Grundsätzliche Frage zum Springen 1./2. Klasse

Fürs und Widers zum Überspringen

Grundsätzliche Frage zum Springen 1./2. Klasse

Beitragvon Paulina07 » Di 3. Jul 2012, 22:19

Zunächst einmal: Die Frage ist absolut theoretischer Natur und mich interessiert einfach, ob ICh fehlinformiert bin oder ob es an der anderen Seite liegt. ;o)
Meine Tochter wird in diesem Jahr vorzeitig eingeschult werden (5,8).
Heute kam die Auswertung ihres Tests, in dem stand, dass auch im Falle eines Springens keine intellektuelle Überforderung zu erwarten ist.
Nun kommt meine Frage: Dort stand, dass möglichst früh in die 2. Klasse gesprungen werden sollte im Falle eines Sprunges und nicht erst das 1. HJ abgewartet werden sollte, da die Eingewöhnung wohl leichter fiele.
Nachdem ICH mich vorab informiert hatte, ist mein Stand, dass das erste HJ der ersten Klasse hier in BY PFLICHT wäre und vorher gar nicht gesprungen werden darf.
Kennt sich jemand aus? Wie gesagt, in großzügigen 2 Monaten ist erst Einschulung und wir haben früh eingeschult um eben diesen Sprung zu vermeiden, interessieren tut´s mich natürlich trotzdem wie da der Ablauf ist.
Ich fühle mich dann doch besser vorbereitet, falls jemand mit dem Thema kommen sollte.

Natürlich würde es mich auch interessieren, wie es im Falle eines Sprunges wäre, was da nachgeholt werden müsste, wie der Stand eines Anfangszweitklässlers ist und ob ihr Erfahrung habt.
Aber das wird wohl von BL zu BL und von Schule zu Schule recht unterschiedlich sein.
Wahrscheinlich wieder überbesorgte Grüße von Paulina, die sich einfach über ihr intelligentes, unkompliziertes Mädel freuen sollte. ;o)
Paulina07
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Re: Grundsätzliche Frage zum Springen 1./2. Klasse

Beitragvon alibaba » Mi 4. Jul 2012, 09:57

Hallo Paulina07,

ich finde es unmöglich, das ein Psychologe Euch so etwas schreibt. Zu einem Sprung gehört wohl etwas mehr als nur die kognitive Möglichkeit. Und wenn man und wo man und wer springt, das entscheidet alleine eine Schule, kein Psychologe. Springen......das ist individuelle Sache der Schule. Die rechtlichen Grundlagen kenne ich in BY nicht, aber hier bei uns an der Schule springt man klassisch zu den Herbsferien oder zum HJ im Februar.

Aber springen hat auch oft etwas mit Leid zu tun. Leidet ein Kind nicht, kann es individuell gefördert werden, ist das verbeliben in der Peergrpup dem vorzuziehen. Bei uns sind Kinder in der Klasse 2, durchs sitzenbleiben, die sind bereits 2 Jahre älter als mein Sohn, auf deine Tochter wären es 3. Wären das Buben, dann wäre deine kleine Tochter wohl das ideale Opfer. Vielleicht fühlt sich dein Kind wohl, es mag seine Lehrerin, seine Umgebung, seine Freunde ...hat euer Psychologe eine Kristallkugel?

Bei uns Anfang Klasse 2, rechnet man im 20er Bereich, kann Schreibschrift und Druckschrift, liest flüssig und sinnentnehmend, kann einfache Grammatikregeln. Viele können darüber hinaus weiter rechnen, auch Ansätze vom kleinen 1x1 sind vorhanden. Die Bandbreite dessen was die Kinder können ist absolut verschieden. Es gibt Wiederholer, es gibt Kinder mit AD(H)S und LRS. Es gibt kluge Kinder, ganz normale, Kinder die in D sehr gut sind und schon Geschichten schreiben und Kinder die das halt noch nicht können. Ein Kind was das alles bereits schon kann, ebenso gelernt hat wie man sich organisiert, was wo ist, die Regelen der Schule kennt, Anweisungen zuhören kann, für so ein Kind wäre ein guter Zeitpunkt ein Sprung von 1 nach 2 in den Herbstferien, spätestens zum HJ.

Aber mit hoher Sicherheit ist das überall anders, wie die Voraussetzungen auch.

