Sprung von 2 nach 3

Fürs und Widers zum Überspringen

Sprung von 2 nach 3

Beitragvon Tata » Mi 19. Dez 2018, 16:40

Hallo,

mein Sohn (getestet HB) wird nach den Ferien probeweise von der 2. in die 3. Klasse springen. Es war keine leichte Entscheidung, aber der "Leidensdruck" in der 2. Klasse wurde einfach zu groß. Differenzierung ist für den Lehrer ein Fremdwort. Die Alternative wäre nur noch ein Schulwechsel gewesen, aber das will er selbst nicht.

Fachlich mache ich mir keine Sorgen. Das wird er schon schaffen. Sorgen mache ich mir vor allem darum, wie er mit seinen 7 Jahren in einer Klasse zurechtkommt, in der einige Kinder bald 11 werden :shock:

Er freut sich rießig. Ich bin sehr gespannt, wie alles laufen wird.

Welche Tipps habt ihr für uns? Ich habe an mehreren Stellen gelesen, dass man die Stofflücken nicht gleich schließen soll. Seht ihr das auch so?

Grüße
Tata
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Re: Sprung von 2 nach 3

Beitragvon Edainwen » Do 20. Dez 2018, 11:15

Ich würde mir wegen dem Alter auch keine Sorgen machen. Mein Sohn war auch (frisch) 7 in der dritten Klasse und da es eine Doppelklasse aus 3/4 war, waren die ältesten Kinder auch 3 1/2 Jahre älter als er. Seine Freunde waren vor allem die 4.Klässler, also die, die mindestens 2 Jahre älter als er waren, mit den Drittklässlern (von denen die Jungs alle 1 1/2 Jahre älter waren als er) konnte er dagegen weniger anfangen. Jetzt ist er in einem HB-Zug und obwohl es nun tatsächlich auch gleich junge Kinder gäbe, ist er wieder mit den ältesten (1 1/2 - 2 Jahre älter als er) befreundet ;)

Stoff würde ich jetzt auch nicht vorlernen.
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Re: Sprung von 2 nach 3

Beitragvon alibaba » Fr 21. Dez 2018, 16:13

Moin,

Stoff würde ich nicht vor lernen. Ich denke, dass geht eh geschwind von ganz alleine. Wobei bei uns von 2 nach 3 anzog und auch andere, strengere Bewertungsmaßstäbe angelegt wurden. Ich würde auf die Geschwindigkeit achten, gerade beim Schreiben.

Wegen dem Alter .... hier waren, bis auf ein Kind alle 8 oder 9 Jahre alt in Klasse 3. Das älteste Kind war eine Ausnahme und 2 1/2 Jahre älter als meine Madame. Ende Klasse 3 war meine 8 und das älteste Kind ( eine Ausnahme) dann 10 1/2. In der Grundschule war das aber nicht wirklich ein Problem. Das wurde es erst später.

VG
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Re: Sprung von 2 nach 3

Beitragvon Rabaukenmama » Sa 22. Dez 2018, 13:38

Tata hat geschrieben:Fachlich mache ich mir keine Sorgen. Das wird er schon schaffen. Sorgen mache ich mir vor allem darum, wie er mit seinen 7 Jahren in einer Klasse zurechtkommt, in der einige Kinder bald 11 werden :shock:


Darin sehe ich gar kein Problem, es sei denn, dein Sohn hat generell Probleme mit anderen Kindern (koschka hat das schön beschrieben). Mein Sohn besucht eine Grundschule, wo es ausschließlich Mehrstufenklassen gibt. Also in ALLEN Klassen sind Kinder von der 1. bis zur 4. Schulstufe gemischt. Da können sogar vorzeitig eingeschulte 5jährige gemeinsam mit zurückgestuften 12jährigen in einer Klasse sein - und es funktioniert trotzdem ;) .

WENN es innerhalb eine Klasse laufend Probleme gibt, dann liegt das nicht am Alter der Kinder, sondern an der Konstellation. Also wie viele Buben, wie viele Mädchen sind da, wie viele Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen, wie viele z.B. mit Wahrnehmungsstörung oder sonst auffälligem Verhalten, wie gut hat die Lehrperson die Klasse "im Griff". In eurem Fall GIBT es die Klasse, in die dein Sohn springen wird, bereits, und du kennst sie. Daher kannst du vermutlich besser als ich abschätzen, ob es dort schwierig für ihn werden könnte. Wenn es in der Klasse bisher keine gröberen Schwierigkeiten gab und dein Sohn in seiner bisherigen Klasse mit den Klassenkameraden gut zurecht gekommen ist, wird es sehr wahrscheinlich auch in der neuen Klasse so sein.
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Re: Sprung von 2 nach 3

Beitragvon Maca » Fr 28. Dez 2018, 15:48

Hallo,

Wie ist dein Sohn denn feinmotorisch drauf?
In Klasse 1 wird ja noch wenig und vor allem nur langsam geschrieben.
Beherrscht er die Schreibschrift souverän?

Falls nicht, würde ich daran zu Hause noch arbeiten, da sich die Schule dafür nach Klassensprung, meiner Erfahrung nach, nicht zuständig fühlt.
Ansonsten würde ich auf keinen Fall zu Hause Schullstoff aufarbeiten, dafür hat er in der Schule noch genug Zeit.
Er soll sich ja nicht schon wieder sofort langweilen.
Das passiert nach kurzer Zeit eh wieder.

