18 Monate und Computer???

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Re: 18 Monate und Computer???

Beitragvon Jennny » So 29. Jun 2014, 13:52

Unser ältester hatte mit 2 Jahren einen Lerncomputer, aber ein richtiger Computer wäre meiner Meinung nach zu früh.
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Re: 18 Monate und Computer???

Beitragvon Switch » Di 8. Sep 2015, 14:28

am PC kommt denk ich kaum einer Vorbei,doch mit 18 Monaten ,meiner meinung noch zu früh, wir haben uns viel beschäftigt mit unseren kleinen und das Ohne PC. Wenn es soweit sein sollte das wir nicht drumherum kommen, wird er auch nicht überall drauf können wenn er am PC darf
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Re: 18 Monate und Computer???

Beitragvon KKF » Fr 11. Dez 2015, 14:27

18 Monate - Computer. Ich denke, dass es zu früh ist.
Viele Grüsse,
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Re: 18 Monate und Computer???

Beitragvon Karen » Sa 12. Dez 2015, 16:25

Ich finde die Diskussion hier ein wenig komisch. Wieso soll ein 18 monaten kind nichts von computer wissen, ein 3 oder 6 jahriges dagegen schon? Meine eltern wohnen in Ausland die momentan noch teilweise mit krieg betroffen ist. Und das einzige möglichkeit von kontakt zwischen meine tochter und sie ausser 1 mal pro jahr besuch ist Skype. Das bedeutet das meine tochter schon mit 1 woche erste mal von computer gessessen hat, mit 6 monate hat sie schon hinter bildschirm gekrabelt um zu schauen wo ihre grosseltern sind und jetzt mit 2.5 jahren kann sie mein laptop selber einschalten (inklusive passwort) und skype starten. Und klar, hat sie auch trickfilme, bilder und spiee entdeckt (sicher vor sie 18 monaten alt war; erste trickfilm (uki, 3 min) hat sie mit 9 monaten geschaut) und wir haben keine zeitgrenzen und gehen sehr offen damit um, wie mit anderen angeboten am spielzeug. Laptop steht nie vor ihren nase, aber wenn sie danach ausdrücklich fragt, darf sie es auch. Trotzdem spielt(/skype/ trckfilme) sie höchestens 2 mal pro woche und nie übertrieben lang und macht das deckel selber zu wenn sie genug hat. Wenn wir bei ihr mit zeitlimiten und verboten anfangen würden, bin ich mir sicher das wir sie nachher nur probleme haben würden. Und so hat es das gleiche wert wie briobahn spielen oder basteln.
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Re: 18 Monate und Computer???

Beitragvon Rabaukenmama » Sa 12. Dez 2015, 16:54

@Karen: Ich finde ja so schön dass ENDLICH mal jemand in der Hinsicht ähnlicher Ansicht ist wie ich. Werde manchmal angeschaut als käme ich vom Mond nur weil meine Kinder keine fix defnierten "Medien-Zeiten" haben und TV, PC und Konsole nicht durch Limits und Verbote interessant gemacht werden :) .

Das einzige Limit, über das ich übrigens bisher ernsthaft nachgedacht habe (es ist beim nachdenken geblieben ;) ), war eine Lego-Limit für meinen Großen. Der hatte mal so eine exzessive Phase wo er von Lego-Steinen sogar geträumt haben muss und alles andere uninteressant war.
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Re: 18 Monate und Computer???

Beitragvon Karen » Sa 12. Dez 2015, 22:15

:-) Komisch angeschaut werden wir auch, aber keine fixe medienzeiten ist nur ein von vieles gründen von empörung. Wir haben sogar keine süssigkeitenlimits (schokolade und weinahtsgeback liegen freizugänglich am tisch und es wird höchestens einmal am tag was genommen; verursacht immer ein "grossen augen effekt" bei besuch: " sie wird doch dick!"), keine feste zu bett gehen zeiten und essenszeiten ("kinder brauchen doch feste rythmus!!"), kind muss nicht teilen ("oh schlimm, sie wird es nie mehr lernen!"!), familienbett ("sie schläft sicher noch mit 18 mit uns") und ein kind das im zug freulich leute abzählt, 4-1 ist 3 schreit (jemand aus 4-abteil ausgestiegen) und 5 min später ein trotzanfall bekommt weil zug 5 m weg von stationnameschield angehalten hat statt genau vor dem schild wie immer.... Es ist manchmal schwierig gegen mainstream zu schwimmen...
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Re: 18 Monate und Computer???

