Sprung 1. zu 2. Klasse

Fürs und Widers zum Überspringen

Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Do 2. Jul 2020, 18:10

@Rabaukenmama

Das Kind von Ruth hat der Beschreibung nach keine Schwachstellen. Überall nur die extreme Leistung, nicht nur im kognitiven Bereich. Ein Frühchen, das mit 8 Monaten frei läuft ist schon ein kleines Wunder. Es ist hier alle eine Vermutung. Ich kenne ähnliche Kinder aus zwei Famlien und sie liegen alle, getestet, extrem hoch.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Ruth87 » Do 2. Jul 2020, 19:12

Um den Spaß am Lernen zu erhalten gab es ja den ersten Klassensprung.

Dass sie dann nur 3 Monate brauchte um wieder in akute Langeweile zu kommen, ahnten wir wirklich nicht.

Sie hat kurz vor dem Klassensprung mit Blockflöte angefangen. Eigentlich möchte sie Querflöte spielen, aber dafür sind die Arme wohl zu kurz. Später kann sie dann leicht auf Querflöte umsteigen. Ich glaube sie ist recht gut dabei, hat aber selten Lust zu Hause zu üben. Keinen großen Spaß am musizieren.

Sie hat früher exzessiv gemalt. Aber nur Ausmalbilder. Selbst malen wollte sie nicht, weil es nicht richtig aussieht. Habe ihr auch Bücher „Zeichnen lernen für Kinder“ gekauft. Aber auch die waren nur kurz Interessant. Zum letzten Geburtstag gab es ein Arbeitsheft mit ähnlichem Titel. Es wurde nach wenigen Seiten vergessen.

Also Kunst und Musik scheinen nicht besonders Interessant zu sein. Obwohl es natürlich super außerschulische Hobbys wären.

Diese Woche ist sie im Ferienkurs der Schachschule. Da wird jeden Tag 3 Stunden fast nur Theorie gemacht. Findet sie Prima. Ich bin nur nicht sicher was sie da morgen (Tag 5) noch machen kann. Sie hat schon zwei Hefte durch, geplant war ein Heft für die Woche.

Außerdem liebt sie es abends wenn die anderen beiden schlafen (Hörspiel hören), mit meinem Mann und mir Spiele Abend zu machen. Umso Anspruchsvoller umso besser. Altersbegrenzungen beachten wir schon länger nicht mehr. So sorgen wir dafür, dass sie nicht jeden Abend nur Hefte macht oder Stundenlang alleine lesen muss. Sie schläft erst gegen 22Uhr. Am Wochenende wird es auch mal später.

Bleiben noch die großen Themen zum Beschäftigen: Religion, Evolution, Medizin, Geschichte, Klimawandel, Umweltverschmutzung, Psychologie/Philosophie (wie und warum handeln Menschen?).

Dann wäre da noch Sport. Ja sie hat auch eine Sportliche Begabung. Aber auch schlimme Plattfüße. Wahrscheinlich vom zu frühen laufen.

Ballett war nach 1Jahr zu Anspruchslos. Die Lehrerin weigerte sich, sie zu den älteren Kindern zu lassen.
Fußball…ja, sie ist Mannschaftskapitän, hat den taktischen Durchblick. Aber sie ist genervt davon, dass die Jungs alle nicht richtig aufpassen. Ständig ihre Position verlassen und dadurch Chancen verpassen. (ist in dem Alter wohl normal, dass die Kinder alle nur dem Ball hinterherrennen) Der Trainer ist auch schwierig und musste sich von meiner Tochter schon 1-2 mal erzählen lassen, dass er nicht so einen Mist machen soll^^. Er bevorzugt ein paar Jungs, die zwar gut schießen, aber nur Alleingänge machen.

In einen Schwimmverein (gut für die Füße) kommt man hier nur über Kontakte. Und als ich die endlich hatte war sie mit fünfeinhalb Jahren zu alt. Tatsächlich wollen die hier nur die ganz kleinen Kinder, damit sie frühestmöglich Leistung bringen. Merkwürdiges Konzept. Jedenfalls steht sie seit fast 2 Jahren auf der Warteliste.

Nach den Ferien will sie Turnen ausprobieren. Da gibt es auch eine Leistungs- und Wettkampfgruppe.