LG
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Re: Sprung von 2 nach 3

Beitragvon Tata » Do 7. Feb 2019, 17:33

Hallo,

sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe und nicht geantwortet habe. Irgendwie habe ich es vorher nicht geschafft mal in Ruhe was zu tippen.

Wir haben den Sprung von Klasse 2 in 3 gewagt. Und - was soll ich sagen? Ich habe plötzlich ein freudestrahlendes Kind, wenn es von der Schule kommt. Mein Sohn hat sich den Rest der Schreibschrift selbst beigebracht. (An unserer Schule haben sie erst nach den Herbstferien in der 2. Klasse überhaupt damit angefangen.) Er wollte unbedingt in die 3. Klasse gehen und ich spüre das erste Mal Ehrgeiz bei ihm. Hausaufgaben werden plötzlich freiwillig gemacht. Stolz berichtet er jeden Tag, was er in der Schule gelernt hat. Nur Mathe bezeichnet er immer noch als "Babykram". Lücken sind momentan vor allem bei der Rechtschreibung und in Englisch zu erkennen, aber wenn er so weiter macht, werden die ganz schnell geschlossen sein. Ich hoffe mal stark, dass dann nicht wieder Langeweile aufkommt. Bei der neuen Lehrerin bin ich aber sehr zuversichtlich, dass das Thema Differenzierung hier besser laufen wird als bei dem vorherigen Lehrer.

Unser Sohn überrascht mit immer wieder mit seinem Lerntempo. Während wir letzte Woche noch fast eine Stunde für eine DIN A4 Seite in Schreibschrift brauchten, schrieb er den Text heute in 15 Minuten. Ich kann da oft einfach nur staunen :shock: Das beantwortet auch eure Frage nach der Feinmotorik und der Schreibschrift: Vor 3 Wochen hätte ich noch gesagt, er beherrscht es nicht - heute sage ich: Ja, er kann es. Da sieht man, dass er vorher einfach keine Notwendigkeit dafür empfunden hat.

Mit seinen neuen Klassenkameraden kommt er bis jetzt gut klar - auch wenn er einen Kopf kleiner ist als die anderen. Da mache ich mir momentan mehr Sorgen als er.

Momentan sage ich, es war die richtige Entscheidung - jedenfalls für die jetzige Situation. Wie das in ein paar Jahren aussieht, weiß man ja leider nicht.

LG
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Re: Sprung von 2 nach 3

Beitragvon Rabaukenmama » Fr 8. Feb 2019, 10:13

Hallo Tata, es geht immer nur ums JETZT, nicht ums "irgendwann vielleicht". Und JETZT habt ihr gerade ein eindeutiges feedback, dass die Entscheidung mit dem Sprung richtig war!

Wenn man den Luxus hat, sich den Kopf zerbrechen zu können, was vielleicht irgendwann einmal Probleme machen KÖNNTE, dann hat man aktuell keine Probleme. Genießt diesen Zustand, auf und abs gibt es ohnehin immer wieder. Das heißt aber nicht, dass man sich nicht einfach nur freuen darf, wenn man mal eine gute Entscheidung getroffen hat :) .
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Re: Sprung von 2 nach 3

Beitragvon basil.koerber@web.de » Mi 10. Jul 2019, 11:17

Tata hat geschrieben:Hallo,

mein Sohn (getestet HB) wird nach den Ferien probeweise von der 2. in die 3. Klasse springen. Es war keine leichte Entscheidung, aber der "Leidensdruck" in der 2. Klasse wurde einfach zu groß. Differenzierung ist für den Lehrer ein Fremdwort. Die Alternative wäre nur noch ein Schulwechsel gewesen, aber das will er selbst nicht.

Fachlich mache ich mir keine Sorgen. Das wird er schon schaffen. Sorgen mache ich mir vor allem darum, wie er mit seinen 7 Jahren in einer Klasse zurechtkommt, in der einige Kinder bald 11 werden :shock:

Er freut sich rießig. Ich bin sehr gespannt, wie alles laufen wird.

Welche Tipps habt ihr für uns? Ich habe an mehreren Stellen gelesen, dass man die Stofflücken nicht gleich schließen soll. Seht ihr das auch so?

Grüße
Tata

Solange es keine Probleme gibt, ist doch alles toll. Ich freue mich, dass er die Möglichkeit hat , weiter zu kommen.
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Re: Sprung von 2 nach 3

Beitragvon Klara » Sa 14. Sep 2019, 19:17

Rabaukenmama hat geschrieben:Hallo Tata, es geht immer nur ums JETZT, nicht ums "irgendwann vielleicht". Und JETZT habt ihr gerade ein eindeutiges feedback, dass die Entscheidung mit dem Sprung richtig war!

Wenn man den Luxus hat, sich den Kopf zerbrechen zu können, was vielleicht irgendwann einmal Probleme machen KÖNNTE, dann hat man aktuell keine Probleme. Genießt diesen Zustand, auf und abs gibt es ohnehin immer wieder. Das heißt aber nicht, dass man sich nicht einfach nur freuen darf, wenn man mal eine gute Entscheidung getroffen hat :) .


Du hast mir die Worte aus dem Mund genommen!
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