Mit 8 aufs Gym II

Fürs und Widers zum Überspringen

Mit 8 aufs Gym II

Beitragvon Aanyie » Fr 29. Jan 2010, 19:45

Hallo ihr Lieben-
heute gab es ja die lang ersehnten Halbjahreszeugnisse - und was soll ich sagen, auch die Schulempfehlung fürs Gym...
Nach all dem auf und ab wurde mein Junior vor 2 Wochen selbst gefragt, was er will- und er möchte soooo gerne in eine "richtige" Schule ;-)
Seit er das für sich entschieden hatte (seit wir das Gym besucht hatten) sind seine Leistungen in der Schule sogar noch besser geworden ( er meinte dazu : ja klar, is ja nur noch ein halbes Jahr) - er hat auch gerade einen ordentlichen Entwicklungsschub gemacht- auch wenn das für mich noch mehr Diskussionen bedeutet, da er auch einen ausgeprägten Eigenwillen entwickelt- dafür aber auch sehr genau erklären kann warum er etwas tut oder eben nicht für notwendig hält, er ist hilfsbereit und recht verständnisvoll...
Naja, also haben wir jetzt am Montag den 2. Vorstellungstermin an der Wunschschule- wer meinen letzten Beitrag gelesen hat, weiss ja, wie es das letzte mal gelaufen ist ;-) Nun ist der kleine aber total motiviert und verschlingt gerade alles Mögliche zum Thema Chemie und allgemeines (Politik, Wirtschaft usw) ...
Also drückt die Daumen das es klappt- auch wenn wir dann mal wieder umziehen müssen...(ja richtig, ich habe mich dafür entschieden noch mal "neu" anzufangen)
LG Any
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Re: Mit 8 aufs Gym II

Beitragvon Xenia246 » Mo 20. Sep 2010, 10:17

Viel Erfolg, ich bin mir sicher, dass er das schafft. Er ist ja immerhin hochmotiviert. In dem alter ist das fast schon die "ganze Miete", freue mich für dich und dein Kind und drücke euch die Daumen. Meine ist auch im Kindergarten gard eine Altersgruppe weiter gestiegen, zu den Vorschulkindern (sie ist 4). Also nochmal alles Gute für euch.
Xenia246
 
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Re: Mit 8 aufs Gym II

Beitragvon Bienchen369 » Mo 22. Aug 2011, 13:37

Mich würde auch interessieren ob alles geklappt hat und wie sich das Kind so fühlt auf der Schule.
Ich bin in einer ähnlichen Lage . Meine Tochter soll die 4. Klasse überspringen. Allerdings halte ich davon nicht so viel das Abschlussjahr auf der Grundschule zu überspringen.
Was sagt ihr dazu??
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Re: Mit 8 aufs Gym II

Beitragvon iqberatung » Mo 22. Aug 2011, 21:24

Hallo Bienchen,

so pauschal kann man das nicht sagen, ob das gut ist. Kommt immer auf die Umstände an.

Wenn das Kind es möchte, die Lehrkräfte am Gymnasium das positiv sehen und das unterstützen, kann das gut laufen.

Auf der anderen Seite - wenn das Kind in der Grundschule bleibt, kann das gut sein für das emotionale Wohlbefinden. Dann musst halt schauen, wie Du kognitiv anderweitig einen Ausgleich findest, wenn das Kind vom Kopf her in der Schule unterfordert ist.

Herzliche Grüße
Christine
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- Albert Einstein -
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Re: Mit 8 aufs Gym II

Beitragvon Neckri » Do 1. Sep 2011, 11:23

LisaW hat geschrieben:Dieser emotionale Rückhalt ist die absolute Grundvorraussetzung einer guten Entwicklung (egal wie klug man ist), d.h. hier muss der pädagogische Schwerpunkt liegen!


Hallo Lisa,

mit der Binsenweisheit, dass gerade in der Unterstufe das Schülerleben sehr stark von emotionalen Rahmenbedingungen abhängt, könntest du dir im Lehrerzimmer den Mund franzelig reden... Die "Vogel-friss-oder-stirb-Taktik" ist immer noch ziemlich weit verbreitet, so dass man sich keine Illusion über den emotionalen Rückhalt im Sinne eines pädagogischen Schwerpunkts in der gymnasialen Unterstufe machen darf. Konkret bedeutet dies, dass die Kinder weder motiviert werden, am Zusammenhalt Spaß zu finden, noch wird die gemeinsame Freude an der Neugier befriedigt. Für die meisten Kinder hat der gymnasiale Unterricht landläufig immer noch den Charme gemeinsam erlittener "Gänsemast"... Der gemeine Gymnasiallehrer wird eher belustigt seinen Mund schürzen, wenn du die Vokabeln "Spaß" und "Freude" in einen Zusammenhang mit seinem Unterricht bringen willst... Er wird dir dann kontern mit Lehrplänen und Lernzielen, an die er gebunden ist. Den Rest wird er an die Eltern und die Hausaufgabenbetreuung zurückverweisen.

Klar, solche Kinder, die einen Heißhunger auf kognitive Kost vor sich hertragen, werden den Charakter einer Zumutung eher nicht verspüren. Die Unlust ihrer Kollegen aber durchaus. Das macht das Zusammenleben zuweilen aber erst recht schwierig, wenn da ein Kind sitzt, das ständig nach mehr ruft, während sich die anderen gegen die Stopfmast wehren... Es bedarf eher eines unglaublichen Selbstwertgefühls einerseits und eines riesigen Empapathievermögens andererseits, wenn dieser soziale Spagat gelingen soll. Ob die Schule diese Zerreißprobe abfedert oder gar auffängt, hängt von den Gemütern der dort arbeitenden Lehrpersonen und der sozialen Infrastruktur parallel zum Unterricht ab. Solche Maßnahmen gegen Mobbing und für sozialen Zusammenhalt kosten Zeit, Geld und Mühe, weswegen sie nicht besonders verbreitet sind. Leider.

Grüße von Neckri
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