Sprung 1. zu 2. Klasse

Fürs und Widers zum Überspringen

Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Bliss » Fr 3. Jul 2020, 12:40

Lesen und grundlegendes Rechnen sind noch Sachen, die einfach für viele andere Sachen Grundvorausetzung sind und schon von daher für viele Kinder vor der Schule interessant sind. Weitergehende Sachen, wie z.B Wortarten, Satzglieder sind dann schon mehr ein Spezialinteresse und da würde sich für viele Kinder sicher leicht eine Alternative finden lassen.

charlotte12 hat geschrieben:.
Ich finde aber überhaupt nicht, dass man springen MUSS, wenn man Stoff vorneweg genommen hat. Bei meiner Tochter war es so, dass sie sich in Mathe fast die komplette Grundschulzeit hindurch langweilte, völlig egal, ob der Stoff neu war oder nicht.


Klar muss man nicht. Mein Sohn hat auch erst die 9.Klasse übersprungen, obwohl er den Grundschulstoff weitgehend vor Einschulung konnte, ohne dass ich da irgendwas gemacht hätte. Und ich glaube das folgende ist der Knackpunkt, warum meine Kinder viele Probleme, die andere HB Kinder haben nicht haben:

charlotte12 hat geschrieben: Mein Kind hatte nie Interesse an chinesisch, weil das schlicht in ihrer Welt keine Rolle spielt, und sie kam nie weit auf der Geige, weil sie schlicht intellektuell und nicht musisch hochbegabt ist.


Ich vermute, dass keines meiner Kinder musikalisch oder sportlich hochbegabt ist. Trotzdem haben sie schon immer viel Interesse und Spaß an Sport und Musik. Das sind die Bereiche, wo sie sich die Sachen genauso erarbeiten müssen, wie andere Kinder auch. Und viele ihrer Freundschaften sind dadurch entstanden. Und auch Dinge, die in ihrer Welt keine Rolle spielen wecken vorrübergehend Interesse.

Während sie sich mit den Sachen, wo ihre Begabungsspitzen liegen nicht undingt auch gern und aussdauernd beschäftigen, selbst wenn die Beschäftigung interessant gestaltet ist.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon sinus » Fr 3. Jul 2020, 13:19

Bliss hat geschrieben:
Ich vermute, dass keines meiner Kinder musikalisch oder sportlich hochbegabt ist. Trotzdem haben sie schon immer viel Interesse und Spaß an Sport und Musik. Das sind die Bereiche, wo sie sich die Sachen genauso erarbeiten müssen, wie andere Kinder auch. Und viele ihrer Freundschaften sind dadurch entstanden. Und auch Dinge, die in ihrer Welt keine Rolle spielen wecken vorrübergehend Interesse.

Während sie sich mit den Sachen, wo ihre Begabungsspitzen liegen nicht undingt auch gern und aussdauernd beschäftigen, selbst wenn die Beschäftigung interessant gestaltet ist.


Ja, das könnte sein. Die Kinder meines Bruders haben alle sehr sehr viele Hobbys, eigentlich jeden Nachmittag etwas. Tanz, Kunst, Sport, Musik...
Ihr gesamter Freundeskreis akquiriert(e) sich aus den Freizeitbeschäftigungen.
Sie haben allerdings auch eine recht strenge Mutter, die von ihnen viel Selbstdisziplin verlangt und wo einmal begonnene Sachen nicht schnell wieder aufgegeben werden durften.
Da wird nicht groß diskutiert und auf jede Befindlichkeit Rücksicht genommen.
Und es geht Ihnen sehr gut damit.

Das würde mit meiner sowohl sehr sensiblen, als auch überaus eigensinnigen Tochter leider so nicht funktionieren. Sie fühlte sich bisher bei fast nichts wirklich wohl. Obwohl sie brav dieses und jenes ausprobiert hat. Aber vielleicht findet sie ja da noch was...
Bei der kleinen Schwester sehe ich da anderes voraus. Die ist viel geselliger und offener und emotional viel stabiler.
Mal gucken.