Beitragvon Bliss » Sa 12. Dez 2015, 22:25

Was sollte man auch limitieren, wenn das Kind eh nicht mehr will?

Wir brauchen auch nichts limitieren, da der Konsum sowohl von Medien als auch Süßigkeiten in Summe im Rahmen bleibt.

Anstrengend finde ich aber Leute, die glauben nur weil sie nichts reglementieren würde sich der Konsum im Rahmen halten. Das glaube ich nämlich nicht.
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Re: 18 Monate und Computer???

Beitragvon Rabaukenmama » Sa 12. Dez 2015, 22:54

Karen hat geschrieben::-) Komisch angeschaut werden wir auch, aber keine fixe medienzeiten ist nur ein von vieles gründen von empörung.


Fast schon eine Seelenverwandtschaft :mrgreen: !

Karen hat geschrieben:Wir haben sogar keine süssigkeitenlimits (schokolade und weinahtsgeback liegen freizugänglich am tisch und es wird höchestens einmal am tag was genommen; verursacht immer ein "grossen augen effekt" bei besuch: " sie wird doch dick!"),


Wir genauso! Naschsachen stehen zwar nicht offen rum aber jedes Kind hat eine "Naschschachtel" aus der es sich selbst bedienen kann wenn es mag. Es wird aber auch fast jeden Abend Obst zur freien Entnahme mundgerecht bereitgestellt.



Karen hat geschrieben:keine feste zu bett gehen zeiten


Die zu-Bett-Geh-Zeiten haben wir auch erst mit Kindergartenstart eingeführt. Notwendig sind sie eigentlich nur beim Großen, der ein Abendmensch ist und in der Früh absolut nicht wachzubekommen ist wenn er schlafen gehen dürfte, wann er will. Bei Kleinsohn sind zu-Bett-Geh-Zeiten nicht notwendig weil der ohnehin ein Morgenmensch ist und abends wenn er müde ist ins Bett fällt.


Karen hat geschrieben:und essenszeiten ("kinder brauchen doch feste rythmus!!"),


Bei uns dasselbe! An Kindergartentagen schaue ich aber dass etwas zu essen vorbereitet ist (bzw. sich schnell herrichten lässt) weil da meine Buben meistens hungrig heimkommen und sonst die Naschsachen gegen den Hunger gegessen werden (was zwar mal sein darf, aber kein Dauerzustand werden soll). Ansonsten wird bei uns nach Bedarf gekocht (sowohl von meinem Mann als auch von mir) und wenn jemand - egal ob Kind oder Erwachsener - keinen Hunger oder keine Lust zum essen hat, dann muß derjenige auch nicht zum Tisch kommen sondern kann sich seiner Portion später holen (sie wird bei Bedarf auch wieder aufgewärmt). Da habe ich auch schon manchmal gehört dass das so schlecht ist weil "die Kinder MÜSSEN beim Essen bei Tisch sitzen!" :roll: weil das ist ja angeblich soooo wichtig für den Familienzusammenhalt.

Karen hat geschrieben: kind muss nicht teilen ("oh schlimm, sie wird es nie mehr lernen!"!),


Detto! Das Zwangs-Teilen habe ich nie verstanden. Da lernt ein Kind gerade mal was "meines" und "deines" ist und dass es keinesfalls von jemanden anderen was nehmen darf und zeitgleich verlangt man von ihm dass es von sich jederzeit von dem, was ihm gehört, "freiwillig" was hergeben muss weil "man" ja teilt!