Zum Test/Beratung:
Ich habe schon mehrere Telefongespräche mit der DGHK geführt. Das ist soweit ich weiß, die einzige Beratungsstelle in der Gegend.
Die meinten, dass ein Test erst wichtig ist, wenn die Schule es fordert. Dann würden die Kosten übernommen werden.
Die Rektorin unserer Grundschule will keinen Test, weil meine Tochter da sämtliche Rekorde knackt.
Bis zu ihr, durften sogar getestete Hochbegabte Kinder nur in einzelnen Fächern in die höhere Klasse. Drehtürmodel.
Außerdem ist mein Mann gegen Testung. Er sieht darin allgemein keinen Sinn.
Außerdem wissen wir ja, dass sie besonders ist. Welcher IQ Wert nun herauskommen würde verändert ja nichts.

Nur eine Sache möchte ich noch betonen. Denn ich mag diesen „die Mutter fordert zu viel“ Unterton nicht. Ich kann diese Neumodische „ Kinder müssen den ganzen Tag bespaßt und gefördert werden“ Art der Erziehung nicht leiden. Wo Kinder keine Freizeit mehr haben.
Wir haben nie richtig gefördert. Wir haben ja eher versucht es aufzuhalten. Klar, sie hatte 2 Vorschulhefte vom Opa. Auch Punkt zu Punkt Hefte von einem Kind zum Geburtstag. Die hat sie weitestgehend allein gemacht. Ich habe höchstens Fragen beantwortet und auch das wenig.
Auch die Schulhefte hat sie allein gemacht. Im Gegenteil, ich habe sie oft genug aufgefordert die Hefte wegzulegen und draußen wie ein Kind zu spielen.
Sie war bewusst in einem Naturkindergarten, damit sie matschen, toben und klettern kann. Damit sie nicht den ganzen Tag allein in einer Bastelecke sitzt oder puzzelt.
Sie hat erst mit 5 Jahren mit Ballett angefangen, weil ich keinen zugekleisterten Terminkalender wollte. Obwohl sie mit 3 dahin wollte. Keine Musikalische Früherziehung, keine Kunst für Kinder Kurse.
Natürlich habe ich viele Bücher vorgelesen. Auch nicht altersgerechte Bücher. Und auch Fragen beantwortet. Wobei da auch oft die gehasste Antwort kam, dass lernst du dann in der Schule.

Fakt ist: Sie ist schlau, sie ist schnell, sie braucht die meisten Sachen nur 1x hören, sie kann sich Stundenlang auf ein Thema, Puzzel, Spiel (letztens 5 Stunden Risiko^^), Sport konzentrieren, sie kann sich Dinge selbst erarbeiten. Und sie beißt sich an neuen Interessanten Themen fest, da bekommt man sie kaum von los.

Aber natürlich gibt es Schattenseiten. Keine Freunde haben ist kein Spaß. Sie ist einsam. Schlafen war schon immer ein schwieriges Thema. Ihre Babyzeit war zum weglaufen. Freunde fragten uns, ob wir wahnsinnig seien, nach ihr noch ein Kind bekommen zu wollen.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Do 2. Jul 2020, 19:26

@Ruth

sind die Geschwister ähnlich schnell?

Wie viele Termine das Kind hat, spielt vielleicht eine Rolle in der Entwicklung, aber wohl kaum eine fundamentale. Mein Großer hatte viele Aktivitäten seit dem Kindergarten. Mein Kleiner hat bis zum 6. Lebensjahr nicht gewusst was ein Heft und eine Aufgabe sind, kannte weder Monate noch Wochentage weil es sie in seinem Leben nicht gab und hat die meiste Zeit mit einer Sandschaufel und einem Eimer Wasser verbracht. Das Ergebnis im Nachhinein ist etwa das gleiche... Beide Jungs sind zwar sehr unterschiedlich, aber sie sind so wie ich seit ihren ersten Tagen kenne. Wie und wo sie aufgewachsen sind speilt eine untergeordnete Rolle.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Ruth87 » Do 2. Jul 2020, 21:55