Das Kind der TE ist auch noch sehr jung und gerade erst in dem Alter, wo man noch herumprobiert und sucht, was passen könnte.
Das ist genau die richtige Phase, um mal hier und mal da zu schnuppern, was einem liegt und gefällt, finde ich.
Die Zeit der ausdehnenden, intensiven Hobbys kommt da sicher noch. Später.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon alibaba » Fr 3. Jul 2020, 13:51

Diese beiden Zitate finde ich wahnsinnig spannend.

Ruth87 hat geschrieben: Als hochbegabte 6 Jährige in einer Gruppe von 3-6Jährigen. Die mehr spielen, als richtig Ballett zu machen. Ja dann habe ich sie da abgemeldet.


charlotte12 hat geschrieben: Mein Kind hatte nie Interesse an chinesisch, weil das schlicht in ihrer Welt keine Rolle spielt, und sie kam nie weit auf der Geige, weil sie schlicht intellektuell und nicht musisch hochbegabt ist.


Es interessiert ein Kind nur das wo die Hochbegabung eine zentrale Rolle spielt? Und es tut ein Kind nicht, weil es da nicht hochbegabt ist?

Da antworte ich mal nicht selber, sondern hab schon das Zitat parat, an welches ich mich glatt dran hänge - es hätte meine Antwort sein können -:

Bliss hat geschrieben: Ich vermute, dass keines meiner Kinder musikalisch oder sportlich hochbegabt ist. Trotzdem haben sie schon immer viel Interesse und Spaß an Sport und Musik. Das sind die Bereiche, wo sie sich die Sachen genauso erarbeiten müssen, wie andere Kinder auch. Und viele ihrer Freundschaften sind dadurch entstanden. Und auch Dinge, die in ihrer Welt keine Rolle spielen wecken vorrübergehend Interesse.

Während sie sich mit den Sachen, wo ihre Begabungsspitzen liegen nicht unbedingt auch gern und ausdauernd beschäftigen, selbst wenn die Beschäftigung interessant gestaltet ist.


:mrgreen:
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon charlotte12 » Fr 3. Jul 2020, 14:39

Es interessiert ein Kind nur das wo die Hochbegabung eine zentrale Rolle spielt? Und es tut ein Kind nicht, weil es da nicht hochbegabt ist?


@alibaba:
Ok, das war von mir missverständlich formuliert. Bei uns war das Problem, dass sich mein Kind bis zur Einschulung wie Ruths Kind sehr für Themen interessierte, bei denen sie außergewöhnlich begabt ist, sprich für Lesen, Schreiben und Rechnen. Andererseits wären wir ja auch wohl nirgendwo angeeckt. Die Empfehlung der Begabungsstelle war, sie Geige spielen zu lassen. Sie machte dort kaum Fortschritte, es machte keinen Spaß, sie übte immer weniger bis gar nicht, Zwingen endete in Tränen - und sie lies sich davon nicht abhalten, sich selbst viel zu viel Schulstoff anzueignen. Das Problem war letztendlich nicht die fehlende Begabung sondern der daraus resultierende fehlende Spaß an der Sache. Und in noch einer Sache stimme ich mit Ruth überein: Du versuchst gerade, auch mich als Eislaufmutter darzustellen, versuchst mir in den Mund zu schieben, dass ich versuche, die Hochbegabung zu puschen. Zumindest kommt das jetzt gerade bei mir so an. Und Ich habe meine Kind nie zu irgendetwas gepuscht, im Gegenteil, ich habe versucht, die schlauen Ratschläge zu befolgen, das Kind mit Geigenunterricht, Wassergewöhnungskursen und Kinderturnen auf andere Gedanken zu bringen. Nur hat es dummerweise das alles gehasst. Ich werde nie vergessen, wie mein Kind mit 4 1/2 Jahren am Beckenrand stand, sich nicht traute zu springen und mir hinterher erklärte: "Da stand doch am Beckenrand: `Ins Wasser springen verboten!´" Warum muss ein Kind ins Wasser springen wenn es lieber das Schild lesen möchte, nur weil 4 1/2-jährigen nunmal normalerweise besser ins Wasser springen als lesen können und dort auch mehr Interesse haben? Mittlerweile ist das Problem übrigens bei uns gelöst, die Grundschule hat es erfolgreich geschafft, meinem Kind jedes Interesse am Schulstoff auszutreiben und es lernt nichts mehr freiwillig, ganz im Sinne von Alibaba.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 3. Jul 2020, 15:22