Großsohn hat erst mit etwas über 2 Jahren begriffen was Besitz bedeutet und von dem Tag an wollte er nicht teilen - und musste es auch nicht. Nach einiger Zeit, wo er eifersüchtig über 3 Sandspielschaufeln gewacht hat während daneben Kinder saßen, die keine Schaufel hatten, kam er doch darauf dass er so gar nicht zum spielen kommt und hat von selbst zu teilen begonnen.

Kleinsohn dagegen war immer schon großzügig, vor allem was Lebensmittel betrifft. Wenn er etwas isst werden ich oder mein Mann immer mitgefüttert. Wenn es mal wo was zum naschen geschenkt gibt denken meine beiden auch meistens von sich aus an den Bruder und nehmen ihm auch was mit. Und das, OBWOHL (oder WEIL?) sie nie teilen mussten.

Karen hat geschrieben: familienbett ("sie schläft sicher noch mit 18 mit uns")


Ich bin auch schon gespannt wann unsere beiden Buben vom gemeinsamen Schlafzimmer in ihr Zimmer "auswandern". Jede Nacht Familienbett geht aus Platzgründen nicht mehr, daher liegt eine große Matratze am Boden wo die Kinder bei Platzbedarf aus dem Ehebett "hinausgeschaufelt" werden - um ein oder zwei Stunden später wieder reinzukriechen :mrgreen: .


Karen hat geschrieben:und ein kind das im zug freulich leute abzählt, 4-1 ist 3 schreit (jemand aus 4-abteil ausgestiegen) und 5 min später ein trotzanfall bekommt weil zug 5 m weg von stationnameschield angehalten hat statt genau vor dem schild wie immer.... Es ist manchmal schwierig gegen mainstream zu schwimmen...


Ui, von Trotzanfällen kann ich leider auch zur Genüge berichten. Mir graut schon vor der 4stündigen Zugfahrt morgen in die Klinik zum Horchi-nachstellen und die Heimfahrt am Dienstag. Beim letzten Mal hat es entweder während oder nach jeder Fahrt einen Extrem-Trotzanfall von Kleinsohn gegeben wo ich mir von einem wildfremden Mann sagen lassen musste dass ich offensichtlich unfähig bin ein Kind zu erziehen (keine Ahnung was er mit einem sich ab Boden windenden, kreischenden, um-sich-schlagenden Kind machen würde - aber eigentlich will ich´s auch nicht wissen).

Du siehst, wir haben wirklich viel gemeinsam :) !
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Re: 18 Monate und Computer???

Beitragvon Rabaukenmama » Sa 12. Dez 2015, 23:13

Bliss hat geschrieben:Was sollte man auch limitieren, wenn das Kind eh nicht mehr will?

Wir brauchen auch nichts limitieren, da der Konsum sowohl von Medien als auch Süßigkeiten in Summe im Rahmen bleibt.

Anstrengend finde ich aber Leute, die glauben nur weil sie nichts reglementieren würde sich der Konsum im Rahmen halten. Das glaube ich nämlich nicht.


Ich glaube dass die Ansichten, was "gerade noch tragbar" und was "eindeutig zu viel" ist, stark variieren. Eltern mit großen Ängsten (ihr Kind könnte zu dick werden, schlechte Zähne bekommen, ein Medien-Junkie werden, keine Freunde im echten Leben finden,...) fangen meiner Beobachtung nach früher mit Limits an (weil normales, kindliches Verhalten schon als exzessiv angesehen wird) oder warten gar nicht erst ab wie sich die Situation entwickelt sondern limitieren sofort.

Wenn ein 3jähriges Kind 2 Stunden exzessiv mit seiner Holzeisenbahn spielt denkt niemand an Sucht, wenn es aber 2 Stunden ein Konsolenspiel spielt, sehr wohl. Für das Kind ist bis dahin noch beides gleichwertig und würde man der normalen Entwicklung seinen Lauf lassen könnte man entweder beobachten wie sich das Kind von selbst wieder anderen Dingen zuwendet ODER dass (wenn es tagelang nur noch Konsolenspiele spielt) tatsächlich Suchtpotential vorhanden ist und man als Eltern Lösungen suchen muss um dem Kind die anderen interessanten Dinge der Welt wieder näher zu bringen.