Mein Sohn 5Jahre 5 Monate
Er ist vollkommen anders als die Große. Fantasie für 5 Kinder. Immer in seiner eigenen Welt. Selten längere Konzentration. Hibbelig. Sehr ängstlich/vorsichtig. Bei Spielen zu aufgeregt um richtig mitspielen zu können. Wobei das Momentan besser wird.
Kaum Interesse an Buchstaben oder Zahlen. Obwohl er trotzdem viel kann. Aber es ist ihm nicht wichtig. Bis vor kurzem hat er malen verweigert. Kann erst seit einem Jahr richtig einen Stift halten. Linkshänder, was es angeblich schwieriger macht.
Er hatte als Baby und bis er 2 geworden ist, alle Anzeichen. Teilweise schnellere Entwicklung als die Große.
Dann kam eine extrem ausgeprägte Trotzphase. Wenn etwas nicht passte, er sich nicht anziehen wollte oder auch sobald man irgendwohin wollte, hatte er Schreianfälle von mehreren Stunden. Das wurde mit 4Jahren etwas besser und seit einem halben Jahr sind es keine Schreianfälle mehr. Aber er ist ziemlich schwierig.
Mit 4 Jahren war er besessen von Lampen, bis wir ihm einen Glühdraht gebastelt haben und er so endlich live sehen konnte, wie es funktioniert. Danach kam, wie funktionieren Fahrräder? Wie Autos, Motoren, wie kommt die Drehbewegung zum Reifen? Getriebe….

Nummer 3: die Kleine ist 2Jahre 5Monate.
So wie Nummer 2, wach und Aufmerksam vom ersten Tag. Gruselig nannte es eine Tante.
Motorisch ähnlich schnell wie die Große. Aber entspannter. Nicht so besessen am Üben. Sie hat früh gesprochen, aber nur wenn es wichtig genug war. „Mama Mi holen, Mi alle“ mit ca 15Monaten. Verrückt ist, das sie zwar mittlerweile viel Spricht, aber nur 3-4 Wortsätze mit falscher Satzstellung.
Sie puzzelt seit nem halben Jahr Puzzel für 4 Jährige, Die ersten 2-3male mit mir oder der großen Schwester. Fuhr mit 15Monaten Laufrad und mit 25Monaten Fahrrad. Wobei ihre Füße jetzt erst einigermaßen unten ankommen und sie noch nicht allein starten kann. Zum Anhalten springt sie runter. Sie hat immer einen Anfall bekommen wenn sie das kleine Fahrrad gefunden hat. Bis wir sie draufsetzten um zu zeigen, guck du kannst es nicht, fahr lieber Laufrad. Schon seit letztem Sommer. Aber zu Ostern klappte es auf einmal.
Schlafen ist bei ihr auch schwierig. Mit 5Monaten gab es nur noch ein Schläfchen während die anderen im Kiga waren. Der Restliche Tag (7-8 Stunden)wurde durchgemacht.
Letztes Jahr hat sie den Mittagsschlaf mit Beginn der Sommerferien komplett eingestellt (15Monate). Man hätte ja etwas verpassen können.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Do 2. Jul 2020, 22:24

@Ruth

ich habe schon gedacht, ich bin die einzige, die so viel Spaß im Haus hat. Meine Kinder sind aber schon größer und warten mit anderen Problemen auf :D Ich bewundere dein Durchhaltevermögen.

Kein Interesse an Lesen und Zahlen sagt noch gar nichts. Alle meine Kinder haben Lesen erst mit 5 in der Schule gelernt. Es war ihnen wie deinem Sohn nicht wichtig.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Ruth87 » Fr 3. Jul 2020, 08:01

Ich bin mir ziemlich sicher, dass er auch sehr schlau ist. Haben lange überlegt, ob er mit 5 Eingeschult werden soll. Aber er hat halt auch viel was dagegen sprach.
Er will nicht zur Schule. Er will spielen. Er kann sich schlecht auf Sachen konzentrieren, die ihn langweilen. Selbst wenn er mir Fragen stellt, ist er schnell von irgendwas abgelengt. kommt dann nach einigen Minuten wieder und will da anknüpfen wo wir stehen geblieben sind.
Er hat ein sehr gutes Gedächnis. Die Erzieherinnen sind da manchmal sehr beeindruckt.

Aber auch eine schlechte Gefühlsregulation. Er pischt auch immer noch regelmäßig ein. War nie richtig trocken.
Er hat auch ein hohes Gerechtigkeitsideal. Leider hält er selbst sich nicht immer daran. Oft auch weil die Emotionen (Wut, Eifersucht) zu stark sind. Das heisst, er fordert, dass alle sich richtig verhalten, nur er selbst darf Fehler machen. Und das merkt er nicht oder will es nicht merken/eingestehen. Großes Drama Material.