und wenn mein Kleiner schon Geige spielt und schwimmt und trotzdem aus seiner 2. Klasse im Matheunterricht so herausragt, wie ein Eisberg aus dem Wasser, wohin damit? Interesse und Freude an gleichaltrigen Freunden hat er durchaus, deswegen ist er in der 2. Klasse. Aber er will gar nicht zur Schule gehen, wenn ihm dort nichts unterrichtet wird. Und dabei hat er einiges an Durchsetzungsvermögen von einem der Elternteile hier gelernt...
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon alibaba » Fr 3. Jul 2020, 15:54

@charlotte

charlotte12 hat geschrieben: ......ganz im Sinne von Alibaba.


Welches Problem hast Du denn gerade? Ich hab schon letztens bemerkt, dass Du meine Texte nicht richtig interpretierst. Du sammelst da Dinge zusammen ….. da fällt mir nichts mehr dazu ein.

Wenn man das:

Ruth87 hat geschrieben: Der Trainer ist auch schwierig und musste sich von meiner Tochter schon 1-2 mal erzählen lassen, dass er nicht so einen Mist machen soll^^.


da mit


charlotte12 hat geschrieben: Und in noch einer Sache stimme ich mit Ruth überein: Du versuchst gerade, auch mich als Eislaufmutter darzustellen, versuchst mir in den Mund zu schieben, dass ich versuche, die Hochbegabung zu puschen. Zumindest kommt das jetzt gerade bei mir so an. Und Ich habe meine Kind nie zu irgendetwas gepuscht, im Gegenteil, ich habe versucht, die schlauen Ratschläge zu befolgen, das Kind mit Geigenunterricht, Wassergewöhnungskursen und Kinderturnen auf andere Gedanken zu bringen. ……..


erklärt, weiß ich, dass ich den Finger auf der richtigen Stelle hatte. ;)

Da fällt mir, eigentlich nie um eine Anmerkung verlegen, nichts mehr ein. Ich schleiche mit kopfschüttelndem Haupt von dannen.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Karen » Fr 3. Jul 2020, 16:29