VLG
alibaba
 

Re: Grundsätzliche Frage zum Springen 1./2. Klasse

Beitragvon alibaba » Mi 4. Jul 2012, 11:46

Ich finde es unmöglich, weil es eine Pauschalisierung ist. Man springt doch nicht, NUR weil man Potential hat....schon gar nicht, wenn man ein 5-jähriges Kind testet. Auf meinem aktuellen Testbogen mit meinem 7-jährigen steht, man solle nach 2 Jahren nachtesten, ob die Werte noch die selben sind. :mrgreen:
Mit solchen Angaben bezweckt man nur eins, nämlich das was jetzt eingetreten ist, es wird verunsichert. Sprung jetzt, so schnell wie möglich, alles Andere wäre zu spät, nicht angebracht, falsch......?????

Ich lese genau das aus dieser Aussage.

Jede kleine Bewegung des Kindes wird jetzt kontrolliert, immer im Hinterkopf, Sprung. Man springt doch nicht, nur weil es lustig ist...ich versteh solche Angaben nicht, tut mir leid.
alibaba
 

Re: Grundsätzliche Frage zum Springen 1./2. Klasse

Beitragvon alibaba » Mi 4. Jul 2012, 12:35

Mich wundert es auch, koschka, wie Du davon ausgehst, das dieses Kind hochmotiviert ein Superleister wird, dem die Schule nach 4 Wochen einen Sprung bewilligt, weil der Psychologe das in Zukunft, anhand der IQ-Werte, so sieht. :D

Es geht mir nicht darum, das ein Kind mit so einem IQ das intelektuell locker meistern könnte, sondern das ein Sprung immer mit einem "Leid" vorher eingehen sollte. Leidet das Kind nicht, ist es integriert, kann die Lehrerin super differenzieren, ist es immer sinnvoller ein so junges Kind in der Peergroup zu belassen.

Gibt es Probleme, aus welchen Gründen auch immer, wird man in Zusammenarbeit mit den Eltern und der Schule nach individuellen Lösungen suchen, nicht nach Schnellschüssen. Lösungen gibt es viele. Aber hier wird den Eltern etwas im Vorfeld suggeriert ...das kommt aus meiner Sicht dem lesen einer Kristallkugel gleich.

Aber Paulina könnte ja auch gleich, anhand des Gutachtens, den Antrag auf Einschulung Klasse 2 stellen. Man nehme also ein Gutachten, lege es auf den Schreibtisch und poche auf die Zukunftsvisionen des Gutachters. ;)

Paulina, kommt Zeit kommt Rat. Klappt es, ist alles wunderbar, klappt es nicht, werdet Ihr zusammen mit der Schule und den Lehrern sicherlich eine individuelle Lösung finden. Aber es ist nicht ratsam, sich hier dem Druck des Sprungzeitpunktes auszusetzen, egal was ein Schulgesetz vorsieht oder nicht. Nochmals, man springt nicht, nur weil ein 5-jähriges Kind einen IQ von 141 hat. :fahne:

VLG
alibaba
 

Re: Grundsätzliche Frage zum Springen 1./2. Klasse

Beitragvon Paulina07 » Mi 4. Jul 2012, 12:52

Hallo Alibaba,

ich verstehe jetzt nicht, was dich so schockiert.
Der Satz war ein Auszug aus einem siebenseitigen Gutachten, und darin steht lediglich, dass sie keine INTELLEKTUELLE Überforderung zu erwarten hat.
Sozial etc. steht alles auf einem anderen Blatt.
Sie haben den Sprung nicht einmal EMPFOHLEN, sondern nur für den Fall, dass dieser eben aus verschiedenen Gründen wie z.B. leidendes Kind anstehen könnte, wenigstens die Sorge der kognitiven Überforderung eben schonmal etwas nehmen können.
Deine Polemik bzgl. Kristallkugel und Co. finde ich - allein aus diesem Satz, den ich hier zitierte, absolut unangemessen und ärgere mich auch ein wenig.
Die Beratungsstelle, die übrigens aus mehr als einem Psych. bestand, wir wurden klasse von einem 3-köpfigen Team betreut, machte einen sehr kompetenten Eindruck.
Im Gespräch war übrigens durchaus zu entnehmen, dass sie gerade bei einem vorzeitig eingeschulten Kind nur in dringenden Fällen noch springen lassen würden.
Die Direktorin übrigens hat mir übrigens schon im Vorfeld nach mehreren Gesprächen gesagt, dass sie bei unserer Tochter über ein Springen durchaus nachdenken könnte - DAS finde ich viel bedenklicher, gerade wo sie noch nicht einen Tag Schule hinter sich gebracht hat.
Das möglichst differenziert unterrichtet werden sollte steht auch im Gutachten - bei der Direktorin war keine Rede davon.
LG. Paulina
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Re: Grundsätzliche Frage zum Springen 1./2. Klasse