So haben wir entschieden, das uns die Gefahr zu groß ist, ihn früher einzuschulen.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Ruth87 » Fr 3. Jul 2020, 08:03

Und das er eine schlechte Feinmotorik mit Stiften hat, sprach auch dagegen.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon alibaba » Fr 3. Jul 2020, 08:13

Katze_keine_Ahnung hat geschrieben:
alibaba hat geschrieben:@sinus

Es ist locker machbar, einem interessierten flotten GS-Kind Stoff der nächst höheren Klassen zu vermitteln.


Es ist halt die Frage, wie lange man braucht, und wie viel Aufwand. Kinder, die in ihren Köpfen noch kein Dezimalsystem haben, können auch mit Grundschulmathe der 3. und 4. Klasse nicht umgehen. Klar, können sie schriftlich Multiplizieren nach Schema lernen, aber die Sache mit den Nullen kriegen sie einfach nicht hin. Genauso ist das mit Dezimalzahlen. Jedes Kind kann Komma zwischen m und cm setzen, aber um sich vorstellen zu können, dass 1,23 sich zwischen 1,2 und 1,3 befindet, braucht man gewisse Strukturen im Hirn, die vor der Zeit nicht antrainiert werden können.


Ich frage mich manchmal in welchem Forum wir hier sind?

Mein Sohn hat keinen IQ von 150+ und konnte das locker. In Klasse 1 Aufgaben aus Klasse 3. Ich hab das alles schon mal mitgemacht. Allerdings hab ich das eben doch recht schnell hinterfragt. Will ich das? Mit meinem Kind sitzen? Nein, will ich nicht. Wenn das Kind das alleine macht, dann ist das ja prima. Dann hat es die intrinsische Motivation und legt los. Das will nur ich. Ohne Muddern. Wenn das aber so ist, bin ich wieder bei @Bliss - muss in Folge auch eine Konsequenz kommen. Es ist ja total unsinnig, dem Schulstoff vorweg zu greifen und dann nichts zu tun.

Ich möchte nochmals zum Thema "Schulstoff vorweg nehmen" erinnern, dass keine Förderungsstelle für Hochbegabte das in ihren Programmen anbietet! In der letzten Mathethematik beim Juniorstudium nahm der Professor kein Mathestoff voraus. Es wurden andere Rechentechniken behandelt. Aber der Stoff des Abiturs wurde den Jugendlichen dort nicht erklärt.

Entschließe ich mich also als Mutter das dem Kind anzubieten, muss ich mir schon überlegen, was da in Konsequenz folgen muss und ob ich das so will. Einem jungen Kind ist die spätere folgende Auswirkung ja überhaupt nicht klar. Und selbst wenn ich als Mutter denke, Ach - ist doch banal - sollte man immer im Blick haben, dass es ums Kind geht und nicht um mich. Für mein Kind ist es vielleicht nicht banal.

Peers sind für meine Kinder wichtig. Und es betrübt meinen Großen, dass seine Peergroup eben etwas darf was er nicht darf. Da liegen locker 2-3 Jahre dazwischen und im Teenageralter ist das gravierend groß. Da ist es Zufall, dass seine "Gruppe" recht vernünftig junge Erwachsene sind und mir mein Popo nicht ganz so auf Grundeis gehen muss.

Für mich war recht schnell klar, ich entscheide nicht für meine Kinder. Das müssen sie selber tun. Dann funktioniert das mit den daraus resultierenden Konsequenzen auch super.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon alibaba » Fr 3. Jul 2020, 08:57

Ruth87 hat geschrieben: Um den Spaß am Lernen zu erhalten gab es ja den ersten Klassensprung.


Ruth87 hat geschrieben: Sie hat kurz vor dem Klassensprung mit Blockflöte angefangen. Eigentlich möchte sie Querflöte spielen, aber dafür sind die Arme wohl zu kurz. Später kann sie dann leicht auf Querflöte umsteigen. Ich glaube sie ist recht gut dabei, hat aber selten Lust zu Hause zu üben. Keinen großen Spaß am musizieren.



Ruth87 hat geschrieben: Sie hat früher exzessiv gemalt. Aber nur Ausmalbilder. Selbst malen wollte sie nicht, weil es nicht richtig aussieht. Habe ihr auch Bücher „Zeichnen lernen für Kinder“ gekauft. Aber auch die waren nur kurz Interessant. Zum letzten Geburtstag gab es ein Arbeitsheft mit ähnlichem Titel. Es wurde nach wenigen Seiten vergessen.