Seit ich keine Angst mehr habe Eislaufmutter zu sein, geht es mir und meinem Kind viel besser. Sorry, es war mein Problem, wie ich in der Augen der anderen gesehen werde (ich passe ja perfekt ins Profil, als Ausländische Akademikerin). Es war und nicht das Problem meiner Tochter - ich finde es unfair dem Kind gegenüber meine eigenen Probleme zu übertragen. Auch mit meinen Vorstellungen dass ein Kind soll mit drei lachenden Freundinnen in Wald spielen statt alleine Bücher lesen, hat sie nichts zu tun. Das ist nicht sie und ihre Bedürfnisse, dass sind meine Träume die nicht wahr gekommen sind und mein Problem.
Ich finde auch dass Kinder dann sollen lernen wenn es ihnen passt und wenn sie sich daran interssieren. Corona Zeiten waren dafür Ideal - wenn meine Tochter keine spass hatte 18/3 zu teilen, haben wir es einfach mit 3x-9=y; y+2=11 ersetzt. Also hat sie doch 18/3 teilen müssen, aber ohne dass sie es überhaut gemerkt hat. Oder statt 24/8 haben wir 26/8 teilt. Ich habe es als meine Verantwortung zu entscheiden gesehen was mein Kind lernt und ich habe sie übernommen. Alternative wäre - mein Kind macht nichts, gab ja auch genug von denen. Aber dank dem, haben die Lehrerinnen wirklich gesehen dass meine Tochter nicht nur ein wenig besser Mathe kann. Sie versteht es einfach ganz schnell. Auch dezimalsystem, minus zahlen, usw. und das macht spass. Nicht das 1 x1 lernen. Sie wurde gesehen, und sie haben nach Lösungen gesucht - mit dem Resultat dass sie mit älteren Schüler ein Einzehlunterricht hat. Dabei lernt sie die Grundalgen die sie noch nicht kann nebenbei. Die Noten interssieren mich momentan gar nicht (in diesem Halbjahr gibt es sowieso mehr keine wegen Corona).
Mir hat die Abklärung wirklich weit gebracht - ich habe viel zu lange gewartet damit, genau aus dem Grund die man hier ganze Zeit hört - was bring es? Aber es war falsch. Wir haben es übrigens Privat bezahlt, da ich nicht über der Schule gehen wollte und es völlig unabhängig in einer Spezializierter Stelle machen. Es ist nicht einfach meine Meinung dass das Kind weit ist. Tochter weiss es auch, sie fühlt sich nicht mehr wie von Mond, sie versteht es auch.
Ich kann gut vorstellen dass ein Kind das schnell lernt in der Gruppe der 3-6 Jahrigen die nur Plauschballet machen einfach unterfordert ist. Ihr wäre genau so in Turnen gegenagen wenn sie nicht in der Leistunngsgruppe gewesen wäre. In der Leistungsgruppe ist sie nicht die beste - sie ist talentiert, aber kein Ausnametalent wie 3 andere Kinder die dann nächstes Jahr ins Kadertrainning gehen werden, und es ist gut so. Sie macht es gern, will aber nächstes Jahr noch Klavier und Reiten lernen. Heute habe ich ihr 15 min lange gezeigt wie man Noten liest. Sie hat nach 15 min einfach Melodien nach Noten gespielt - sie hat wie auch ich absolutes Gehör. Aber höhestens 15 min lange Ausdauer, was Musikunterricht ziemlcih dagegen spricht. Das mit viel freie Zeit und freispielen habe ich aufgehört - sie macht es nicht gerne. Sie kann nicht alleine spielen, sie braucht jemandem, ein anderes Kind, Tier, war auch immer. Einfach nicht alleine. Ich habe gelernt nicht mehr auf die Leute zu hören die meinen dass ein Kind durch langweile lernt, dass sich nicht selber beschäftigen können ganz schlecht und fast schon ppathologisch ist, und schlimste an heutigen Erziehung, und der Zeichen der Eislauf-Eltern. Egal. Mein Kind braucht was anderes. Es ist nicht so wie die andere, und ist so wie sie ist - ich akzeptiere sie so, und unterstütze sie auf ihrem weg.
Freunden - sie hat Freunden, aber dass sind keine tiefe Freunudshcaften. Und ich bin ziemlich sicher, dass es einfach falsche Kinder für sie sind. Wir treffen zwei Familien die wir in Urlaub auf einem Campingplatzt kennengelernt haben (zu unterschiedlichen zeiten). Diese beide Mädchen sind für meine Tochter einfach perfekt. Das ist eine andere Niveau des Spiels - alles andere als ich es bei uns in Quartir gesehen habe. Die beide wohnen aber 2 Studen von uns entfernt. Es gibt mir Gewissheit, dass meine Tochter nicht falsch ist. Eher dass sie einfach noch nicht richtige Person in der Umgebuung gefunden habe.
Also - ich würde nie nie ihr etwas vorenthalten wenn sie es will und danach verlangt und umgekehrt sie daran stärken es zu lernen, wenn sie es jetzt will.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Ruth87 » Fr 3. Jul 2020, 17:52

Liebe alibaba,
ich habe das Gefühl du liest unsere Texte nicht richtig. Oder du verstehst sie nicht? Vielleicht kannst du sie auch nur im Licht deiner eigenen Erfahrungen sehen? Nicht über deinen Horizont blicken?

Das Zitat mit dem Ballett sollte heißen: Meine Tochter wollte ernsthaft Ballett machen. Sie wollte sowohl körperlich, als auch geistig gefordert werden. Sie wollte einen gewissen Anspruch. Nicht um zu glänzen, sondern um Spaß dabei zu haben.
In dieser Gruppe wurde aber nur gespielt, ein bisschen gehüpft. Wenn sie Bewegungsabfolgen übten, wurden die jedes Mal wieder erklärt. Wie fühlst du dich, wenn dir jedes Mal Dinge erklärt und vorgemacht werden, die du schon lange kannst? Die anderen in der Gruppe nur Blödsinn machen? Du aber gerne etwas lernen würdest?
Das solltest du jetzt vielleicht endlich verstanden haben. Ansonsten muss ich ernsthaft bezweifeln, ob du dich wirklich jemals mit den verschiedenen Arten von Hochbegabten Kindern und ihrem Denken/Fühlen auseinandergesetzt hast.

