auch plötzlich Noten vergeben. Förderstunde gilt weiterhin der Kunst. Sie malen einen anspruchsvollen Projekt mit Acrylfarben und Edding. Mein Sohn ist ganz verzweifelt, weil ihm sein Ergebnis nicht gefällt. Sport ausgefallen? Dafür gab es zwei Stunden am Stück Fernseh. Ich habe keine Kommentare mehr. Das ist einfach nur Mist und Augenwischerei.

Heute kam von der Grundschule ein neues Formular. Nach Abwesenheit infolger einer Erkältung muss ich unterschreiben, dass das Kind 48 Stunden symptomfrei ist. Ähhh? und wenn das Kind Symptome hatte und die Eltern trotzdem sagen, es hätte keine, weil sie in die Arbeit müssen/das Kiind nicht zuhause lassen wollen? Wer kann was beweisen oder wiederlegen? Welchen Sinn ergibt der Vorschlag? Wie wäre es damit den Kindern vor dem Unterrichtsbeginn Fieber zu messen? An diese "neue" Maßnahme kann ich mich aus meiner Kindergartenzeiten erinnern. So streng die UDSSR mit den Arbeitnehmern war, es war trotzdem unter keinen Umsänden erlaubt ein Kind mit selbst lechtem Fieber in den Kindergarten zu bringen. Man bekam sofort eine Möglichkeit mit dem Kind zuhause zu bleiben.

Wenn man die amerikanischen Zahlen anschaut, wird es einem schwindelig. Trotzdem ging das Volk heute selbst in Sachsen Geschenke kaufen... und ich vermute dass es eher nicht junge Leute sind, sondern die ältere Gruppe, die mit dem Internet nicht so eng befreundet ist.

PS. Lockdown ab Mittwoch? Was für ein Aufwand. Wegen 2 letzten Tage Schule vor den Ferien wird Distanzunterricht gestartet. Hat jemand gerechnet, was dieser organisatorischer Aufwand kostet? Die Besitzer der Geschäfte schreien über katastrophale Verluste und verlangen einen Ausgleich für das Unverkaufte? Hat der Aufruf der Klimaschützer nicht das gleiche Ziel, weniger zu konsumieren?
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 16. Dez 2020, 11:09

Was für ein Chaos hier! Der Herr Minister hat einen Brief geschrieben, und Distanzunterricht für alle außer Abschlussklassen abgesagt. Manche Lehrer haben ihre Lernangebote zurückgezogen, manche im Gegenzug erwarten, dass man einen wahren Berg an Aufgaben abarbeitet, obwohl das Fach bis zu Ferien nur eine Stunde hätte. Die Grundschulle ignoriert den Brief komplett und hat auch einen Berg an Aufgaben geschickt für den Kleinen. Der Kleine rebeliert: "Das ist widerrechtlich!" Die Lehrerin antwortet nicht auf die Frage, wie sie die rechtliche Lage sieht. WIe läuft es bei euch?
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Auguste » Mi 16. Dez 2020, 12:29

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:Was für ein Chaos hier! Der Herr Minister hat einen Brief geschrieben, und Distanzunterricht für alle außer Abschlussklassen abgesagt. Manche Lehrer haben ihre Lernangebote zurückgezogen, manche im Gegenzug erwarten, dass man einen wahren Berg an Aufgaben abarbeitet, obwohl das Fach bis zu Ferien nur eine Stunde hätte. Die Grundschulle ignoriert den Brief komplett und hat auch einen Berg an Aufgaben geschickt für den Kleinen. Der Kleine rebeliert: "Das ist widerrechtlich!" Die Lehrerin antwortet nicht auf die Frage, wie sie die rechtliche Lage sieht. WIe läuft es bei euch?



In der Grundschule läuft der Präsenzunterricht als Klassenleiter-Unterricht bis 18.12. Die Eltern entscheiden aber, ob sie die Kinder hinschicken oder nicht. In der Theorie bereiten die Fachlehrer ihren Unterricht mit Arbeitsblättern vor und der Klassenlehrer bearbeitet das mit den Schülern, für die Zuhause-Kinder werden die vorbereiteten Aufgaben in die Online-Plattform eingestellt. In der Praxis bereitet nur die Englisch-Lehrerin etwas vor und der Vertretungs-Klassenlehrer (die "Richtige" ist ja schwangerschaftsbedingt weg) unterrichtet ausschließlich "seine" Fächer (Mathe, NaWi und WAT). Findet Sohn jetzt gar nicht so übel :mrgreen: Deutschunterricht gibts weder online noch in der Schule, mangels Lehrer/in. Weil Sohnemann mit Distanzunterricht so gar nicht klar kommt, ist er froh, dass er wenigstens bis zu den Ferien in die Schule gehen kann - und wir auch :schwitz: In der Woche nach den Ferien (04.01.-08.01.) ist dann Distanzunterricht für alle Grundschulklassen und Notbetreuung nur für Kl. 1-4. (bei uns geht Grundschule bis Kl. 6).

Am Gymnasium hieß es erst (am 13.12.), Präsenzunterricht nur bis 15.12., danach Distanzunterricht bis zu den Ferien und eine Woche nach den Ferien. Nur die Abschlussklassen haben durchgängig Präsenzunterricht. Am 14.12. kam dann die Mitteilung, dass nun doch bis 18.12. Präsenzunterricht stattfindet. Töchterchen hatte sich drauf eingestellt, ab heute zu Hause zu bleiben und hat nun so gar keinen Bock auf Präsenzunterricht, aber weil sie letzte Woche krank und schon nicht in der Schule war, sind wir böse Eltern und schicken das Kind in die Schule, zumindest an den Tagen wo nicht nur Sport, Kunst und Musik auf dem Stundenplan stehen ;) Die Zuhause-Kinder bekommen Aufgaben über die Online-Plattform. Das Phänomen mit Aufgaben, die für einen Monat täglichen Unterricht reichen würden, obwohl der Lehrer nur eine Wochenstunde hat, kennen wir bei der Großen auch...

Vom 04. - 08.01. haben dann beide Kinder Distanzunterricht (jedenfalls nach derzeitigem Stand ;)). Wie es danach weitergeht, wissen wir noch nicht.
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Re: Coronaquarantäne

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 16. Dez 2020, 13:07

@Auguste

Ich kann es kaum glauben, dass es irgendwo noch Präsenzunterricht gibt... Nach dem Ausbruch in der Klasse der Tochter habe ich (normalerweise auch ein böses Elternteil, das die Kinder selbst für Sport und Musik in die Schule schickt) ganz egoistische Überlegungen. Bei uns werden selbst bei einem Fall die ganzen Klassen/Gruppen in die Quarantäne geschickt. Sollte es diese Woche vorkommen, läuft man die Gefahr dass das Kind bis über Weihnachten hinaus in der Quarantäne ist. Sollte das Kind positiv getestet werden, sitzt die ganze Familie dann in der Quarantäne. Der Virus ist überall. Meine Tochter, die die letzten zwei Wochen kaum rausgegangen ist (nur ein Gottesdienst für Jugendliche in der Kirche mit riesiegem Abstand und Maske) hat auf ihrem Handy schon wieder eine Risikobegegnung mit niedriegem Risiko.
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