Dabei können Limits mMn aber nur EIN TEIL der Lösung sein. Gerade bei jungen Kindern (wo der Gruppenzwang noch nicht so ausgeprägt ist) kann ein durchdachtes Angebot an Alternativen mehr bringen als generelle Limits bzw. Verbote. Wenn die Spielkonsole plötzlich "verschwindet" wird sich ein 3jähriges Kind vielleicht mal kurzfristig beschweren, dann aber andere Möglichkeiten der Beschäftigung finden. Ein 10jähriges Kind wird das verschwinden-lassen der Spielkonsole als Akt gegen sich betrachten und viel vehementer protestieren und argumentieren.

Ich gehöre nicht zu denjenigen, die glauben, weil ich nicht limitiere hält sich der Konsum im Rahmen, da ich selbst ein schokoladensüchtiges Kind war und mich (ganz ohne Grenzen) nur von Süßigkeiten ernährt hätte. Meine Eltern haben da mMn einen sehr guten Weg gefunden: es wurde nichts limitiert, aber es wurden auch kaum Süßigkeiten gekauft, es stand nichts zur freien Entnahme herum und es gab keine "Naschlade". Ich habe mir trotzdem mehr als genug "organisiert" indem ich für das Milchgeld Süßigkeiten gekauft und z.B. die Naschladen von Schulfreunden geplündert habe.

Das war eine machbare Alternative zu Limits und vor allem viel streßfreier weil nicht so konfliktbeladen und kontrollbedürftig. Daher sehe ich es so, dass ich durch eine "No limits"-Einstellung zwar eine vorhandene Neigung zur Sucht nicht VERHINDERN kann, es aber auch andere Wege gibt, damit umzugehen.
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Re: 18 Monate und Computer???

Beitragvon Karen » So 13. Dez 2015, 00:57

Bliss, ich finde nie wenn bei uns was klappt und so ist, soll es auch bei anderen so sein. Mir stört umgfkert der haltung die wir oft bekommen zu sehen und spüren: weil wir vieles nicht limitieren wird es uns oft profezeit was für ein tyrann aus unserem kind sein wird. Meistens kommt es von eher fremden menschen. Und hier war die rede über 18 monaten alten kind. In dem alter kann ich wirklich schwer vorstellen das meisten kinder werden 3 stunden vor komputer sitzen. Bei manchen wird es nach 10 min bei anderen nach 1 stunde fertig mit konzentrazion. Und wenn das laptop nicht vor der nase steht wird oft auch nicht schnell wieder daran errienert. Das bedeutet nicht dass es keine kinder gibt die nicht schon süchtig in dem alter werden können aber das sind nicht die meisten. Aber viele eltern glauben von anfang an feste zeite und zeitlimite anzuführen ohne erst auszuprobieten wie lange die interesse vorhanden ist. Und dann kann es zu problem werden da es zu einem ritual wird. Ich finde das beste methode ist kein fehrsehen und laptop zu haben und keine süssigkeiten zu kaufen. Das geht aber für unsere familie nicht. Und wie ich beschrieben haben, hat meine tochter schon mit 1 woche "medien" konsumiert und ab dann jede woche ein skype call, von 10 min bis 2 stunden. Das war situation bedingt und nicht zu empfelen aber ich wollte nicht mit einem baby regelmässig in einen stadt reisen wo leute auf strassen verschossen wurden und es lang nicht klar war wo und wie schlimm das krieg sein wird. So ist es bei uns entstanden und trotz so einem früherem medien konzum noch keine abhängihkeit daraus entwickelt. Deshalb habe ich pauschal kommentare von mehrheit komisch gefunden die behauptet haben das 18 monaten viel zu früh ist. Mag sein, mag aber nicht und kind und familie abhängig.
Rabaukenmama: schön dass es so viel änlichkeiten in unseren familienaltag gibt! Ich habe nur wenige kollegen die es auch so sehen wie wir. Ich lese immer sehr gerne über euch!
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