Sprung 1. zu 2. Klasse

Fürs und Widers zum Überspringen

Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 1. Jul 2020, 15:05

@Ruth

einfach ein Verein oder ein unambitionierter Musiklehrer ist keine Lösung. Leistungssport und/oder Perspektive sich ernsthaft mit Musik zu beschäftigen ist das was ihr braucht. Ich kenne hier ein Kinderstreichorchester, die spielen Symphonien von Haydn. Das sind Kinder im Alter von 8 bis 12. Leistungssport ist regional geprägt, schaut einfach was bei euch in der Gegend stark ist.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Karen » Mi 1. Jul 2020, 15:41

Was mir noch in Sinn kommt - ein Mentor. Irgendeinen pensionierte Professor oder so oder ein Student - jemand mit dem sie so richtig spannende Aufgaben ausleben kann. Meine Tochter darf in der Schule mit einem 6-klässler (auch HB) Aufgaben in Mathe und Physik machen - die beide finden dass toll (und dass sie es während der Schule machen dürfen). Also - weg von langweiligen Heften und was richtig förderndes.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 1. Jul 2020, 17:20

Bei dem Niveu der Begabung und so derart motiviertem Kind würde ich nach einer Möglichkeit suchen das reguläre Schulsystem zu umgehen. Freie Schule wäre in dem Fall vermuttlich die beste Lösung. Wenn das nicht geht, würde ich versuchen, die Schule dazu zu bringen, dem Kind es zu erlauben, sich mit dem Unterrichtsfremdensachen zu beschäftigen. Z.b. während des Matheunterrichts Schachaufgaben lösen und während der Deutschstunde Französisch zu lernen. Solange die Leistung und das Benehmen stimmt. Durch Springen ist dieses Problem nicht zu lösen. Es wird sozial nur noch schwierieger, ohne das die Langeweile auf die Dauer weg ist. Mein Kleiner, 6, ist mit Grundschulmathe fertig.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Ruth87 » Mi 1. Jul 2020, 19:31

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben: Mein Kleiner, 6, ist mit Grundschulmathe fertig.


Hat er sich das allein erarbeitet oder hat er Mathe Hefte, und quasi Mathe Unterricht zu Hause bekommen?
Wir haben ja versucht ihr nichts Schulrelevantes beizubringen. Höchstens mal kurz Fragen beantwortet. Aber da sie alles nur 1-2 mal hören muss, hat sie sich den Rest in Mathe selbst beigebracht. Auch quasi alleine lesen gelernt. Also ohne das wir irgendetwas geübt hätten.
Heute weiß ich natürlich, dass wir ihr mit dem Versuch, das Lernen zu verhindern, nicht geholfen haben.
Aber damals, als sie mit 2,5 Jahren schon das Alphabet anhand eines Holzpuzzels gelernt hatte. Als sie mich fragte wie man MAMA, PAPA, OPA und so schreibt. Ich es Aufschrieb und sie am nächsten Tag mit den Holzbuchstaben diese Wörter nachlegte und meinte: „Ist ja doof, ich kann Mama gar nicht legen, weil es ja nur ein M und ein A gibt“
Da hatte ich dermaßen Panik. Angst was denn in der Schule werden sollte. Und Hoffnung dass diese Begabung einfach einschlafen könnte. Danach hab ich ihr bei Buchstaben Fragen immer gesagt, sie dürfe das erst in der Schule lernen, sonst würde sie sich da langweilen.
Was nun trotzdem eingetreten ist.

Private Schulen gibt es hier soweit ich weiß, nur die Waldorfschule. Und eine Katholische, die kleinere Klassen hat. Und ich glaube das passt auch nicht.

Ich habe Kontakt zur DGHK. Und die Beraterin meinte schon vor dem Klassensprung, dass wir bei ihrer Begabung und Motivation zum Hochleisten wahrscheinlich mit mehreren Sprüngen während der gesamten Schulzeit rechnen müssen. Das ihr da Fälle bekannt sind, die dann teilweise mit 14/15Jahren mit dem Abi fertig sind.
Was man mit dem fertigen Abi mit 15 anstellen soll??? Keine Ahnung. Vll ein Frühstudium.
Hört sich für mich jedenfalls nicht erstrebenswert an.

Ich werde nach den Ferien mal mit der neuen Klassenlehrerin Kontakt aufnehmen. Die alte kommt wegen Schwangerschaft nicht wieder. Und dann mal sehen. Vll funktioniert ja der Vorschlag, sie im Unterricht andere Lerninhalte machen zu lassen.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Mi 1. Jul 2020, 19:44

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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Ruth87 » Mi 1. Jul 2020, 21:03

Wow, was Corona so anstellt.
Fast alle Kinder haben Rückstände durch das Homeschooling. Und unsere Blühen dabei richtig auf^^
Endlich ohne Begrenzung lernen. Nach eigenem Zeitplan.