Beitragvon Fredericke » Mi 4. Jul 2012, 14:14

Hallo paulina,

Vielleicht findest du hier ein paar Informationen zum Thema Springen, die dich interessieren:
www.ikuh.de
www.netzwerk-akzeleration.de

@alibaba: das heißt doch nicht das das Kind ein hochleister wird und hochmotiviert ist. Es ist eine Empfehlung und das es trotz vorzeitiger Einschulung zu einer unterforderung kommen kann. Wenn dies der Fall sein sollte, kann die möglichkeit des Springens in Betracht gezogen werden. Das ist eine von mehreren Möglichkeiten einer unterforderung entgegen zu wirken. Wird das Springen in Erwägung gezogen, dann wird das Kind auf alle Fälle nicht überfordert. Man muss auch nicht immer abwarten ob und wann und bis ein Leidensdruck entsteht, dann kann es auch schon zu spät sein. Ein psychologoge der so eine Möglichkeit in Betracht sieht, hat dabei mit einkalkuliert, das das Kind einen gewissen Wissens- und könnensrückstand hat ( z.b.Schreibschrift ), wenn es in eine nächst höhere Klasse springt. Im Falle von paulina heißt das einfach, das das Kind diesen rückstand aufholt ohne das es ihr große Schwierigkeiten bereiten wird. ( im Falle eines Sprungs ist keine intellektuelle Überforderung zu erwarten). Siehe paulina.
Lg fredericke
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Re: Grundsätzliche Frage zum Springen 1./2. Klasse

Beitragvon Fredericke » Mi 4. Jul 2012, 19:28

Hallo koschka,

wie jetzt?

Lg frederickE
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Re: Grundsätzliche Frage zum Springen 1./2. Klasse

Beitragvon alibaba » Do 5. Jul 2012, 09:09

Natürlich wird ein Kind mit einem IQ von 140 eine Sprung rein kognitiv locker verarbeiten können. Aber geht es denn darum....die Ansage das Kind solle so schnell wie möglich springen sonst ist es im Kindswohl gefährdert ist aus meiner Sicht unverantwortlich, genauso wie die Angabe der Rektorin.

Stell doch deine Anfrage noch mal hier http://forumhochbegabung.siteboard.org/ Da sitzen jede Menge erfahrene Mamas mit hb Kindern mit viel Spring und Sprungerfahrung. Mal sehen, was die Dir so raten.

VLG
alibaba
 

Re: Grundsätzliche Frage zum Springen 1./2. Klasse

Beitragvon Paulina07 » Do 5. Jul 2012, 12:06

Urmelis,
danke für die Zusammenfassung. :)
Alibaba:
Kein Mensch hat gesagt dass Kind soll so schnell wie möglich springen.
Wenn du dich auf die Aussage beziehst, dass das Kind eben nicht erst zum HJ springen soll sondern wenn möglich eher - auch das NUR FÜR DEN FALL, DASS EIN SPRUNG NÖTIG SEIN WÜRDE.
Danke für den Link, da werde ich mal vorbeischauen.
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Re: Grundsätzliche Frage zum Springen 1./2. Klasse

Beitragvon PippiL. » Do 5. Jul 2012, 21:15

Hallo Paulina,

wir waren sicher in einer anderen Beratungsstelle. Aber auch in unserem Gutachten steht der Satz, dass ein späterer Sprung nicht auszuschließen sei - trotz früher Einschulung.

Unsere Tochter ist mit knapp 5 Jahren eingeschult worden und ist unterfordert in der Schule. Sie bekommt in nächsten Jahr in Mathe und Deutsch zwei Zusatzhefte und muss nicht mehr allzuviele Wiederholungen mitmachen. Der jetzige Altersunterschied ist für mich - in unserem Fall - gerade noch zu vertreten. Aber einen Sprung könnte ich mir zur Zeit nicht vorstellen aufgrund der sozialen Fähigkeiten. Sie ist jetzt schon min. 1-2 Jahre älter.

Aber ich kann verstehen, dass Du dir darüber jetzt schon Gedanken machen möchtest.

Übrigens können hier auch die Eltern einen Antrag auf Springen stellen.

LG
PippiL.
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