Mir fällt zu all deinen Meinungsäußerungen eine Anekdote ein:
Meine Tochter rettete mit 2 Jahren ihren kleinen Bruder vor einem Treppensturz. Sie hielt ihn fest und rief mich. Was für ein Glück.
Als ich das einigen Eltern aus ihrer Spielgruppe erzählte, war deren Reaktion sehr unerwartet für mich. Kein „was? du hast aber schlecht aufgepasst“. Sondern „Was ich doch für ein seltsames Kind hätte“. Ihre Kinder hätten das Geschwisterkind einfach runter geschubst….Nein so eine wie meine würden die ja nie im Leben haben wollen.

Fakt ist: In unserer Welt hat man angepasst zu sein.
„Gute Kinder“: hauen, schubsen, lügen, betrügen, manipulieren, drängeln sich vor, können nicht teilen….um nur einiges was mir spontan einfällt aufzuzählen.
Ihnen das abzugewöhnen ist meist eine große Herausforderung, die wir Erziehung nennen. Bei vielen klappt es nie so ganz.

Hat ein Kind aber schon sehr früh (oder schon immer) raus, das all diese Verhaltensweisen nicht gewünscht sind. Einen auch nicht weiterbringen. Und es sich wie ein gut sozialisierten junger Erwachsener benimmt…
Tja dann nennen wir es unsozial. Kritisieren das Verhalten und sagen“ Selbst schuld, dass du ausgegrenzt wirst“. Schließlich hast du dich nicht an das Benehmen der großen Masse angeglichen.
Schade, dass sogar in diesem Forum solche Meinungen durchscheinen.


Oh, und noch etwas. zum Thema der Geige;-) Was übrigens ein ganz anderes Thema (Hintergrund/Motivation) ist als das Ballett.
Ich würde es Menschlich nennen, wenn man gerne Dinge tut an denen man Interessiert ist. Interesse hat man selten an Dingen die einem so ganz und gar nicht liegen. Das hat nichts mit Hochbegabung zu tun ;-).
Oder verlangst du auch von Normalbegabten ohne musikalisches Interesse, das sie unbedingt zum Zeitvertreib ein Instrument lernen müssen? Und wehe sie hören wieder auf! Dann ist das auf jeden Fall ein großer, unverzeihlicher Charakter Fehler!?

Einen schönen Abend noch
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon Katze_keine_Ahnung » Fr 3. Jul 2020, 18:11

Musikalität kann sich wie einiges andere in jungen Jahren noch entwickeln. Man wird dadurch nicht zu Mozart, aber man kann durchaus Mozart spielen lernen. Wenn man das kann, dann macht es einem auch Spaß. Mein Großer hat gelernt die Musik von Chopin zu schätzen, erst nachdem er es selber gespielt hat. Das war für ihn so was wie ein Horizonterweiterung.

Die Fälle, wo von Anfang an es klar ist, dass es motorisch mit der Geige einfach nicht geht, lasse ich hier aus der Betrachtung.
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Re: Sprung 1. zu 2. Klasse

Beitragvon alibaba » Fr 3. Jul 2020, 18:12

@ruth87

Weißt Du, was ich ganz wichtig in Diskussionen finde, das ist die Sachlichkeit. Sachebene statt Beziehungsebene. Ich hab immer in der Sachebene geschrieben. Solange wie Du in der Beziehungsebene ( und im Sarkasmus) schreibst, soll ich Dir was darauf antworten?

Zu meiner pubertierenden Madame sag ich dann immer: Wenn Du denkst, dich beruhigt zu haben, können wir gerne nochmal sachlich drüber sprechen. Dann schnauft meine Teenagerin immer ganz tief durch und probiert es nochmal. ;)
alibaba
 

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