Wobei meine eher erstaunlich wenig für die Schule gemacht hat. Sie hat sich durch die einfachen Aufgaben gequält. Der Mathelehrer hatte wohl auch vergessen, ihr die versprochenen schwereren Aufgaben zu schicken. Sie hat dann aber nur so viel wie Nötig gemacht. In Deutsch und Sachkunde hat sie bei schlechtem Wetter turboTage eingelegt und dann an anderen Tagen einfach gar nichts gemacht. Oder ihr Referat vorbereitet. So konnte sie bei schönem Wetter den ganzen Tag draußen spielen und Rollschuh fahren lernen. Wir mussten nach ein paar Wochen auf Inliner umsteigen, weil Rollschuhe nicht für ihre Art zu fahren geeignet schienen. In Kurven war sie dann nur noch auf 2 Rollen unterwegs.

Zum Schluss der Homeschooling Zeit, brachte mein Vater ein Mathe Übungsheft3 mit. Das hat sie nun auch durch. Sie meinte, es waren nur wenige Aufgaben dabei, die wirkliches Überlegen erforderten...

Aber ich traue mich noch nicht so richtig, ihr jetzt Eigenmächtig noch schwerere Sachen zu geben. Auch in Deutsch möchte sie mit dem Heft der dritten Klasse anfangen. Mal sehen wie lange ich das herrauszögern kann.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Ruth87 » Mi 1. Jul 2020, 21:08

Das Heft sieht Interessant aus. Ich habe es mir für spätere Zeiten in den Merkordner getan.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon charlotte12 » Do 2. Jul 2020, 05:08

Aber ich traue mich noch nicht so richtig, ihr jetzt Eigenmächtig noch schwerere Sachen zu geben. Auch in Deutsch möchte sie mit dem Heft der dritten Klasse anfangen. Mal sehen wie lange ich das herrauszögern kann.

Ich habe bei meiner Tochter überhaupt keine guten Erfahrungen mit Herauszögern gemacht. Jedes Kind ist anders, daher möchte ich nichts verallgemeinern. Aber bei meiner Tochter gibt (bzw. gab) es Fenster, in denen sie in kürzester Zeit riesige Stoffmengen hobbymäßig lernt. Ist dieses Fenster dann aber geschlossen bzw. hat sie schlicht keine Lust, erfordert es immense Anstrengung und Tränen, um ihr einen Bruchteil von dem beizubringen, was sie im Fenster ohne mein Zutun einfach so gelernt hätte. Meine Tochter kann seit dem Ende von Klasse 1 den kompletten Grundschulstoff in Deutsch, dauerhaft. War quasi ein Unfall - sie fand die Figuren von einer Lernplattform so toll und nutzte zwei Wochen Ferien, um sämtliche Grundschulfilmchen samt Übungen in sich einzusaugen. Ich bin heute überzeugt, dass sie sich genauso gelangweilt hätte, wenn sie diesen Stoff über die nächsten drei Jahre in Mikro-Häppchen serviert neu im Deutschunterricht gelernt hätte, nur mit dem Unterschied, dass wir (wie bei anderen Dingen) Kämpfe und Tränen gehabt hätten. Ich würde dem Kind das Heft der dritten Klasse geben und das Heft von Klasse 4 auch, wenn sie sich das wünscht. In Deutsch wiederholt sich sowieso in endlosen Kreisen über die gesamte Grundschulzeit hinweg der immer gleiche Stoff ständig, das Drittklässlerheft wird gar nicht sooo viel anders sein als das Heft der zweiten Klasse. Die Hefte werden immer weniger ansprechend für die Kleinen, weil spätestens mit Beginn von Klasse 5 irgendwann die spielerischen Elemente fehlen. Dh. es ist eher unwahrscheinlich, dass sie sich in den nächsten drei Wochen bis auf Abitur-Niveau hocharbeitet.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Do 2. Jul 2020, 08:02

Ich empfehle für Deutsch nicht das Heft zu nehmen, was die Schule ohnehin im nächsten Jahr benutzen wird. Zwei mal das gleiche ist zu viel. Außerdem empfehle ich das Buch:

https://www.amazon.de/Begabte-Kinder-in ... 34&sr=8-13

Das sind wirklich kreative, machbare Aufgaben dabei, keine Lückenfülltexte.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Bliss » Do 2. Jul 2020, 11:32

Im Schulstoff vorweggreifen würde ich nur, wenn es ausdrücklicher Wunsch des Kindes ist. Und idealer Weise sollte dann auch ein weiterer Sprung möglich sein.

Aber es gibt doch so viele Sachen, die im Schulstoff gar nicht vorkommen, oder allenfalls gestreift werden. Mein großer Sohn hat in dem Alter mit Programmieren angefangen, meine Tochter liebt Biographien und mein kleiner Sohn hat neben griechischen, nordischen und ägyptischen Göttern gerade die Geschichte der Sklaverei in den USA als Spezialinteresse.Und er lernt etwas Vietnamesisch.
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