mein Sohn hat ADHS, nun offiziell...

hochbegabt oder ADS oder beides?

Re: mein Sohn hat ADHS, nun offiziell...

Beitragvon Meine3 » Mi 3. Mär 2021, 14:14

Hi,

Die Dame vom ATZ hier am Ort bestätigte, dass sie keine Diagnostik machen, hat mir aber Kontakte genannt, die langjährige Erfahrung haben und auch in Komorbidität mit ADHS sich auskennen. Sie sagte, dass es toll sei, dass die KJP zugegeben hat, dass sie sich nicht auskennt und uns dennoch weiterhilft, dass kennt sie aus der Praxis leider anders. Ich warte mal den nächsten Termin noch ab, ob sich mein Bauchgrummeln bis dahin verflüchtigt hat.
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
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Re: mein Sohn hat ADHS, nun offiziell...

Beitragvon Rabaukenmama » Do 4. Mär 2021, 11:25

@Meine3: Es kommt halt drauf an, was man sich erwartet: eine stimmige Diagnostik, die einem dann die Türen für diverse Hilfen öffnet, oder "nur" Therapie. In der Grundschulzeit hatte mein Sohn genau EINEN Vorteil durch die Diagnose. Das war der Platz im heilpädagogischen Hort, und damals echt ein Segen für alle Beteiligten. Ansonsten hat er nichts in Anspruch genommen. Die Therapien waren ohnehin privat zu zahlen, schulische Nachteilsausgleiche gab es keine, Schulbegleitung war nicht nötig.

Den Wechsel aufs Gymnasium hingegen hätte er ohne den Diagnosen IN KOMBI MIT DEM OFFENEN UMGANG mit den Besonderheiten garantiert nicht geschafft.

Ich habe leider keine Ahnung mit Nachteilsausgleichen, Möglichkeiten zur Schulbegleitung, Übernahme von Therapiekosten, etc., mit NUR einer ADHS-Diagnose. Da hast du aber im anderen Forum sicher gute Ansprechpersonen.

Und auch wenn es für euch zur Zeit ein NO-GO ist, würde ich dir trotzdem raten, noch VOR dem Schulwechsel, der euch in 2 Jahren ja auch bevorsteht, zumindest Medikamente auszuprobieren. Dabei geht es nicht um eine Dauermedikation sondern schlichtweg um ein Ausloten der Möglichkeiten und den Ausschluss von Medis, die entweder nicht wirken oder schlimme Nebenwirkungen haben. Das alles ist erfahrungsgemäß viel leichter möglich, wenn nicht zusätzlich eine komplett neue (Schul-)Situation zu bewältigen ist.

Mit einem Kind dann, wenn es ohnehin von der neuen Situation komplett überfordert ist, noch zusätzlich "Experimente" (in Sachen Medikation) zu machen, halte ich schlichtweg für verantwortungslos, wenn man schon vorher die Möglichkeit gehabt hätte. Ich kenne die Situation, dass von der Schule sowohl Medikation als auch Therapie "erzwungen" werden kann, ich weiß daher, wovon ich rede. Und glaub mir, wir sind keine Eltern, die davor "nichts" gemacht haben.

Natürlich ist es ein Vorteil, wenn ein Kind regelmäßige Therapien bei einem Therapeuten des Vertrauens bekommt, aber oft reicht das alleine eben nicht aus. Auch das kann man durch Versuch und Irrtum feststellen, indem man sich klare (Therapie-)Ziele setzt und dann schaut, ob diese erreicht werden.
Der liebe Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie nicht (Johann Wolfgang von Goethe)
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