Ruth87 hat geschrieben:Außerdem liebt sie es abends wenn die anderen beiden schlafen (Hörspiel hören), mit meinem Mann und mir Spiele Abend zu machen. Umso Anspruchsvoller umso besser. Altersbegrenzungen beachten wir schon länger nicht mehr. So sorgen wir dafür, dass sie nicht jeden Abend nur Hefte macht oder Stundenlang alleine lesen muss. Sie schläft erst gegen 22Uhr. Am Wochenende wird es auch mal später.


Ruth87 hat geschrieben:Ballett war nach 1Jahr zu Anspruchslos.


Ruth87 hat geschrieben:Fußball…ja, sie ist Mannschaftskapitän, hat den taktischen Durchblick. Aber sie ist genervt davon, dass die Jungs alle nicht richtig aufpassen. Ständig ihre Position verlassen und dadurch Chancen verpassen. (ist in dem Alter wohl normal, dass die Kinder alle nur dem Ball hinterherrennen) Der Trainer ist auch schwierig und musste sich von meiner Tochter schon 1-2 mal erzählen lassen, dass er nicht so einen Mist machen soll^^. Er bevorzugt ein paar Jungs, die zwar gut schießen, aber nur Alleingänge machen.



Ich hab jetzt mal da die Zitate genommen, die mir besonders auffallen. Hier fällt mir auf, dass Ihr an der sozialen Kompetenz von eurem Kind arbeiten solltet. Was fällt mir spontan zu den Zitaten ein: Ich, Ich, Ich. Ich will Spaß und im Vordergrund stehen. Stehe ich im Vordergrund laufe ich zu Höchstleistungen auf - finde das super. Stehe ich da aber nicht, argumentiere ich, Ach, ist mir langweilig. Und jetzt ganz provokativ: springt Ihr als Eltern?

Manchmal bedarf es etwas Zeit, Dinge als Sprungbrett zu benutzen. Dafür muss man sich aber einfügen können, Geduld mitbringen, das Ziel vor Augen haben und sozial in der Gruppe sein. Sich im Prinzip etwas "erkämpfen" zu müssen, durch dranbleiben. Eine wichtige Lebenserfahrung. Und sie birgt durchaus Gutes. Nicht für umsonst heißt es, Man trifft sich im Leben immer 2x.

Vielleicht "klar" warum euer Kind mit "Freunde finden" es so schwer hat. Und ergänzend füge ich hinzu: je älter die Kinder um dein Kind drum herum, umso weniger lassen sie sich das gefallen.
Zuletzt geändert von alibaba am Fr 3. Jul 2020, 09:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 3. Jul 2020, 09:01

was heißt hier sitzen? In der Coronazeit muss man als Elternteil die jungen Kinder schulisch betreuen.

"Manchmal bedarf es etwas Zeit, Dinge als Sprungbrett zu benutzen. Dafür muss man sich aber einfügen können, Geduld mitbringen, das Ziel vor Augen haben und sozial in der Gruppe sein. Sich im Prinzip etwas "erkämpfen" zu müssen, durch dranbleiben. Eine wichtige Lebenserfahrung. Und sie birgt durchaus Gutes. Nicht für umsonst heißt es, Man trifft sich im Leben immer 2x."

Das wird im allen ernst von einem 7-jährigen verlangt? Bei uns laut der Lehrerin haben ganz normale nicht hochbegabte, nicht verhaltens- oder sonst-wie auffällige Kinder Probleme bei der Abgabe der Hausaufgaben eine Schlage zu bilden. Das findet sie zwar nicht normal im Vergleich zu früher, aber das sind halt die Folgen der modernen Erziehung.

Meine Kinder haben einen Klavierlehrer, dem die IQ-Werte ganz egal sind. Bei ihm spielt man Stücke, die einem drei Nummer zu groß sind, bis man sie perfekt kann. Ein Kind aus der Klasse meiner Tochter tanzt Ballet 6 Mal die Woche, und das in der 9. Klasse, obwohl sie schon lange weiß, dass sie keine Tänzerin wird. Noch ein Kind klettert die gleichen 6 mal die Woche. Also geht das Konzept des Durchhaltens und Lernens auch auf dem anderen Niveau.
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